XU Pei: Propagandistin für die KP Chinas

21 Jul

2008 wurde ich auf die öffentlichen Äußerungen einer Bekannte hingewiesen, die damals  stellvertretende Redaktionsleiterin des chinesischen Programms der Deutschen Welle war und Zhang Danhong heißt. Bis dahin hatte sie auf mich einen guten Eindruck hinterlassen und ich hielt sie für kompetent. Deshalb  wurde ich von ihren Argumenten für das KP-Regime überrascht  und auch geärgert. Nachdem sie meine Bitte um Austausch abgelehnt hatte, konnte ich erfahren, dass sie zu den Mitgliedern der KP Chinas gehört, die bei der Deutschen Welle eingestellt  sind.

Seitdem unterstütze ich die KP-Gegner beim Kampf um die Deutsche Welle.  Denn ich sehe nicht ein, dass  die Deutsche Welle  made in Peking  ist.

In diesem Sinne möchte ich die folgenden Zitate von Zhang Danhong bekannt machen, die ein deutscher Journalist damals gesammelt und mir geschickt hat. Zhang Danhong hat sie bei Maybrit Illner, einer DLF-Diskussionssendung und bei einer Diskussion beim Kölner Stadt-Anzeiger gesagt:

 

„Es ist China gelungen, 400 Millionen Menschen aus der absoluten Armut zu holen. Damit hat die Kommunistische Partei Chinas mehr als jede politische Kraft auf der Welt zur Verwirklichung des Artikels 3 der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte beigetragen.“

 

Über die Kritik an der Sperrung von Internetseiten, konkret Falun Gong und Free-Tibet: „Darüber zu meckern, dass Seiten gesperrt sind, geht in die inneren Angelegenheiten Chinas.“ Es sei aber ein Fehler gewesen, die Seiten der BBC und der DW zu sperren. Und dann folgender Vergleich zu Falun Gong und Free Tibet: „Hier in Deutschland kann man auch nicht jede Seite aufmachen, zum Beispiel Kinderpornografie oder Rechtsrextremismus.“

 

„Die Mehrheit in China will mehr Reichtum haben und sich nicht über Falun Gong informieren.“

 

„China bewegt sich in Richtung Pressefreiheit.“

 

EU-Parlamentspräsident Pöttering hat die Sportler dazu aufgerufen, in China ein Zeichen zu setzen. Dazu Zhang: „Populismus“

 

„Dass China ein Konkurrent des Westens geworden ist, ist der Grund, warum es jetzt so sehr unter die Lupe genommen wird.“

 

„Es stimmt einfach nicht, dass tibetisch nicht gesprochen werden darf in Tibet. Tibetisch ist dem chinesischen gleichrangig.“

 

„Tatsache ist, dass die chinesische Regierung viel dafür tut, die Sprache und die Kultur (gemeint ist die tibetische) zu pflegen.“

 

Zu einem verhafteten Dissidenten, der seine Meinung gesagt hat und auch von der DW immer wieder interviewt wurde: „Wir können nicht wegen dieses Einzelschicksals über die Fortschritte schweigen, die erzielt wurden.“

 

„China darf nicht dafür bestraft werden, dass es sich immer weiter geöffnet hat und westliche Werte übernommen hat.“

 

Kritik an einem Strategiepapier der CDU: „Dieses Papier teilt Asien in Demokratien und Diktaturen. Mit den Demokratien, den Guten (Indien, Japan Südkorea) wollen wir enger zusammenarbeiten und von den Bösen, angeführt von China wollen wir uns fernhalten.“ (Diese Zusammenfassung meint Zhang als Vorwurf).

 

„Die rote Linie ist für die Führung, die Herrschaft der KP nicht herauszufordern.“ „Das ist nur ein kleiner harter Kern.“

 

„Es gibt gewisse Grenzen für die chin. Regierung und die dürfen nicht überschritten werden und das wissen die Dissidenten auch.“

 

Aussagen, dass die Menschenrechtssituation sich verschlechtert habe, seien „nicht verantwortlich.“

 

„Ich hoffe, dass die Kritik von außen konstruktiver wird.“

 

Im Gegensatz  zu der Propagandistin bei der Deutschen Welle stellt sich He Qinglian als unabhängige Chinaexpertin dar:

http://web.archive.org/web/20120208110327/http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/interview-was-will-die-deutsche-welle-1726847.html

XU Pei: „Verbünden sich China und Russland, werden Europa und Amerika vernichtet“!

2 Jun

– Zum 25sten Jahrestag des Tiananmen-Massakers

Auch dieser Beitrag soll die systematische Desinformation durch die KP Chinas und ihre Gefahr für uns aufzeigen.

Nach dem Tiananmen-Massaker 1989  fand im Machtbereich der KP Chinas eine Zwangsindoktrination statt. Auch ich bekam als Studentin in Düsseldorf die Propaganda der KP Chinas von ihrer Botschaft zu lesen. Zur Staatsideologie nimmt das KP-Regime neben dem Kommunismus zunehmend den Nationalismus in Anspruch. Die Generation der Festlandschinesen, die seit 1989 aufgewachsen ist, wurde vom KP-Regime nationalistisch indoktriniert.

Um den Nationalismus zu beschwören, brauchte das KP-Regime die Olympischen Spiele. Nachdem Peking im Wettbewerb um die Ausrichtung der Sommerspiele 2008 gewonnen hatte, verbrachte ich zwei Monate in China und kam zu der Erkenntnis, dass sich die VR China vom linkstotalitären zum rechtstotalitären Unrechtsstaat entwickelt hat.

Als 2008 im Westen unter roten Fahnen gegen westliche Medien und Tibeter demonstriert wurden, sah ich mich gezwungen, dem Rotnationalismus entgegenzuwirken.

Die Demonstration in Berlin wurde damals im ZDF-Bericht https://www.youtube.com/watch?v=aNDEVDrhk00 als „Prochina“ bezeichnet, dabei ging es genau um diese rotnationalistischen Chinesen, die in der 1980er Jahre geboren sind. Sie dürfen weder vom Tiananmen-Massaker noch vom „Hinrichtungsweltmeister“ erfahren. Eine ihrer neuesten Parolen lautet: „Verbünden sich China und Russland, werden Europa und Amerika vernichtet“!

Dabei wurde die Weltöffentlichkeit schon vor 25 Jahren Zeuge des Freiheitskrieges zwischen den Chinesen und dem kommunistischen System, der bis heute weltweit geführt wird, in Erinnerung an die unbekannten Helden von damals:http://freechina.ntdtv.org/helpfreechina/

Das KP-Regime in Peking und seine deutschen Verbündeten  versuchen aber, die  systematischen Verbrechen, von dem Tiananmen-Massaker bis zum Organraub an lebenden Menschen, zu vertuschen. Die Unterwanderung durch die KP Chinas betrifft  alle, egal ob man sie wahrhaben will oder nicht.

Durch den Europabesuch des neuen Diktators Xi Jinping haben sich eine Reihe von Deutschen als Helfershelfer für die systematische Desinformation geoutet. Sie sind von der Widerstandsgruppe „Free China ● Initiative Weiße Rose – Gegen die rote Unterwanderung“ benannt worden, die ich unterstütze:

http://www.freeinchina.org/deutsch-free-china-initiative-weise-rose-gegen-die-rote-unterwanderung/

2006 wurde das erste so genannte „Konfuzius-Institut“ in Berlin gegründet, das der KP Chinas als trojanisches Pferd dient. Mittlerweile gibt es 14 dieser Institute in Deutschland, die in Wirklichkeit Auslandspropaganda-Zentren der KP Chinas  darstellen. Dort lernt man nicht nur das formentstellte und sinnentleerte Rotchinesisch, mit dem das KP-Regime die Gesamtbevölkerung in ihrem Machtgebiet entwurzelt und indoktriniert, sondern auch die Geschichtsverfälschung der KP Chinas. Deutsche, die dem KP-Regime dabei helfen, „Konfuzius-Institute“ zu betreiben, werden belohnt, z.B. mit Gastprofessuren,  die Kritiker werden bestraft.  Sie dürfen die VR China  nicht mehr betreten. Dieses Verbot müssen alle Weltbürger chinesischer Abstammung in Kauf nehmen, die dem Regime Widerstand leisten, auch ich.

Gleichzeitig nehmen auch die Konsulate des KP-Regimes in Deutschland zu. Das vierte Konsulat wird in Düsseldorf eröffnet. Darum möchte ich die Mailinglisten eines sozialdemokratischen gemeinnützigen Vereins für Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und Rheinland, wo sich diese offiziellen KP-Vertretungen befinden,  abonnieren, um der Propaganda der KP Chinas entgegenzuwirken, ungeachtet dessen ob ich willkommen bin oder nicht.

Schließlich geht es um die universellen Grundwerte, die jeder Sozialdemokrat als Bürgerpflicht zu verteidigen hat, auch wenn Helmut Schmidt und Co. schlechte Beispiele abgeben, indem sie trotz ihres Parteibuchs,  alles andere tun, als die sozialdemokratischen Werte auch in der VR China zu verteidigen.

Nicht zuletzt möchte ich die westlichen Chinafreunde davor warnen, sich von den Agenten der KP Chinas instrumentalisieren zu lassen. Edward Snowden geriet in die Hände von Putin, und sein Leidensgenosse Glenn Duffie Shriver dient im Gefängnis der USA als warnendes Beispiel:

Don’t Be a Pawn: A Warning to Students Abroad

Über den Besuch des Diktators Xi Jinping in Düsseldorf

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/04/03/xu-pei-zum-triumph-von-putins-genossen-aus-peking/

Mein neuester Vortrag: https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/05/23/xu-pei-was-haben-die-uiguren-mit-deutschland-zu-tun/

Rundmails aus 2012 und 2013:

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/12/11/xu-pei-wissen-kann-leben-retten/

XU Pei: Was haben die Uiguren mit Deutschland zu tun?

23 Mai

Durch die Süddeutsche Zeitung ist zu erfahren, dass münchener Uiguren seit Anfang Dezember 2013 einen Autoanhänger zum Kampf für die Menschenrechte vor das Konsulat der VR China eingesetzt haben. Betont wird, „Weil der Anhänger ständig umgeparkt wird, kann das Konsulat den Aktivisten nichts anhaben. Das Parken an sich ist nicht strafbar“.  Leider verschleiern Sätze wie z. B. „Dort geraten Uiguren und Chinesen immer wieder aneinander“ unbewusst die kommunistischen Verbrechen in der Heimat der münchener Menschenrechtler und den gewaltigen Widerstand mit Todesopfern. Aber mit ihrer Feststellung, „Der Streit zwischen Uiguren und Chinesen, er wird auch in Nymphenburg ausgetragen“, hat die Verfasserin wenigstens die Tatsache gezeigt, dass der Freiheitskrieg gegen die Machthaber in Peking auch in Deutschland geführt wird. Mit diesem Vortrag möchte ich Ihnen erklären warum.

 

1. Meine Motivation zur Aufklärung über die VR China, wo ich insgesamt 23 Jahre gelebt habe

Seit den weltweiten Demonstrationen gegen die roten Einparteien-Diktaturen 1989 unterstütze ich den Freiheitskamp aller Völker. Unter den Studentenführern auf dem Tiananmen-Platz in Peking tat sich auch ein Uigure hervor. 2008  bezog ich erstmals Stellung zu dem so genannten Minderheiten-Problem in Rotchina, und zwar auf der Amnesty International-Kundgebung „Gold für die Menschenrechte“ in Köln am Eröffnungstag der Olympischen Spiele in Peking. Ich war gegen den Missbrauch der Spiele durch das KP-Regime,  und meine Rede „Über die Minderheit in China“ ist immer noch aktuell. Sie kann im Internet nachgelesen werden, in dem ich seit meinem letzten Heimkehrversuch 2002 der systematischen Desinformation durch die KP Chinas entgegenwirke.

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/08/08/xu-pei-zum-funften-jahrestag-der-olympischen-spiele-2008/

Leider gewinnt das KP-Regime durch seine Wirtschaftsmacht und  seine Auslandspropaganda-Zentren wie z.B. die sogenannten  „Konfuzius-Institute“ weltweit immer größeren Einfluss. Deshalb möchte ich mein Bestes tun, um die demokratisch gesinnten Bürger vor der Unterwanderung aus Peking zu warnen, zumal zahlreiche China-Experten, -Korrespondenten, Politiker und Berufsdissidenten wie z.B. der Friedensnobelpreisträger 2010 die rote Propaganda verbreiten. Auch die Deutsche Presse Agentur plappert die KP-Verleumdungen gegen die Verfolgten immer wieder nach.

Nach der Eskalation in Xinjiang 2009 zitierte die Propagandamaschinerie der KP Chinas sogar einen einst von ihr ausgewiesenen Chinakorrespondenten, weil er angeblich die „chinesische  Offenheit“ lobte. Dabei wurde in Wirklichkeit die gesamte Kommunikation in Xinjiang 10 Monate lang blockiert. Die Lügen und die Verschleierungen konnte ich nicht unwidersprochen lassen, so wurde ich zwangsläufig zur Spezialistin für die von der KP Chinas aufgestellten Tabus, schließlich kann ich dank der Freiheit in Deutschland in Ruhe nach der Wahrheit suchen.

Ich lerne auch immer mehr unabhängige Bürger aus der Republik China, verfolgte Demokraten aus Rotchina, Falun Gong Praktizierende, Tibeter und Uiguren kennen. Die Freigeister dieser fünf Gruppen verkörpern die Haupttabus, die das KP-Regime als „Fünf Gifte“ verleumdet und auch im deutschsprachigen Raum verfolgt.

Mein heutiges Thema betrifft eine hundertjährige Weltgeschichte und einen Komplex aus verschiedenen Konflikten. Anhand von Beispielen möchte ich meine Erkenntnisse darlegen, um mich mit Ihnen darüber  auszutauschen.

 

2. Einflussnahme der Kolonialmächte in Asien

Xinjiang bedeutet auf Chinesisch „Neues Grenzgebiet“ und wird seit der letzten Kaiserdynastie (1644-1911) als Ortsbezeichnung benutzt. In Deutschland erfuhr ich, dass Xinjiang auch Ostturkistan genannt wird. Turkistan bedeutet Land der Turkvölker, umfasst außer Xinjiang noch Usbekistan und fünf weitere ehemalige Sowjetrepubliken in Zentralasien, die wie die Türkei, hauptsächlich von Turkvölkern bewohnt werden.

Die letzte Kaiserdynastie in Fernost wurde von den Mandschuren mit Waffengewalt gegründet. Eine Karte der Qing-Dynastie im Jahr 1860 befindet sich unter den Bildern, die den heutigen Vortrag illustrieren. Die Qing-Dynastie war größer als Europa und lockte Ausländer an. Die Europäer, insbesondere die Engländer konnten dort viel Tee und Porzellan einkaufen, aber wenig oder gar keine Gabeln und Löffel verkaufen. Aus Profitsucht kamen manche skrupellosen Briten auf den Schmuggel von Opium. Durch den Opiumkrieg (1840) zwangen die britischen Kriegsschiffe die Qing-Herrscher in die Knie und verteilten deren Machtbereich wie einen Kuchen unter den Kolonialmächten.

Dabei spielte Deutschland eine große Rolle. Aus Zeitgründen nenne ich nur einige Beispiele. 1898 wurde das deutsche Kaiserreich die erste Kolonialmacht, an die die Qing-Herrschaft einen Hafen zwangsverpachtete. Der Begriff „Seidenstraße“ wurde von Ferdinand von Richthofen (1833-1905) geschaffen, der schon bevor aus dem preußischen König ein deutscher Kaiser wurde, damit begonnen hatte, die meisten Gebiete der Qing-Dynastie für die westliche Wissenschaft und die deutsche Wirtschaft zu erschließen. Auch Kohlevorkommen wurden von ihm erfasst. Er setzte sich für eine Ausweitung der deutschen Kolonialmacht in der Fremde ein. Sein schwedischer Student Sven Hedin (1865-1952) leitete im Auftrag der Lufthansa von 1927 bis 1935 eine Expedition in Xinjiang und der Mongolei.

Durch die Kanonenbootpolitik verlor die mandschurische Monarchie schließlich ihre Autorität. 1911 wurde nach gewaltigen Aufständen die Republik China  ausgerufen.  Im Abdankungsschreiben des letzten Kaiserhauses werden die Siedlungsgebiete der fünf großen Volksgruppen „Mandschuren, Han, Mongolen, Hui und Tibeter“ als Territorium der großen Republik China bezeichnet. Die Uiguren wurden zu den muslimisch geprägten Bewohnern des Nordwestens, den „Hui“ gezählt. Dort befinden sich die Tausend-Buddha-Höhlen, die belegen, dass die Turkvölker bis zur Zwangsislamisierung Buddhisten waren. Die Ausbeute deutscher Kolonialisten aus diesen Höhlen liegt heute noch im Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Erst durch die Kolonialmächte entstand der Begriff „Chinesen“ als Ausdruck des Nationalbewusstseins bei der Gründung der Republik China.

Die westlich orientierten Demokraten unter der Führung von Sun Yatsen (1866-1925 ) wählten 1913 die seit der Han-Dynastie ( 202 v. Chr. – 220 n. Chr) bestehende Amtssprache zur Staatssprache auf dem genannten Territorium. Sie strebten nach der Realisierung eines Grundgesetzes an, das die „Drei Prinzipien des Volkes“ von Sun Yatsen garantieren soll, nämlich Nationale Unabhängigkeit, Demokratie und Volkswohl. Diese Prinzipien  wollten sie in dem ganzen Territorium durchsetzen. Deshalb wurde die Republik China von Monarchisten, Separatisten, Imperialisten und Kommunisten bekämpft.

Mit Unterstützung des Balten-Deutschen Baron Roman von Ungern-Sternberg (1886-1921) wurde in der Äußeren Mongolei eine Monarchie ausgerufen. Ungern-Sternberg machte alle Juden für die kommunistischen Verbrechen im Zarenreich verantwortlich, so dass unschuldige Juden sogar aus den Zügen gezerrt und erschossen wurden, bis die Rote Armee in die Äußere Mongolei einmarschierte. Die Ablehnung des Marxismus-Leninismus machte auch Sven Hedin zum Hitler-Verehrer. Laut Wikipedia behauptete er, Juden seien für die Annahme des Versailler Vertrages, der Unglück über Deutschland gebracht habe, wie auch durch ihren Einfluss in Presse oder Kunst für den Verfall von Kultur und Sitten in Deutschland verantwortlich. Beide begingen den Fehler, die Menschen nur nach ihrer Herkunft bzw. Zugehörigkeit zu beurteilen. Dieser Vortrag soll hingegen dazu beitragen, dass Menschen nach ihren eigenen Worten und Taten beurteilt werden.

 

3. Ein Uigure, der in Berlin Kommunist wurde

Der Erste Weltkrieg und der deutsche Kaiser Wilhelm II (1859-1941)  verhalfen Lenin (1870-1924) dazu, mit dem Kommunismus als geistige Waffe die erste KP-Diktatur auf der Welt zu installieren. Nach seiner Machtergreifung gründete Lenin 1919 die Kommunistische Internationale (Komintern), um das kommunistische Feuer in alle Länder zu tragen. Mit Unterstützung aus Moskau wurden sowohl in Europa, als auch in Asien Sowjetrepubliken gewaltsam gegründet.  Ohne Unterstützung der Komintern hätte auch Mao nicht während der japanischen Invasion im Zweiten Weltkrieg seine Sowjetrepublik als Basis gebrauchen können, um die Republik China insgeheim zu unterwandern, so dass er nach der Kapitulation von Japan die Republikaner auf die Insel Taiwan vertreiben konnte.

Seit 1919 existieren Handlanger der Kommunistischen Parteien, die falsche Identitäten annehmen, um andere Menschen zu vereinnahmen und andere Länder zu unterwandern. Die roten Agenten wie z.B. Richard Sorge (1895-1944) und Agnes Smedley (1892-1950) schlichen sich im Auftrag von Moskau aus Deutschland in den Osten, während unter den Studenten für die Komintern geworben wurde. Sowohl Chinesen z.B. Zhou Enlai (1898-1976), der später den Geheimdienst der KP Chinas gründete, als auch Uiguren wie Burhan Shahidi wurden durch einen Europaaufenthalt in den 1920er Jahren kommunistisch infiziert und fungierten dann als Handlanger von Moskau.

Burhan wurde 1894 als Nachkomme einer Flüchtlingsfamilie aus Xinjiang im Zarenreich geboren, und kehrte zurück, nachdem die Republik China ausgerufen worden war. 1914 beantragte er die chinesische Staatsbürgerschaft. 1929 wurde er vom zweiten Regenten der Republikzeit in Xinjiang nach Berlin geschickt, um von Deutschland zu lernen.

 

4. Die Unterwanderung aus Moskau

Das Wort „Uigure“ bedeutet „Koalition“ und „Einigkeit“. 1921 einigte man sich auf einer Konferenz in Taschkent (Westturkestan) auf diese alte Bezeichnung. Es ist die heutige Hauptstadt Usbekistans. Mir ist es nicht gelungen, herauszufinden, wer diese Konferenz organisierte. Durch die Bedeutung des Wortes, den Zeitpunkt der Konferenz und andere Begebenheiten lässt sich vermuten, dass sie auch auf die Initiative der Komintern zurückzuführen ist. Denn die KP Chinas, die ein holländischer und ein russischer Kommunist unter Lenins Direktive initiierten, gab 1921 als ihr Gründungsjahr an. Im Oktober 1924 wurde die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. Das Gleiche passierte im Rest von Westturkestan.

Zuerst ließen sich auch die chinesichen Republikaner mit Moskau ein, weil Lenin vorgab, er würde die Kanonenbootpolitik beenden. Aber mit der Zeit erkannten immer mehr Chinesen den Schwindel der Sowjetunion bzw. der Komintern. Auch Chiang Kaishek (1887-1975) tat es und schrieb nach einem offiziellen Besuch an Sun, dass die Sowjetunion das Werk von Tyrannei und Terror sowie grundlegend unvereinbar mit den Drei Prinzipien des Volkes sei. 1927 kam es unter Chiangs Führung  zu einem blutigen Bruch und der chinesische Abwehrdienst gegen die Kommunisten wurde gegründet.

Durch die Ausrufung der ersten Ostturkistan Republik verlor der zweite prowestliche Regent seine Macht an den Kriegsherrn Sheng Shicai (1897-1970), der mit Unterstützung von Stalin seine Macht über Xinjiang zehn Jahre lang (1933-1943) aufrechterhalten konnte.  Unter seiner Regentschaft fiel Burhan dem roten Machtkampf zum Opfer und wurde nach der Rückkehr aus Moskau in Xinjiang verhaftet. Im Gefängnis übersetzte er die „Drei Prinzipien des Volkes“ ins Uigurische. Burhan gehörte zu den Uiguren, die Maos Werk und die rote Propagandaliteratur ins Arabische, Türkische und Persische übersetzten und verbreiteten.

1942 wandte sich Sheng schließlich der Republik China zu, weil die Erschießung seines Bruders durch dessen eigene Frau vor ihren drei kleinen Kindern von Moskau gelenkt worden war. Diese Schwägerin trat insgeheim in den Jugendverband der KP der Sowjetunion ein und wurde zum Schießen ausgebildet, als Schengs Bruder in Moskau die Militärakademie besuchte. Wenn Hitler Moskau nicht angegriffen hätte, wäre die Rote Armee sicher auch in Xinjiang einmarschiert und hätte seine ganze Familie umgebracht, meinte ein weiterer Bruder von Sheng in seinen Erinnerungen. Auf Druck der USA, die Moskau gegen Hitler unterstützte, zog Stalin seine Kräfte im April 1943 aus Xinjiang ab.

Nachdem der uigurische Republikaner Mesut Sabri (1886-1952) von den Kommunisten aus seinem Amt verdrängt worden war, trat Burhan an seine Stelle und trug als Gouverneur in Xinjiang maßgeblich dazu bei, dass die Republik China die Macht über Xinjiang an die Kommunisten verlor. 1956 besuchte er als Moslem die arabischen Staaten wie z.B. Ägypten und brachte die muslimisch geprägten Staaten dazu, das kommunistische China anzuerkennen und die Republik China fallen zu lassen, obwohl diese durch Wahlen legitimiert war. Die Republik China kann zwar nur noch auf der Insel Taiwan existieren, aber sie ist Gründungsmitglied der UNO und hat zur Menschenrechtscharta einen großen Beitrag geleistet.

Gleichzeitig fungierte Burhan als Drahtzieher der kommunistischen Umsturzversuche im Irak. Diese Putschversuche scheiterten ebenso wie bis zum Jahr 1971 alle Versuche des roten Lagers, mit ihren nahöstlichen Verbündeten die Republik China aus der UNO auszuschließen. Dabei begannen Vertreter aller Ethnien nach der roten Machtergreifung 1949, aus ihrer Heimat zu fliehen. Enver Can (1948-), der seit 1974 in München lebt und die Menschenrechtsaktion vor dem KP-Konsulat durchführt, floh als Kind mit seiner Familie nach Afghanistan. Burhan konnte jedoch nicht fliehen und landete 1966 nach öffentlicher Demütigung als „Konterrevolutionär“ im roten Gefängnis. Erst 1975 wurde er entlassen. Das Tiananmen-Massaker im Juni 1989 musste er in Peking mitbekommen haben. Zwei Monate danach starb der altgediente Kommunist. Nach der Eskalation in Xinjiang 2009 wurde ein Propagandafernsehfilm über ihn unter der Überschrift „Mein chinesisches Herz – Die Seele von Tienschan – Burhan Shahidi “ ausgestrahlt, um ihn als großen Patrioten zu verklären und den roten Nationalismus zu beschwören.

 

5. Die Kommunisierung in Ostturkistan

Als ich in Rotchina lebte, erfuhr ich durch die KP-Propaganda von einem Kommunisten uigurischer Abstammung Seyfudin Ezizi (1915-2003). Später in Deutschland wurde mir klar, dass sich in seinem Lebenslauf die Rolle der Komintern in Xinjiang widerspiegelt. Mit 17 Jahren schloss sich Seyfudin der von der Komintern bewaffneten Ostturkestan-Bewegung an. Nach einer zweijährigen Ausbildung (1935-1937) in der Sowjetunion begann der 22-Jährige Kommunist, in seiner Heimat für eine Zeitung schreibend, gegen die Republik China zu kämpfen.

1944 rief eine Rote Armee aus verschiedenen Ethnien eine zweite Republik Ostturkistan aus. 20 bis 70 000 Bewohner, die der Ethnie Han angehörten, wurden umgebracht. Unter diesem Druck musste Sheng, wie sein Vorgänger, Xinjiang verlassen. Ein Repräsentant der Republik China, der seit den 1920er Jahren insgeheim für Moskau agierte, konnte die Republik Ostturkistan pro forma auflösen, um eine Koalitionsregierung zu bilden, deren Erziehungsminister Seyfudin wurde. Die Rote Armee stand danach neben der chinesische Armee oder sogar gegen sie, bis 1949 die KP Chinas sie alle mit falschem Versprechen unter die rote Diktatur brachte. 1955 zum sechsten Gründungstag der VR China wurde die Provinz Xinjiang in das „Xinjiang autonome Gebiet der Uiguren“ umbenannt. Seyfudin wurde der erste Vorsitzende, während im kommunistischen Machtgebiet der Bevölkerung aller Ethnien immer mehr Menschenrechte geraubt wurden. Die Kommunisten steuern immer das Gegenteil dessen an, was sie zu tun behaupten. Beispielsweise bezeichnet die Kommunistische Partei Chinas ihren Staat selbst als „Volksrepublik“, obwohl sie das Volk in der Realität um Menschenwürde und Menschenrechte gebracht hat.

Nachdem Hitler (1889-1945) unfreiwillig der Sowjetunion dazu verhalf, vom Westen anerkannt zu werden, konnte Stalin (1878-1953) nach dem Zweiten Weltkrieg viele KP-Diktaturen installieren. Während der Westen die Republik China, die auf seiner Seite gekämpft hatte, fallen ließ, wurden die uigurischen Freiheitskämpfer von Moskau an Peking verraten. Die Führungskräfte wurden teilweise ermordet, teilweise ins Exil gezwungen, übrig geblieben sind die uigurischen Kommunisten. Daraus ist die Erkenntnis  zu gewinnen, dass die Komintern die Konflikte zwischen den sozialen Klassen und den verschiedenen Ethnien absichtlich schürte, um schließlich die Macht über sie alle zu gewinnen und alle zu versklaven.  Darum plädiere ich dafür, alle derartigen Konflikte  durch die Respektierung der universellen Grundwerte zu überwinden.

Burhan vertrat die Auffassung, dass Xinjiang allen Ethnien gehört, so, wie China nicht nur der Ethnie Han, sondern allen gehört. In der Tat wird sowohl Xinjiang als auch China nicht nur von vielen Ethnien bewohnt, sondern auch von Herrschern unterschiedlicher Ethnien regiert. Die größte Volksgruppe Han, zu der ich gehöre, definiert sich deshalb nicht durch die körperlichen Merkmale, sondern durch die kulturelle Identität, das bedeutet, gemeinsame Sprache und konfuzianische Grundwerte „Güte, Aufrichtigkeit, Anstand, Gelehrsamkeit und Verlässlichkeit.“ Beispielsweise gehörte das Kaisergeschlecht der Tang-Dynastie (618-907) zum Turkvolk, das sinisiert wurde, das heißt, sie hatten freiwillig die chinesische Amtssprache und die konfuzianischen Werte angenommen. Heutzutage in der freiheitlichen Welt kann jeder seine eigene Identität bestimmen. Es gibt Menschen uigurischer und chinesischer Abstammung, aber sie können weder Uigurisch noch Chinesisch, weil sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.

In ihrem Herkunftsland aber wird bis heute, wie in der ehemaligen DDR, der Marxismus-Leninismus zwangsgelehrt. Angebetet werden  immer noch Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895), also Atheisten und Materialisten, was in der Geschichte der Uiguren und Chinesen nie vorgekommen war. Die Kommunisten haben die Staatssprache der Republik China formentstellt und sinnentleert, um die Chinesen zu entwurzeln. Auch die Uiguren müssen Rotchinesisch lernen, um Karriere im System machen zu können. Viele Menschen der Han-Ethnie werden vom KP-Regime nach Xinjiang geschickt oder verbannt. Der Anteil der Uiguren in Xinjiang wird prozentual kleiner, dennoch werden Xinjiang und die Uiguren nicht sinisiert, sondern rot infiziert. Das Rotchinesisch und die Rotchinesen werden vom KP-Regime nur als Werkzeuge missbraucht. Menschen anderer Ethnien, insbesondere der Ethnie Han, werden genauso unterdrückt und entfremdet wie die Uiguren, während das Verbrechersystem auch von Uiguren wie Burhan aufgebaut und mitgetragen wird.

 

6. „Terroristen“ , die ich in Deutschland kennenlernte

Das Wort „Uigure“ existiert in meinem Wörterbuch aus dem Jahr 2000, das 250 000 deutsche Wörter enthält, noch nicht. In meinem Herkunftsland lernte ich das Wort auf Rotchinesisch als Bezeichnung für eine der von den Kommunisten willkürlich bestimmten 56 Ethnien kennen, die auf der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Gestalt von verkleideten Kindern propagandistisch gezeigt wurden. Die Uiguren waren bis in die 1990er Jahre in der KP-Propaganda positiv besetzt. Aber spätestens nach der Eskalation 2009 gerieten sie zur Zielscheibe von Angriffen des KP-Regimes. Inzwischen taucht das Wort auch in den deutschen Medien häufig auf. Leider werden dort die Uiguren immer noch mit negativen Wörtern in Verbindung gebracht, wie bei den Medien unter kommunistischer Führung.

Dabei zog München wie ein Freiheitsmagnet viele Uiguren an, nicht nur weil Radio Free Europe ein uigurisches Programm hatte, sondern auch weil sich seine Mitarbeiter wie Enver Can um ihr Heimatland kümmern. 2004 ist aus zwei uigurischen Organisationen der Weltkongress der Uiguren erwachsen und sein Hauptsitz ist München. Erkin Alptekin (1939–), der auch als Kind aus Xinjiang floh und ebenfalls für Radio Free Europe arbeitete, wurde der erste Vorsitzende. Seine Nachfolgerin Rebiya Kadeer (1948– ) gehört zur ersten Generation, die unter der KP-Diktatur aufwuchs.

Am Beispiel von Kadeer ist zu erkennen, dass man als Uigurin auch reich und mächtig werden darf, ohne Rotchinesisch sprechen zu können, solange man sich nicht um die Menschenrechte und die Umwelt kümmert.  Sobald man seinem Gewissen folgt, wird man vom KP-Regime verleumdet und verfolgt. Da sich Kadeer als reichste und bekannteste Uigurin nicht von der KP Chinas vereinnahmen ließ, wurde sie 1999 verhaftet und wegen „Geheimnisverrats“ zu acht Jahren Haft verurteilt. 2005 wurde sie auf internationalen Druck ins US-Exil verbannt, wie die meisten Exilanten aus Rotchina. 2009 sah ich die Filmpremiere „Rebiya Kadeer – Kinder als Geiseln“ in Köln und war drauf und dran, die deutsche Biographie über sie „Die Himmelsstürmerin“ ins Chinesische zu übersetzen.

Nach dem Terroranschlag vom 11. September wurden auch unschuldige Uiguren in Guantanamo inhaftiert. Die Häftlinge konnten erst freikommen, als ihnen einige Staaten trotz des Protestes aus Peking Asyl gewährten. Einer der Uiguren äußerte sogar, Guantanamo sei ihm lieber als seine Heimat unter der KP-Diktatur. Deutschland gehört leider nicht zu den Ländern, die diese Exil-Uiguren aufgenommen haben. Stattdessen wurde Volkswagen von seinem Geschäftspartner unter der KP-Führung dazu veranlasst, ein weiteres Werk in Xinjiang zu bauen.

In der Republik China, die das KP-Regime mit Hilfe der westlichen Länder endlich aus der UNO ausschließen konnte, durften im April 2014 Enver Can und drei weitere Vertreter des Weltkongresses der Uiguren, den das KP-Regime als Terrororganisation verleumdet, an der neunten interkulturellen und interreligiösen Konferenz teilnehmen.

Die Verbindung zwischen den Uiguren und Deutschland ist vielfältig. Ich habe nur ansatzweise aus historischer, ideologischer, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, medialer und sprachlicher Perspektive diese Verbindung aufgezeigt.

Die wichtigste und die fatalste Verbindung stellt der von Marx und Engels proklamierte Kommunismus her. Denn die Uiguren leiden unter einer KP-Dikatur, welche diese beiden Kommunisten vergöttert, während Marx in religiösen Kreisen als satanistisch gilt.

 

Karlsruhe, 22. Mai 2014

Xu Pei: Kein Übersetzungsproblem, aber ein Problem

6 Apr

Das traditionelle Chinesisch besteht aus über 80 000 Schriftzeichen. Daraus haben die Kommunisten nach ihrer Machtergreifung in China 2235 Schriftzeichen als Grundwortschatz für ihren Orwellschen Neusprech übernommen. Die bildhaften und sinnvollen Schriftzeichen werden entleert bzw. entstellt. Beispielsweise wird das traditionelle Schriftzeichen für Drachen 龍 durch 龙 ersetzt. Das traditionelle Schriftzeichen enthält einen Mond 月, während das entstellte Zeichen ein Messer匕 zeigt. Auf diese Art und Weise haben die kommunistischen Machthaber die chinesische Kultur und Sprache von Grund auf zerstört. Der Neusprech wird in Rotchina offiziell gelernt und gelehrt. Gott sei Dank haben die Chinesen außerhalb Rotchinas, insbesondere in der Republik China auf der Insel Taiwan ihre Sprache und Kultur überliefert.

Das heißt, die Kommunisten haben nicht nur die Republik China im Festland unterwandert und den Bewohnern eine Einparteien-Diktatur aufgezwungen, sondern auch ein Lügensystem in die chinesische Sprache eingeführt. Es ist schwierig, für einen erwachsenen Chinesen das traditionelle Chinesisch zu lernen, aber noch schwieriger ist es, sich von dem kommunistischen Gedankenkäfig zu befreien.

Festlandschinesen, die sich von dem Neusprech und der KP-Ideologie befreit haben, landen entweder im Gefängnis oder im Exil, nur diejenigen, die im Gedankenkäfig der KP geblieben sind, können in Rotchina aufsteigen, wie die Mongolin Fu Ying (1953-). Als Vertreterin der KP Chinas darf Fu Ying in den deutschen Leitmedien zu Wort kommen, auch wenn sie sich des Neusprechs bedient. Ihr Interview „Der Westen ist hochnäsig“ ist zuerst im deutschen Internet erschienen. Drei Tage später hat die Botschaft der KP Chinas in Berlin eine manipulierte Übersetzung davon veröffentlicht.

Deutsche Rezeption der verfolgten Chinesen

2001 ist die chinesische Version des Buchs „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten“ in Rotchina erschienen, aber kurz darauf wurde der Verlag bestraft und die Bücher wurden vernichtet. 2002 ist das Werk in der Republik China erschienen.

Erst 7 Jahre später erschien die deutsche Übersetzung auf der Frankfurter Buchmesse 2009, auf der Rotchina als Ehrengast auftreten durfte. Aber der Autor Liao Yiwu durfte nicht nach Deutschland kommen. Das genannte Werk ist dadurch viel bekannter geworden als die unter Zensur und Selbstzensur entstandenen Werke, für deren Übersetzung das Regime mindestens 500 000 Euro zur Verfügung stellte. Dadurch haben die verfolgten Autoren wenig Chancen, ins Deutsche übersetzt zu werden. Liao Yiwu, der nach eigener Aussage sich durch Schreiben „entgiftet“, hat also Glück. Der Künstler Ai Weiwei und der Friedensnobelpreisträger 2010 Liu Xiaobo fallen auch aus.

Ai (1957-), Liao (1958-) und Liu (1955-) gehören zur gleichen Generation wie Fu Ying.
Während Ai ein Studium unter der KP-Führung ablehnte und 1981 in die USA auswanderte, hatte Liao zwar die Prüfung zum Studium nicht bestehen können, aber konnte bis zu seinem Gedicht „Das Massaker“ (1989) in Rotchina veröffentlichen. Liu hat sogar freiwillig bei einem in der Sowjetunion ausgebildeten Kommunisten in der „Marxistischen Ästhetik“ promoviert.

Ai gehört zu den Chinesen, die in den siebziger Jahren schon begannen, sich mit Kunst und Literatur gegen das totalitäre System zu wehren. Liao gehört zu den Chinesen, die erst durch das Tiananmen-Massaker aufgerüttelt wurden. Liao wurde deswegen 4 Jahre lang gefoltert, während Liu nach dem Massaker als Augenzeuge im KP-Fernsehen auftrat und das Massaker verleugnete, um einer harten Strafe zu entkommen.

Ai wurde im April 2011 am Flughafen verhaftet, während es Liao gelungen war, nach Deutschland zu fliehen. „Der verbotene Blog“ von Ai wurde in Windeseile von Englisch ins Deutsche übersetzt und erschien im Juli, als Liao in Berlin auftauchte. Auf der ersten Seite steht „Für das Gras-Schlamm-Pferd“. Ai bezeichnet sich selbst als „ein normales Gras-Schlamm-Pferd“.

Was das Gras-Schlamm-Pferd bedeutet, erfährt ein uninformierter Leser erst auf Seite 440 durch eine fehlerhafte Erklärung. Dennoch kann man verstehen, dass dieses erfundene Tier die Haltung von mutigen Chinesen gegenüber den kommunistischen Machthabern symbolisiert. Die Gras-Schlamm-Pferde leben in einer durch Marxismus-Leninismus erzeugten Wüste und müssen für die Freiheit kämpfen.

Das Phantasietier ist auf ein sexistisches Schimpfwort (F… Deine Mutter ) zurückzuführen. Der oberflächliche Grund liegt darin, dass es unter der westlichen Lautschrift Cao Ni Ma verschiedene chinesische Schriftzeichen gibt. Eine Variante heißt auf Deutsch „Gras-Schlamm-Pferd“.
Der tiefere Grund liegt darin, dass sich die Chinesen von der KP-Diktatur vergewaltigt fühlen. Um sich einen Ausgleich zu verschaffen, werden gerne solche Schimpfwörter kreativ verwendet. Das kann aber die amerikanische Herausgeberin nicht begreifen, die nicht einmal weiß, dass Dongbei kein Name einer Provinz ist, sondern Nordosten bedeutet. Ihr fehlt es leider nicht nur die Kenntnisse in der Landeskunde. Dennoch ist es eine Leistung, das facettenreiche Werk eines Künstlers zu übersetzen.

Ai ist auch ein Sprachkünstler, der dazu beigetragen hat, dass das Phantasietier seit 2009 als Symbol gegen die KP Chinas geworden ist. Er gehört zu den Benutzern einer Sprache, die kreativ den Neusprech und die Zensur durchbricht, auch mit den Schimpfwörtern.

Zum sechzigsten Gründungstag der Volksrepublik China hat Ai aus München ein Video-Grußwort „Gras-Schlamm-Pferd Vaterland“ ins Internet gestellt.

Am 19. Februar 2010 hat Ai getwittert, „Gras-Schlamm-Pferd Charta 08“, nachdem eine Hongkonger Zeitung in einem Bericht über seine Kunstaktion aus 18 nackten Männern und 12 bronzenen Köpfen der chinesischen Tierkreiszeichen bei einer Neujahrsfeier Charta 08 erwähnte.

Im Vergleich zu Ai haben sich die beiden Verfasser der Charta 08 noch nicht von dem Gedankenkäfig der KP befreit. Ihr Chinesisch klingt noch nach dem Neusprech. Das Verbrechen der KP Chinas wird in der Charta 08 vertuscht, indem z. B. behauptet wird, „Die Bürger und der Staat haben einen sehr verheerenden Preis bezahlt“. Während Ai das totalitäre Regime direkt anprangert, bezeichnet die Charta 08 das totalitäre System als autoritär.

Nachdem der Nebenverfasser der Charta 08 Liu Xiaobo durch eine Verhaftung der KP Chinas zum Friedensnobelpreisträger erkoren wurde, liess sich Liu auch in Deutschland vermarkten. Die deutsche Übersetzung „Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass“ liegt seit September vor. Die gleichnamige Rede, in der Liu eine Liebeserklärung an seine Peiniger und zweite Frau abgab, hat nicht die Peiniger, sondern das Nobelkomitee berührt. Aber für das Gras-Schlamm-Pferd ist Liu so verlogen wie Fu Ying, zumal Liu im Sinne der KP Chinas viele Regime-Gegner angefeindet hat.

Liu übernahm auch die KP-Ideologie und den Neusprech, um Konfuzius als „Gestern herrenloser Hund, heute Wachhund“ zu beschimpfen, obwohl Konfuzius die Grundwerte „Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Ehrlichkeit“ vorlebte und als Lehrer aller Lehrer im chinesischen Kulturkreis verehrt wird. Denn Liu bewundert Friedrich Nietzsche und Lu Xun (1881-1936), der mit Agenten der Komintern wie Agnes Smedley für die Sowjetunion propagiert hatte.

Die kommunistischen Machthaber in Peking aber wissen mittlerweile den Namen von Konfuzius zu missbrauchen und haben seit 2004 weltweit 691 Konfuzius-Institute oder -Klassen (Stand 10.2010) eröffnet, die direkt dem Politbüro der KP Chinas unterliegen, um ihren Neusprech weltweit zu verbreiten, während die Gras-Schlamm-Pferde wie Ai mundtot gemacht werden.

Mit anderen Worten ist Liu nicht geradlinig wie seine deutsche Übersetzung klingt. In dem zweiten übersetzten Werk „Für ein Lied und hundert Lieder“ von Liao Yiwu wird ein Brief von Liu als Vorwort abgedruckt, in dem der desolate Zustand von Liu deutlich zu erkennen ist. Liu leidet nicht nur unter dem Tiananmen-Massaker und der Verfolgung danach, sondern auch unter seinem eigenen schlechten Gewissen. Er betrachtet sich als „Elite“ und aus Angst vor seinen Peinigern wagt er nur, Chinesen zu beschimpfen. Liao, den Liu in diesem Brief direkt als „Glatzkopf“ angeredet hat, ist durch die KP-Verfolgung schon so pervertiert, dass er mit diesem Brief seine Freundschaft mit dem Friedensnobelpreisträger demonstriert. Und er gab offen zu, die Charta 08 unterschrieben zu haben, ohne sie gelesen zu haben.

Wie dem auch sei, es ist begrüßenswert, dass endlich drei verfolgte Chinesen in Deutschland so präsent sind, dass über die kein „Chinaexperte“ hinwegsehen kann. Bis jetzt konnten sie Gao Zhisheng, dessen Werk „Mein Leben und Kampf als Anwalt im größten kommunistischen Staat“ bereits 2008 in deutscher Übersetzung erschien, ignorieren.

Mögen die deutschen Leser auch heldenhafte Dichter wie Li Hong (1958-2010) kennenlernen, die wegen ihrer Wahrhaftigkeit und Unbeugsamkeit zu Tode verfolgt worden sind!

Köln, den 62sten Nationaltrauertag der Chinesen (01.10.2011)

 

XU Pei: Zum Triumph von Putins Genossen aus Peking

3 Apr

– Zur Zwangsabwesenheit von Ai Weiwei bei seiner Ausstellungseröffnung in Berlin

Als ich vor 25 Jahren zum Studium nach Düsseldorf kam,  konnte ich dank der veröffentlichten und öffentlichen Meinung in Deutschland zum Tiananmen-Massaker erkennen, dass mein Geburtsland Tibet und Herkunftsland China von der Kommunistischen Partei Chinas mit Propaganda und Gewalt regiert wird.

Der chinesische Protest gegen die KP-Diktatur und das Tiananmen-Massaker wurden von der westdeutschen Öffentlichkeit unterstützt.

Mein erster Redebeitrag auf einer Solidaritätskundgebung an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf fand Echo und ich wurde von den Zeitungen wie z.B. der Rheinischen Post interviewt. Durch meinen Einsatz für die Menschenrechte lernte ich Deutsche kennen, die mir dabei halfen, den Unterschied zwischen der freiheitlichen Demokratie und der Einparteien-Diktatur wahrzunehmen.

Nach meiner Promotion konnte ich nicht als Germanistin heimkehren. Als Exilchinesin fühle ich mich dazu berufen, mit Worten die universellen Grundwerte, die chinesische Kultur und die Natur gegenüber dem totalitären KP-Regime zu verteidigen.  In diesem Sinne ist meine letzte Buchveröffentlichung „Der weite Weg des Mädchens Hong“ entstanden.

Ich darf zwar mein Herkunftsland nicht betreten, aber um so mehr weiß ich die Freiheit im Westen zu schätzen. Aus diesem Grund möchte ich auch alles tun, um die freiheitlichen Grundwerte zu verteidigen.

Am 29. März 2014 bin ich der Einladung eines deutschen Falun Gong Anhängers gefolgt, um den neuen kommunistischen Führer Xi Jinping (1953-) aus Peking dazu aufzufordern, mit der Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden aufzuhören…

Xi soll in dem Rechtsstaat Deutschland sehen, dass die von den Kommunisten verfolgten Freiheitskämpfer in der VR China von der deutschen Zivilgesellschaft unterstützt werden. Leider haben die deutschen Politiker und Behörden nicht zugelassen, dass Xi  die Gewährung von Rede- und Versammlungsfreiheit mit eigenen Augen bezeugen konnte. Während die Demonstranten abgeschirmt wurden, durften die noch von der KP Chinas gelenkten Studenten und Festlandschinesen mit Einheitsfähnchen schwenken. Die Festlandschinesen meiner Kindergeneration haben kaum Chancen, sich von der systematischen KP-Indoktrination seit Kindesbeinen zu befreien. Selbst in Deutschland bekamen sie nur zu sehen, dass der deutsche Staatsapparat die Kommunisten aus Peking dabei unterstützt,  ihre Macht vor uns zu demonstrieren.

Xi mag mit seinen Auslandsveröffentlichungen  vermeintliche „intime Kenner Chinas“ weiter betäuben, aber ich kann ihm kein Vertrauen schenken. Denn im Jahr 2009 nahm ich schon seine nationalistische Rede vor Rotchinesen in Mexiko wahr, die ich auch ins  Deutsche übersetzte: “Es gibt Ausländer, die satt gegessen sind, aber nichts zu tun  haben; sie zeigen ihre Finger auf unsere Angelegenheiten. China  exportiert erstens keine Revolution, zweitens keinen Hunger und Armut, drittens macht es Euch keine Probleme, was gibt es noch zu sagen.” Seine zweite Ehefrau Peng Liyuan (1962-) gehört seit 1980 zu der Propagandatruppe in der roten Armee, und ist auch ein Mitglied der KP Chinas. So sang sie im Auftrag ihrer Partei überall, sogar auf dem Tiananmen-Platz, um die Soldaten zu betäuben, die das Massaker 1989  angerichtet hatten.

Wie schade! Putins Genossen aus Peking durften über den Rechtsstaat triumphieren. Wegen der Sperre des öffentlichen Verkehrs  konnten wir sogar nach unserer Protestveranstaltung auf dem Rathausplatz nicht mit der Straßenbahn fahren und mussten stundenlang warten.

Um dem Hitlergrußverweigerer Gustav Wegert nachzueifern, lieh ich den Stinkefinger von dem Künstler Ai Weiwei nach Düsseldorf und zeigte ihn den Staatsterroristen aus Peking, als die von 15 „weißen Mäusen“ eskortierte Wagenkolonne endlich donnernd vorbeiraste.

Dank des WZ-Berichtes „Xi Jinping auf Blitzbesuch an der Kö“ erfuhr ich, dass Xi den Namen des Dichters Heinrich Heine missbrauchte, um sich gut darzustellen. Dabei ist Heinrich Heine mein geistiger Wegbegleiter. Gott sei Dank bin ich  kein „Enfant Perdu“, auch wenn ich den  Freiheitskrieg weiter führe, wie Heine im Exil.

 

Köln, 31. März 2014

Xu Pei: Vorsicht! Die KP-Propaganda aus Peking im deutschen Sprachraum

10 Mrz

Dieser Beitrag gehört zur Bürgerinitiative, mit der ich als Exilchinesin die universellen Grundwerte verteidigen und  der systematischen Desinformation der KP Chinas entgegenwirken möchte.  Für den Inhalt stehe ich Rede und Antwort.

2004 habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft dankend erhalten, nachdem ich zweimal vergeblich versuchte, als Dozentin in China zu arbeiten. Nachdem ich feststellte, dass die Propaganda der KP Chinas auch in den deutschen Medien verbreitet wird, habe ich 2008 meinen ersten Vortrag „Wie kommt die rote Infiltration in den deutschen Medien zustande?“  darüber gehalten.

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/11/17/xu-pei-bestandsaufnahme-der-deutschen-berichte-in-bezug-auf-die-vr-china-von-2008/

Bei allen möglichen Medien habe ich mich beschwert und die Gegendarstellung angeboten. Leider war der Zeitaufwand viel größer als der Erfolg. Gleichzeitig wird meine Homepage, mit der ich im deutschen Sprachraum den gewaltlosen Widerstand gegen ein Terror-Regime vertreten möchte, immer wieder lahmgelegt. Darum begann ich 2012, jährlich fünf Rundmails an deutschsprachige Bürger zu schicken, um aktiv die Zivilgesellschaft zu sensibilisieren und auf die Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas hinzuweisen. Der neueste Beleg dafür: http://www.epochtimes.de/Chinas-Botschaft-wollte-SHEN-YUN-in-Berlin-verhindern-a1131745.html

2014 wird ein unruhiges Jahr sein. Vor hundert Jahren brach der Erste Weltkrieg aus, der Lenin ermöglichte, mit Gewalt die erste KP-Diktatur auf der Welt zu installieren. Darauf lässt sich zurückführen, dass die Ukrainer beim Protest gegen die korrupte Pro-Putin-Bande auch Lenin-Statuen stürzten. In den hundert Jahren haben die KP-Diktaturen ein beispielloses Unheil in der Welt verursacht, während sie den Menschen schöne Lügen auftischen, wo auch immer die Kommunisten regieren.

Die Lügen von Putin über seinen militärischen Einsatz in der Ukraine werden im Westen entlarvt, aber die Lügen der Machthaber in Peking werden immer noch unkritisch übernommen.

Die jüngste KP-Lüge betrifft die Uiguren, deren Widerstand gegen die KP-Unterdrückung ich seit 2009 öffentlich verteidige. Meine Erkenntnisse lassen sich durch die deutschen Verfassungsschutzberichte bestätigen. In Deutschland agieren mindestens vier Geheimdienste der KP Chinas. Sie betreiben nicht nur Spionage in Politik, Militär und Wirtschaft,  sondern auch verfolgen mit allen Mitteln fünf Gruppen in Deutschland, zu denen die Exil-Uiguren gehören. Mehr dazu ab Seite 391 von  http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf

Die deutschen Berichte über das  Blutbad im Bahnhof von Kunming – insbesondere der Welt-Bericht mit der Überschrift “ ‚Chinas 11. September‘  und der Kampf gegen Terror“- liefern den neuesten Beweis für die Übernahme der KP-Propaganda durch westliche Medien. Solch eine Überschrift vertuscht den Wesensunterschied zwischen den USA und der VR China, nämlich zwischen einem Rechtsstaat und einem Terrorregime.

Kun Ming liegt in der Grenzprovinz Yunnan, über die viele Menschen ins Ausland fliehen. Dort werden viele Flüchtlinge festgenommen und misshandelt, darunter auch Uiguren. Angesichts ihrer Lage konnte ich es mir vorstellen, dass die uigurischen Flüchtlinge aus Verzweiflung Gewalttäter werden könnten, zumal das KP-Regime gerade die uigurische Stimme der Gewaltlosigkeit  Ilham Tohti als „Separatist“ verhaftet hat.

Der uigurische Uniprofessor Tohti in Peking sorgt für die Völkerverständigung und gehört zu den Followers meines Twitters. Er hat sich nie für eine Unabhängigkeit Xinjiangs ausgesprochen, aber er hat auch erkannt, dass die Wurzel aller Übel an fehlender Demokratie und Freiheit in der VR China liegt. Wenn das KP-Regime selbst Tohti verhaftet, dann treibt es die Uiguren erst recht zur Gewalt.

Nach intensiven Recherchen stimme ich jedoch der These zu, dass das Blutbad in Kunming wieder eine Inszenierung der Machthaber ist, um Hass auf Uiguren zu schüren und im Namen des Anti-Terror-Gesetzes den immer größeren Widerstand aus allen Gruppen zu unterdrücken.  In 2013 haben mindestens 13 gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Uiguren und den KP-Kräften in Xinjiang stattgefunden.

Die KP Chinas ist bekannt dafür, Gewalttaten zu inszenieren, um friedliche Freiheitskämpfer aller Gruppierungen zu verfolgen.  Über eine inszenierte Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz haben die KP- Medien lang und breit berichtet, um Falun Gong zu verleumden, aber diejenigen, die über die ununterbrochenen Selbstverbrennungen in der Realität- insbesondere von Tibetern- berichten, werden vom KP-Regime verfolgt.  Mehr dazu:

http://www.falungong.de/artikel/videos_propaganda/1384880625.en.html

Köln, zum 55sten Jahrestag des tibetischen Aufstandes gegen das KP-Regime

XU Pei über den China-Korrespondenten Johnny Erling (1952-)

5 Mrz

Nachdem das China-Programm der Deutschen Welle wegen seiner KP-Propaganda auch in Deutschland kritisiert wurde, initiierte Thomas Heberer einen offenen Brief, um die Tatsache zu verdrehen und chinesische Kritiker zu diskreditieren. Unter seinen 105 Unterstützern habe ich zum ersten Mal den Namen Johnny Erling registriert. Seitdem lerne ich seine China-Berichte kennen.

Bevor Erling zum 13. Jahrestag der Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong unbegründeten Zweifel an dem systematischen Organraub der KP Chinas verbreitete, konnte ich ihn tolerieren. Denn auch als ausländischer Journalist hat man in Peking unter der KP-Diktatur zu leiden. http://www.welt.de/politik/ausland/article108832657/Brief-der-China-Korrespondenten-an-Angela-Merkel.html  In seinem Bericht ist immerhin zu lesen, “Mit Ausnahme ihres wirtschaftlichen Laisser-faire-Kurses hat Chinas Staatspartei allem Wandel in der Gesellschaft zum Trotz ihre leninistischen Strukturen behalten”. Sein Bericht “Deutschlands gefährliche Freundschaft mit China” zeigt auch, dass Erling von der roten Gefahr weiß,  auf die ich seit 2002 wie eine Gebetsmühle  hinweise.

Während Kubin und Heberer   in der VR China und ihren  Medien als “Experten” aus Deutschland gelten, wird Johnny Erling in den Medien der KP Chinas als “deutscher Journalist”  dargestellt. Erling gehört zu den Deutschen, die während der  kommunistischen Zerstörung der chinesischen Kultur in Peking das Rotchinesisch lernten und dann für die Propaganda der KP Chinas arbeiteten, wie Heberer. Seit 1986 arbeitet Erling als China-Korrespondent für deutschsprachige Zeitungen.

Das China-Programm der Deutschen Welle hat seinen Bericht “Weil Peking einfach grossartig wird” vom 21. Juli 2008 am gleichen Tag ins Chinesische übersetzt. Dieser Bericht wurde in den rotchinesischen Medien unter der Überschrift “Deutscher Journalist ist erstaunt über die Großartigkeit der Olympischen Spiele in Peking” verbreitet.http://world.people.com.cn/GB/57506/7597384.html

Erling wird nicht nur vom Propagandasender der KP Chinas “china radio intenational” dargestellt, sondern wurde im Februar 2011 sogar in einem rotchinesischen Medium als Ratgeber für Jugendliche in Peking hingestellt. German jounalist give advice to today’s youth in Beijinghttp://www.beijingtoday.com.cn/specials/german-jounalist-give-advice-to-todays-youth-in-beijing

Dem amtierenden KP-Botschafter Shi Mingde in Berlin dient Erling hingegen als Medienpartner.  Seine Berichte tragen die Überschriften “Peking entsendet einen Deutsch-Profi nach Österreich” und “China schickt seinen besten Mann nach Deutschland”. Dabei stellt Shi ein typisches Beispiel dafür dar, dass Zhou Enlai talentierte Chinesen von Kindheit an zu Werkzeugen der KP  trainieren ließ.  Der erste Premier der VR China wurde 1921 als Student in Berlin Kommunist und importierte später den sowjetischen KGB nach China. Ohne Zhou hätte der Despot Mao Zedong weder den Krieg gegen die chinesische Regierung, noch den bis zu seinem Tod geführten Machtkampf innerhalb der KP  gewonnen. Zhou trug maßgeblich dazu bei, dass mindestens 80 Millionen Chinesen durch den kommunistischen  “Klassenkampf” zu Tode kamen und Diplomaten aus der VR China grundsätzlich als Berufslügner gelten.

Gott sei Dank leben die deutschsprachigen Leser in Freiheit und lassen sich nicht leicht betrügen. Kritische Leser wissen, wie man mit Propaganda-Berichten  umgeht. Zu dem ersten genannten Bericht von Erling in “Der Standard” fragte der erste Kommentator nach “Falun Gong” und ob der “Deutsch-Profi” auch in den Wiener Stadtpark kommt? Denn dort gibt es Österreicher, die Falun Gong üben, während Chinesen wegen des Praktizierens von Falun Gong durch Folter oder Organraub umgebracht werden könnten. Der zweite Kommentator schrieb unter der Überschrift “so ein sympathischer Kerl”: “seit einiger Zeit habe ich eine LobbyingPhobie. Zur Beruhigung sage ich mir 108x vor: Der Standard hat für diesen Artikel kein Geld bekommen”.http://derstandard.at/1280984582056/Peking-entsendet-einen-Deutsch-Profi-nach-Oesterreich