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Selbstverteidigung von Xu Pei

27 Dez

Mein Internetbeitrag

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/07/12/xu-pei-uber-die-seelenverwandtschaft-von-herta-muller-und-liao-yiwu/

hat mir eine Anzeige bei dem Kölner Polizeipräsidium eingebracht, die ich mit der folgenden Schrift erfolgreich abgewehrt habe. Heute, zwei Jahre später, werde ich daran erinnert, sie zu veröffentlichen:

Meine Motivation zum Bloggen

Ohne das Tiananmen-Massaker 1989 wäre ich vielleicht nicht dazu gekommen, in die  Öffentlichkeit zu treten. Zu meiner ersten deutschen Veröffentlichung gehört das Gedicht „Lebenslied“, was ich damals als Germanistikstudentin in einer Studentenversammlung gegen das KP-Verbrechen vortrug. Ihrer Vorladung wegen habe ich das Gedicht online gestellt. https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/09/25/das-lebenslied-von-xu-pei/

Seit dem Tiananmen-Massaker setze ich das „Lebenslied“ in die Tat um und unterstütze aus dem Herzen diejenigen, die für die Wahrheit, die Freiheit und die Gerechtigkeit kämpfen. In den vergangenen 10 Jahren habe ich meine Erfahrungen  und Erkenntnisse als Chinesin im Westen im Internet veröffentlicht, damit die Chinesen unter der KP-Diktatur, insbesondere die jüngere Generation davon Gebrauch machen können.

Das Schreiben dient mir zum Austausch  und zum Einsatz für das Wahre, das Gute, das Schöne und das Göttliche.

Ich bin dankbar dafür, dass meine deutsche Veröffentlichung mir ermöglichte, das Visum für mein Studium in Deutschland zur Aufenthaltserlaubnis  für Schriftsteller zu ändern,  mit der Begründung, dass ich als Chinesin einen unersetzbaren Beitrag zum  öffentlichen Leben in Deutschland leisten würde. Deshalb bin ich auch darum bemüht, unverfälschte Informationen aus der chinesischen Quelle ins  Deutsche zu übertragen, ohne Entgelt.

In dem  bei Ihnen angezeigten Beitrag habe ich auch geschrieben, „Aus Wahrheitsliebe gebe ich gerne mein Wissen weiter und stehe hinter allem, was ich zusammengetragen habe“.

In diesem deutschen Beitrag gibt es nichts, was keine chinesische Quelle hat. Ich habe nur das chinesische Allgemeinwissen und Insider-Wissen für die deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht.

Auf Chinesisch gibt es viele negative Kommentare zu Tiechi Martin-Liao, nicht nur weil ihr Ehemann 1999  Selbstmord beging. Ich aber fühlte mich 2008 in meiner Kritik am chinesischen Programm der Deutschen Welle bestärkt, als Martin-Liao einen offenen Brief gegen die Unterstützer der kritisierten DW-Journalistin initiierte.

Als Martin-Liao am Tag der Friedensnobelpreisverleihung 2010 im chinesischen Programm der Deutschen Welle die Kritiker von dem Preisträger Liu Xiaobo beschimpfte, konnte ich erst Diane Liu aus Chicago zustimmen, dass Martin-Liao für ihre Vorteile kämpft, während die Kritiker von Liu Xiaobo nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben. Bis dahin ging ich davon aus, dass Martin-Liao genau so viel Wert auf die Moral und die Wahrhaftigkeit gelegt hätte, wie andere Wortführer im chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur in unserem Heimatland.

Drei Monate später hat die Literaturpreisträgerin Herta Müller es ihr nachgemacht und in der FAZ die Kritiker beschimpft, mit ähnlichen Worten, um den verlogenen Opportunisten in den chinesischen Augen zu ihrem Held zu verklären.

Anders als Martin-Liao unterstütze ich gerne die Kritiker von Liu Xiaobo, weil Liu seit seinem Auftritt in der Öffentlichkeit  viele KP-Gegner angefeindet und immer wieder als „Dissident“  die KP-Propaganda verbreitet hat.

Die NGO „The Laogai Research Foundation“

Seit 2001 trat Tienchi Martin-Liao als Repräsentantin der NGO „The Laogai Research Foundation“ auf, bis der Gründer dieser NGO, Harry Wu es ihr am 16. 12. 2010 öffentlich verbot.

Aus der Bekanntmachung der  Laogai-Foundation ist zu entnehmen, dass ein Streit zwischen Martin-Liao und Harry Wu wegen des copyrights von Liu Xiaobos Werk ausgebrochen war. Beide hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass Liu Xiaobo  Friedensnobelpreisträger 2010 wurde. Nun brach ein Streit beim Verteilen des Gewinns aus.

Harry Wu hatte in der VR China am eigenen Leib das Arbeitslager der KP Chinas kennengelernt. Nach seiner Emigration in die USA begann er, die Laogai („Umerziehung durch Arbeit“) der KP Chinas zu entlarven und wurde dafür als Menschenrechtler bekannt.

Nachdem ich in einem chinesischen Aufsatz Harry Wu lobend erwähnte, wurde ich darauf hingewiesen,  dass Harry Wu seine Vergangenheit verschönert habe und ein korrupter Menschenrechtshändler sei.

Danach konnte ich selbst erkennen, dass Harry Wu in der Tat aus der Menschenrechtsarbeit ein verwerfliches Geschäft gemacht hat. Hiermit nenne ich drei Beispiele, die Sie  nachprüfen können.

Das erste Beispiel: Parlamentarische Anhörung für Organraub verhindert

2006 wurde zum ersten Mal davon berichtet, dass die Verfolgung an Falun Gong durch die KP Chinas einen systematischen Organraub in der VR China gefördert hat. Harry Wu aber tat es als Gerücht ab und tat alles, um eine Anhörung im US-Parlament zu verhindern.

Dank zwei echten Menschenrechtlern in Kanada und ihren Unterstützern weltweit hat die Anhörung erst sechs Jahre später stattfinden können.

Mittlerweile ist der Organraub sogar in der VR China bekannt.

Das zweite Beispiel: 17 Millionen US-Dollar eingenommen

Gleichzeitig hatte sich Harry Wu für zwei Dissidentenfamilien in der VR China eingesetzt und 2007 eine parlamentarische Anhörung in den USA zustande gebracht.

Mit Hilfe des US-Unternehmens Yahoo hat das KP-Regime zwei Dissidenten identifiziert und zu einer Haft von 10 Jahren verurteilt.

Dank Martin-Liao ist es Harry Wu gelungen, die Opferfamilien zu vertreten und Yahoo in den USA zu verklagen. Damit hat Harry Wu 2008 die Firma dazu gebracht,   insgesamt 17 Millionen Dollar für die Menschenrechte zu spendieren. Danach wollte  Harry Wu den beiden Opferfamilien nicht das vereinbarte Entschädigungsgeld, jeweils 3.2 Millionen Dollar zahlen.

Anfang 2011 hat sich eine Dissidentenfamilie juristisch dagegen gewehrt. Chinese Couple Say They Were Extorted After Settling With Yahoo! http://www.courthousenews.com/2011/02/01/33786.htm

Auch Autorenhonorar zahlte Harry Wu ungern aus. 2003 hatte er für zwei Artikel von mir einen Scheck von 100 US-Dollar ausgestellt. Aber der Scheck war nicht gedeckt, sodass ich kein Honorar bekam und noch Unkosten von über 40 Euro an die Bank zu zahlen hatte. Deshalb reichte ich einen weiteren Scheck für meine Arbeit nicht ein und bat die Foundation darum, den Betrag an einen verfolgten Autor in China zu spendieren. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen. Die beiden Schecks kann ich bei Bedarf zeigen.

Gleichzeitig unterstützt Harry Wu einige  Autoren in der VR China. Dazu gehören der Friedensnobelpreisträger 2010 und der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2012 Liao Yiwu.

Tiechi Martin-Liao aus der Sicht von Harry Wu

Im August 2011 veröffentlichte Harry Wu einen Bericht unter der Überschrift „Tienchi Martin-Liao, die ich kenne“ .

Dort sind folgende Fakten zu erfahren:

Martin-Liao bekam ein „sehr hohes Gehalt“ für ihre Arbeit bei der Foundation.

Martin-Liao hatte 2010 nur zwei Monate gearbeitet,  aber das Gehalt für das ganze Jahr bekommen.

Einen Computer und Drucker, die ihr von der Foundation  zur Verfügung gestellt wurden, hat sie bis dahin (also anderthalb Jahre später) noch nicht abgegeben.

Ab 2006 wurde Liu Xiaobo von der Foundation finanziell unterstützt.

Zum Schluss schrieb Harry Wu, „Jetzt wird Independent Chinese PEN Center (ICPC) von Tiechi Martin-Liao gelenkt und beherrscht… Ich möchte nicht darüber reden, wie Tiechi Martin-Liao 2009 zur Vorsitzenden geworden ist“.

Harry Wu deutete an, dass Martin-Liao mit unrechten Mitteln Vorsitzende wurde.

Im Oktober veröffentlichte Harry Wu noch eine „Mitteilung über die Gehälter von der ehemaligen Mitarbeiterin Tienchi Martin-Liao“, um zu betonen, „Jetzt gibt es Leute, die darauf hinweisen, dass Martin-Liao vom ICPC in den Jahren (2009-2010 und 2010-2011)  Geld einnahm. Das ist fragwürdig.“  Mit solcher Veröffentlichung hat Harry Wu nicht nur Tienchi Martin-Liao,  sondern auch sich selbst bloßgestellt.

 

Die heiße Diskussion  hat mich dazu gebracht, im Oktober 2011 mit einem chinesischen Beitrag „Harry Wu und Tienchi Martin-Liao sind warnende Beispiele“  meine Leser zu ermahnen.

Independent Chinese PEN Center (ICPC)

ICPC wurde 2001 gegründet. Die Gründungsmitglieder wollten gemeinsam nach dem freien Schreiben auf Chinesisch streben. 2003 lehnte ich die Einladung zum Eintritt ab, um Liu Xiaobo aus dem Weg zu gehen. Denn seine Veröffentlichung, mit der er die Demokratiebewegung 1989 anschwärzte und den Mörder Deng Xiaoping verschönerte, ekelte mich an. „Geselle dich zu Edelmenschen, halte dich fern von Ekelmenschen“ ist ein chinesischer Spruch, nach dem ich mich richte.

Ab 2004 wird ICPC von National Endowment for Democracy (NED)in den USA

finanziell unterstützt.

Gründungsmitglieder, die für Regel und Transparenz im ICPC sorgen wollten, haben mittlerweile alle der Reihe nach aus Protest gegen den Machtmissbrauch von Liu Xiaobo und Co. das ICPC verlassen, während der unbequemste Kritiker Gao Han ausgeschlossen wurde.

Gao Han, der 2005 zum ersten Mal eine Geldausgabe hinterfragte, hat das ICPC 2007 innerhalb von 10 Tagen unter dem damaligen Vorsitzenden Liu Xiaobo ausgeschlossen. Am Tag seines Ausschlusses wurden alle Beiträge von Gao von der Webseite des ICPC gelöscht, darunter die Beiträge über die fragwürdigen Finanzaktionen.

Gao Han  wurde  als 25-jähriger zu 18 Jahren Haft in der VR China verurteilt, als er seinen Fabrikleiter wegen Korruption anzeigte. Gao hatte die ungerechte Haft unbeugsam bis zur Freilassung ausgehalten und sich als 40-jähriger ins Exil gewagt.

Nach dem Ausschluss hat  der unbeugsame Exilchinese Liu Xiaobo, Tienchi Martin-Liao und Co. in den USA verklagt, weil sie seine Menschenrechte bzw. Redefreiheit verletzten. Der neueste Gerichtstermin ist am Ende des Oktobers 2012.

Das ICPC unter der Führung von Liu Xiaobo und Co. erinnert einen von den unzähligen Kritikern an die Eigenschaft der kommunistischen Machthaber in China. Ihr Unterschied ist, dass es die Kritiker  nicht einsperren kann. Liu Xiaobo und Tienchi Martin-Liao kauften sich mit dem Geld des ICPC  Notebooks, während die von der KP Chinas inhaftierten ICPC-Mitglieder keine finanzielle Unterstützung bekamen. Als Liu Xiaobo 2008 verhaftet wurde, nahm er jährlich mindestens 23004 US-Dollar von einer Internet-Zeitschrift ein, die ebenfalls von NED finanziert wird.

Gao Han  versus Tiech Martin-Liao

Gao Han kämpft aus den USA für die Menschenrechte in China. Dabei nimmt er keinen Pfennig ein, sondern kommt noch für diverse Unkosten selbst auf, wie viele andere Exilchinesen.

Gao Han ist nur ein Vertreter der zahlreichen Kritiker von der Interessenbande aus Liu Xiaobo, Tiechi Martin-Liao, Liao Yiwu und Co.. Im Vergleich zu ihren unabhängigen Kritikern stimme ich Diane Liu zu, die zu der Erkenntnis kam, dass sich Martin-Liao und Co. nicht um die Menschenrechte in China kümmern, sondern nur um ihre eigenen Vorteile.

2011 hat Gao Han  einen offenen Brief an die  ICPC-Mitglieder veröffentlicht, um sie über Tiechi Martin-Liao als „Korruptes Element“ aufzuklären.  Denn er hat entdeckt, dass Tiechi Martin-Liao 2007 drei Gehälter bezogen hat, wie ihre Steuererklärung belegt. Demnach hat Martin Liao pro Woche 80 Stunden arbeiten müssen. Zudem hat sie sich damals schon als Präsidentin des ICPC ausgegeben.

Auf meine Nachricht über die Anzeige von Martin-Liao bei der Kölner Polizei hat Gao Han geantwortet, dass Martin Liao ihn zur Rechenschaft ziehen müsste, denn er ist der Urheber. Andere Kollegen sind empört darüber, dass Martin-Liao nicht nur so korrupt wie die Machthaber in Peking ist, sondern mich kriminalisieren und durch die Polizei in Köln verfolgen lassen will, wie die Machthaber in Peking mit  ihren Gegnern.

Dabei möchte ich nur Gao Han und andere Kritiker wegen ihrer Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit unterstützen, auch wenn sie im Westen unbekannt sind und keine Preise bekommen. Nicht alles, was glänzt, ist  Gold. Darum habe ich eine Stellungnahme zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2012 an Liao Yiwu veröffentlicht, für den Martin-Liao und Herta Müller auch geworben haben, wie für Liu Xiaobo.

Nicht zuletzt möchte ich  die Frage einer Chinesin aus Taipeh weiterleiten, warum tritt Martin-Liao jetzt als  „Vorsitzende des unabhängige chinesischen PEN-Zentrum in Taipeh“ in Deutschland auf.

Quellen:

Beschimpfung von Marin-Liao auf Chinesisch

http://www.dw.de/dw/article/0,,6315724,00.html

Beschimpfung von Herta Müller auf Deutsch

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

Bekanntmachung von Harry Wu auf Chinesisch und Englisch

http://www.canyu.org/n20951c11.aspx

Bericht von Harry Wu auf Chinesisch

http://www.duping.net/XHC/show.php?bbs=10&post=1155929

http://www.welt.de/welt_print/article786413/Geraubte-Herzen.html

http://www.epochtimes.de/parlamentarische-anhoerung-usa-soll-den-organraub-in-china-stoppen–988984.html

http://www.youtube.com/watch? v=KfT2mcrP64M&list=UUlKYIU4rmyDI6LbKrfsT2Nw&index=1&feature=plcp

Offener Brief von Gao Han auf Chinesisch

http://www.peacehall.com/forum/201110/boxun2011/187220.shtml

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/163736/index.html

XU Pei: Was bedeutet die EU-Resolution gegen den Organraub in der VR China?

30 Jan

 

 

Im englischen Spiegel-Interview vom Mitte-Januar sagte der Künstler Ai Weiwei, dass die Beziehung zwischen dem Regime Chinas und ihm wie ein kalter Krieg ist. Wieder fühle ich mich von ihm bestätigt, zumal ich die EU-Resulution gegen den systematischen Organraub für eine politische Kriegserklärung an das KP-Regime halte. Einen kalten Krieg zwischen dem KP-Regime und den chinesischen KP-Gegnern nahm ich schon nach dem Tiananmen-Massaker 1989 wahr.

 

In meinem ersten Vortrag 2014 http://goo.gl/YjUNH9 habe ich auch meinen Widerstand gegen den Organraub in der VR China seit 2006 bilanziert. Während ich die EU-Resulution für einen moralischen Sieg über das KP-Regime halte, habe ich die deutschen Medien wie z.B. die Deutsche Welle kritisiert, die dieses Ereignis ignoriert haben.  Gott sei Dank hat die deutsche Webseite der exilchinesischen Mediengruppe Epoch Times darüber berichtet: http://www.epochtimes.de/EU-Resolution-Organraub-in-China-muss-sofort-enden-a1115465.html

 

Dennoch kommen mir einige Ex-DW-Journalisten verdächtig vor, die sich seit Jahren bei den KP-Medien über die Demokratie und Pressefreiheit in Deutschland beklagen. Meiner Erfahrung nach gibt es im Westen Pressefreiheit und Journalisten mit Ethos, die auch gute Berichte über China veröffentlichen. Wegen des DW-Skandals 2008 begann ich, mich um den Ruf der deutschen Medien zu kümmern, von denen ich profitiert hatte. Nachdem meine Beschwerden zu keiner Berichtigung  führten, schicke ich auch Rundmails auf Deutsch, um der systematischen Desinformation aus Peking entgegenzuwirken.

 

Alle Leser sind eingeladen, den Wahrheitsgehalt meiner Beiträge zu prüfen. Im Gegensatz zu manchen korrumpierten Deutschen, bin ich immer bereit,  Fehler zu korrigieren.

 

 

Der kalte Krieg in Deutschland und auf Deutsch

 

 

1989, nachdem das KP-Regime in China die Massendemonstration mit Panzern unterdrückt hatte, wurden die KP-Diktaturen eine nach der anderen in Europa überwunden. 2014 können die Deutschen den Fall der Berliner Mauer zum 25sten Mal feiern, während sich die Chinesen noch gegen ein KP-Regime wehren müssen,  das mit westlicher Unterstützung ein Wirtschaftsmonstrum geworden ist.

 

Die Berliner Mauer ist zwar gefallen, aber der kalte Krieg wird heftiger denn je geführt, auch wenn viele Deutsche ihn nicht wahrnehmen. Durch die Wirtschaftsmacht übt die KP Chinas immer größeren Einfluss auf der internationalen Ebene aus. Trotz des systematischen Organraubs durfte die VR China 2008 die Olympischen Spiele in Peking ausrichten, 2009 als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse auftreten, auf der die Rumäniendeutsche Herta Müller als Literaturnobelpreisträgerin extra zum Stand der Epoch Times und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte erschien, um die Exilchinesen zu treffen, was wir ahnungslos für Unterstützung hielten.

 

Nach der Beschimpfung von Herta Müller auf die Exilchinesen wegen des rotchinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo habe ich eine Reihe von Kollegen angesprochen, die mir den Grund erklären könnten. Am meisten hat mich der Autor von „Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur“ Carl Gibson beeindruckt, nicht nur weil er in einem Interview zu seinem Buchtitel erklärte:“Als Stalin West-Berlin die Lebensader abschneiden wollte, um den Westberlinern ihren Sinn für Freiheit mit dem Hunger auszutreiben, eilten die für die Lebenserhaltung der einstigen Reichshauptstadt zuständigen Alliierten heran und schafften in unzähligen Flügen so viele Lebensmittel und Energiestoffe herbei, um die Menschen am Leben und die Stadt in politischer Freiheit zu halten. Den fast ein Jahr lang andauernden Motorenlärm über ihren Köpfen nannten die Berliner symbolträchtig ‚Symphonie der Freiheit’– eben weil sie die Wesenheit der großen Geste seitens der einstigen Kriegsgegner intuitiv erfassten“.

 

 

Der kalte Krieg zwischen Carl Gibson und dem deutschen Establishment

 

 

Dieser Gegner der Ceausescu-Diktatur ist nämlich der Lautstärkste unter den Kollegen, die Herta Müller Verfälschung und Plagiat vorwerfen, während die einstige Ceausescu-Vorzeigerautorin Liu Xiaobo unterstützt, der an der sprachlichen Verfälschung der Begriffe und Geschichte im Sinne der KP Chinas aktiv teilnimmt.

 

Laut der Tauber-Zeitung über Gibsons neues Buch „Die Zeit der Chamäleons-  Kritisches zum Leben und Werk Herta Müllers aus ethischer Sicht“ mit Tuschezeichnungen von Michael Blümel hinterfragt der Antikommunist Müllers Dissidenz. „Darüber hinaus analysiert Gibson anhand vieler Aussagen, Interviews und Texten die Standpunkte Müllers. ‚Ihre angeblichen Begegnungen und Folterungen durch die Securitate erscheinen geradezu absurd-grotesk‘, so Gibson. Bis heute hätten weder Journalisten, Schriftsteller und Intellektuelle Äußerungen Müllers hinterfragt. Gibson und Blümel sind nach Bukarest gereist, um in der dortigen ‚Gauckbehörde‘ Müllers Akte einzusehen. Es gebe deutliche Hinweise, dass Müller nicht als staatsfeindlich oder gar Dissidentin eingestuft worden sei“.

 

Herta Müller steht exemplarisch für die skandalösen Preisträger kommunistischer Prägung im Westen. Daran ist der Werteverfall in der freien Welt durch den Handel mit der VR China am leichtesten zu erkennen. Denn vor dem Mauerfall war es unmöglich, dass ein IM-Autor den Friedensnobelpreis und der Vorsitzende des DDR-Schriftstellerverbandes den Literaturnobelpreis bekommen hätten.

 

Die Zerstörung und Perversion der chinesischen Kultur durch das KP-Regime habe ich mit dem Roman „Der weite Weg des Mädchens Hong“ wahrheitstreu vorgeführt. Mein Wunsch ist,  das Bewusstsein für die universellen Grundwerte zu verschaffen, wie die Shen-Yun-Künstler, deren Neujahrsgala ich seit 2007 unterstütze. http://de.shenyunperformingarts.org/videos

 

Nach dem chinesischen Kalender  beginnt das neue Jahr – ein Pferdejahr – am 31. Januar. Das Non-Profit-Ensemble aus New York erreicht erst im März Europa. http://de.shenyunperformingarts.org/tickets

Während das KP-Regime die Welt zu korrumpieren versucht, zeigen uns die Shen-Yun-Künstler mit Rückgrat die Zukunft.

 

Köln, zum Pferdejahr 2014

Xu Pei: Kritik von Ingmar Brantsch (1943-2013) an Herta Müller

24 Jan

Ingmar Brantsch ist leider gestorben, mit dem Ärger über die deutschen Medien, insbesondere über die FAZ, die  aus der Vorzeige-Autorin der Ceausescu-Diktatur   eine Untergrundautorin machten.

2011, nach der Beschimpfung von Herta Müller auf die Exilchinesen in der FAZ habe ich dank eines deutschen Kollegen den Kenner der rumäniendeutschen Literatur kontaktiert.

Ingmar Brantsch hat mich nicht nur mündlich über Herta Müller aufgeklärt, sondern mir seine Veröffentlichung geschenkt, in der unter der Überschrift“Arme Luxusdissidenten“ Herta Müller und ihren zweiten geschiedenen Mann kritisiert werden, „Ihre Zukunft bleibt vergangen, weil sie nie aus ihrem manipulierten Heldengedöns herauskommen und hüben wie drüben nie authentisch sein können“.

Seine öffentliche Kritik begann schon im Oktober 1989. Damals warf er Herta Müller auf einer rumäniendeutschen Literaturtagung in Marburg vor, „mit der Entlarvung des katholischen banatschwäbischen Pastors als Vergewaltiger einer ausreisewilligen Schwäbin in der Erzählung ‚Der Mensch ist ein großer Fasan‘ den vulgärmarxistischen Antikatholiszismus Ceausescus zu bedienen“, darauf hin weinte Herta Müller vor Wut und kreitschte, dass Brantsch sie wieder verfolgt wie immer schon.  Dabei ist Herta Müller diejenige, die von der KP-Diktatur mit vier Preisen ausgezeichnet wurde und frei reisen durfte.

Nach dem Tod von Ingmar Brantsch, dessen Kritik an Herta Müller ich bereits auf Chinesisch vorgestellt habe, möchte ich auch seine Kritik an der „genialen Psychopatin“ in seinen Augen auf Deutsch verbreiten, damit er weiter unter uns lebt.

Mehr über den humorvollen Kölner Kollegen unter:

http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/10506-dem-schriftsteller-ingmar-brantsch-zum.html

Antwort der Exilchinesen auf Herta Müller:

Brief an die FAZ-Herausgeber von Xu Pei am 10. August 2012

11 Dez

Sehr geehrte Herren  Herausgeber,

 

dies soll mein letzter Versuch sein, die FAZ auf meine Bemühung um die Konfliktlösung  zwischen den chinesischen KP-Gegnern und Herta Müller bzw. ihrer FAZ- Redakteurin hinzuweisen.

 

Als deutsche Bürgerin mit chinesischen Wurzeln genieße  ich meine Freiheit und möchte sie dafür einsetzen, dass auch die Festlandschinesen die gleichen Menschenrechte bekommen wie die Chinesen in der Republik China, die seit 1949 nur noch auf der Insel Taiwan existiert.

 

Erst dank meines Promotionsstudiums in Deutschland (1989-1996) konnte ich die chinesische Tradition und Geschichte bewusst schätzen lernen, während ich durch das Tiananmen-Massaker die KP-Diktatur und ihre systematische Desinformation durchschaute. Seit meinem zweiten Heimkehrversuch 2002 bin ich mit Chinesen weltweit verbunden, um dem Terrorregime Widerstand zu leisten, trotz der „Berliner Mauer“ der KP Chinas im Internet. Seitdem betätige ich mich als Vermittlerin, um transparente Menschen wie den Künstler Ai Weiwei und unbeugsame Gruppen wie die Falun Gong-Bewegung zu unterstützen,  die für die universellen Grundwerte kämpfen und leiden.

 

Von den FAZ-Lesern werde ich regelmäßig  mit Ihren Beiträgen in Bezug auf China einschließlich Tibet informiert und konfrontiert. Ich vertrete auf Deutsch die gemeinsame Erkenntnis der chinesischen KP-Gegner,  dass sich das linkstotalitäre Regime in der VR China bereits zu einem rechtstotalitären Regime verwandelt hat. Die roten Machthaber terrorisieren nicht nur die Chinesen, sondern korrumpieren und bedrohen die ganze Welt.

 

Auch in Deutschland werden allerlei Befürworter von der KP Chinas unterhalten, die entweder deutsche Medien wie z.B. Deutsche Welle oder eigens dafür errichtete Propagandazentren wie z. B.  „Konfuzius-Institute“ benutzen, um ein Trugbild von dem heutigen China vorzugaukeln.

 

Das FAZ-Interview mit der im Exil lebenden Chinaexpertin He Qinglian über die Deutsche Welle und Ihre Veröffentlichung über die Konfuzius-Institute von dem Sinologen Dr. Jörg -M. Rudolph gehören zu den wenigen deutschen Beiträgen, die die Unterwanderung der KP Chinas in Deutschland beleuchtet haben. Durch diese FAZ-Beiträge fühle ich mich in meiner Bürgerinitiative bestätigt und gewann den Eindruck, dass die FAZ die gleichen Grundwerte beachtet und verteidigt wie wir Exilchinesen.

 

Während ich als Exilchinesin in Deutschland nur meinem eigenen Gewissen gehorche, werden die deutschen China-Korrespondenten in der VR China mit unzähligen Zwängen belastet. Viele sind schon durch das Neuchinesisch à la George Orwell  mit dem KP-Virus infiziert worden, weswegen ich bis zum Jahr 1998 fast nur auf Deutsch veröffentlichte, auch wenn es mir bis heute noch schwerer fällt,  auf Deutsch zu schreiben,  als mich in meiner Muttersprache auszudrücken.

 

Durch die deutschen Berichte über den Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist mir besonders klar geworden, dass sich kein deutscher Chinakorrespondent oder Sinologe mit dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur auf der politischen, kulturellen und ideologischen Ebene auskennt.  Liu Xiaobo gehört auf allen Ebenen nicht zu den KP-Gegnern, sondern spielt seit dem Tiananmen-Massaker 1989  eine Rolle wie Sascha Anderson in der damaligen DDR.  Die Charta 08, für die Liu von einem Flügel der KP Chinas verhaftet wurde, ist auch als Reformvorschlag für die KP konzipiert, während ein politischer Oppositioneller bzw. ein echter Dissident wie Wei Jingsheng die KP-Diktatur von Grund auf ablehnt. Liu Xiaobos Rede „Ich habe keine Feinde“ , die bei der Zeremonie zur Verleihung des Friedensnobelpreises verlesen wurde, steht als Paradebeispiel für die perfide Propaganda, die Liu als Geisel der KP Chinas seit 1989 im Sinne seiner Peiniger betreibt.

 

Seit 2010 bin ich darum bemüht, die Kritik von wahrhaftigen und aufrichtigen Chinesen an Liu Xiaobo in der deutschen Öffentlichkeit vorzustellen, wie z.B. in diesem Beitrag http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2011/01/07/das-deutsche-chinabild-bezug-auf-liu-xiaobo

 

Deswegen habe ich mich an Herta Müller gewandt, nachdem sie als Nobelpreisträgerin öffentlich die chinesischen KP-Gegner  im Exil auf der Frankfurter Buchmesse 2009 traf und 2010 die Nominierung von Liu Xiaobo unterstützte, der zahlreiche KP-Gegner angefeindet hatte.

 

Leider hat sich Herta Müller in den Konflikt zwischen den chinesischen KP-Gegnern und KP-Reformern bzw. Kollaborateuren eingemischt und die Kritiker von Liu Xiaobo öffentlich verunglimpft.  Die zuständige FAZ-Redakteurin für diese Verunglimpfung  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

gab den Beschimpften keine Chance,  Herta Müllers Verklärung von Liu Xiaobo und ihrer falschen Behauptung über die Exilchinesen in der FAZ entgegenzutreten, obwohl  der Journalismus als eine Säule der Demokratie doch gerade vom gesellschaftlichen Diskurs lebt.

Aber sie bot Herta Müller  ein FAZ-Interview über ihren „Seelenverwandten“ und Liu Xiaobos „Freund“ Liao Yiwu an, in dem diese behaupten darf, „Auch dem Regime bedeutet er (Liao Yiwu) viel, nur umgekehrt – nach Xiaobo und Ai Weiwei hat er wohl den dritten Rang auf der Liste der chinesischen Staatsfeinde inne“ . Damit hat Herta Müller noch einmal gezeigt, dass sie wenig Ahnung von dem Regime und seinen Gegnern hat, aber gerne unbegründete und unverantwortliche Äußerungen in der Öffentlichkeit produziert.

 

Die Gründungsväter der FAZ haben aus der Nazi-Geschichte gelernt, die Wahrheit der Tatsache als heilig zu betrachten und das der FAZ als Maxime auf die Fahne zu schreiben.

 

Im Glauben daran, dass Sie als ihre Nachfolger diese Maxime genau so schätzen, rufe ich hiermit die FAZ dazu auf, die Gerechtigkeit gewähren und die Kritiker von Liu Xiaobo und Herta Müller zu Wort kommen zu lassen.

 

„Was wahr ist, muß wahr bleiben – egal, welche Folgen daraus  gezogen werden. Wer anfängt, sich oder andere zu verleugnen, ist auf gefährlichem Weg und nicht wesentlich besser als die Übelwollenden in China“, antwortete mir Andreas Platthaus, der meinen fünften Gedichtband auf Deutsch „Himmelsauge“ (2008) in der FAZ besprochen hat.

 

Als Exilchinesin, die  in der deutschen Sprache und Deutschland ein Zuhause gefunden hat, möchte ich gerne alles dazu beitragen, dass die FAZ nicht durch Herta Müller und Co. in Verruf gerät. Bis jetzt habe ich die FAZ als ein deutsches Leitmedium betrachtet, das die freiheitlich demokratische Grundordnung repräsentiert und überwacht.

 

Ich bin jedenfalls bereit,  die Kritiker von Herta Müller bei ihrer Gegenöffentlichkeit zu unterstützen, wie ich gegenüber der KP-Diktatur  diejenigen unterstütze, die der KP Chinas mit wahrhaftigen Worten und heldenhaften Taten Widerstand leisten. Dafür habe ich lieber auf die Sonderrechte im Heimatland verzichtet und das Exil in Kauf genommen. Denn die Wahrhaftigkeit ist mir das Allerwichtigste im Leben.

 

In diesem Sinne stehe ich Ihnen  als deutsche  Stimme der unterdrückten und verfolgten Chinesen gerne Rede und Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Dr. XU Pei

St. Apernstr. 4

50667 Köln

 

PS: http://www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/1505-ein-offener-brief-von-exilchinesen-an/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/01/15/herta-muller-und-schlimme-e-mails-von-exilchinesen/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/07/27/xu-pei-uber-die-selbstentlarvung-von-herta-muller/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/07/12/xu-pei-uber-die-seelenverwandtschaft-von-herta-muller-und-liao-yiwu/

XU Pei über die Selbstentlarvung von Herta Müller

27 Jul

Herta Müller  demonstrierte als Literaturnobelpreisträgerin 2009 auf der Frankfurter Buchmesse ihre Unterstützung für chinesische KP-Gegner, die auch ich unterstütze. Damit gewann Herta Müller den  Respekt der chinesischen KP-Gegner.  2010 wurde ich von den Kollegen, die wie ich mit Herta Müller eine halbe Stunde gesprochen hatten,  darum gebeten,  sie über die Verlogenheit von  Liu Xiaobo  zu informieren.

Folgende zwei Emails hatte ich an unsere vermeintliche Unterstützerin  gerichtet:

Liebe Frau Müller,

ich wurde eben telefonisch gebeten, Sie darüber zu informieren, dass Liu Xiaobo zum Opfer des Machtkampfes innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas geworden ist.

Wir bedauern, dass er verhaftet und zu 11 Jahren verurteilt wurde.

Dennoch hat er eine Nominierung zum Friedensnobelpreis nicht verdient.

Seit dem Pekinger Massaker hat Liu als “prominenter Dissident” der KP Chinas gedient, dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur entgegenzuwirken.

Liu hat beispielsweise nach dem Pekinger Massaker behauptet, dass es keine Toten gegeben hätte.

Liu hat zuletzt gegen den Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng agiert, für dessen Freilassung Sie auf der Frankfurter Buchmesse eine Unterschrift geleistet haben. Ich war bei Ihrem Besuch am Stand der Epoch Times und der IGFM.

Es würde uns daher freuen, wenn Sie nicht Liu, sondern Gao zum Friedensnobelpreis vorschlagen würden.

Denn Sie haben uns in unserem Widerstand gegen die KP-Diktatur sehr ermutigt und bestärkt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Xu Pei

Meine zweite Email lautet:

Liebe Frau Müller,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn es nach mir ginge, hätte ich Ihnen gegenüber kein Wort über Liu Xiaobo verloren.

Sie, Havel und Gao Zhisheng sind Menschen, die ich bewundere. Aber Liu ist in meinen Augen noch schlimmer als Milan Kundera und Günter Grass.

http://www.welt.de/kultur/article2570692/Der-schaendliche-Verrat-des-Milan-Kundera.html

Ich bedauere, dass ich weder Havel noch Sie rechtzeitig über Liu informiert habe.

Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass Ihre Unterstützung für Lius Nominierung dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur gilt!

In diesem Sinne habe ich mich darüber gefreut, dass Gao auch nominiert worden ist, wie letztes Jahr.

Die beiden Kanadier, die den systematischen Organraub an den Falun Gong Praktizierenden in Rotchina untersucht haben, sind auch nominiert worden.

Nicht zuletzt möchte ich mit Ihnen meine Freude an einem Wunderstein in China teilen, der den Tod der KP Chinas prophezeit hat.

Mit freundlichen Grüßen

XU Pei

Mehr über Liu Xiaobo im Brief der zwanzig Kollegen im Exil finden Sie unter

http://www.aboluowang.com/comment/data/2010/0214/article_15718.html

Damals wusste ich nicht, dass Herta Müller von den rumäniendeutschen Kollegen wie der Verfasser von „Symphonie der Freiheit – Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur“ Carl Gibson genau so kritisiert worden war wie Liu Xiaobo von den chinesischen Kollegen.

Meine beiden Emails hatten bei ihr die folgende öffentliche Auslassung bewirkt, die leider auch in der FAZ unter „Solidarität mit dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo – Wenn der zweite Schuh herunterfällt“ abgedruckt wurde. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

Dieser Beitrag voller Lügen wurde auch sofort ins Chinesisch übersetzt und unter der Überschrift „Die Literaturnobelpreisträgerin Müller unterstützt Liu Xiaobo“ verbreitet, um Kritiker von Liu Xiaobo zu schlagen.  Somit hat sich Herta Müller selbst vor den chinesischen KP-Gegenern weltweit  entlarvt. Denn bis dahin hatten alle geglaubt, dass Herta Müller eine KP-Gegnerin sei, wie wir. Dieser Beitrag hat aber uns gezeigt, dass Herta Müller sich in den Konflikt zwischen KP-Gegnern und Liu Xiaobo einmischte, ohne sich auszukennen.  Das macht keine anständige Persönlichkeit mit Bildung, die einer KP-Diktatur Widerstand leistet.

Herta Müller kann mit ihrer Unterstützung für Liu Xiaobo nur uninformierte Leser in die Irre führen. Ihre Lügen über Liu Xiaobo sind so unbegründet wie ihre Verunglimpfung der Exilchinesen in der FAZ vom 26. März:

“Ich habe den Vorschlag Václav Havels, Xiaobo für den Friedensnobelpreis zu benennen, unterstützt und daraufhin schlimme E-Mails bekommen von Exilchinesen. Verleumdungen, Denunziation, hemmungsloser Rufmord an Xiaobo waren die Inhalte. Vielleicht ist die Emigration infiltriert vom chinesischen Geheimdienst, vielleicht ist es aber auch der eigene Irrsinn von verstörten Emigranten, die im fernen Exil Revolution auf dem Papier betreiben, mit Worten infam randalieren…”

Herta Müller und »Schlimme E-Mails von Exilchinesen« Xu Pei

15 Jan

Hat Herta Müller Grund, auf Exilchinesen zu schimpfen, die Liu Xiaobo kritisieren?

Am fünften Sonntag der Jasmin-Revolution in Rotchina fanden weltweit Lesungen für die Freilassung des Friedensnobelpreisträgers 2010 Liu Xiaobo statt.

Ulrich Schreiber vom Internationalen Literaturfestival hat diese Lesungen initiiert, weil dieser Sonntag auch “Tag der politischen Lüge” ist. Weiß er, dass Liu Xiaobo den Irak-Krieg begrüßt hat?

Die Einladung zur Lesung in Berlin habe ich mit der folgenden Email beantwortet:

Es ist großartig dass sich Herr Schreiber für die Menschenrechte in China einsetzt. Leider hat Liu Xiaobo die Ehre nicht verdient, auch wenn er wie viele andere Chinesen wegen seiner Gedanken verhaftet worden ist. Seine Schriften und seine Eigensucht haben alle aufrichtigen Chinesen angeekelt und abgestoßen. Eine Kostprobe für Dich aus seiner Autobiographie “Monolog eines Überlebenden der Endzeit” (1992 ):

“Ich verachte Menschenmassen, betrachte die Gesellschaft als Mob, verehre die persönliche Kreativität des Genies, mein Lebensziel ist zu sehen, ob ein einsames Genie mit Kreativität stärker ist als das gemeine Volk”.

Seit seinem Sieg über “das gemeine Volk”, zu dem ich mich gerne geselle, habe ich eine Reihe von Aufsätzen geschrieben, um die Deutschen zu informieren. Zur Ehre von Liu Xiaobo möchte ich also nicht lesen, aber für die Menschenrechte in China gerne.

Auf dieser Lesung hat Herta Müller eine Rede gehalten, deren Teilübersetzung zuerst unter Chinesen herumgeschickt wurde und dann am 31. März auf der chinesischen Webseite der Deutschen Welle (DW) unter der Überschrift “Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller unterstützt Liu Xiaobo” erschien. Bevor ich den Link zur DW zu sehen bekam, hielt ich die Teilübersetzung zunächst für ein Machwerk von den KP-Kräften. Herta Müller hat doch keinen Grund, auf Exilchinesen zu schimpfen, die Liu Xiaobo kennen und kritisieren. Leider steht in der FAZ vom 26. März tatsächlich ihre originale Beschimpfung:

“Ich habe den Vorschlag Václav Havels, Xiaobo für den Friedensnobelpreis zu benennen, unterstützt und daraufhin schlimme E-Mails bekommen von Exilchinesen. Verleumdungen, Denunziation, hemmungsloser Rufmord an Xiaobo waren die Inhalte. Vielleicht ist die Emigration infiltriert vom chinesischen Geheimdienst, vielleicht ist es aber auch der eigene Irrsinn von verstörten Emigranten, die im fernen Exil Revolution auf dem Papier betreiben, mit Worten infam randalieren…”

Aus Respekt für Herta Müller, die auf der Frankfurter Buchmesse 2009 den chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur in Rotchina unterstützte, habe ich ihr Emails in Bezug auf Liu Xiaobo geschickt. Auf meine erste Email hat sie höflich geantwortet. Meine zweite Email an sie habe ich in meinem Beitrag unter der Überschrift “Warum lehnen die Exilchinesen Liu Xiaobo wie Milan Kundera ab?” veröffentlicht.

Ein vermeintlicher Freiheitskämpfer

Herta Müller ist offensichtlich der Einladung zur Lesung nachgegangen, um einen verfolgten Freiheitskämpfer zu unterstützen. Der von ihr so gerühmte Liu Xiaobo gab in einem Interview selbst zu, aus zwei Gründen zu einer Lesung zu gehen, “Erstens, um ein gutes Selbstgefühl zu haben, zweitens, um Geld zu verdienen, wenn nicht genug Geld gezahlt wird, gehe ich nicht hin. Das Geld ist ein Selbstwert, wenn eine bestimmte Summe von Geld da ist, dann ist Dein Leben auch auf eine bestimmte Dimension ausgedehnt.”

Seine Kritiker im Exil setzen sich alle für die Menschenrechte in China ein und unterstützen die Freiheitskämpfer im Land, ohne dafür bezahlt zu werden. Auch ich habe seit dem Pekinger Massaker aus Gewissensgründen an allen möglichen Menschenrechtsveranstaltungen teilgenommen und bei Bedarf einen unbezahlten Lesungsbeitrag geleistet.

Die Chinesen im Ausland, die Liu Xiaobo rühmen, sind entweder bekannte Spitzel der KP Chinas oder Nutznießer, wie z. B. der Menschenrechtsunternehmer Harry Wu und seine ehemalige Mitarbeiterin Tianchi Martin-Liao. Harry Wu ist berüchtigt dafür, aus der Menschenrechtsarbeit ein Geschäft gemacht zu haben. Gegen Harry Wu hat sich endlich ein Opferpaar juristisch gewehrt. Der Ehemann Wang Xiaoning(1950-) wurde 2002 wegen seiner Veröffentlichung vom Regime verhaftet und ein Jahr später zu einer Haft von 10 Jahren verurteilt. (Mehr dazu unter dem englischen Bericht: Chinese Couple Say They Were Extorted After Settling With Yahoo! ) Wang Xiaoning gehört zu den echten Regimekritikern wie Ai Weiwei, die ich unterstütze. Ich hätte auch Liu Xiaobo respektiert, wenn er sich nicht als Machtkämpfer erwiesen hätte, wie ein gottloser Kommunist.

Tianchi Martin-Liao lernte ich durch ihren Ehemann Helmut Martin kennen, der Selbstmord begangenen hat. Da sie aus der Republik China (Taiwan) kommt, hatte ich sie bei einer Gelegenheit persönlich vor Harry Wu gewarnt. Leider hat sie so lange für Harry Wu gearbeitet, bis er ihr öffentlich verbot, weiter sein Geschäft Laogai Research Foundation zu vertreten.

Statt die sachlichen Argumente gegen Liu Xiaobo widerlegen zu können, hat Martin-Liao zahlreiche Kritiker von Liu Xiaobo angefeindet. Am Tag der Preisverleihung beschimpfte sie im chinesischen Programm der Deutschen Welle die Exilchinesen auf die gleiche Art und Weise wie Herta Müller. Damit widerlegte sie aber Liu Xiaobos Verteidigungsrede “Ich habe keine Feinde”, die in Oslo vorgetragen und weltweit übertragen wurde.

Kaum hatte Martin-Liao die Exilchinesen beschimpft, fing Harry Wu an, mit ihr über das Copyright von Liu Xiaobos Werk zu streiten.

Das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass kein aufrichtiger Mensch Liu Xiaobo verehren kann, wenn er weiß, was Liu Xiaobo wirklich gesagt und getan hat. Gleich und gleich gesellt sich gern.

Leider ist die Deutsche Welle spätestens seit 1987 von der KP Chinas infiltriert und propagiert für Liu Xiaobo, wie einst für die Olympischen Spiele 2008. Gegen die Spitzel der KP Chinas kann sich die Deutsche Welle kaum wehren.

Nicht zuletzt möchte ich noch meine erste Email an Herta Müller veröffentlichen, damit man erfährt, was Herta Müller als “Schlimme Emails von Exilchinesen” bezeichnet hat.

Liebe Frau Müller,

ich wurde eben telefonisch gebeten, Sie darüber zu informieren, dass Liu Xiaobo zum Opfer des Machtkampfes innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas geworden ist.

Wir bedauern, dass er verhaftet und zu 11 Jahren verurteilt wurde.

Dennoch hat er eine Nominierung zum Friedensnobelpreis nicht verdient.

Seit dem Pekinger Massaker hat Liu als “prominenter Dissident” der KP Chinas gedient, dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur entgegenzuwirken.

Liu hat beispielsweise nach dem Pekinger Massaker behauptet, dass es keine Toten gegeben hätte.

Liu hat zuletzt gegen den Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng agiert, für dessen Freilassung Sie auf der Frankfurter Buchmesse eine Unterschrift geleistet haben. Ich war bei Ihrem Besuch am Stand der Epoch Times und der IGFM.

Es würde uns daher freuen, wenn Sie nicht Liu, sondern Gao zum Friedensnobelpreis vorschlagen würden.

Denn Sie haben uns in unserem Widerstand gegen die KP-Diktatur sehr ermutigt und bestärkt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Xu Pei