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Hintergrundwissen über die Deutsche Welle von Xu Pei

18 Sep

– Deutsche Welle ein Instrument der KP Chinas?

Die Kommunistische Partei Chinas hat meinen Recherchen zufolge die Deutsche Welle bereits seit den 1980er Jahren unterwandert. Damals begann die DW mit Radio Peking (CRI) zu kooperieren. Nachdem der erste Austauschredakteur aus Peking in Deutschland Asyl beantragt hatte, durften nur noch KP-Mitglieder als Austauschredakteure bei der Deutschen Welle arbeiten. Außerdem stellte die Deutsche Welle spätestens seit 1987 KP-Regime konforme  Chinesen  ein. Unter ihnen befindet sich Zhang Danhong, die 2008 durch ihre Propaganda für die KP Chinas in der deutschen Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte. Überrascht durch  Zhangs Verhalten, kam ich erst dazu, mich mit dem chinesischen Programm der Deutschen Welle zu beschäftigen, und musste feststellen, dass die Deutsche Welle zu Propagandazwecken der KP Chinas missbraucht wurde. Seitdem habe ich bei jeder Gelegenheit auf die Gefahr aus Peking hingewiesen. Denn ich wurde an die Publikation „Die uneingeschränkte Kriegsführung“ erinnert, die zwei Offiziere der KP Chinas 1999 veröffentlicht hatten und auf die sich der Terroranschlag vom 11. September 2001 zurückführen lässt.  (siehe die englische Übersetzung des Leitfadens für die KP-Kräfte, um ihre Feinde, also die freiheitliche Welt, zu besiegen: http://www.cryptome.org/cuw.htm )

Die KP Chinas hat mit Unterstützung von Stalin die Republik China zuerst unterwandert und dann militärisch auf die Insel Taiwan vertrieben. Danach hat Mao auf Befehl von Stalin Tibet besetzt. 1989 konnte das KP-Regime in Peking mit Panzern seine menschenverachtende Diktatur aufrechterhalten, während die Sowjetunion und andere sozialistischen Staaten dem Volkswillen nachgaben und ihre totalitäre Regime zusammenbrachen.

Nach meinem zweiten Versuch  im Jahre 2002, nach China zurückzukehren, sah ich mich dazu gezwungen, der systematischen Desinformation durch die KP Chinas  entgegenzuwirken. Bei jeder Gelegenheit warne ich vor der Unterwanderung des Westens durch Peking.

Immer noch lassen sich viele Führungskräfte im Westen leicht von der Propaganda des KP-Regimes in Peking dazu verleiten, das totalitäre Regime durch eine rosarote Brille zu betrachten. Peter Limbourg, der 2010 als „Schönredner der Diktatur“ über das sogenannte „Medienforum China-Deutschland“ zum ersten Mal in der Propagandamaschinerie der KP Chinas auftauchte, gehört auch zu diesen Multiplikatoren. Laut Berichten der KP Chinas war Limbourg in seinem Redebeitrag der Meinung, dass das heutige China einem „Harmonie-Ideal“ entspräche. Diejenigen, die Limbourg widerlegen könnten, dürfen aber in solch einem Medienforum nicht auftreten.  Zwei Jahre später wurde  Limbourg, der  „Senior Vice President der Nachrichten und politischen Information der ProSiebenSat.1 Media AG.“ war,  Intendant der Deutschen Welle. Dieser aus Steuergeldern finanzierte Auslandssender sollte eigentlich die deutsche Stimme für die Freiheit und Menschenrechte weltweit präsentieren.

Nach seinem Amtsantritt hat Limbourg  den fachkundigen „Monitor“ seit 2009 – Dr. Jörg-Meinhard Rudolph – entlassen, um danach Frank Sieren als Kolumnist für die Deutsche Welle  zu beauftragen.  Rudolph war einer der ersten, der die unter der KP-Führung zunehmenden „Konfuzius-Institute“ offen kritisierte und deswegen nicht mehr in die VR China einreisen darf. Hingegen wurde Sieren 2008 dafür bekannt, nach der Pfeife der KP Chinas zu tanzen. Damals verteidigte Sieren Zhang Danhong in der „Zeit“, indem er die von verschiedenen Gruppen, sogar von Festlandchinesen geäußerte Kritik an Zhang in einen persönlichen Krieg zwischen Zhang und mir als Neider umdeutete. Von den KP-Medien wurde Zhang als „Nationalheldin“ gerühmt und ich als „Anti-Chinafigur“ verleumdet.

Dank Limbourg darf Sieren seit Februar wöchentlich fünf Beiträge bei der Deutschen Welle veröffentlichen, in denen er die VR China weiter verklärt, obwohl dort sogar systematischer Organraub betrieben wird.  In einem dieser Beiträge machte Sieren aus dem Tiananmen-Massaker 1989 einen „Ausrutscher“  und brachte  der Deutschen Welle wieder heftige Kritiken ein, wie schon im Jahr 2008.

Sieren, der kein Chinesisch spricht, aber mit Helmut Schmidt über China publiziert, gilt als „Chinaexperte“ und darf in Peking eine Medienfirma betreiben. Seit 2010 darf er das sogenannte  „Medienforum China-Deutschland“ ausrichten und moderieren, mit dem das KP-Regime die deutschen Medienmacher für seine Propaganda vereinnahmt. Die bundesdeutsche Öffentlichkeit erfährt kaum von diesem Zusammenhang. Bei meinen Recherchen fand ich im deutschsprachigen Internet nur die  Darstellung der Bosch-Stiftung, die sich als alleiniger Veranstalter bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird das nationalistische Sprachrohr der KP Chinas „Global Times“ in den Medien der KP Chinas als Hauptveranstalter angegeben. Seit 2010 berichten die KP-Medien den Festlandchinesen, deren der freie Zugang zur Information versperrt wird, jedes Jahr von Neuem  wie erfolgreich das „Medienforum China-Deutschland“  wieder stattgefunden hat. Dabei machen sich die deutschen Medienmacher zu Komplizen eines KP-Regimes, das nur Berufspropagandisten zulässt, denn das KP-Regime verfolgt jeden, der nicht lügen will, wie z.B. die Journalistin Gao Yu.  Gao gehörte zu den Kritikern der Deutsche Welle im Jahr 2008 und durfte seit 2011 bis zu ihrer dritten Verhaftung im April  aus Peking für die Deutsche Welle schreiben. Das Regime wirft Gao Geheimnis-Verrat vor und sie wurde sogar im Staatsfernsehen CCTV als Verbrecher gedemütigt. Dabei hat sie nur von ihrem Menschenrecht Gebrauch gemacht, um nach der historischen Wahrheit zu suchen, wie auch ich es in Deutschland tue. Während meine chinesischen Veröffentlichungen vom KP-Regime verboten und  blockiert werden, darf Zhang Danhong als leitende DW-Redakteurin für die KP-Medien schreiben.

Der große SED-Gegner Dr. Wolfgang Welsch und andere SED-Gegner – nämlich Ines Geipel, Reinhard Iben und Vera Lengsfeld – haben sich bereits zu Wort gemeldet. Jeder von ihnen kann Limbourg erklären, warum die Deutsche Welle nicht mit den Medien der KP Chinas kooperieren kann und darf, ohne gegen demokratische Grundwerte zu verstoßen, auch wenn Limbourg das nicht einsehen oder jedenfalls nicht zugeben will.

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Xu Pei: Chronik zum Skandal der Deutschen Welle (2008)

5 Sep

Verfälschung der Kommunistischen Partei Chinas (KPC)

 

Die Propagandisten der KPC sind bekannt dafür, alles zu verfälschen, um die KPC zu verschönern. Die Olympischen Spiele 2008 haben der Weltöffentlichkeit auch gezeigt, wozu die Propagandisten in der Lage sind. Das falsche Singen, die falschen Fußabdrücke, die falschen Kinder der anderen 55 ethnischen Gruppen, das falsche Alter, das falsche Publikum und die falschen Demonstrationszonen… Unter der Führung der KPC ist mein Heimatland China bereits zu einem Reich der Verfälschung geworden. Und die Verfälschung kommt auch aus China ins Ausland wie chinesische Flüchtlinge.

Gleichzeitig versucht die KPC auch, mit allen Mitteln ihre Gegner zu verfolgen und zu diffamieren. In den vergangenen Monaten habe ich versucht, den deutschen Lesern zu verdeutlichen, warum die chinesischen Oppositionellen sowohl die DW-Chinaexpertin Zhang Danhong als auch das DW-Chinaprogramm als Sprachrohr der KPC kritisieren.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Propagandisten der KPC mich deshalb diffamieren. Wer sich gerade hält, braucht sich nicht darum zu kümmern, dass sein Schatten schief auf den Boden fällt. Ich habe es nicht nötig, den Propagandisten der KPC zu widersprechen, aber ich möchte gerne versuchen, den Lesern dabei zu helfen, die Propagandisten der KPC zu erkennen und ihre Propaganda zu durchschauen.

Am 18. Mai veröffentlichte die große Systemkritikerin Wang Rongfen die erste Kritik an der Berichterstattung des DW-Chinaprogramms auf Chinesisch, nachdem sie mindestens dreimal vergeblich eine Email an die DW-Chinaredaktion geschrieben hatte.

Seitdem sind zahlreiche Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang in drei Arten von Medien, also in den unabhängigen deutschen, den unabhängigen chinesischen (Exil) Medien und den von der KPC kontrollierten (roten) Medien in beiden Sprachen erschienen. Es ist nicht möglich, sie alle den Lesern vorzustellen.

Da die Propagandisten der KPC mit allen Mitteln versuchen, die Kritik am DW-Chinaprogramm zu verdrehen und ihre Kritiker zu diffamieren, möchte ich wenigstens meine eigenen und die wichtigsten Daten und Fakten zusammentragen, um den Lesern einen Überblick über den DW-Skandal zu verschaffen.

 

Interesse am DW-Chinaprogramm

 

Nachdem ich mich im Jahr 1996 in Peking vergewissert hatte, dass ich auf keinen Fall unter der Führung der KPC an der Peking Universität als Germanistin arbeiten konnte, folgte ich einem Angebot nach Köln und lernte die Deutsche Welle kennen.

Die Arbeit bei der DW-Chinaredaktion hatte mich seit 1998 interessiert, weil ich gerne meine Kenntnisse über die deutsche Kultur anhand des DW-Chinaprogramms vermitteln möchte. Ich weiß, was die KPC verfälscht und ich möchte auch gern die unverfälschten Informationen im DW-Chinaprogramm verbreiten.

Ich bedauere es zutiefst, dass ich meine Bewerbung um die Chinaprogrammleiterin bei der Deutschen Welle im Jahr 1998 in den Papierkorb geworfen hatte, nachdem ich sie wie neu zurückgeschickt bekam. Sonst hätte ich mein Bewerbungsschreiben jetzt gerne veröffentlicht.

Im Jahr 2001, nachdem ich erfuhr, dass „Hits in Germany“ im DW-Chinaprogramm vorgestellt wurde, habe ich versucht, die damalige Programmleiterin dazu zu bewegen, die deutschen Dichter und Künstler wie Heinrich Heine und Markus Lüpertz vorzustellen. In meinem Brief an sie habe ich geschrieben: “ ‚Einmischung erwünscht‘ (1973), ein Text von Böll eignet sich beispielsweise hervorragend für das DW-Chinaprogramm, dessen Publikum keine Pressefreiheit genießen darf.“ Heinrich Böll habe ich an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf studiert und stimme ihm zu, dass wir Autoren die geborenen Einmischer sind. Leider hatte die deutsche Sinologin kein Verständnis für meinen Vorschlag. Nachdem auch diese Bemühung fehlschlug, hatte ich mich nicht mehr um eine Arbeit bei der DW-Chinaredaktion bemüht.

Weder auf die damalige Programmleiterin noch auf den jetzigen Programmleiter war und bin ich neidisch, geschweige denn auf Zhang Danhong. Ich habe seit 1998 gerne die DW-Chinaredaktion bei Gelegenheit besucht und kam mit allen Mitarbeitern einschließlich Zhang Danhong persönlich gut aus. Im Jahr 2005 habe ich noch einen Artikel auf Chinesisch veröffentlicht, in dem ich das DW-Chinaprogramm und die Chinaredaktion lobend vorgestellt habe.

 

Kritik an Zhang Danhong als DW-Chinaexpertin

 

Als ich Zhangs Äußerungen im Kölner Stadt- Anzeiger vom 17/18. Mai las, war ich sehr überrascht. Sie behauptete, z. B. „Wenn man aber hier in die Zeitungen guckt, denkt man, dass China ein ganz schlimmes, böses Land ist, das Menschenrechte mit Füßen tritt.“ Mir ist seit dem Pekinger Massaker 1989 bekannt, dass die KPC die Menschenrechte verletzt. Warum verleugnet Zhang als DW-Chinaexpertin in der deutschen Öffentlichkeit eine Tatsache?

Nach meiner vergeblichen Bemühung um ein Gespräch mit Zhang habe ich meine Kritik am 26. Mai vor dem Arbeitskreis der Kölner Journalistinnen als Ergänzung zu meiner Rede über drei Journalistinnen aus der VR China, deren Menschenrechte das Regime mit Füssen tritt, vorgetragen. Diese Rede ist jetzt im Internet unter „Drei Journalistinnen aus der VR China “ zu finden.

Zhangs Auftritt im ZDF hatte mich davon überzeugt, dass sie beabsichtigte, das Terrorregime für die Olympischen Spiele 2008 in der deutschen Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Am 1. August habe ich den Artikel „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“
veröffentlicht, in dem ich verdeutlichen möchte, dass China kein Reich des Bösen, aber von der KPC böse regiert wird, um Georg Blume zu widersprechen, der wie die rote Propaganda China und der KPC nicht unterscheidet. Zhang wirbt als DW-Chinaexpertin für Georg Blumes Buch, während Blume in seinem Buch mit kleiner Kritik für das große Terrorregime wirbt!

Am 3. August erschien mein Artikel „Die roten Olympischen Spiele 2008“, in dem ich auch meine Kritik an der SPD-Politikerin, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses Herta Däubler-Gmelin zum Ausdruck brachte, denn sie akzeptiert die Diktatur der KPC und hielt unseren Hinweis angesichts der Lage in China auf die Olympischen Spiele 1936 für “töricht”.

Däubler-Gmelin wird auch im DW-Chinaprogramm immer wieder vorgestellt und zitiert. Das Interview mit ihr am 6. August heißt: „China hat riesige Fortschritte in der Menschenrechtslage gemacht“. Das Interview mit ihr am 26. August lautet: „Ich bin gegen erhobene Zeigefinger“.
http://www.dw-world.com/d…

Am Ende des Interviews sagt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses: „Hier kann man mutig ein Lob für die Organisation der Olympischen Spiele und die Leistungen der chinesischen Sportler ausprechen. Das wird die Beziehung mit China und die Menschenrechtslage in China verbessern.“

Ist es kein Hohn, dass die abgesetzte Justizministerin in Schröders Kabinett jetzt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses ist?

Während eine Reihe von Deutschen wie Däubler-Gmelin im DW-Chinaprogramm die KPC loben und bis jetzt keine Konsequenz tragen, hat Zhangs Lob für die KPC in den deutschen Medien Konsequenz.

Nach Zhangs Propaganda im Deutschlandfunk am 4. August erschienen im Focus am 11. August und in der Berliner Zeitung am 20. August eine Kritik an ihrem Lob für die KPC.

Am 21. August habe ich Zhang mit einem weiteren Artikel „Ein Hanchinese versus eine Rotchinesin“ widersprochen.

„Nach dieser massiven Kritik befragt, sagt Zhang, die kritisierten Zitate seien aus dem Kontext gerissen. Die Kritik sei nicht repräsentativ. Auf den Veranstaltungen, an denen sie teilnehme, stoße sie auf breite Zustimmung. Ihr Antrieb sei die Wut der hierzulande lebenden Chinesen über die verunglimpfende Berichterstattung. Sie wolle aufklären und vermitteln. Natürlich sei sie nicht auf der Linie der Kommunistischen Partei.“ berichteten Sabine Pamperrien und Jan-Philipp Hein in der Berliner Zeitung.

Erst um diese Zeit musste ich erkennen, dass Zhang Danhong und das DW-Chinaprogramm dem chinesischen Widerstand gegen das Terrorregime in den Rücken gefallen sind. Ich musste mit Entsetzen die Kritik der chinesischen Oppositionellen am DW-Chinaprogramm bestätigen, was ich bis dahin nie angehört und angeschaut hatte.

 

Kritik am DW-Chinaprogramm

 

Bevor ich meine Meinung zum DW-Chinaprogramm veröffentlichte, hatte ich sowohl die Chinaredaktion als auch die DW-Führung angeschrieben. Aber meine beiden Emails auf Chinesisch an die Redaktion wurden von einem Redaktionsmitglied an die roten Medien verraten und ich wurde nicht nur seitdem beschimpft und bedroht, sondern auch in dem ersten Xinhua-Bericht der Propagandaserie über Zhang am 28. August unter dem Titel „Journalistin der DW wegen ‚Pro-China‘ vom Dienst entbunden“ diffamiert.

Dieser Xinhua-Bericht besteht aus dem ersten Teil „Die deutschen Medien verfälschen China beliebig“ und dem zweiten Teil „Falun Gong richtet im Verborgenen Unheil an“. In dem zweiten Teil versucht der Xinhua-Korrespondent Shi Xiang aus Berlin mit Lügen die Kritik an Zhang der von der KPC verfolgten buddhistischen Schule Falun Gong anzuhängen. Sogar dem Verfasser im Focus wird ein Falun Gong Hintergrund angedichtet. Da ich seit 2002 Falun Gong verteidige, liegt es nah, dass er meine Kritik an Zhang mit Falun Gong verbindet, um die Leser gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Das heißt, ab 28. August haben die Propagandisten der KPC versucht, den Fall Zhang Danhong zu missbrauchen, um Propaganda gegen deutsche Medien und Falun Gong zu betreiben.

Am 27. August erschien mein Artikel „Die Olympischen Spiele Peking fanden im Kampf zwischen Macht und Moral statt“, in dem ich den Unterschied zwischen Propagandisten der KPC und Regimekritikern verdeutliche.

Am 2. September erschien mein erster Artikel über das DW-Chinaprogramm „Schlägt die Deutsche Welle eine rote Welle?“ In diesem Artikel habe ich mit einem aktuellen Beispiel versucht zu verdeutlichen, warum Kommentare im DW-Chinaprogramm von den roten Medien gerne übernommen werden.

Am 7. September erschien mein zweiter Artikel über das DW-Chinaprogramm „Wie rot ist das China-Programm der DW?“ In diesem Artikel habe ich die Chinaredaktion im Vergleich zu mir bzw. dem chinesischen Widerstand charakterisiert.

Gleichzeitig habe ich auch das neueste Interview mit Thomas Heberer im DW-Chinaprogramm am 22. Juli unter der Überschrift „Es ist ein Fehler, nicht an der Eröffnungsfeier teilzunehmen“ besprochen, in dem Zhang ihre Kritik an Merkel mit Heberers Worten zum Ausdruck bringt. Dieses Interview zeigt deutlich, dass Heberer für die KPC propagiert. Denn die Kernaussage dieses Interview lautet: „Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie für die Stablität und den Wohlstand in China“.

Als Chinaexperte müsste Heberer wissen, dass in China täglich Proteste stattfinden, z.B. Am 1. Juli, an dem offiziellen Gründungstag der KPC überfiel ein 28jähriger Pekinger Yang Jia ein Polizeipräsidium in Schanghai und hat angeblich sechs Polizisten umgebracht und fünf verletzt, nachdem ihm immer wieder Unrecht getan wurde. Yang Jia wird seitdem in der Bevölkerung als Held gefeiert. Das Todesurteil über Yang sorgt gerade für Proteste aus allen Kreisen in China.

Am 13. September veröffentlichte ich einen Artikel „Der rote Angriff aus der VR China“
um den deutschen Leser zu zeigen, dass die KPC den Fall Zhang missbraucht, um einerseits den Nationalismus zu schüren, anderseits die Leser gegen Deutschland, gegen die Demokratie und gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Am 26. September veröffentlichte ich „Xinhua-Propaganda gegen Deutschland aus einem anderen Grund widerlegt“, um die deutsche Realität darzustellen.

An diesem Tag tauchte in den roten Medien der erste Bericht auf, in dem Sabine Pamperrien, Jan-Phillip Hein und ich als antichinesische Agitatoren-Bande diffamiert werden. Gleichzeitig steht in diesem Bericht: „Es gibt reichlich Leute, die Zhang Danhong unterstützen. Unter ihnen sind sehr einflussreiche Persönlichkeiten, einschließlich Mitglieder der deutsch-chinesischen Freundschaftsverbände und Chinaexperten“.

Am 1. Oktober veröffentlichte ich „Die rote Welle aus Deutschland“, um die Leser mit weiteren Beispielen z. B. mit Eberhard Sandschneider zu zeigen, wie das DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

An diesem Nationaltrauertag, an dem Mao Zedong vor 59 Jahren die VR China ausrief, veröffentlichte Wei Jingsheng, der erste chinesische Sacharow-Preisträger vor 12 Jahren seinen offenen Brief an den Bundestag, US Congress and National Assembly of France , in dem er genau wie wir auf die rote Infiltration der KPC im Ausland hinweist.

Am 7. Oktober erschien mein Artikel „Warum ist die Deutsche Welle rot infiltriert?“, in dem ich die Reaktion der DW-Führung auf die Kritik, den ersten offenen Brief der 9 chinesischen Dissidenten (Mitte September) und den vom Autorenkreis der Bundesrepublik (23. September) vorstelle, um die gemeinsame moralische Basis von uns für Menschenrechte und gegen den Machtmissbrauch hervorzuheben.

Am 9. Oktober veröffentlichte der deutsche Chinaexperte Frank Sieren in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen langen Beitrag unter der Überschrift „Die Phantom-Agentin – Droht Deutschland und China ein neuer Streit? Der seltsame Konflikt um die Journalistin Zhang Danhong“

Am 19. April, in meiner ersten Rede über die Infiltration der KPC habe ich das Zeit-Chinabild kritisiert. „Wie kommt die rote Infiltration in den deutschen Medien zustande?“ heißt mein Vortrag am Gewerkschaftstag des DJV-Landesverbandes NRW in Iserlohn.

Am 16. Juli habe ich einen der Zeit-Herausgeber Helmut Schmidt unter der Überschrift „Die rote Infiltration in Deutschland“ kritisiert, weil ich die Geschichte der roten Infiltration vorstelle und er ein gutes Beispiel dafür seit den Sechziger Jahren abgibt.

Dennoch wundert es mich, dass „Die Zeit“ Frank Sierens Artikel im Stil der Xinhua-Berichte abdruckt.

Am 9. Oktober erschien auch der offene Brief von Thomas Heberer, den Georg Blume, Herta Däubler-Gmelin, Eberhard Sandschneider, Frank Sieren und Ihresgleichen unterschrieben, im Internet.

In meinen Augen sind sowohl Sierens Beitrag als auch Heberers Brief nichts anderes als weitere Beweise für den großen Einfluss der KPC in Deutschland.

Am 12. Oktober haben Sabine Pamperrien und Jan-Phillip Hein auf der Internetseite „Die Achse des Guten“ ihre Gegendarstellung unter der Überschrift „Was die ‚Zeit‘ nicht berichtet“ veröffentlicht, in der sie Frank Sieren widersprechen und eine Chronik von ihrer Berichterstattung über den DW-Skandal darstellen.
http://www.achgut.com/dad…

Am 15. Oktober erschien mein Artikel „Die rote Propaganda ist gefährlicher als Melamin“, in dem ich die Wirkung der Propagandisten der KPC wie Zhang Danhong zu verdeutlichen versuche.

Am 16. Oktober erschien in der Internetseite „Die Perlentaucher“ eine Chronik über den Streit um die China-Berichterstattung der DW in den deutschen Medien, die den offenen Brief Heberers mit 65 Unterzeichnern und dem Datum 13. Oktober angibt. http://www.perlentaucher….

Am 17. Oktober erschien „Sagt den Mächtigen die Wahrheit“, ein offener Brief der chinesischen Oppositionellen als Antwort auf Heberer und Co..

„Ein echter Intellektueller wird sich nie mit den Mächtigen arrangieren; einem hemmungslos totalitären Regime sollte er mit um so größerer kritischer Wachheit und Reserviertheit gegenüberstehen und den Mächtigen das Leben so unbequem wie möglich machen.“ ist ein Zitat aus dem fünften offenen Brief an den Bundestag. Aus verschiedenen Gründen wollte ich den Brief eigentlich nicht unterschreiben, aber die Initiatorin Tienchi Martin-Liao möchte meine Unterschrift haben.

Am 18. Oktober veröffentlichte ich „Wie gerufen erschien Frank Sieren“, in dem ich die Bindungen zwischen dem Zeit-Autor Frank Sieren und Zhang Danhong, Thomas Heberer und den roten Medien zeige. Frank Sieren hat nicht nur in seinen Büchern, in der Zeit und mit Helmut Schmidt, sondern auch im DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

Am 22. Oktober erschien im DW-Chinaprogramm unter der Überschrift „Sandschneider spricht über China und die Beziehung zwischen China und Deutschland“ , in dem Zhang Danhong und Sandschneider wie früher einen Lobgesang auf die VR China gemeinsam anstimmen. In Zhangs Frage heißt es: „Wird die deutsche Wirtschaft noch abhängiger von China als Lokomotive des globalen Wirtschaftswachstums sein?“ Sandschneider antwortet dann mit Behauptungen wie „Das kommunistische China hat die Funktion gehabt, den kapitalistischen Westen zu stützen.“ Ja, so behauptet auch das Propagandaministerium der KPC. http://www.dw-world.de/dw…

Am 23. Oktober wurde deshalb in den roten Medien dieses DW-Interview von Zhang und Sandschneider unter der Überschrift „Vor Merkels Chinabesuch kehrte Zhang Danhong zu ihrer Arbeit bei der Deutschen Welle zurück“ weit verbreitet.

In den Exilmedien jedoch wurde am 23. Oktober die Nachricht weit verbreitet, dass Hu Jia, ein Gefangener der KPC den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit vom EU-Parlament entgegen dem Druck der KPC verliehen bekam! Hu Jia hatte sich damals bei Merkel für ihren Dala-Lama Empfang bedankt, während Merkel damit die Propagandisten der KPC ärgerte.

Ich verstehe nicht, warum Thomas Heberer und Co. gegen die menschlichen Grundwerte für die KPC propagieren? Wie dem auch sei, ich stimme gerne den folgenden Forderungen in Heberers offenen Brief zu: „Wir nehmen die o. g. Vorgänge zum Anlass, um alle Verantwortlichen in Publizistik, Politik und Wissenschaft auf diese beunruhigende Entwicklung und ihre Hintergründe aufmerksam zu machen und für die Wahrung der Grundsätze journalistischer und wissenschaftlicher Professionalität, Eigenverantwortung und Objektivität ohne jede Einschränkungen einzutreten. Insbesondere fordern wir sie auf, sich offensiv und entschieden vor die in der laufenden Kampagne zu Unrecht angegriffenen Personen zu stellen.“

Die Kampagne, von der hier die Rede ist, kann weder ich noch jemand anders im Exil organisieren. Diejenige, die für Kampagnen dieser Art bekannt ist, heißt die Kommunistische Partei Chinas. Die KPC hat mit ihren ununterbrochenen Kampagnen bereits mindestens 80 Millionen Todesopfer gefordert.

Die neuste Kampagne der KPC, die gegen Falun Gong gerichtet ist, begann im Juli 1999 und hat mindestens 3194 Todesopfer (Stand vom 26. Oktober) gefordert.

Mit Hilfe von Thomas Heberer wurde diese Kampagne nach Deutschland importiert und dauert noch an.

Heberer hat diese Kampagne erneut mit dem oben genannten offenen Brief unterstützt, in dem er die chinesischen Kritiker am DW-Chinaprogramm unverantwortlich als „die Aktivisten der religiös-politischen Sekte Falun Gong“ oder „mit dieser in Verbindung stehend“ und mich als „Falun Gong-Propagandisten“ diskreditieren will.

Die Chinesen im Land, deren freier Zugang zum Internet von der KPC gesperrt wird, dürfen aber schon ab 10. Oktober erfahren:
„49 berühmte Europäer unterstützen Zhang Danhong vehement und sind gegen die Säuberung der Chinaredaktion der Deutschen Welle“
http://world.huanqiu.com/…
In diesem Propagandabericht heißt es: „Der offene Brief hat noch das wahre Gesicht der sogenannten ‚Dissidenten‘ enttarnt und darauf hingewiesen, dass sie entweder ‚Falun Gong‘ Elemente sind oder mit ‚Falun Gong‘ in Verbindung stehen. “

Gott sei Dank können sich die chinesischen Dissidenten und ich in Deutschland noch gegen die Propaganda der KPC wehren, um Hu Jia und andere verfolgten Chinesen zu unterstützen.

Köln, 26. Oktober 2008

Mehr dazu auf meiner Homepage unter der Rubrik „Rote Infiltration“ http://dr.xu-pei.de/index.php?id=72

 

XU Pei: Wie rot ist das China-Programm der DW im Jahr 2008?

30 Nov

Leitsatz: Es gibt einen kalten Krieg zwischen traditionell bzw. demokratisch gesinnten Chinesen und den von der Kommunistischen Partei gesteuerten Chinesen weltweit.

Von Rot zu Weiß

 

Als ich einen zugeschickten Link öffnete, musste ich lachen, denn auf dem Bildschirm erschien ein unvollständiger Satz „FOCUS: SPD-Abgeordneter Wiefelspütz nennt Äußerungen von Deutsche-Welle-Redakteurin zu Chi“, der für mich aber einen Sinn macht.  Denn „Chi“  und „Hong“  sind die westlichen Umschreibungen der beiden chinesischen Worte für rot. Unter  „zu Chi“ kann man  also „zu rot“ verstehen.

http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-spd-abgeordneter-wiefelspuetz-nennt-aeusserungen-von-deutsche-welle-redakteurin-zu-chi_aid_323464.html

Wiefelspützs Kritik bestätigt die Empörung unter Exilchinesen, die ich in meinem Aufsatz  „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“ zum Ausdruck gebracht habe, dass  Zhang Danhong, stellvertretende Leiterin des China-Programms der DW nicht den Wertkanon der DW, sondern die rote Propaganda des Regimes verbreitet.

Die KP wurde von den traditionell gesinnten Chinesen seit ihrer Gründung als „rote Räuber“ bezeichnet. Aber davon erfuhr ich erst in Deutschland.

In den 22 Jahren, die ich in der VR China verbrachte, musste ich auch von Kindheit an die rote Propaganda lernen. Z. B. die KP hätte uns Chinesen von einer dunklen alten Gesellschaft befreit.

Ohne das Pekinger Massaker 1989 und die rote Propaganda bzw. die Lügen danach, wäre ich nicht dazu gekommen,  Philosophie zu studieren und das gewalttätige und verlogene Wesen der KP zu erkennen.

Mein erster öffentlicher Auftritt in Deutschland und meine erste Veröffentlichung auf Deutsch hängen direkt mit dem welterschütternden Massaker zusammen.

In meiner Mappe gibt es einen Artikel aus der „Rheinische Post“ mit der Überschrift „Ich lebe für die Demokratie“, der damit beginnt: “ ‚Worüber freust du dich? – Ich freue mich über die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen, die Bruderschaft der Kommilitonen, die Freundlichkeit der Fremden…‘ Etwa 150 Studenten der Heinrich-Heine-Universität hören ergriffen zu, als Xu Pei im Saal des Studentenparlaments ihr kleines Gedicht vorliest – bescheidener Dank für Hilfe und den ungebremsten Tatendrang, der überall auf dem Campus zu spüren ist. Der ASTA hat eingeladen, um das weitere Vorgehen der Studenten zu besprechen.“

Das Pekinger Massaker hat das Leben vieler Chinesen verändert, dazu zähle ich. Und Zhang Danhong musste genau wie ich die große Widerstandsbewegung gegen das Pekinger Massaker  weltweit erlebt haben, zumal sie danach bei der DW arbeitet.

In dieser Widerstandsbewegung ist in Deutschland auch eine unabhängige Vereinigung der Studenten und Wissenschaftler aus der VR China entstanden, die eine Zeitung „Das wahre Wort“ herausgab, um den Lügen der KP entgegenzuwirken.  Zum zehnten Jahrestag des Pekinger Massakers 1999 hatte noch der jetzige Chefredakteur dieser Zeitung ein Konzert organisiert, das sich „Die weiße Rose“ nannte. „Das wahre Wort“ verbindet mich mit einer Reihe von Chinesen in Deutschland. Einige von ihnen arbeiten jetzt für die DW.

Dank einer von ihnen betrat ich die DW zum ersten Mal. Das Team des China-Programms stellt seitdem die einzigen Landsleute dar, die ich bei Gelegenheit besuche. Um das chinesische Neujahrsfest 2008 herum (Anfang Febuar) habe ich sie zuletzt besucht und habe wie früher nette Gespräche geführt, in denen meine antikommunistische Haltung  deutlich gezeigt wird.

Bevor Zhang Danhong mich mit ihrem Lob für die KP überraschte, hatte niemand von ihnen mir gegenüber die KP verteidigt. Ich ging auch davon aus, dass Chinesen, die freiwillig nach dem Studium in Deutschland geblieben sind, die deutschen Werte schätzen und Deutschland lieben wie ich. Denn ich habe zweimal versucht, nach China zurückzukehren, und bin jedes Mal fluchtartig wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Als Exilchinesin fühle ich mich in Deutschland nicht nur wohl, sondern auch dazu verpflichtet, dem roten Terrorregime in meinem Heimatland Widerstand zu leisten und jetzt der deutschen Öffentlichkeit den roten Einfluss aus der VR China in Deutschland zu zeigen.

 

Weiß versus Rot

 

Auf meinen Aufsatz „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“ habe ich einige Rückmeldungen bekommen, zu denen die folgende Email zählt.

„Vor kurzem habe ich im Internet irgendetwas auf der DW  gelesen, was China betraf und das hat mich sehr gewundert, ich habe mich extra nochmal vergewissert, ob das auf einer Seite eines  deutschen Rundfunksenders steht, denn es kam mir sonderbar vor, weil  das chinesische Regime dort so verteidigt wurde. Ich weiß aber leider  nicht  mehr, welcher Artikel es war und worum es ging, aber es war  merkwürdig – so wie Sie es in Ihrem Artikel sagen.“

Ich wurde auch gefragt: „Stimmt es, dass im China-Programm der Deutschen Welle Albert Speer (Vater) als Großmeister bezeichnet wurde?“

Als ich die Internetseite der DW-Chinaredaktion öffnete, tönte mir eine männliche Stimme entgegen, die „Lied des Sturmvogels“ des sowjetischen Vorzeigeschriftstellers Maxim Gorki auf Chinesisch rezitiert.

Das erinnert mich an den kommunistischen Propagandasender, Zentralvolkssender, was sich auf Englisch aber CHINA NATIONAL RADIO nennt.

In der VR China hatten wir bis zu den Achzigern nur die kommunistische Literatur zum Lesen. Gorki war der bekannteste ausländische Schriftsteller in China, weil wir ihn bzw.  das „Lied des Sturmvogels“ in der Schule lernen mussten. Wie merkwürdig, dass kein deutscher  Dichter, sondern Gorki hier präsentiert wird!

Mit dem „Lied vom Sturmvogel“ (1901, dt. Nachdichtung von B. Brecht) rief Gorki zum Kampf gegen die vorhandene Ordnung auf und wurde deshalb zum Verkünder des proletarischen Revolutionsgedankens.  Gorki zählt also zu den Wegbereitern des Kommunismus. Weiß die DW-Chinaredaktion nicht, dass „Lied vom Sturmvogel“  das älteste und bekannteste Propagandalied der Kommunisten ist?

Zhong Weiguang, ein Wortführer der chinesischen Widerstandsbewegung gegen das rote Regime hat am 29. August 2008 eine Kritik am Chinaprogramm der DW unter der Überschrift „Woher kommt die Welle des Chinaprogramms der DW“ veröffentlicht, in der er bestätigt,  dass sowohl die Art des Vorlesens als auch der vorgelesene Text typisch kommunistisch ist. Selbst in der heutigen VR China ist es out. Wie kann man in einem von Steuerzahlern finanzierten Sender  in Deutschland einen Feind der Demokratie vorlesen? Schliesslich wurde Gorki von Lenin als „der große proletarische Schriftsteller“ gerühmt. Und Gorki selbst hielt sich ein Leben lang  für „die Waffe der proletarischen Revolution“!

Auf der Internetseite der DW-Chinaredaktion sind  42 chinesische Blogs zu lesen. Leider benutzen viele Pseudonyme, als ob sie genau wie die Chinesen im Land auch Angst vor dem Regime hätten.

Albert Speer wird wirklich als Großmeister bezeichnet, und zwar in Überschriften. Die beiden Überschriften lauten „Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters – der berühmte Architekt Speer spricht über China“ und „Exklusives Interview über den Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters und den Architektstar in China“.  Innerhalb von zwei Jahren (2005-2006) wurde der Architekt Speer Junior zweimal interviewt, weil er seit 1995 mit dem Regime zusammenarbeitet. Über 80 Projekte hatte er bis zu den beiden Interviews für das Regime durchgeführt. Vater und Sohn arbeiten gerne für größenwahnsinnige Naziregimes!

Alle meine Kostproben vom China-Programm der DW bestätigen den allgemeinen Vorwurf unter der chinesischen Opposition: Zhang Danhong dient dem Regime als Sprachrohr und  das China-Programm dient dem Regime als Basis der roten Propaganda.

Es gibt ausgezeichnete deutschen Persönlichkeiten wie z. B. Hans Meier, zu dessen Werken »Totalitarismus« und »Politische Religionen« zählen.  Zhong Weiguang hat ihn auch in einem Aufsatz „Was für ein Ding ist die Kommunistische Partei“ vorgestellt. Zhong ist genau wie ich der Meinung: dass  die KP Chinas  ein totalitäres Regime ist; Die KP ist nicht chinesisch, sondern ein Produkt der neuzeitlichen Welt; Und Hans Meier hat unsere Feststellung wissenschaftlich  begründet.

Aber wer wird wie der Sohn von Speer immer wieder interviewt? Thomas Heberer!

Ich lernte Heberer und seine chinesische Frau durch die obengenannte Veranstaltung vom ASTA der Heinrich-Heine-Universität im Jahr 1989 kennen. Während der Veranstaltung richtete eine Chinesin im Publikum, die so fließend Deutsch sprach wie Zhang Danhong,  eine Frage an den Vorsitzenden der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft neben mir. Danach erfuhr ich, dass die beiden ein Ehepaar sind.

Nachdem ich durch meinen zweiten Heimkehrversuch 2002 auf  Falun Gong aufmerksam wurde, hatte ich mich intensiv mit Falun Gong auseinandergesetzt, bevor ich die beliebteste Qigong-Schule in China und im Ausland zu verteidigen begann. Dabei konnte ich feststellen, dass Heberer dazu beitrug,  Falun Gong in Deutschland als „Sekte“ abzustempeln. Sogar im Feburar dieses Jahres hat er Falun Gong weiter diffamiert, obwohl Falun Gong schon längst weltweit als eine spirituelle Bewegung anerkennt wird.

Seine Diffamierung wird ausführlich widerlegt. http://www.falunhr.org/index.php?option=content&task=view&id=1714&Itemid=0

Auch die deutschen Falun Gong-Praktizierenden sind der Meinung,  „Aus unserer Sicht ist es jedoch nicht schwer zu erkennen, dass er tatsächlich versucht, die Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu rechtfertigen. “

Ob Heberer im Auftrag der KP arbeitet, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass Jiang Zemin die Falun Gong- Verfolgung mit der Anweisung begann: „Zerstört ihr Ansehen und ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, rottet sie physisch aus“.

Das neueste Interview mit Heberer von der DW wurde am 22. Juli unter der Überschrift „Es ist ein Fehler, nicht an der Eröffnungsfeier teilzunehmen“ veröffentlicht.  Darin hat Zhang Danhong ihre Kritik an Merkel mit Heberers Worten zum Ausdruck gebracht.  Es wurde lange geredet und ganz zum Schluß kam die Kernaussage, „Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie  für die Stablität und den Wohlstand in China“.  Eine größere Propaganda wie diese kann sich die KP jedenfalls nicht wünschen!

Am 09. August veröffentlichte Zhang Danhong auf der Internetseite der DW ihren Bericht über den Empfang des roten Generalkonsulats in Frankfurt zur Eröffnung der Olympischen Spiele, an der rund 300 Leute teilnahmen,  unter dem Schlagwort „Grandiose Eröffnungsfeier: Das endlose Lob der chinesischen und ausländischen Gäste“

Zhang Danhong schwärmt nicht nur für Zhang Yimou, den auch der Künstler Ai Weiwei in Peking als „Opportunist“ und „seelenloser Mensch“ bezeichnet,  sondern auch für die Eröffnungsfeier, die sich als eine rote nationalistische Show erwiesen hat.

In diesem Bericht hat Zhang Danhong auch die gleiche Propaganda, die sie selbst in der deutschen Öffentlichkeit auf Deutsch verbreitet hat, noch einmal auf Chinesisch dargeboten, mit Zitaten von sieben weiteren  Leuten, einschließlich des roten Vizegeneralkonsuls. Ihm gab sie sogar das letzte Wort bzw. den letzten Absatz. Ich glaube aber, dass die fünf Deutschen (Gerhard Wiesheu, Michael Ruhland, Eduard Hechler, Karlheinz Bührmann und Adrian Zielcke) nicht von dem Organraub, „Eine groteske Form des Bösen, die auf diesem Planeten neu ist“  wußten.

Als sie unter 300 Leuten auf dem Empfang des roten Konsulates war, zeichnete ich allein zu Hause einen Portrait von 9 Landsleuten, die teilweise wegen der Olympischen Spiele vom Regime verhaftet worden sind.

Als ihr Bericht erschien, nahm ich an der Veranstaltung von Amnesty International auf  dem Neumarkt „Köln sagt: Gold für Menschenrecht“ teil, die durch Unterstützung von Musikern wie die Band Brings zahlreiche Menschen angezogen hat.

Die DW hat aber davon nicht berichtet, obwohl diese Veranstaltung größer und bedeutungsvoller ist als zwei weitere ähnlichen Eröffnungsfeiern wie der obengenannte Empfang,  von denen ich erst durch die DW erfuhr.  Amnesty International Köln hat sich 8 Monate lang auf ihre Veranstaltung vorbereitet. Die Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig, Ai-Generalsekretärin Barbara Lochbihler unterstützten diese Veranstaltung  mit Redebeiträgen, wie der jetzige Vorsitzende der obengenannten chinesischen Vereinigung in Deutschland Peng Xiaoming und ich. Eine der besten Pipa-Solistinnen Pan Jing, die wie Peng und ich nach dem Pekinger Massaker an der Widerstandsbewegung teilnahm, reiste extra aus Berlin an, um für die Menschenrechte aufzutreten. Nach 19 Jahren sind wir immer noch dabei, uns für die Menschenrechte in China einzusetzen.

Aber laut Moderation im „Hörergarten“ der DW vom 16. August 2008 haben viele Mitarbeiter der DW am Freitag (8. August) frühzeitig ihre Arbeit beendet, um sich die Eröffnungsfeier in Peking anzuschauen. Dabei waren einige Kollegen noch zu Tränen gerührt, als ein kommunistisches Lied „Das Vaterland besingen“ auf eine kommunistische Art präsentiert wurde. Die rote Fahne der KP wurde beim Singen von 56 Kindern, welche die offiziellen 56 ethnischen Gruppen darstellten, ins Olympia-Stadion getragen, um sie roten Offizieren mit militärischem Stechschritt  weiterzureichen. Ai Weiwei  bezeichnete die Eröffnungsfeier als eine „Sammelstelle von Müll der gefälschten chinesischen traditionellen Kultur, eine Beleidigung des Geist der Freiheit“. Aber im Hörergarten der DW wurde dafür geschwärmt!

Von so einer roten nationalistischen Show hielt ich mich fern und war aber auch zu Tränen gerührt, als Andreas Kunz auf der Ai-Veranstaltung „den offenen Brief der Pekinger Studenten an die Schwestern und Brüder überall in der Welt“ rezitierte.

„Wir chinesischen Studenten wollen mit all unser Kraft und Jugend den Völkern der Welt zeigen, dass wir uns vor den Opfern des 4. Juni verbeugen. In einer Zeit der nationalen Krise richten wir den Appell an die Völkergemeinschaft, sich solidarisch zu zeigen, um dieser menschenverachtenden Diktatur ein Ende zu setzen.

Wir rufen alle Friede und Freiheit liebenden Völker dieser Erde zu:

Unterstützt die chinesisch-demokratische Bewegung.

Verurteilt die Gewalttaten dieser faschistischen Regierung.

Bereitet den Menschenrechten in China einen Weg.

 

Lang leben die Worte, die frei gesprochen werden dürfen.

Lang lebe die Freiheit, sich für andere Menschen einzusetzen.

Lang lebe der Wert eines Menschenlebens.“

 

Aber der Moderator für den Hörergarten der DW rühmt nicht nur Zhang Danhongs Lob für diese „faschistische Regierung“ beim ZDF, sondern rechtfertigt noch die roten Manipulationen bei der Eröffnungsfeier. Selbst einige Verfasser der Leserbriefe, die in China leben und nur die rote Propaganda kennen, sind weniger rot als dieser DW-Moderator.

Dabei sagte der jetztige DW-Intendant  in einem Interview vom 07. Mai 2004, das ich auf Chinesisch fand, „Unsere Aufgabe ist, Deutschland vollständig im Ausland vorzustellen.“ „China ist der absolute Schwerpunkt. Wir müssen unseren Einfluß durch die drei medialen Wege in China verstärken.“

Vier Jahre später konnte ich nur feststellen, dass die rote Propaganda der KP die DW und Deutschland stark beeinflusst hat und nicht umgekehrt.

Dennoch stört das Regime die Radiosendung der DW und sperrt die Internetseite immer wieder, trotz der Olympischen Spiele! Das TV-Programm der DW war nur im Olympiadorf zu sehen. Denn die KP kann  nicht alle Beiträge, wie z. B. den ARD-Film über das Doping in der VR beeinflussen, dessen chinesische Übersetzung die DW übernahm.

Aber die rote Propaganda der KP wird weltweit auf drei medialen Wegen verbreitet, mit schillernden Figuren wie Zhang Danhong als „DW-Expertin“ in Deutschland, genau wie Mao verlangt hatte: „Lass die ganze Welt von unserer Stimme hören können.“

Gott sei Dank, kann die kommunistische Xinhua-Agentur noch nicht  den Globus kontrollieren, worum sich die KP aber gerade sehr bemüht.

 

Köln, Sommer 2008

 

Xu Pei: Rufmord an der Deutschen Welle?

26 Nov

Diesen Artikel habe ich im Sommer 2009 geschrieben und auf einer Webseite veröffentlicht, die heute nicht mehr wieder zu erkennen ist. Dort ist der Artikel auch nicht mehr auffindbar. Aber die Problematik, die der Artikel ansprach, ist immer noch aktuell, leider.

 

Die Deutsche Welle  stellt für Menschen, die in Rot-China oder Iran keine freie Information bekommen dürfen, ein Fenster zur Freiheit dar, die man in Deutschland genießen darf.

 

Jedoch wurde dieses Fenster teilweise verschlossen. Dank den öffentlichen Diskussionen wegen der Olympischen Spiele 2008 ,   hat man erst gemerkt,  dass das chinesische Programm der DW die Propaganda der KP Chinas übernahm und damit das Fenster zur Freiheit zugemacht wurde.  Die Chinesen in Rot-China wurden dadurch zu Opfern, weil sie von der DW keine unzensierte Information bekommen konnten. Ein Reimport der KP-Propaganda fand durch die DW statt.

 

Schon deswegen ist es gut, wenn die Mitarbeiter der DW zur öffentlichen Diskussion oder zum Interview eingeladen werden, damit man erfährt, wer Deutschland seine Stimme verleiht.

 

Der DW-Intendant Erik Bettermann hat leider in seinen Interviews letztes Jahres keine gute Figur abgegeben. Die Bemühungen der DW-Kritiker um die Einhaltung der universellen Grundwerten bei der Berichterstattung  wurde von ihm mit Diffamierung erwidert. Darf ein SPD-Mitglied in dieser Position so handeln? Schließlich hat die Deutsche Welle nicht nur die Aufgabe, mit ihren Programmen in Deutsch und Fremdsprachen dem Ausland ein umfassendes Bild des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in Deutschland zu vermitteln, sondern auch den Auftrag, sich für die freiheitliche Demokratie einzusetzen.

 

Die Deutsche Welle hat diesen Auftrag in Bezug auf China nicht erfüllt. In diesem Urteil über das Chinaprogramm der DW stimmen die Regimekritiker weltweit überein. Dies kommt  in der Widerstandsbewegung gegen das kommunistische Regime selten vor. Dennoch hat die DW unsere Kritik ignoriert.

 

Wir mussten Ende 2008 mit ansehen, wie ein Selbstinterview auf der chinesischen Internetseite der DW veröffentlicht wurde, um die renommierte  Chinaexpertin He Qinglian zu verleumden, weil sie auch zu den DW-Kritikern gehört. Diese Menschenrechtsverletzung  geschah kurz vor dem 60sten Internationalen Tag der Menschenrechte,  als ich gerade mit einer Rede unter der Überschrift „China wird auch unterdrückt“ beschäftigt war. http://kommentare.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2008/12/13/china-wird-auch-unterdrueckt

 

Der Ruf von He Qinglian konnte aber nicht geschädigt werden. Denn He gehört zu den weltweit anerkannten chinesischen Intellektuellen, deren Glaubwürdigkeit durch die Verfolgung von der KP Chinas hart geprüft worden ist. Vor 10 Jahren, als He noch in China war, hatte Focus schon über  ihr Werk „China in der Modernisierungsfalle“ berichtet. http://www.focus.de/politik/ausland/china-am-ursprung-allen-uebels_aid_174154.html

 

He hat damit bewiesen, dass der „Wandel durch Handel“ unter der kommunistischen Führung gescheitert ist.  Deswegen ist He für die kommunistischen Machthaber wie ein Dorn im Auge. 2001 musste He in die USA fliehen. Drei Jahre später hat He ein Buch über die kommunistische Medienkontrolle  in China veröffentlicht. Nun könnte He aus ihrer eigenen Erfahrung darüber schreiben, wie die KP  Medien wie z.B. die DW sogar im Ausland  kontrolliert.

 

Das Selbstinterview auf der chinesischen Internetseite der DW half aufmerksamen Chinesen dabei, den Zusammenhang zwischen dem Chinabesuch von Bettermann im November 2006 und dem Ende der Zusammenarbeit zwischen der DW und He kurz danach zu erkennen. Dies ist also ein Beispiel dafür, dass die DW indirekt unter der Führung der KP Chinas stand.

 

Deshalb schien mir das Selbstinterview wie ein Selbstmordattentat zu sein, mit dem  der Ruf der Deutschen Welle unter Chinesen ein für allemal ruiniert werden sollte. Wenn die KP das Chinaprogramm nicht kontrollieren kann, dann muss es zerstört werden.  Eine kommunistische Devise lautet: Kontrollieren oder Zerstören!

 

Danach haben weitere Rufmordversuche bei der Deutschen Welle stattgefunden. Ende April war es Thomas Heberer, der bei der DW zum zehnten Jahrestag der Falun Gong Verfolgung die  seit zehn Jahren anhaltende KP-Diffamierung wiederholte.

 

Ich verteidige Falun Gong seit meinem zweiten Heimkehrversuch (2001/2002). In China konnte ich mich davon überzeugen, dass sich das Regime nach dem Pekinger Massaker zu einem roten Nazi-Regiem entwickelt hat. Aber Thomas Heberer und Co.  verteidigen dieses Regime, auch wenn sie wissen, dass die KP Chinas Menschen weiterhin der Glaubens- und Meinungsfreiheit beraubt. Und das schon seit 60  Jahren.

 

Thomas Heberer  ist  unter Chinesen als  „braver Schwiegersohn der KP Chinas“ bekannt. Ein Artikel in der Propagandazeitschrift der KP Chinas bestätigt, dass Thomas Heberer seit 1977 freiwillig für die Propaganda der KP Chinas arbeitet. http://german.beijingreview.com.cn/50Jahre/txt/2008-04/09/content_109310.htm

Eigentlich wollte ich die verbotenen Bücher und gefangenen Autoren in China vorstellen. Aber nachdem ich durch die chinesischen Medien im Exil erfuhr, dass die Deutsche Welle  auch den 20sten Jahrestag des Pekinger Massakers missbrauchte, um für die KP Chinas zu werben,  lasse ich mich wieder herausfordern, um die deutsche Öffentlichkeit weiter über die chinesische Kritik an der DW zu informieren.

 

Der Rufmord an der Deutschen Welle bedeutet auch einen Rufmord an der Demokratie, in der ich mich wohl fühle und die ich auch mit den Menschen in China teilen möchte.

 

Wer nicht in einer „Farm der Tiere“ leben will, der muss die Deutsche Welle und  die Demokratie verteidigen, gegenüber den Kommunisten oder den Rechtsextremisten!

 

Köln, 1. Juli  2009, zum verfälschten Gründungstag der KP Chinas

Xu Pei: Die rote Welle aus Deutschland

17 Nov

Das Chinaprogramm der Deutschen Welle weicht eklatant von ihrem eigenen Wertekanon ab, der auf dem deutschen Grundgesetz basiert. Ein Import und Export der roten Propaganda finden statt.

1. Die rote Propaganda

Rot ist die Farbe der Kommunisten. Dies wurde auch durch die Olympischen Spiele 2008 deutlich gezeigt. Die rote Fahne, das rote Kleid, das rote Lied, selbst die von den kommunistischen Soldaten dargestellten Schüler des Konfuzius mussten einen roten Strich an der Stirn tragen.

Auf diese Weise wurde der rote Nationalismus im Namen der Olympischen Spiele weltweit präsentiert.

Die Kommunistische Partei Chinas unterhält seit ihrer Gründung eine Armee, deren Soldaten mit einer roten Feder gewappnet sind. Der größte Propagandist der KP Chinas hieß Lu Xun. Lu Xun und andere rote Propagandisten haben die brutale kommunistische Irrlehre, die sich mit der chinesischen Kultur  nicht vereinbaren lässt, nach China importiert und dazu beigetragen, dass die KP Chinas mit Hilfe von Stalin und der Komintern die erste demokratische Regierung in der chinesischen Geschichte auf dem Festland umstürzen und auf die Insel Taiwan vertreiben konnte.

Literatur, Kunst und Presse dienen seit 1949 dem Regime dazu, seine Ideologie zu propagieren und seine Diktatur aufrecht zu erhalten.Mittlerweile versucht die Kommunistische Partei Chinas die Menschen weltweit mit ihrer Propaganda systematisch zu desinformieren. Während man sich in Deutschland auf vielfältige Weise und aus verschiedenen Quellen informieren kann, ist man in der VR China der Propaganda ausgeliefert.

Die rote Propaganda kann man erkennen, wenn man das kommunistische System durchschaut hat, die unverfälschte chinesische Geschichte, die Lage in der VR China einschließlich Tibet , die Republik China und Hongkong kennt.

Nach dem tibetischen Aufstand 2008 und der darauf folgenden Niederschlagung durch das Regime fühle ich mich gezwungen, auf die rote Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas in Deutschland hinzuweisen. Als chinesische Exildichterin in Deutschland kann ich nicht zusehen, dass die rote Propaganda vor meinen Augen verbreitet wird, zumal ich seit 2004 einen deutschen Pass bekommen habe und mich in Deutschland wie Zuhause fühle.

Den Anfang habe ich mit meiner Gastrede am Gewerkschaftstag des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW im April gemacht.Die rote Infiltration findet in Deutschland auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen statt.Unter den deutschen Politikern gibt es nicht nur Helmut Schmidt, der die rote Propaganda übernimmt und verbreitet, wie zum Beispiel: “Aber die von uns so gepriesene Demokratie ist in ihren Augen (angeblich der chinesischen ‘Oppositionellen’) nicht so wichtig wie das materielle Wohlergehen von dreizehnhundert Millionen Chinesen. Das ist die allgemeine Meinung.” An den deutschen Universitäten gibt es auch nicht nur Thomas Heberer, der im Chinaprogramm der DW behauptet: “Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie für die Stabilität und den Wohlstand in China”. Unter den deutschen Journalisten fällt auch nicht nur Zhang Danhong von der Deutschen Welle als Sprachrohr der KP auf.

Alle rot infiltrierten Deutschen werden im China-Programm der Deutschen Welle immer wieder vorgestellt und zitiert. Ein Re-Import der roten Propaganda findet auf diese Weise statt. Die KP Chinas weiß, dass ihre Medien für die eigenen Bürger nicht glaubwürdig sind und sorgt immer dafür, dass ihre Propaganda via Ausland zu ihnen gelangt, wie der offene Brief des Autorenkreises aus dem ehemaligen Ostblock an den Bundestag auch bestätigt.

2. Import und Export der roten Propaganda

Zhang Danhong hat mit ihren öffentlichen Äußerungen deutlich gezeigt, dass sie sich als DW-Journalistin mit dem Terrorregime in China identifiziert. Leider findet sie Rückendeckung in der DW. Wie konnte sie sonst mit dieser distanzlosen Haltung zu einem Terrorregime bei der DW in eine leitende Position aufsteigen?

Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass Zhang Danhong keineswegs erst seit dem tibetischen Aufstand die kommunistische Politik  rechtfertigt. Das tut sie bei jeder Gelegenheit, könnte man behaupten. So hat sie im Januar als DW-Journalistin auf der Fair 2008 Tagung und Landeskonferenz unter dem Motto “Gerechtigkeit im Treibhaus Erde” die rote Infiltration in Afrika gerechtfertigt.

Jeder gewissenhafte Intellektuelle muss Anstoß daran finden, was das kommunistische Regime in Afrika treibt. Aber Zhang Danhong verteidigt “die neuen Kolonialherren ohne Moral”, indem sie die EU scharf angreift, “Die EU verramscht in Afrika ihre Agrarüberschüsse zu Dumping-Preisen das zerstört dort ganze Wirtschaftszweige. Wer spricht hier von Moral?” Selbst wenn es wahr ist, was Zhang Danhong behauptet, kann man kein Verbrechen des Regimes gutheißen, weil es noch andere Missstände gibt. Aber Zhang argumentiert als DW-Journalistin wie eine Sprecherin der KP Chinas mit falschen, großen, und hohlen Worten, “Wir hatten gar keine andere Wahl, als die Lücken zu schließen, die der Westen in Afrika gelassen hat. Europa und China sind Konkurrenten in Afrika. Wettbewerb belebt das Geschäft.” Ich verstehe nicht, warum die DW zugelassen hat, dass ihre Mitarbeiterin sich mit einem Terrorregime identifiziert und als DW-Expertin dieses Regime überall verteidigt.

In der Tibetfrage hat das Chinaprogramm der DW auch in Eberhard Sandschneider einen weiteren Deutschen gefunden, der die regimekonforme Haltung der China-Redaktion bzw. Zhang Danhongs teilt.

So veröffentlichte die Onlineausgabe des Chinaprogramms am 18. März den Bericht “Sandschneider führte in der Tibetfrage ein Wortgefecht: Was würde Deutschland machen, wenn es in Bayern passieren würde“.

Am 17. April führte Zhang noch einmal ein Interview mit Eberhard Sandschneider, unter dem Titel ” ‘China-Fieber’ wandelte sich zum ‘Chinaangst-Fieber’ ”

In diesem Interview kam der gleiche Vorwurf an der werteorientierten Außenpolitik von Bundeskanzlerin Merkel mit Sandschneiders Worten zum Ausdruck, den Zhang drei Monate später selbst im ZDF zum Ausdruck brachte. Das Gespräch liest sich für mich wie ein Kabarett:

Deutsche Welle: Sie haben eben den Altkanzler Schmidt erwähnt. Er hat jetzt auch an der westlichen Diskussion über China teilgenommen. In seinem Zeit-Interview sagte er, er hat sich besonders darüber geärgert, dass einige amerikanische Politiker sich dreist einbildeten, sie und ihre Verbündeten die Verantwortung zu haben, ihre politische Meinung in der ganzen Welt zu verbreiten. Finden Sie, dass Frau Merkel sich von dieser dreisten Einbildung anstecken lässt?

Sandschneider: Sie hat in der Tat diesen Eindruck erweckt. Ich möchte betonen, jedes Mal wenn Helmut Schmidt in solchen Momenten aufsteht und sich zu Wort meldet, hat er gezeigt, dass er ein weiser Analytiker ist. Er hat völlig Recht. Ich zitiere gerne einen Satz von ihm: “Die westliche Einbildung verursacht wirklich grenzenlosen Schaden.” Die enge Zusammenarbeit zwischen Merkel und Busch hat der deutschen Außenpolitik sehr fragwürdige Faktoren gebracht. Eines Tages wird sie erkennen müssen, dass die Zeit vorbei ist, in der sich die ganze Welt an die westlichen Spielregeln zu halten hat. Aber sie ist jetzt noch von dieser Erkenntnis entfernt. Dies hat in gewissem Grad Fehler in ihrer Außenpolitik verursacht.

So weit eine Kostprobe von dem roten Kabarett über die Bundeskanzlerin, das Zhang Danhong im Namen der DW mit einem Gleichgesinnten aufgeführt hat.

Laut dem Bericht eines chinesischen Hörers hat sogar eine Nachrichtensprecherin der DW am 31. August angesagt: “dass die reaktionäre Kraft in Tibet  so häufig angreift und stört, dass die Befreiungsarmee und die Polizisten alle Hände voll zu tun haben.”

Bundeskanzlerin Merkel wird Zielscheibe der roten Propaganda und Propagandisten, nur weil sie Grundwerte und Menschenrechte als Grundpfeiler der außenpolitischen Interessen Deutschlands betrachtet, ganz anders als ihre Vorgänger.

Die neueste Rede von Merkel am 17. September in Berlin beim Tag der Konrad Adenauer Stiftung hätte die oben genannte Propaganda berichtigen können.

Aber über die amtierende Bundeskanzlerin wurde nur kurz berichtet. Stattdessen rühmte die Onlineausgabe des Chinaprogramms zweimal hintereinander den ehemaligen Kultusminister der VR China, Wang Meng, der sich als elfjähriges Kind schon von der KP Chinas vereinnahmen ließ und seit dem 14. Lebensjahr ein Mitglied der KP ist, als er neulich in Deutschland zu Besuch war.

Selbst in der VR China brauchte Wang Meng schon vor fünf Jahren die Lüge, dass er zum Nobelpreis nominiert wäre, um im Literaturbetrieb gefragt zu werden. Ein Schriftsteller, der unter der kommunistischen Führung schreibt und sich stets bemüht, in seinem Werk die aktuelle Politik  der KP zu zeigen, kann man nur als Propagandist bezeichnen, auch wenn er einst als Rechtes Element von der KP verfolgt wurde. So lautet seine Rede diesmal im so genannten Konfuzius Institut an der Hamburger Universität “Eloquente Literatur und harmonisierende Literatur”. Ja, Wang Meng braucht Eloquenz, um Harmonie in einem Land vorzugaukeln, in dem alle fünf Minuten ein Volksaufstand stattfindet, wie das Regime von seinen Propagandisten verlangt. Aber das China-Programm behauptet mit Worten einer deutschen Sinologin Eva Müller, dass Wang Meng einer der wichtigsten Schriftsteller in der chinesischen Gegenwart sei.

Was der Autorenkreis der Bundesrepublik Deutschland mit seinem offenen Brief verhindern möchte, ist also bereits eine Tatsache: Das China-Programm der DW hat den chinesischen Widerstand verraten und die Kritik an dem Terrorregime überdeckt.

Ein Wortführer der chinesischen Opposition, Zhong Weiguang, hat zwei Artikel über die rote Infiltration der DW veröffentlicht. In dem langen Artikel “Die Reue von Raymond Aron – die zweite Analyse des Chinaprogramms der DW” hat Zhong das Verhaltensmuster beziehungsweise die Gedankenmuster der roten Propagandisten seit der Gründung der Sowjetunion ausführlich analysiert. Dort erfuhr ich, dass “die China-Redaktion der DW von Unzufriedenheit mit Merkel , sogar von Hass gegen sie erfüllt sei,” wegen ihrer Identifizierung mit dem Regime.

Nicht nur die chinesische Opposition, sondern auch die deutschen Steuerzahler dürften nicht damit einverstanden sein, dass das China-Programm der DW zur Plattform der roten Propaganda verkommt.

Zum Schluss möchte ich den weißrussischen Menschenrechtler Alexander Milinikiewitsch zitieren, dessen Erkenntnis mit meiner übereinstimmt:“Mittels der Propaganda bemühen sich die autoritären Regierungen, ihren Bürgern einzureden, dass ein solcher Begriff, wie Menschenrechte, haltlos ist. Jede Verletzung der Menschenrechte durch die Musterländer der Demokratie wird unausbleiblich für die Legitimierung der Diktatur verwendet. Die Tyrannen reden den Menschen ein, dass es in der Politik  keine Werte gibt und die Politiker aller Länder Lügner und Egoisten sind. ”In Deutschland gibt es zwar Helmut Schmidt, aber Politiker, die Gewissen und Moral zeigen, sind Gott sei Dank auch noch vorhanden.

Erstveröffentlichung  01.10.2008 – 04.53