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Hintergrundwissen über die „Körperwelten“ von Hagens zur Info und Weitergabe mit Dank und Gruß von Xu Pei

6 Sep

Unter dem Motto „Wandel durch Handel“ hat die freiheitliche Welt dem heimtückischsten KP-Regime in meinem Heimatland China nicht zum Rechtsstaat verholfen, aber viele Westler haben sich zum Komplizen des Terrorregimes gewandelt, die auch ihre Rechnungen zu begleichen haben. Das lässt sich an dem Fall des Spitzenmaoisten Bo Xilai verdeutlichen:

Nachdem ein Brite von Bos Frau eine Vermittlungsgebühr von 14 Millionen Pfund verlangt hatte,  wurde er im November 2011 ermordet.  Die Flucht in das US-Konsulat von Bos Polizeichef am 6.  Februar 2012 brachte den vertuschten Mord ans Tageslicht und Bo auf die Anklagebank in der VR China, nachdem Bo als Verfolger von Falun Gong bei jedem Auslandsbesuch  von seinen Opfern wegen Folter verklagt wurde.

Durch den Umsturz von Bo wurde Hagens mit seiner „Monsterfabrik“ in Dalian  ein  heißes Thema in den chinesischen Medien weltweit, nachdem diese im Februar 2012 auch geschlossen  wurde.

Daraufhin interviewte das chinesische Programm der Deutschen Welle den Sohn von Hagens.  Durch das Interview „Wir haben mit Bo Xilai keinen privaten Kontakt“ vom August 2012 wird aber bestätigt, dass Bo  Hagens die Ehrenbürgerschaft und eine Auszeichnung verliehen hat.  Und ab 2006 hörte Hagens auf, in China Leichen zu präparieren.  Es ist kein Zufall, dass just im März 2006 zwei chinesische Augenzeugen in die Öffentlichkeit traten, um den Organraub an Falun Gong-Schülern anzuprangern.

Mit anderen Worten, es besteht der Verdacht, dass Hagens in den Organraub verwickelt ist, den Bo Xilai selbst in einem Telefongespräch am 13. September 2006 in Hamburg zugab. Die Aufnahme des Telefongesprächs ist mittlerweile im Internet veröffentlicht. Jeder,  der Chinesisch versteht, kann sich das Gespräch unter dem folgenden Link anhören. http://www.epochtimes.com/gb/13/8/28/n3950806.htm

Der Vorwurf von Ethan Gutman gegen Hagens ist also berechtigt.

Vom SED-Opfer zum Komplizen des KPC-Regimes

Hagens war einer der 33 000 politischen Gefangenen, die aus den Zuchthäusern der DDR von der Bundesrepublik insgeheim freigekauft worden sind.  In der Freiheit entwickelte sich Hagens zum Mediziner ohne Ethos.

1996 verliehen die Kommunisten  in Dalian Hagens einen Gastprofessor-Titel, damit er im Namen der Wissenschaft professionelle Leichenschänder ausbildete.  Im gleichen Jahr stellte ich an der Universität Peking fest, dass ich auf keinen Fall unter der KP-Führung als anständige Germanistik-Dozentin freiheitliche Grundwerte vermitteln kann.

Im Juli 1999 begann der Ex-KP-Chef Jiang Zemin Falun Gong zu verfolgen, das wegen seiner Heilwirkung bis dahin auch von Spitzenkadern praktiziert und unterstützt wurde.

Im August 1999  eröffnete Hagens mit Unterstützung von Bo Xilai, dem damaligen Machthaber, in der Hafenstadt Dalian seine Leichenfabrik. 2000 kam die erste Leichenausstellung von Hagens nach Köln. Aus Respekt vor den Toten halte ich mich von derartigen Leichenschauen fern und stimme den Kritikern zu, dass sie nicht nur gegen ethische Werte,   christliche und chinesische Sitten, sondern auch gegen Menschenwürde und Menschenrechte verstößt, zumal die Herkunft der Leichen immer noch ungeklärt ist.

Im Vergleich zu den neuen Berichten ist der Spiegel-Bericht „Händler des Todes“ aus dem Jahr 2004 auch fundiert. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29725567.html Die Leichenfabrik von Hagens befand sich nicht nur in der Nähe von Gefängnissen voller politischer Gefangener, sondern auch mitten im Machtgebiet von Bo. Sie wurde in Dalian als hochtechnisches Unternehmen getarnt.  Bis auf einen Reporter war es niemandem gelungen,  „die größte Leichenfabrik der Welt“ zu besuchen.  In diesem Interview vom November 2003 gab Hagens bekannt, dass er nicht vorhatte, seine Ausstellung in China zu zeigen. Warum nicht?  Hatte er Angst, dass die Besucher in den ausgestellten Objekten ihre vermissten Verwandten wieder erkennen könnten? So erinnert das Foto einer schwangeren Frau mit ihrem achtmonatigen Fötus in Hagens Leichenschau viele Chinesen an eine Fernsehmoderatorin in Dalian, die nach ihrer Affäre mit Bo als vermisst gilt.  http://www.open.com.hk/content.php?id=928

Hagens wurde zwar durch seine Leichenschau Multi-Millionär,  aber der überzeugte Atheist kann seine Gesundheit nicht mit Geld kaufen und gab einem Focus-Reporter gegenüber zu, dass seine Krankheit ihn auffrisst, er sich einsam fühlt und viel weint.

Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht!

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Xu Pei : Die Stadt Peking und ihre kommunistischen Eroberer

20 Apr

 

China ist ein Vielvölkerstaat. Dafür liefert Peking gute historische Beweise. Die Mongolen gründeten  die Yuan-Dynastie (1279-1368), die zuerst Peking zur Hauptstadt erkoren hat. Danach blieb Peking Hauptstadt während der Ming-Dynastie(1368-1644) und der Qing-Dynastie (1644-1911). Die Ming-Kaiser gehörten zur Volksgruppe Han und die Manschuren gründeten die letzte Dynastie. Aber egal welche Ethnie das jeweilige Kaiserhaus  hatte, wurde Konfuzius verehrt, wie seit der Han-Dynastie (206 v. Chr.- 220 n.Chr.) , auf die der Name der größten Volksgruppe in China zurückzuführen ist.  Jeder Mensch, einschliesslich der Kaiser, muss die konfuzianische Lehre lernen, deren fünf Maximen (Prinzipien) lauten, „Güte, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Aufrichtigkeit“. Das könnte man als chinesische Grundwerte bezeichnen.  Nach der konfuzianischen Lehre kann ein Mensch erst als Mensch gelten, wenn er Mitgefühl, Schamgefühl, Demut und Gerechtigkeitsgefühl zeigt.

 

Auch die Republik China, deren Hauptstadt Nanking war, verehrt  Konfuzius. Kong Decheng, ein Enkel des Konfuzius aus der 77. Generation starb als der letzte Herzog des Adelsgeschlechtes 2008 auf der Insel Taiwan, welche die letzte Burg der Republik China darstellt.

 

Als die  Kommunisten  1949 die kaiserliche Stadt der drei Dynastien erreichten, gab die Armee der Republik China die Verteidigung auf, um die Kulturerben in Peking zu schonen. Aber kaum waren die Kommunisten an der Macht, wurden Peking und China um ihre historischen Erben beraubt. Unter den 1920 religiösen Stätten aller Glaubensrichtungen in Peking haben nur Wenige als  Schmuckstücke der Machthaber die Zerstörung überlebt. Als Machtzentrum eines linkstotalitären Regimes hat sich Peking zu einer Megastadt entwickelt, die den Größenwahn der kommunistischen Machthaber zeigt.

 

Die kommunistische Staatsideologie richtet sich ganz gegen die oben genannten traditionellen Grundwerte, die nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur respektieren. Für die Kommunisten zählte von 1949 bis zum Tod von Mao Zedong  der „Klassenkampf“ , danach ein „Wirtschaftsaufbau“.  Dabei werden die Grundwerte und Menschenrechte missachtet, wie nie zuvor in der chinesischen Geschichte.

 

 

Die KP-Bürgermeister in Peking

 

Als rote Hauptstadt spielt  Peking eine Schlüsselrolle in der Diktatur der KP Chinas. Der erste KP-Bürgermeister Peng Zhen (1902-1997) hat 1956 das Qincheng-Gefängnis bauen lassen, um Andersdenkende zu verfolgen. 10 Jahre später wurde Peng selbst in diesem Gefängnis 9 Jahre lang verfolgt. In der insgesamt 13 Jahren andauernden Verfolgung wurden seine Mutter, ein jüngerer Bruder und ein Neffe  zu Tode geprügelt.  Peng Zhen selbst wurde vor Massenversammlungen  gedemütigt, wie ein Foto  zeigt.

 

Als sich das Tiananmen-Massaker ereignete, war Chen Xitong (1930-)  der KP-Bürgermeister. Chen hatte Deng Xiaoping bei der blutigen Niederschlagung mit Panzern unterstützt und seinen Posten behalten, während diejenigen, die sich gegen die Waffengewalt aussprachen, ihren Posten verloren, wie der damalige KP-Sekretär Zhao Ziyang.

 

Der Machtkampf innerhalb der KP Chinas ging auch nach dem Pekinger Massaker 1989 brutal zu.

 

1995 wurde der Stellvertreter von Chen Xitong,  Wang Baosen (1939-1995) auf einem Berg tot aufgefunden. Nach der offiziellen Angabe handelte es sich um Selbstmord wegen Korruption. Beide wurden aus der KP ausgeschlossen.  Erst drei Jahre später, nach dem Tod von Deng Xiaoping wurde der einstige KP-Bürgermeister zu einer Haft von 16 Jahren verurteilt. Sein 38-jähriger Sohn Chen Xiaotong wurde ebenfalls zu einer Haft von 12 Jahren verurteilt.

 

2006 wurde Liu Zhihua (1949), ein weiterer stellvertretender Bürgermeister in Peking wegen Korruption verhaftet.  Zwei Jahre später nach den Olympischen Spielen wurde Liu offiziell wegen der Bestechung von fast 7 Millionen Yuan Renminbi (etwa 800 tausend Euro) zum Tod verurteilt. Er soll mehr als 10 Geliebte unterhalten und gegenseitig ausgenutzt haben.

 

Nach dem Fall von Liu Zhihua wurde Guo Jinlong  2007 von der KP zum Bürgermeister von Peking ernannt.

 

2012 wurde Guo Jinlong neben dem Kölner Bürgermeister in einer Broschüre der Stadt Köln für die Städte-Partnerschaft abgebildet, während Guo  bei seinem Besuch in der Republik China gerichtlich verklagt wurde.

 

 

Die rote Karriere von Guo Jinlong

 

Guo Jinlong (1947-)gehört zu der ersten Generation, die unter der KP-Diktatur aufgewachsen ist.

Während seine Altersgenossen wie z.B. Qi Jiazhen, die Autorin von „The black wall“ wegen ihrer bürgerlichen Herkunft  nicht zum Studium zugelassen wurden, durfte Guo Jinlong Physik studieren.

 

Während Wang Rongfen(1946-) als Studentin mit einem offenen Brief den Tyrann Mao Zedong und seinen roten Terror „Kulturrevolution“ kritisierte,  war Guo Jinlong Mitläufer des roten Terrors. Deshalb durfte Guo Jinlong sein Studium unter der KP-Führung 1969 abschließen, während Wang Rongfen für 13 Jahre lang hinter Gitter verschwand.

 

Ab 1970 bekam Guo verschiedene Jobs von der KP Chinas zugewiesen. So hat der Physiker sogar 6 Jahre lang als Sport Trainer dem Regime gedient.

 

1979, als Wei Jingsheng(1950-) und viele Chinesen wegen ihrer Kritik an der KP verhaftet wurden, trat Guo Jinlong in die KP ein. Dabei musste sich der 32-jährige Akademiker vor einer roten KP-Fahne aufstellen und folgenden Schwur sprechen, „Ich bin entschlossen, der Kommunistischen Partei Chinas beizutreten,… der Partei treu zu sein, aktiv für sie zu wirken, bis an mein Ende für den Kommunismus zu kämpfen, jederzeit bereit zu sein, alles für die Partei…zu opfern und sie niemals zu verraten.“

 

Seitdem stieg Guo Jinlong in der KP Chinas und ihrem linkstotalitären System auf. Guo Jinlong musste auch das Tiananmen-Massaker 1989 gut geheißen haben, andernfalls konnte er nicht im Mai 1990 zum Sekretär des Parteikomitees der Stadt Leshan, Provinz Sichuan befördert werden.

 

1993 wurde das treue KP-Mitglied nach Tibet versetzt. 11 Jahre lang diente Guo Jinlong der KP-Chinas als Peiniger der Tibeter. Er erkämpfte schon seit dem September 2000 den ersten Platz in dem Machtapparat der KP Chinas in Tibet.  Deshalb musste Guo Jinlong unter anderem für das folgende Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden.

 

Am 15. Mai 1995 wurde der sechs Jahre alte Gedhun vom Dalai Lama als Reinkarnation des 1989 verstorbenen 10. Panchen Lama anerkannt. Zwei Tage nach der Bekanntgabe durch den Dalai Lama musste Gedhun mit seinen Eltern verschwinden. Danach ernannte das Regime einen anderen tibetischen Knaben zum Panchen Lama.

 

Über 40 Mönche von Tashilhunpo wurden im Anschluß an die Demonstration vom 12. Juli 1995 verhaftet, als sie das Kloster aus Protest gegen die Ernennung des falschen Panchen Lamas und die Festnahme des Abtes von Tashilhunpo Chadrel Jampa Trinley Rinpoche schlossen.  Der unschuldige Abt wurde bis zum Jahr 2002 in einer Haft verfolgt und dann abgeschottet.  2011 berichtete die IGFM über seinen Tod an einer vermutlichen Vergiftung.

 

Als Guo Jinlong im Feburar 2012 als Bürgermeister der Hauptstadt Peking  die Republik China besuchte, begleiteten ihn Proteste dreier Gruppen. Neben Falun Gong-Praktizierenden protestierten eine tibetische Gruppe und die republikanischen (taiwanesischen) Geschäftsleute gegen seine Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen.

 

Gegen Guo Jinlong reichten Falun Gong-Praktizierende vor seiner Ankunft in der Republik China am 16. Februar 2012 wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Verletzungen der beiden internationalen Abkommen eine gerichtliche Klage ein.

 

Laut der Anklageschrift hatte als Guo als KP-Chef der Provinz Anhui (2004 – 2007) ein strategisches Handbuch zur Unterdrückung der Falun Gong-Aktivitäten in der Provinz ausarbeiten lassen, was zur rechtswidrigen Festnahme von mindestens 37 Falun Gong-Praktizierenden führte.

 

Als Machthaber in Peking befahl Guo beständig bei öffentlichen Zusammenkünften die Verfolgung von Falun Gong.

 

Als Vorstandsvorsitzender des Olympischen Organisationskomitees Peking war Guo in einem Zeitraum von sechs Monaten (Januar bis Juli 2008) an der Verhaftung von 586 Falun Gong-Praktizierenden beteiligt. Der Musiker Yu Zhou (1966-2008) starb innerhalb von zehn Tagen nach seiner Verhaftung in Polizeigewahrsam.

 

Als Nummer Eins in Peking ist Guo verantwortlich für all die Verbrechen, die tagtäglich in Peking begangen werden. Er ist z. B. beteiligt an der Verfolgung und  Inhaftierung der Menschenrechtsanwälte Gao Zhisheng, Ni Yulan, des Künstlers  Ai Weiwei und vieler aufrichtiger Pekinger.

 

Es lässt sich auch nicht ausschließen, dass Guo in dem gegenwärtigen Machtkampf innerhalb  der KP als Verlierer ausgeschieden wird, wie dies Bo Xilai, dem Bürgermeister von Chongqing, gerade widerfuhr.