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Selbstverteidigung von Xu Pei

27 Dez

Mein Internetbeitrag

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/07/12/xu-pei-uber-die-seelenverwandtschaft-von-herta-muller-und-liao-yiwu/

hat mir eine Anzeige bei dem Kölner Polizeipräsidium eingebracht, die ich mit der folgenden Schrift erfolgreich abgewehrt habe. Heute, zwei Jahre später, werde ich daran erinnert, sie zu veröffentlichen:

Meine Motivation zum Bloggen

Ohne das Tiananmen-Massaker 1989 wäre ich vielleicht nicht dazu gekommen, in die  Öffentlichkeit zu treten. Zu meiner ersten deutschen Veröffentlichung gehört das Gedicht „Lebenslied“, was ich damals als Germanistikstudentin in einer Studentenversammlung gegen das KP-Verbrechen vortrug. Ihrer Vorladung wegen habe ich das Gedicht online gestellt. https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/09/25/das-lebenslied-von-xu-pei/

Seit dem Tiananmen-Massaker setze ich das „Lebenslied“ in die Tat um und unterstütze aus dem Herzen diejenigen, die für die Wahrheit, die Freiheit und die Gerechtigkeit kämpfen. In den vergangenen 10 Jahren habe ich meine Erfahrungen  und Erkenntnisse als Chinesin im Westen im Internet veröffentlicht, damit die Chinesen unter der KP-Diktatur, insbesondere die jüngere Generation davon Gebrauch machen können.

Das Schreiben dient mir zum Austausch  und zum Einsatz für das Wahre, das Gute, das Schöne und das Göttliche.

Ich bin dankbar dafür, dass meine deutsche Veröffentlichung mir ermöglichte, das Visum für mein Studium in Deutschland zur Aufenthaltserlaubnis  für Schriftsteller zu ändern,  mit der Begründung, dass ich als Chinesin einen unersetzbaren Beitrag zum  öffentlichen Leben in Deutschland leisten würde. Deshalb bin ich auch darum bemüht, unverfälschte Informationen aus der chinesischen Quelle ins  Deutsche zu übertragen, ohne Entgelt.

In dem  bei Ihnen angezeigten Beitrag habe ich auch geschrieben, „Aus Wahrheitsliebe gebe ich gerne mein Wissen weiter und stehe hinter allem, was ich zusammengetragen habe“.

In diesem deutschen Beitrag gibt es nichts, was keine chinesische Quelle hat. Ich habe nur das chinesische Allgemeinwissen und Insider-Wissen für die deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht.

Auf Chinesisch gibt es viele negative Kommentare zu Tiechi Martin-Liao, nicht nur weil ihr Ehemann 1999  Selbstmord beging. Ich aber fühlte mich 2008 in meiner Kritik am chinesischen Programm der Deutschen Welle bestärkt, als Martin-Liao einen offenen Brief gegen die Unterstützer der kritisierten DW-Journalistin initiierte.

Als Martin-Liao am Tag der Friedensnobelpreisverleihung 2010 im chinesischen Programm der Deutschen Welle die Kritiker von dem Preisträger Liu Xiaobo beschimpfte, konnte ich erst Diane Liu aus Chicago zustimmen, dass Martin-Liao für ihre Vorteile kämpft, während die Kritiker von Liu Xiaobo nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben. Bis dahin ging ich davon aus, dass Martin-Liao genau so viel Wert auf die Moral und die Wahrhaftigkeit gelegt hätte, wie andere Wortführer im chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur in unserem Heimatland.

Drei Monate später hat die Literaturpreisträgerin Herta Müller es ihr nachgemacht und in der FAZ die Kritiker beschimpft, mit ähnlichen Worten, um den verlogenen Opportunisten in den chinesischen Augen zu ihrem Held zu verklären.

Anders als Martin-Liao unterstütze ich gerne die Kritiker von Liu Xiaobo, weil Liu seit seinem Auftritt in der Öffentlichkeit  viele KP-Gegner angefeindet und immer wieder als „Dissident“  die KP-Propaganda verbreitet hat.

Die NGO „The Laogai Research Foundation“

Seit 2001 trat Tienchi Martin-Liao als Repräsentantin der NGO „The Laogai Research Foundation“ auf, bis der Gründer dieser NGO, Harry Wu es ihr am 16. 12. 2010 öffentlich verbot.

Aus der Bekanntmachung der  Laogai-Foundation ist zu entnehmen, dass ein Streit zwischen Martin-Liao und Harry Wu wegen des copyrights von Liu Xiaobos Werk ausgebrochen war. Beide hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass Liu Xiaobo  Friedensnobelpreisträger 2010 wurde. Nun brach ein Streit beim Verteilen des Gewinns aus.

Harry Wu hatte in der VR China am eigenen Leib das Arbeitslager der KP Chinas kennengelernt. Nach seiner Emigration in die USA begann er, die Laogai („Umerziehung durch Arbeit“) der KP Chinas zu entlarven und wurde dafür als Menschenrechtler bekannt.

Nachdem ich in einem chinesischen Aufsatz Harry Wu lobend erwähnte, wurde ich darauf hingewiesen,  dass Harry Wu seine Vergangenheit verschönert habe und ein korrupter Menschenrechtshändler sei.

Danach konnte ich selbst erkennen, dass Harry Wu in der Tat aus der Menschenrechtsarbeit ein verwerfliches Geschäft gemacht hat. Hiermit nenne ich drei Beispiele, die Sie  nachprüfen können.

Das erste Beispiel: Parlamentarische Anhörung für Organraub verhindert

2006 wurde zum ersten Mal davon berichtet, dass die Verfolgung an Falun Gong durch die KP Chinas einen systematischen Organraub in der VR China gefördert hat. Harry Wu aber tat es als Gerücht ab und tat alles, um eine Anhörung im US-Parlament zu verhindern.

Dank zwei echten Menschenrechtlern in Kanada und ihren Unterstützern weltweit hat die Anhörung erst sechs Jahre später stattfinden können.

Mittlerweile ist der Organraub sogar in der VR China bekannt.

Das zweite Beispiel: 17 Millionen US-Dollar eingenommen

Gleichzeitig hatte sich Harry Wu für zwei Dissidentenfamilien in der VR China eingesetzt und 2007 eine parlamentarische Anhörung in den USA zustande gebracht.

Mit Hilfe des US-Unternehmens Yahoo hat das KP-Regime zwei Dissidenten identifiziert und zu einer Haft von 10 Jahren verurteilt.

Dank Martin-Liao ist es Harry Wu gelungen, die Opferfamilien zu vertreten und Yahoo in den USA zu verklagen. Damit hat Harry Wu 2008 die Firma dazu gebracht,   insgesamt 17 Millionen Dollar für die Menschenrechte zu spendieren. Danach wollte  Harry Wu den beiden Opferfamilien nicht das vereinbarte Entschädigungsgeld, jeweils 3.2 Millionen Dollar zahlen.

Anfang 2011 hat sich eine Dissidentenfamilie juristisch dagegen gewehrt. Chinese Couple Say They Were Extorted After Settling With Yahoo! http://www.courthousenews.com/2011/02/01/33786.htm

Auch Autorenhonorar zahlte Harry Wu ungern aus. 2003 hatte er für zwei Artikel von mir einen Scheck von 100 US-Dollar ausgestellt. Aber der Scheck war nicht gedeckt, sodass ich kein Honorar bekam und noch Unkosten von über 40 Euro an die Bank zu zahlen hatte. Deshalb reichte ich einen weiteren Scheck für meine Arbeit nicht ein und bat die Foundation darum, den Betrag an einen verfolgten Autor in China zu spendieren. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen. Die beiden Schecks kann ich bei Bedarf zeigen.

Gleichzeitig unterstützt Harry Wu einige  Autoren in der VR China. Dazu gehören der Friedensnobelpreisträger 2010 und der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2012 Liao Yiwu.

Tiechi Martin-Liao aus der Sicht von Harry Wu

Im August 2011 veröffentlichte Harry Wu einen Bericht unter der Überschrift „Tienchi Martin-Liao, die ich kenne“ .

Dort sind folgende Fakten zu erfahren:

Martin-Liao bekam ein „sehr hohes Gehalt“ für ihre Arbeit bei der Foundation.

Martin-Liao hatte 2010 nur zwei Monate gearbeitet,  aber das Gehalt für das ganze Jahr bekommen.

Einen Computer und Drucker, die ihr von der Foundation  zur Verfügung gestellt wurden, hat sie bis dahin (also anderthalb Jahre später) noch nicht abgegeben.

Ab 2006 wurde Liu Xiaobo von der Foundation finanziell unterstützt.

Zum Schluss schrieb Harry Wu, „Jetzt wird Independent Chinese PEN Center (ICPC) von Tiechi Martin-Liao gelenkt und beherrscht… Ich möchte nicht darüber reden, wie Tiechi Martin-Liao 2009 zur Vorsitzenden geworden ist“.

Harry Wu deutete an, dass Martin-Liao mit unrechten Mitteln Vorsitzende wurde.

Im Oktober veröffentlichte Harry Wu noch eine „Mitteilung über die Gehälter von der ehemaligen Mitarbeiterin Tienchi Martin-Liao“, um zu betonen, „Jetzt gibt es Leute, die darauf hinweisen, dass Martin-Liao vom ICPC in den Jahren (2009-2010 und 2010-2011)  Geld einnahm. Das ist fragwürdig.“  Mit solcher Veröffentlichung hat Harry Wu nicht nur Tienchi Martin-Liao,  sondern auch sich selbst bloßgestellt.

 

Die heiße Diskussion  hat mich dazu gebracht, im Oktober 2011 mit einem chinesischen Beitrag „Harry Wu und Tienchi Martin-Liao sind warnende Beispiele“  meine Leser zu ermahnen.

Independent Chinese PEN Center (ICPC)

ICPC wurde 2001 gegründet. Die Gründungsmitglieder wollten gemeinsam nach dem freien Schreiben auf Chinesisch streben. 2003 lehnte ich die Einladung zum Eintritt ab, um Liu Xiaobo aus dem Weg zu gehen. Denn seine Veröffentlichung, mit der er die Demokratiebewegung 1989 anschwärzte und den Mörder Deng Xiaoping verschönerte, ekelte mich an. „Geselle dich zu Edelmenschen, halte dich fern von Ekelmenschen“ ist ein chinesischer Spruch, nach dem ich mich richte.

Ab 2004 wird ICPC von National Endowment for Democracy (NED)in den USA

finanziell unterstützt.

Gründungsmitglieder, die für Regel und Transparenz im ICPC sorgen wollten, haben mittlerweile alle der Reihe nach aus Protest gegen den Machtmissbrauch von Liu Xiaobo und Co. das ICPC verlassen, während der unbequemste Kritiker Gao Han ausgeschlossen wurde.

Gao Han, der 2005 zum ersten Mal eine Geldausgabe hinterfragte, hat das ICPC 2007 innerhalb von 10 Tagen unter dem damaligen Vorsitzenden Liu Xiaobo ausgeschlossen. Am Tag seines Ausschlusses wurden alle Beiträge von Gao von der Webseite des ICPC gelöscht, darunter die Beiträge über die fragwürdigen Finanzaktionen.

Gao Han  wurde  als 25-jähriger zu 18 Jahren Haft in der VR China verurteilt, als er seinen Fabrikleiter wegen Korruption anzeigte. Gao hatte die ungerechte Haft unbeugsam bis zur Freilassung ausgehalten und sich als 40-jähriger ins Exil gewagt.

Nach dem Ausschluss hat  der unbeugsame Exilchinese Liu Xiaobo, Tienchi Martin-Liao und Co. in den USA verklagt, weil sie seine Menschenrechte bzw. Redefreiheit verletzten. Der neueste Gerichtstermin ist am Ende des Oktobers 2012.

Das ICPC unter der Führung von Liu Xiaobo und Co. erinnert einen von den unzähligen Kritikern an die Eigenschaft der kommunistischen Machthaber in China. Ihr Unterschied ist, dass es die Kritiker  nicht einsperren kann. Liu Xiaobo und Tienchi Martin-Liao kauften sich mit dem Geld des ICPC  Notebooks, während die von der KP Chinas inhaftierten ICPC-Mitglieder keine finanzielle Unterstützung bekamen. Als Liu Xiaobo 2008 verhaftet wurde, nahm er jährlich mindestens 23004 US-Dollar von einer Internet-Zeitschrift ein, die ebenfalls von NED finanziert wird.

Gao Han  versus Tiech Martin-Liao

Gao Han kämpft aus den USA für die Menschenrechte in China. Dabei nimmt er keinen Pfennig ein, sondern kommt noch für diverse Unkosten selbst auf, wie viele andere Exilchinesen.

Gao Han ist nur ein Vertreter der zahlreichen Kritiker von der Interessenbande aus Liu Xiaobo, Tiechi Martin-Liao, Liao Yiwu und Co.. Im Vergleich zu ihren unabhängigen Kritikern stimme ich Diane Liu zu, die zu der Erkenntnis kam, dass sich Martin-Liao und Co. nicht um die Menschenrechte in China kümmern, sondern nur um ihre eigenen Vorteile.

2011 hat Gao Han  einen offenen Brief an die  ICPC-Mitglieder veröffentlicht, um sie über Tiechi Martin-Liao als „Korruptes Element“ aufzuklären.  Denn er hat entdeckt, dass Tiechi Martin-Liao 2007 drei Gehälter bezogen hat, wie ihre Steuererklärung belegt. Demnach hat Martin Liao pro Woche 80 Stunden arbeiten müssen. Zudem hat sie sich damals schon als Präsidentin des ICPC ausgegeben.

Auf meine Nachricht über die Anzeige von Martin-Liao bei der Kölner Polizei hat Gao Han geantwortet, dass Martin Liao ihn zur Rechenschaft ziehen müsste, denn er ist der Urheber. Andere Kollegen sind empört darüber, dass Martin-Liao nicht nur so korrupt wie die Machthaber in Peking ist, sondern mich kriminalisieren und durch die Polizei in Köln verfolgen lassen will, wie die Machthaber in Peking mit  ihren Gegnern.

Dabei möchte ich nur Gao Han und andere Kritiker wegen ihrer Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit unterstützen, auch wenn sie im Westen unbekannt sind und keine Preise bekommen. Nicht alles, was glänzt, ist  Gold. Darum habe ich eine Stellungnahme zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2012 an Liao Yiwu veröffentlicht, für den Martin-Liao und Herta Müller auch geworben haben, wie für Liu Xiaobo.

Nicht zuletzt möchte ich  die Frage einer Chinesin aus Taipeh weiterleiten, warum tritt Martin-Liao jetzt als  „Vorsitzende des unabhängige chinesischen PEN-Zentrum in Taipeh“ in Deutschland auf.

Quellen:

Beschimpfung von Marin-Liao auf Chinesisch

http://www.dw.de/dw/article/0,,6315724,00.html

Beschimpfung von Herta Müller auf Deutsch

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

Bekanntmachung von Harry Wu auf Chinesisch und Englisch

http://www.canyu.org/n20951c11.aspx

Bericht von Harry Wu auf Chinesisch

http://www.duping.net/XHC/show.php?bbs=10&post=1155929

http://www.welt.de/welt_print/article786413/Geraubte-Herzen.html

http://www.epochtimes.de/parlamentarische-anhoerung-usa-soll-den-organraub-in-china-stoppen–988984.html

http://www.youtube.com/watch? v=KfT2mcrP64M&list=UUlKYIU4rmyDI6LbKrfsT2Nw&index=1&feature=plcp

Offener Brief von Gao Han auf Chinesisch

http://www.peacehall.com/forum/201110/boxun2011/187220.shtml

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/163736/index.html