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Selbstverteidigung von Xu Pei

27 Dez

Mein Internetbeitrag

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/07/12/xu-pei-uber-die-seelenverwandtschaft-von-herta-muller-und-liao-yiwu/

hat mir eine Anzeige bei dem Kölner Polizeipräsidium eingebracht, die ich mit der folgenden Schrift erfolgreich abgewehrt habe. Heute, zwei Jahre später, werde ich daran erinnert, sie zu veröffentlichen:

Meine Motivation zum Bloggen

Ohne das Tiananmen-Massaker 1989 wäre ich vielleicht nicht dazu gekommen, in die  Öffentlichkeit zu treten. Zu meiner ersten deutschen Veröffentlichung gehört das Gedicht „Lebenslied“, was ich damals als Germanistikstudentin in einer Studentenversammlung gegen das KP-Verbrechen vortrug. Ihrer Vorladung wegen habe ich das Gedicht online gestellt. https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/09/25/das-lebenslied-von-xu-pei/

Seit dem Tiananmen-Massaker setze ich das „Lebenslied“ in die Tat um und unterstütze aus dem Herzen diejenigen, die für die Wahrheit, die Freiheit und die Gerechtigkeit kämpfen. In den vergangenen 10 Jahren habe ich meine Erfahrungen  und Erkenntnisse als Chinesin im Westen im Internet veröffentlicht, damit die Chinesen unter der KP-Diktatur, insbesondere die jüngere Generation davon Gebrauch machen können.

Das Schreiben dient mir zum Austausch  und zum Einsatz für das Wahre, das Gute, das Schöne und das Göttliche.

Ich bin dankbar dafür, dass meine deutsche Veröffentlichung mir ermöglichte, das Visum für mein Studium in Deutschland zur Aufenthaltserlaubnis  für Schriftsteller zu ändern,  mit der Begründung, dass ich als Chinesin einen unersetzbaren Beitrag zum  öffentlichen Leben in Deutschland leisten würde. Deshalb bin ich auch darum bemüht, unverfälschte Informationen aus der chinesischen Quelle ins  Deutsche zu übertragen, ohne Entgelt.

In dem  bei Ihnen angezeigten Beitrag habe ich auch geschrieben, „Aus Wahrheitsliebe gebe ich gerne mein Wissen weiter und stehe hinter allem, was ich zusammengetragen habe“.

In diesem deutschen Beitrag gibt es nichts, was keine chinesische Quelle hat. Ich habe nur das chinesische Allgemeinwissen und Insider-Wissen für die deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht.

Auf Chinesisch gibt es viele negative Kommentare zu Tiechi Martin-Liao, nicht nur weil ihr Ehemann 1999  Selbstmord beging. Ich aber fühlte mich 2008 in meiner Kritik am chinesischen Programm der Deutschen Welle bestärkt, als Martin-Liao einen offenen Brief gegen die Unterstützer der kritisierten DW-Journalistin initiierte.

Als Martin-Liao am Tag der Friedensnobelpreisverleihung 2010 im chinesischen Programm der Deutschen Welle die Kritiker von dem Preisträger Liu Xiaobo beschimpfte, konnte ich erst Diane Liu aus Chicago zustimmen, dass Martin-Liao für ihre Vorteile kämpft, während die Kritiker von Liu Xiaobo nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben. Bis dahin ging ich davon aus, dass Martin-Liao genau so viel Wert auf die Moral und die Wahrhaftigkeit gelegt hätte, wie andere Wortführer im chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur in unserem Heimatland.

Drei Monate später hat die Literaturpreisträgerin Herta Müller es ihr nachgemacht und in der FAZ die Kritiker beschimpft, mit ähnlichen Worten, um den verlogenen Opportunisten in den chinesischen Augen zu ihrem Held zu verklären.

Anders als Martin-Liao unterstütze ich gerne die Kritiker von Liu Xiaobo, weil Liu seit seinem Auftritt in der Öffentlichkeit  viele KP-Gegner angefeindet und immer wieder als „Dissident“  die KP-Propaganda verbreitet hat.

Die NGO „The Laogai Research Foundation“

Seit 2001 trat Tienchi Martin-Liao als Repräsentantin der NGO „The Laogai Research Foundation“ auf, bis der Gründer dieser NGO, Harry Wu es ihr am 16. 12. 2010 öffentlich verbot.

Aus der Bekanntmachung der  Laogai-Foundation ist zu entnehmen, dass ein Streit zwischen Martin-Liao und Harry Wu wegen des copyrights von Liu Xiaobos Werk ausgebrochen war. Beide hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass Liu Xiaobo  Friedensnobelpreisträger 2010 wurde. Nun brach ein Streit beim Verteilen des Gewinns aus.

Harry Wu hatte in der VR China am eigenen Leib das Arbeitslager der KP Chinas kennengelernt. Nach seiner Emigration in die USA begann er, die Laogai („Umerziehung durch Arbeit“) der KP Chinas zu entlarven und wurde dafür als Menschenrechtler bekannt.

Nachdem ich in einem chinesischen Aufsatz Harry Wu lobend erwähnte, wurde ich darauf hingewiesen,  dass Harry Wu seine Vergangenheit verschönert habe und ein korrupter Menschenrechtshändler sei.

Danach konnte ich selbst erkennen, dass Harry Wu in der Tat aus der Menschenrechtsarbeit ein verwerfliches Geschäft gemacht hat. Hiermit nenne ich drei Beispiele, die Sie  nachprüfen können.

Das erste Beispiel: Parlamentarische Anhörung für Organraub verhindert

2006 wurde zum ersten Mal davon berichtet, dass die Verfolgung an Falun Gong durch die KP Chinas einen systematischen Organraub in der VR China gefördert hat. Harry Wu aber tat es als Gerücht ab und tat alles, um eine Anhörung im US-Parlament zu verhindern.

Dank zwei echten Menschenrechtlern in Kanada und ihren Unterstützern weltweit hat die Anhörung erst sechs Jahre später stattfinden können.

Mittlerweile ist der Organraub sogar in der VR China bekannt.

Das zweite Beispiel: 17 Millionen US-Dollar eingenommen

Gleichzeitig hatte sich Harry Wu für zwei Dissidentenfamilien in der VR China eingesetzt und 2007 eine parlamentarische Anhörung in den USA zustande gebracht.

Mit Hilfe des US-Unternehmens Yahoo hat das KP-Regime zwei Dissidenten identifiziert und zu einer Haft von 10 Jahren verurteilt.

Dank Martin-Liao ist es Harry Wu gelungen, die Opferfamilien zu vertreten und Yahoo in den USA zu verklagen. Damit hat Harry Wu 2008 die Firma dazu gebracht,   insgesamt 17 Millionen Dollar für die Menschenrechte zu spendieren. Danach wollte  Harry Wu den beiden Opferfamilien nicht das vereinbarte Entschädigungsgeld, jeweils 3.2 Millionen Dollar zahlen.

Anfang 2011 hat sich eine Dissidentenfamilie juristisch dagegen gewehrt. Chinese Couple Say They Were Extorted After Settling With Yahoo! http://www.courthousenews.com/2011/02/01/33786.htm

Auch Autorenhonorar zahlte Harry Wu ungern aus. 2003 hatte er für zwei Artikel von mir einen Scheck von 100 US-Dollar ausgestellt. Aber der Scheck war nicht gedeckt, sodass ich kein Honorar bekam und noch Unkosten von über 40 Euro an die Bank zu zahlen hatte. Deshalb reichte ich einen weiteren Scheck für meine Arbeit nicht ein und bat die Foundation darum, den Betrag an einen verfolgten Autor in China zu spendieren. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen. Die beiden Schecks kann ich bei Bedarf zeigen.

Gleichzeitig unterstützt Harry Wu einige  Autoren in der VR China. Dazu gehören der Friedensnobelpreisträger 2010 und der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2012 Liao Yiwu.

Tiechi Martin-Liao aus der Sicht von Harry Wu

Im August 2011 veröffentlichte Harry Wu einen Bericht unter der Überschrift „Tienchi Martin-Liao, die ich kenne“ .

Dort sind folgende Fakten zu erfahren:

Martin-Liao bekam ein „sehr hohes Gehalt“ für ihre Arbeit bei der Foundation.

Martin-Liao hatte 2010 nur zwei Monate gearbeitet,  aber das Gehalt für das ganze Jahr bekommen.

Einen Computer und Drucker, die ihr von der Foundation  zur Verfügung gestellt wurden, hat sie bis dahin (also anderthalb Jahre später) noch nicht abgegeben.

Ab 2006 wurde Liu Xiaobo von der Foundation finanziell unterstützt.

Zum Schluss schrieb Harry Wu, „Jetzt wird Independent Chinese PEN Center (ICPC) von Tiechi Martin-Liao gelenkt und beherrscht… Ich möchte nicht darüber reden, wie Tiechi Martin-Liao 2009 zur Vorsitzenden geworden ist“.

Harry Wu deutete an, dass Martin-Liao mit unrechten Mitteln Vorsitzende wurde.

Im Oktober veröffentlichte Harry Wu noch eine „Mitteilung über die Gehälter von der ehemaligen Mitarbeiterin Tienchi Martin-Liao“, um zu betonen, „Jetzt gibt es Leute, die darauf hinweisen, dass Martin-Liao vom ICPC in den Jahren (2009-2010 und 2010-2011)  Geld einnahm. Das ist fragwürdig.“  Mit solcher Veröffentlichung hat Harry Wu nicht nur Tienchi Martin-Liao,  sondern auch sich selbst bloßgestellt.

 

Die heiße Diskussion  hat mich dazu gebracht, im Oktober 2011 mit einem chinesischen Beitrag „Harry Wu und Tienchi Martin-Liao sind warnende Beispiele“  meine Leser zu ermahnen.

Independent Chinese PEN Center (ICPC)

ICPC wurde 2001 gegründet. Die Gründungsmitglieder wollten gemeinsam nach dem freien Schreiben auf Chinesisch streben. 2003 lehnte ich die Einladung zum Eintritt ab, um Liu Xiaobo aus dem Weg zu gehen. Denn seine Veröffentlichung, mit der er die Demokratiebewegung 1989 anschwärzte und den Mörder Deng Xiaoping verschönerte, ekelte mich an. „Geselle dich zu Edelmenschen, halte dich fern von Ekelmenschen“ ist ein chinesischer Spruch, nach dem ich mich richte.

Ab 2004 wird ICPC von National Endowment for Democracy (NED)in den USA

finanziell unterstützt.

Gründungsmitglieder, die für Regel und Transparenz im ICPC sorgen wollten, haben mittlerweile alle der Reihe nach aus Protest gegen den Machtmissbrauch von Liu Xiaobo und Co. das ICPC verlassen, während der unbequemste Kritiker Gao Han ausgeschlossen wurde.

Gao Han, der 2005 zum ersten Mal eine Geldausgabe hinterfragte, hat das ICPC 2007 innerhalb von 10 Tagen unter dem damaligen Vorsitzenden Liu Xiaobo ausgeschlossen. Am Tag seines Ausschlusses wurden alle Beiträge von Gao von der Webseite des ICPC gelöscht, darunter die Beiträge über die fragwürdigen Finanzaktionen.

Gao Han  wurde  als 25-jähriger zu 18 Jahren Haft in der VR China verurteilt, als er seinen Fabrikleiter wegen Korruption anzeigte. Gao hatte die ungerechte Haft unbeugsam bis zur Freilassung ausgehalten und sich als 40-jähriger ins Exil gewagt.

Nach dem Ausschluss hat  der unbeugsame Exilchinese Liu Xiaobo, Tienchi Martin-Liao und Co. in den USA verklagt, weil sie seine Menschenrechte bzw. Redefreiheit verletzten. Der neueste Gerichtstermin ist am Ende des Oktobers 2012.

Das ICPC unter der Führung von Liu Xiaobo und Co. erinnert einen von den unzähligen Kritikern an die Eigenschaft der kommunistischen Machthaber in China. Ihr Unterschied ist, dass es die Kritiker  nicht einsperren kann. Liu Xiaobo und Tienchi Martin-Liao kauften sich mit dem Geld des ICPC  Notebooks, während die von der KP Chinas inhaftierten ICPC-Mitglieder keine finanzielle Unterstützung bekamen. Als Liu Xiaobo 2008 verhaftet wurde, nahm er jährlich mindestens 23004 US-Dollar von einer Internet-Zeitschrift ein, die ebenfalls von NED finanziert wird.

Gao Han  versus Tiech Martin-Liao

Gao Han kämpft aus den USA für die Menschenrechte in China. Dabei nimmt er keinen Pfennig ein, sondern kommt noch für diverse Unkosten selbst auf, wie viele andere Exilchinesen.

Gao Han ist nur ein Vertreter der zahlreichen Kritiker von der Interessenbande aus Liu Xiaobo, Tiechi Martin-Liao, Liao Yiwu und Co.. Im Vergleich zu ihren unabhängigen Kritikern stimme ich Diane Liu zu, die zu der Erkenntnis kam, dass sich Martin-Liao und Co. nicht um die Menschenrechte in China kümmern, sondern nur um ihre eigenen Vorteile.

2011 hat Gao Han  einen offenen Brief an die  ICPC-Mitglieder veröffentlicht, um sie über Tiechi Martin-Liao als „Korruptes Element“ aufzuklären.  Denn er hat entdeckt, dass Tiechi Martin-Liao 2007 drei Gehälter bezogen hat, wie ihre Steuererklärung belegt. Demnach hat Martin Liao pro Woche 80 Stunden arbeiten müssen. Zudem hat sie sich damals schon als Präsidentin des ICPC ausgegeben.

Auf meine Nachricht über die Anzeige von Martin-Liao bei der Kölner Polizei hat Gao Han geantwortet, dass Martin Liao ihn zur Rechenschaft ziehen müsste, denn er ist der Urheber. Andere Kollegen sind empört darüber, dass Martin-Liao nicht nur so korrupt wie die Machthaber in Peking ist, sondern mich kriminalisieren und durch die Polizei in Köln verfolgen lassen will, wie die Machthaber in Peking mit  ihren Gegnern.

Dabei möchte ich nur Gao Han und andere Kritiker wegen ihrer Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit unterstützen, auch wenn sie im Westen unbekannt sind und keine Preise bekommen. Nicht alles, was glänzt, ist  Gold. Darum habe ich eine Stellungnahme zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2012 an Liao Yiwu veröffentlicht, für den Martin-Liao und Herta Müller auch geworben haben, wie für Liu Xiaobo.

Nicht zuletzt möchte ich  die Frage einer Chinesin aus Taipeh weiterleiten, warum tritt Martin-Liao jetzt als  „Vorsitzende des unabhängige chinesischen PEN-Zentrum in Taipeh“ in Deutschland auf.

Quellen:

Beschimpfung von Marin-Liao auf Chinesisch

http://www.dw.de/dw/article/0,,6315724,00.html

Beschimpfung von Herta Müller auf Deutsch

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

Bekanntmachung von Harry Wu auf Chinesisch und Englisch

http://www.canyu.org/n20951c11.aspx

Bericht von Harry Wu auf Chinesisch

http://www.duping.net/XHC/show.php?bbs=10&post=1155929

http://www.welt.de/welt_print/article786413/Geraubte-Herzen.html

http://www.epochtimes.de/parlamentarische-anhoerung-usa-soll-den-organraub-in-china-stoppen–988984.html

http://www.youtube.com/watch? v=KfT2mcrP64M&list=UUlKYIU4rmyDI6LbKrfsT2Nw&index=1&feature=plcp

Offener Brief von Gao Han auf Chinesisch

http://www.peacehall.com/forum/201110/boxun2011/187220.shtml

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/163736/index.html

Rundmails aus dem Jahr 2014

22 Nov

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/01/30/xu-pei-was-bedeutet-die-eu-resolution-gegen-den-organraub-in-der-vr-china/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/03/10/xu-pei-vorsicht-die-kp-propaganda-aus-peking-im-deutschen-sprachraum/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/04/03/xu-pei-zum-triumph-von-putins-genossen-aus-peking/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/06/02/xu-pei-verbunden-sich-china-und-russland-werden-europa-und-amerika-vernichtet/

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/07/23/xu-pei-vereinnahmung-und-unterwanderung-durch-die-kp-chinas/

Hintergrundwissen über die Deutsche Welle von Xu Pei

18 Sep

– Deutsche Welle ein Instrument der KP Chinas?

Die Kommunistische Partei Chinas hat meinen Recherchen zufolge die Deutsche Welle bereits seit den 1980er Jahren unterwandert. Damals begann die DW mit Radio Peking (CRI) zu kooperieren. Nachdem der erste Austauschredakteur aus Peking in Deutschland Asyl beantragt hatte, durften nur noch KP-Mitglieder als Austauschredakteure bei der Deutschen Welle arbeiten. Außerdem stellte die Deutsche Welle spätestens seit 1987 KP-Regime konforme  Chinesen  ein. Unter ihnen befindet sich Zhang Danhong, die 2008 durch ihre Propaganda für die KP Chinas in der deutschen Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte. Überrascht durch  Zhangs Verhalten, kam ich erst dazu, mich mit dem chinesischen Programm der Deutschen Welle zu beschäftigen, und musste feststellen, dass die Deutsche Welle zu Propagandazwecken der KP Chinas missbraucht wurde. Seitdem habe ich bei jeder Gelegenheit auf die Gefahr aus Peking hingewiesen. Denn ich wurde an die Publikation „Die uneingeschränkte Kriegsführung“ erinnert, die zwei Offiziere der KP Chinas 1999 veröffentlicht hatten und auf die sich der Terroranschlag vom 11. September 2001 zurückführen lässt.  (siehe die englische Übersetzung des Leitfadens für die KP-Kräfte, um ihre Feinde, also die freiheitliche Welt, zu besiegen: http://www.cryptome.org/cuw.htm )

Die KP Chinas hat mit Unterstützung von Stalin die Republik China zuerst unterwandert und dann militärisch auf die Insel Taiwan vertrieben. Danach hat Mao auf Befehl von Stalin Tibet besetzt. 1989 konnte das KP-Regime in Peking mit Panzern seine menschenverachtende Diktatur aufrechterhalten, während die Sowjetunion und andere sozialistischen Staaten dem Volkswillen nachgaben und ihre totalitäre Regime zusammenbrachen.

Nach meinem zweiten Versuch  im Jahre 2002, nach China zurückzukehren, sah ich mich dazu gezwungen, der systematischen Desinformation durch die KP Chinas  entgegenzuwirken. Bei jeder Gelegenheit warne ich vor der Unterwanderung des Westens durch Peking.

Immer noch lassen sich viele Führungskräfte im Westen leicht von der Propaganda des KP-Regimes in Peking dazu verleiten, das totalitäre Regime durch eine rosarote Brille zu betrachten. Peter Limbourg, der 2010 als „Schönredner der Diktatur“ über das sogenannte „Medienforum China-Deutschland“ zum ersten Mal in der Propagandamaschinerie der KP Chinas auftauchte, gehört auch zu diesen Multiplikatoren. Laut Berichten der KP Chinas war Limbourg in seinem Redebeitrag der Meinung, dass das heutige China einem „Harmonie-Ideal“ entspräche. Diejenigen, die Limbourg widerlegen könnten, dürfen aber in solch einem Medienforum nicht auftreten.  Zwei Jahre später wurde  Limbourg, der  „Senior Vice President der Nachrichten und politischen Information der ProSiebenSat.1 Media AG.“ war,  Intendant der Deutschen Welle. Dieser aus Steuergeldern finanzierte Auslandssender sollte eigentlich die deutsche Stimme für die Freiheit und Menschenrechte weltweit präsentieren.

Nach seinem Amtsantritt hat Limbourg  den fachkundigen „Monitor“ seit 2009 – Dr. Jörg-Meinhard Rudolph – entlassen, um danach Frank Sieren als Kolumnist für die Deutsche Welle  zu beauftragen.  Rudolph war einer der ersten, der die unter der KP-Führung zunehmenden „Konfuzius-Institute“ offen kritisierte und deswegen nicht mehr in die VR China einreisen darf. Hingegen wurde Sieren 2008 dafür bekannt, nach der Pfeife der KP Chinas zu tanzen. Damals verteidigte Sieren Zhang Danhong in der „Zeit“, indem er die von verschiedenen Gruppen, sogar von Festlandchinesen geäußerte Kritik an Zhang in einen persönlichen Krieg zwischen Zhang und mir als Neider umdeutete. Von den KP-Medien wurde Zhang als „Nationalheldin“ gerühmt und ich als „Anti-Chinafigur“ verleumdet.

Dank Limbourg darf Sieren seit Februar wöchentlich fünf Beiträge bei der Deutschen Welle veröffentlichen, in denen er die VR China weiter verklärt, obwohl dort sogar systematischer Organraub betrieben wird.  In einem dieser Beiträge machte Sieren aus dem Tiananmen-Massaker 1989 einen „Ausrutscher“  und brachte  der Deutschen Welle wieder heftige Kritiken ein, wie schon im Jahr 2008.

Sieren, der kein Chinesisch spricht, aber mit Helmut Schmidt über China publiziert, gilt als „Chinaexperte“ und darf in Peking eine Medienfirma betreiben. Seit 2010 darf er das sogenannte  „Medienforum China-Deutschland“ ausrichten und moderieren, mit dem das KP-Regime die deutschen Medienmacher für seine Propaganda vereinnahmt. Die bundesdeutsche Öffentlichkeit erfährt kaum von diesem Zusammenhang. Bei meinen Recherchen fand ich im deutschsprachigen Internet nur die  Darstellung der Bosch-Stiftung, die sich als alleiniger Veranstalter bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird das nationalistische Sprachrohr der KP Chinas „Global Times“ in den Medien der KP Chinas als Hauptveranstalter angegeben. Seit 2010 berichten die KP-Medien den Festlandchinesen, deren der freie Zugang zur Information versperrt wird, jedes Jahr von Neuem  wie erfolgreich das „Medienforum China-Deutschland“  wieder stattgefunden hat. Dabei machen sich die deutschen Medienmacher zu Komplizen eines KP-Regimes, das nur Berufspropagandisten zulässt, denn das KP-Regime verfolgt jeden, der nicht lügen will, wie z.B. die Journalistin Gao Yu.  Gao gehörte zu den Kritikern der Deutsche Welle im Jahr 2008 und durfte seit 2011 bis zu ihrer dritten Verhaftung im April  aus Peking für die Deutsche Welle schreiben. Das Regime wirft Gao Geheimnis-Verrat vor und sie wurde sogar im Staatsfernsehen CCTV als Verbrecher gedemütigt. Dabei hat sie nur von ihrem Menschenrecht Gebrauch gemacht, um nach der historischen Wahrheit zu suchen, wie auch ich es in Deutschland tue. Während meine chinesischen Veröffentlichungen vom KP-Regime verboten und  blockiert werden, darf Zhang Danhong als leitende DW-Redakteurin für die KP-Medien schreiben.

Der große SED-Gegner Dr. Wolfgang Welsch und andere SED-Gegner – nämlich Ines Geipel, Reinhard Iben und Vera Lengsfeld – haben sich bereits zu Wort gemeldet. Jeder von ihnen kann Limbourg erklären, warum die Deutsche Welle nicht mit den Medien der KP Chinas kooperieren kann und darf, ohne gegen demokratische Grundwerte zu verstoßen, auch wenn Limbourg das nicht einsehen oder jedenfalls nicht zugeben will.

Xu Pei: Chronik zum Skandal der Deutschen Welle (2008)

5 Sep

Verfälschung der Kommunistischen Partei Chinas (KPC)

 

Die Propagandisten der KPC sind bekannt dafür, alles zu verfälschen, um die KPC zu verschönern. Die Olympischen Spiele 2008 haben der Weltöffentlichkeit auch gezeigt, wozu die Propagandisten in der Lage sind. Das falsche Singen, die falschen Fußabdrücke, die falschen Kinder der anderen 55 ethnischen Gruppen, das falsche Alter, das falsche Publikum und die falschen Demonstrationszonen… Unter der Führung der KPC ist mein Heimatland China bereits zu einem Reich der Verfälschung geworden. Und die Verfälschung kommt auch aus China ins Ausland wie chinesische Flüchtlinge.

Gleichzeitig versucht die KPC auch, mit allen Mitteln ihre Gegner zu verfolgen und zu diffamieren. In den vergangenen Monaten habe ich versucht, den deutschen Lesern zu verdeutlichen, warum die chinesischen Oppositionellen sowohl die DW-Chinaexpertin Zhang Danhong als auch das DW-Chinaprogramm als Sprachrohr der KPC kritisieren.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Propagandisten der KPC mich deshalb diffamieren. Wer sich gerade hält, braucht sich nicht darum zu kümmern, dass sein Schatten schief auf den Boden fällt. Ich habe es nicht nötig, den Propagandisten der KPC zu widersprechen, aber ich möchte gerne versuchen, den Lesern dabei zu helfen, die Propagandisten der KPC zu erkennen und ihre Propaganda zu durchschauen.

Am 18. Mai veröffentlichte die große Systemkritikerin Wang Rongfen die erste Kritik an der Berichterstattung des DW-Chinaprogramms auf Chinesisch, nachdem sie mindestens dreimal vergeblich eine Email an die DW-Chinaredaktion geschrieben hatte.

Seitdem sind zahlreiche Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang in drei Arten von Medien, also in den unabhängigen deutschen, den unabhängigen chinesischen (Exil) Medien und den von der KPC kontrollierten (roten) Medien in beiden Sprachen erschienen. Es ist nicht möglich, sie alle den Lesern vorzustellen.

Da die Propagandisten der KPC mit allen Mitteln versuchen, die Kritik am DW-Chinaprogramm zu verdrehen und ihre Kritiker zu diffamieren, möchte ich wenigstens meine eigenen und die wichtigsten Daten und Fakten zusammentragen, um den Lesern einen Überblick über den DW-Skandal zu verschaffen.

 

Interesse am DW-Chinaprogramm

 

Nachdem ich mich im Jahr 1996 in Peking vergewissert hatte, dass ich auf keinen Fall unter der Führung der KPC an der Peking Universität als Germanistin arbeiten konnte, folgte ich einem Angebot nach Köln und lernte die Deutsche Welle kennen.

Die Arbeit bei der DW-Chinaredaktion hatte mich seit 1998 interessiert, weil ich gerne meine Kenntnisse über die deutsche Kultur anhand des DW-Chinaprogramms vermitteln möchte. Ich weiß, was die KPC verfälscht und ich möchte auch gern die unverfälschten Informationen im DW-Chinaprogramm verbreiten.

Ich bedauere es zutiefst, dass ich meine Bewerbung um die Chinaprogrammleiterin bei der Deutschen Welle im Jahr 1998 in den Papierkorb geworfen hatte, nachdem ich sie wie neu zurückgeschickt bekam. Sonst hätte ich mein Bewerbungsschreiben jetzt gerne veröffentlicht.

Im Jahr 2001, nachdem ich erfuhr, dass „Hits in Germany“ im DW-Chinaprogramm vorgestellt wurde, habe ich versucht, die damalige Programmleiterin dazu zu bewegen, die deutschen Dichter und Künstler wie Heinrich Heine und Markus Lüpertz vorzustellen. In meinem Brief an sie habe ich geschrieben: “ ‚Einmischung erwünscht‘ (1973), ein Text von Böll eignet sich beispielsweise hervorragend für das DW-Chinaprogramm, dessen Publikum keine Pressefreiheit genießen darf.“ Heinrich Böll habe ich an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf studiert und stimme ihm zu, dass wir Autoren die geborenen Einmischer sind. Leider hatte die deutsche Sinologin kein Verständnis für meinen Vorschlag. Nachdem auch diese Bemühung fehlschlug, hatte ich mich nicht mehr um eine Arbeit bei der DW-Chinaredaktion bemüht.

Weder auf die damalige Programmleiterin noch auf den jetzigen Programmleiter war und bin ich neidisch, geschweige denn auf Zhang Danhong. Ich habe seit 1998 gerne die DW-Chinaredaktion bei Gelegenheit besucht und kam mit allen Mitarbeitern einschließlich Zhang Danhong persönlich gut aus. Im Jahr 2005 habe ich noch einen Artikel auf Chinesisch veröffentlicht, in dem ich das DW-Chinaprogramm und die Chinaredaktion lobend vorgestellt habe.

 

Kritik an Zhang Danhong als DW-Chinaexpertin

 

Als ich Zhangs Äußerungen im Kölner Stadt- Anzeiger vom 17/18. Mai las, war ich sehr überrascht. Sie behauptete, z. B. „Wenn man aber hier in die Zeitungen guckt, denkt man, dass China ein ganz schlimmes, böses Land ist, das Menschenrechte mit Füßen tritt.“ Mir ist seit dem Pekinger Massaker 1989 bekannt, dass die KPC die Menschenrechte verletzt. Warum verleugnet Zhang als DW-Chinaexpertin in der deutschen Öffentlichkeit eine Tatsache?

Nach meiner vergeblichen Bemühung um ein Gespräch mit Zhang habe ich meine Kritik am 26. Mai vor dem Arbeitskreis der Kölner Journalistinnen als Ergänzung zu meiner Rede über drei Journalistinnen aus der VR China, deren Menschenrechte das Regime mit Füssen tritt, vorgetragen. Diese Rede ist jetzt im Internet unter „Drei Journalistinnen aus der VR China “ zu finden.

Zhangs Auftritt im ZDF hatte mich davon überzeugt, dass sie beabsichtigte, das Terrorregime für die Olympischen Spiele 2008 in der deutschen Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Am 1. August habe ich den Artikel „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“
veröffentlicht, in dem ich verdeutlichen möchte, dass China kein Reich des Bösen, aber von der KPC böse regiert wird, um Georg Blume zu widersprechen, der wie die rote Propaganda China und der KPC nicht unterscheidet. Zhang wirbt als DW-Chinaexpertin für Georg Blumes Buch, während Blume in seinem Buch mit kleiner Kritik für das große Terrorregime wirbt!

Am 3. August erschien mein Artikel „Die roten Olympischen Spiele 2008“, in dem ich auch meine Kritik an der SPD-Politikerin, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses Herta Däubler-Gmelin zum Ausdruck brachte, denn sie akzeptiert die Diktatur der KPC und hielt unseren Hinweis angesichts der Lage in China auf die Olympischen Spiele 1936 für “töricht”.

Däubler-Gmelin wird auch im DW-Chinaprogramm immer wieder vorgestellt und zitiert. Das Interview mit ihr am 6. August heißt: „China hat riesige Fortschritte in der Menschenrechtslage gemacht“. Das Interview mit ihr am 26. August lautet: „Ich bin gegen erhobene Zeigefinger“.
http://www.dw-world.com/d…

Am Ende des Interviews sagt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses: „Hier kann man mutig ein Lob für die Organisation der Olympischen Spiele und die Leistungen der chinesischen Sportler ausprechen. Das wird die Beziehung mit China und die Menschenrechtslage in China verbessern.“

Ist es kein Hohn, dass die abgesetzte Justizministerin in Schröders Kabinett jetzt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses ist?

Während eine Reihe von Deutschen wie Däubler-Gmelin im DW-Chinaprogramm die KPC loben und bis jetzt keine Konsequenz tragen, hat Zhangs Lob für die KPC in den deutschen Medien Konsequenz.

Nach Zhangs Propaganda im Deutschlandfunk am 4. August erschienen im Focus am 11. August und in der Berliner Zeitung am 20. August eine Kritik an ihrem Lob für die KPC.

Am 21. August habe ich Zhang mit einem weiteren Artikel „Ein Hanchinese versus eine Rotchinesin“ widersprochen.

„Nach dieser massiven Kritik befragt, sagt Zhang, die kritisierten Zitate seien aus dem Kontext gerissen. Die Kritik sei nicht repräsentativ. Auf den Veranstaltungen, an denen sie teilnehme, stoße sie auf breite Zustimmung. Ihr Antrieb sei die Wut der hierzulande lebenden Chinesen über die verunglimpfende Berichterstattung. Sie wolle aufklären und vermitteln. Natürlich sei sie nicht auf der Linie der Kommunistischen Partei.“ berichteten Sabine Pamperrien und Jan-Philipp Hein in der Berliner Zeitung.

Erst um diese Zeit musste ich erkennen, dass Zhang Danhong und das DW-Chinaprogramm dem chinesischen Widerstand gegen das Terrorregime in den Rücken gefallen sind. Ich musste mit Entsetzen die Kritik der chinesischen Oppositionellen am DW-Chinaprogramm bestätigen, was ich bis dahin nie angehört und angeschaut hatte.

 

Kritik am DW-Chinaprogramm

 

Bevor ich meine Meinung zum DW-Chinaprogramm veröffentlichte, hatte ich sowohl die Chinaredaktion als auch die DW-Führung angeschrieben. Aber meine beiden Emails auf Chinesisch an die Redaktion wurden von einem Redaktionsmitglied an die roten Medien verraten und ich wurde nicht nur seitdem beschimpft und bedroht, sondern auch in dem ersten Xinhua-Bericht der Propagandaserie über Zhang am 28. August unter dem Titel „Journalistin der DW wegen ‚Pro-China‘ vom Dienst entbunden“ diffamiert.

Dieser Xinhua-Bericht besteht aus dem ersten Teil „Die deutschen Medien verfälschen China beliebig“ und dem zweiten Teil „Falun Gong richtet im Verborgenen Unheil an“. In dem zweiten Teil versucht der Xinhua-Korrespondent Shi Xiang aus Berlin mit Lügen die Kritik an Zhang der von der KPC verfolgten buddhistischen Schule Falun Gong anzuhängen. Sogar dem Verfasser im Focus wird ein Falun Gong Hintergrund angedichtet. Da ich seit 2002 Falun Gong verteidige, liegt es nah, dass er meine Kritik an Zhang mit Falun Gong verbindet, um die Leser gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Das heißt, ab 28. August haben die Propagandisten der KPC versucht, den Fall Zhang Danhong zu missbrauchen, um Propaganda gegen deutsche Medien und Falun Gong zu betreiben.

Am 27. August erschien mein Artikel „Die Olympischen Spiele Peking fanden im Kampf zwischen Macht und Moral statt“, in dem ich den Unterschied zwischen Propagandisten der KPC und Regimekritikern verdeutliche.

Am 2. September erschien mein erster Artikel über das DW-Chinaprogramm „Schlägt die Deutsche Welle eine rote Welle?“ In diesem Artikel habe ich mit einem aktuellen Beispiel versucht zu verdeutlichen, warum Kommentare im DW-Chinaprogramm von den roten Medien gerne übernommen werden.

Am 7. September erschien mein zweiter Artikel über das DW-Chinaprogramm „Wie rot ist das China-Programm der DW?“ In diesem Artikel habe ich die Chinaredaktion im Vergleich zu mir bzw. dem chinesischen Widerstand charakterisiert.

Gleichzeitig habe ich auch das neueste Interview mit Thomas Heberer im DW-Chinaprogramm am 22. Juli unter der Überschrift „Es ist ein Fehler, nicht an der Eröffnungsfeier teilzunehmen“ besprochen, in dem Zhang ihre Kritik an Merkel mit Heberers Worten zum Ausdruck bringt. Dieses Interview zeigt deutlich, dass Heberer für die KPC propagiert. Denn die Kernaussage dieses Interview lautet: „Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie für die Stablität und den Wohlstand in China“.

Als Chinaexperte müsste Heberer wissen, dass in China täglich Proteste stattfinden, z.B. Am 1. Juli, an dem offiziellen Gründungstag der KPC überfiel ein 28jähriger Pekinger Yang Jia ein Polizeipräsidium in Schanghai und hat angeblich sechs Polizisten umgebracht und fünf verletzt, nachdem ihm immer wieder Unrecht getan wurde. Yang Jia wird seitdem in der Bevölkerung als Held gefeiert. Das Todesurteil über Yang sorgt gerade für Proteste aus allen Kreisen in China.

Am 13. September veröffentlichte ich einen Artikel „Der rote Angriff aus der VR China“
um den deutschen Leser zu zeigen, dass die KPC den Fall Zhang missbraucht, um einerseits den Nationalismus zu schüren, anderseits die Leser gegen Deutschland, gegen die Demokratie und gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Am 26. September veröffentlichte ich „Xinhua-Propaganda gegen Deutschland aus einem anderen Grund widerlegt“, um die deutsche Realität darzustellen.

An diesem Tag tauchte in den roten Medien der erste Bericht auf, in dem Sabine Pamperrien, Jan-Phillip Hein und ich als antichinesische Agitatoren-Bande diffamiert werden. Gleichzeitig steht in diesem Bericht: „Es gibt reichlich Leute, die Zhang Danhong unterstützen. Unter ihnen sind sehr einflussreiche Persönlichkeiten, einschließlich Mitglieder der deutsch-chinesischen Freundschaftsverbände und Chinaexperten“.

Am 1. Oktober veröffentlichte ich „Die rote Welle aus Deutschland“, um die Leser mit weiteren Beispielen z. B. mit Eberhard Sandschneider zu zeigen, wie das DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

An diesem Nationaltrauertag, an dem Mao Zedong vor 59 Jahren die VR China ausrief, veröffentlichte Wei Jingsheng, der erste chinesische Sacharow-Preisträger vor 12 Jahren seinen offenen Brief an den Bundestag, US Congress and National Assembly of France , in dem er genau wie wir auf die rote Infiltration der KPC im Ausland hinweist.

Am 7. Oktober erschien mein Artikel „Warum ist die Deutsche Welle rot infiltriert?“, in dem ich die Reaktion der DW-Führung auf die Kritik, den ersten offenen Brief der 9 chinesischen Dissidenten (Mitte September) und den vom Autorenkreis der Bundesrepublik (23. September) vorstelle, um die gemeinsame moralische Basis von uns für Menschenrechte und gegen den Machtmissbrauch hervorzuheben.

Am 9. Oktober veröffentlichte der deutsche Chinaexperte Frank Sieren in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen langen Beitrag unter der Überschrift „Die Phantom-Agentin – Droht Deutschland und China ein neuer Streit? Der seltsame Konflikt um die Journalistin Zhang Danhong“

Am 19. April, in meiner ersten Rede über die Infiltration der KPC habe ich das Zeit-Chinabild kritisiert. „Wie kommt die rote Infiltration in den deutschen Medien zustande?“ heißt mein Vortrag am Gewerkschaftstag des DJV-Landesverbandes NRW in Iserlohn.

Am 16. Juli habe ich einen der Zeit-Herausgeber Helmut Schmidt unter der Überschrift „Die rote Infiltration in Deutschland“ kritisiert, weil ich die Geschichte der roten Infiltration vorstelle und er ein gutes Beispiel dafür seit den Sechziger Jahren abgibt.

Dennoch wundert es mich, dass „Die Zeit“ Frank Sierens Artikel im Stil der Xinhua-Berichte abdruckt.

Am 9. Oktober erschien auch der offene Brief von Thomas Heberer, den Georg Blume, Herta Däubler-Gmelin, Eberhard Sandschneider, Frank Sieren und Ihresgleichen unterschrieben, im Internet.

In meinen Augen sind sowohl Sierens Beitrag als auch Heberers Brief nichts anderes als weitere Beweise für den großen Einfluss der KPC in Deutschland.

Am 12. Oktober haben Sabine Pamperrien und Jan-Phillip Hein auf der Internetseite „Die Achse des Guten“ ihre Gegendarstellung unter der Überschrift „Was die ‚Zeit‘ nicht berichtet“ veröffentlicht, in der sie Frank Sieren widersprechen und eine Chronik von ihrer Berichterstattung über den DW-Skandal darstellen.
http://www.achgut.com/dad…

Am 15. Oktober erschien mein Artikel „Die rote Propaganda ist gefährlicher als Melamin“, in dem ich die Wirkung der Propagandisten der KPC wie Zhang Danhong zu verdeutlichen versuche.

Am 16. Oktober erschien in der Internetseite „Die Perlentaucher“ eine Chronik über den Streit um die China-Berichterstattung der DW in den deutschen Medien, die den offenen Brief Heberers mit 65 Unterzeichnern und dem Datum 13. Oktober angibt. http://www.perlentaucher….

Am 17. Oktober erschien „Sagt den Mächtigen die Wahrheit“, ein offener Brief der chinesischen Oppositionellen als Antwort auf Heberer und Co..

„Ein echter Intellektueller wird sich nie mit den Mächtigen arrangieren; einem hemmungslos totalitären Regime sollte er mit um so größerer kritischer Wachheit und Reserviertheit gegenüberstehen und den Mächtigen das Leben so unbequem wie möglich machen.“ ist ein Zitat aus dem fünften offenen Brief an den Bundestag. Aus verschiedenen Gründen wollte ich den Brief eigentlich nicht unterschreiben, aber die Initiatorin Tienchi Martin-Liao möchte meine Unterschrift haben.

Am 18. Oktober veröffentlichte ich „Wie gerufen erschien Frank Sieren“, in dem ich die Bindungen zwischen dem Zeit-Autor Frank Sieren und Zhang Danhong, Thomas Heberer und den roten Medien zeige. Frank Sieren hat nicht nur in seinen Büchern, in der Zeit und mit Helmut Schmidt, sondern auch im DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

Am 22. Oktober erschien im DW-Chinaprogramm unter der Überschrift „Sandschneider spricht über China und die Beziehung zwischen China und Deutschland“ , in dem Zhang Danhong und Sandschneider wie früher einen Lobgesang auf die VR China gemeinsam anstimmen. In Zhangs Frage heißt es: „Wird die deutsche Wirtschaft noch abhängiger von China als Lokomotive des globalen Wirtschaftswachstums sein?“ Sandschneider antwortet dann mit Behauptungen wie „Das kommunistische China hat die Funktion gehabt, den kapitalistischen Westen zu stützen.“ Ja, so behauptet auch das Propagandaministerium der KPC. http://www.dw-world.de/dw…

Am 23. Oktober wurde deshalb in den roten Medien dieses DW-Interview von Zhang und Sandschneider unter der Überschrift „Vor Merkels Chinabesuch kehrte Zhang Danhong zu ihrer Arbeit bei der Deutschen Welle zurück“ weit verbreitet.

In den Exilmedien jedoch wurde am 23. Oktober die Nachricht weit verbreitet, dass Hu Jia, ein Gefangener der KPC den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit vom EU-Parlament entgegen dem Druck der KPC verliehen bekam! Hu Jia hatte sich damals bei Merkel für ihren Dala-Lama Empfang bedankt, während Merkel damit die Propagandisten der KPC ärgerte.

Ich verstehe nicht, warum Thomas Heberer und Co. gegen die menschlichen Grundwerte für die KPC propagieren? Wie dem auch sei, ich stimme gerne den folgenden Forderungen in Heberers offenen Brief zu: „Wir nehmen die o. g. Vorgänge zum Anlass, um alle Verantwortlichen in Publizistik, Politik und Wissenschaft auf diese beunruhigende Entwicklung und ihre Hintergründe aufmerksam zu machen und für die Wahrung der Grundsätze journalistischer und wissenschaftlicher Professionalität, Eigenverantwortung und Objektivität ohne jede Einschränkungen einzutreten. Insbesondere fordern wir sie auf, sich offensiv und entschieden vor die in der laufenden Kampagne zu Unrecht angegriffenen Personen zu stellen.“

Die Kampagne, von der hier die Rede ist, kann weder ich noch jemand anders im Exil organisieren. Diejenige, die für Kampagnen dieser Art bekannt ist, heißt die Kommunistische Partei Chinas. Die KPC hat mit ihren ununterbrochenen Kampagnen bereits mindestens 80 Millionen Todesopfer gefordert.

Die neuste Kampagne der KPC, die gegen Falun Gong gerichtet ist, begann im Juli 1999 und hat mindestens 3194 Todesopfer (Stand vom 26. Oktober) gefordert.

Mit Hilfe von Thomas Heberer wurde diese Kampagne nach Deutschland importiert und dauert noch an.

Heberer hat diese Kampagne erneut mit dem oben genannten offenen Brief unterstützt, in dem er die chinesischen Kritiker am DW-Chinaprogramm unverantwortlich als „die Aktivisten der religiös-politischen Sekte Falun Gong“ oder „mit dieser in Verbindung stehend“ und mich als „Falun Gong-Propagandisten“ diskreditieren will.

Die Chinesen im Land, deren freier Zugang zum Internet von der KPC gesperrt wird, dürfen aber schon ab 10. Oktober erfahren:
„49 berühmte Europäer unterstützen Zhang Danhong vehement und sind gegen die Säuberung der Chinaredaktion der Deutschen Welle“
http://world.huanqiu.com/…
In diesem Propagandabericht heißt es: „Der offene Brief hat noch das wahre Gesicht der sogenannten ‚Dissidenten‘ enttarnt und darauf hingewiesen, dass sie entweder ‚Falun Gong‘ Elemente sind oder mit ‚Falun Gong‘ in Verbindung stehen. “

Gott sei Dank können sich die chinesischen Dissidenten und ich in Deutschland noch gegen die Propaganda der KPC wehren, um Hu Jia und andere verfolgten Chinesen zu unterstützen.

Köln, 26. Oktober 2008

Mehr dazu auf meiner Homepage unter der Rubrik „Rote Infiltration“ http://dr.xu-pei.de/index.php?id=72

 

Chinaberichte in deutschen Medien, die der Realität entsprechen

31 Jul

 

Seit die internationalen Kommunisten China,  Ostturkistan und Tibet besetzt haben, werden die Menschen in ihrem Machtgebiet zwangsweise einer Gehirnwäsche unterzogen. Ohne die Informationsfreiheit in Deutschland hätte ich die systematische Desinformation der KP Chinas nicht erkannt, aber mein Preis dafür ist, dass ich nicht mehr heimkehren kann, ohne zu lügen.

Das heutige China ist immer noch ein Land, in dem die Menschen wegen Gedanken und Glauben systematisch ermordet und verfolgt werden. Sogar Organraub wird als Mittel eingesetzt.

WDR-Bericht  über den systematischen Organraub in der VR China:

http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/feature/tranplantation100.html

Gleichzeitig werden die Menschen im Land systematisch indoktriniert.

WDR-Bericht über die Geschichtsmanipulation

Missbrauch oder Verdrängung:

http://www.wdr3.de/zeitgeschehen/chinasumgangmitseinergeschichte100.html

FAZ-Bericht über die „Konfuzius-Institute“

Seit 2004 eröffnet die Kommunistische Partei Chinas weltweit „Konfuzius-Institute“. In Deutschland wurde das fünfzehnte KI gerade in Göttingen eröffnet: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/uni-goettingen-konfuzius-institut-unter-verdacht-13025050.html

Doch wo Konfuzius draufsteht, ist nicht Konfuzius drin. Das wissen alle gebildeten Chinesen. Die sogenannten „Konfuzius-Institute“ verstoßen gegen das  Erbe des Konfuzius, dessen Lebensprinzipien lauteten: „Güte, Aufrichtigkeit, Anstand, Gelehrsamkeit und Ehrlichkeit „. Seine Lehre wurde seit 134 v. Chr. als chinesische Ethik betrachtet, bis  1949 die Kommunisten an die Macht kamen. Der 77ste Nachfolger des Konfuzius musste auf die Insel Taiwan  fliehen, während die kommunistischen Machthaber mit Gewalt und Tricks versuchten, ihre Ideologie im Festlandchina durchzusetzen. Und jetzt auf einmal, nachdem sie alles, was mit Konfuzius zu tun hatte, zerstört hatten – sogar die Gräber des Clans wurden geschändet -, tritt ausgerechnet dieses Regime als Erbe des Konfuzius auf! Diese Konfuzius-Institute, die sich als das chinesische Pendant zum deutschen Goethe-Institut sehen möchten, sind nichts anderes als  Auslandspropaganda-Zentren der chinesischen KP.

Mehr dazu: https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/04/17/an-die-deutschen-rektoren-wegen-ihrer-kooperation-mit-der-kp-chinas/

Mehr dazu:

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/06/02/xu-pei-verbunden-sich-china-und-russland-werden-europa-und-amerika-vernichtet/

XU Pei: Was haben die Uiguren mit Deutschland zu tun?

23 Mai

Durch die Süddeutsche Zeitung ist zu erfahren, dass münchener Uiguren seit Anfang Dezember 2013 einen Autoanhänger zum Kampf für die Menschenrechte vor das Konsulat der VR China eingesetzt haben. Betont wird, „Weil der Anhänger ständig umgeparkt wird, kann das Konsulat den Aktivisten nichts anhaben. Das Parken an sich ist nicht strafbar“.  Leider verschleiern Sätze wie z. B. „Dort geraten Uiguren und Chinesen immer wieder aneinander“ unbewusst die kommunistischen Verbrechen in der Heimat der münchener Menschenrechtler und den gewaltigen Widerstand mit Todesopfern. Aber mit ihrer Feststellung, „Der Streit zwischen Uiguren und Chinesen, er wird auch in Nymphenburg ausgetragen“, hat die Verfasserin wenigstens die Tatsache gezeigt, dass der Freiheitskrieg gegen die Machthaber in Peking auch in Deutschland geführt wird. Mit diesem Vortrag möchte ich Ihnen erklären warum.

 

1. Meine Motivation zur Aufklärung über die VR China, wo ich insgesamt 23 Jahre gelebt habe

Seit den weltweiten Demonstrationen gegen die roten Einparteien-Diktaturen 1989 unterstütze ich den Freiheitskamp aller Völker. Unter den Studentenführern auf dem Tiananmen-Platz in Peking tat sich auch ein Uigure hervor. 2008  bezog ich erstmals Stellung zu dem so genannten Minderheiten-Problem in Rotchina, und zwar auf der Amnesty International-Kundgebung „Gold für die Menschenrechte“ in Köln am Eröffnungstag der Olympischen Spiele in Peking. Ich war gegen den Missbrauch der Spiele durch das KP-Regime,  und meine Rede „Über die Minderheit in China“ ist immer noch aktuell. Sie kann im Internet nachgelesen werden, in dem ich seit meinem letzten Heimkehrversuch 2002 der systematischen Desinformation durch die KP Chinas entgegenwirke.

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/08/08/xu-pei-zum-funften-jahrestag-der-olympischen-spiele-2008/

Leider gewinnt das KP-Regime durch seine Wirtschaftsmacht und  seine Auslandspropaganda-Zentren wie z.B. die sogenannten  „Konfuzius-Institute“ weltweit immer größeren Einfluss. Deshalb möchte ich mein Bestes tun, um die demokratisch gesinnten Bürger vor der Unterwanderung aus Peking zu warnen, zumal zahlreiche China-Experten, -Korrespondenten, Politiker und Berufsdissidenten wie z.B. der Friedensnobelpreisträger 2010 die rote Propaganda verbreiten. Auch die Deutsche Presse Agentur plappert die KP-Verleumdungen gegen die Verfolgten immer wieder nach.

Nach der Eskalation in Xinjiang 2009 zitierte die Propagandamaschinerie der KP Chinas sogar einen einst von ihr ausgewiesenen Chinakorrespondenten, weil er angeblich die „chinesische  Offenheit“ lobte. Dabei wurde in Wirklichkeit die gesamte Kommunikation in Xinjiang 10 Monate lang blockiert. Die Lügen und die Verschleierungen konnte ich nicht unwidersprochen lassen, so wurde ich zwangsläufig zur Spezialistin für die von der KP Chinas aufgestellten Tabus, schließlich kann ich dank der Freiheit in Deutschland in Ruhe nach der Wahrheit suchen.

Ich lerne auch immer mehr unabhängige Bürger aus der Republik China, verfolgte Demokraten aus Rotchina, Falun Gong Praktizierende, Tibeter und Uiguren kennen. Die Freigeister dieser fünf Gruppen verkörpern die Haupttabus, die das KP-Regime als „Fünf Gifte“ verleumdet und auch im deutschsprachigen Raum verfolgt.

Mein heutiges Thema betrifft eine hundertjährige Weltgeschichte und einen Komplex aus verschiedenen Konflikten. Anhand von Beispielen möchte ich meine Erkenntnisse darlegen, um mich mit Ihnen darüber  auszutauschen.

 

2. Einflussnahme der Kolonialmächte in Asien

Xinjiang bedeutet auf Chinesisch „Neues Grenzgebiet“ und wird seit der letzten Kaiserdynastie (1644-1911) als Ortsbezeichnung benutzt. In Deutschland erfuhr ich, dass Xinjiang auch Ostturkistan genannt wird. Turkistan bedeutet Land der Turkvölker, umfasst außer Xinjiang noch Usbekistan und fünf weitere ehemalige Sowjetrepubliken in Zentralasien, die wie die Türkei, hauptsächlich von Turkvölkern bewohnt werden.

Die letzte Kaiserdynastie in Fernost wurde von den Mandschuren mit Waffengewalt gegründet. Eine Karte der Qing-Dynastie im Jahr 1860 befindet sich unter den Bildern, die den heutigen Vortrag illustrieren. Die Qing-Dynastie war größer als Europa und lockte Ausländer an. Die Europäer, insbesondere die Engländer konnten dort viel Tee und Porzellan einkaufen, aber wenig oder gar keine Gabeln und Löffel verkaufen. Aus Profitsucht kamen manche skrupellosen Briten auf den Schmuggel von Opium. Durch den Opiumkrieg (1840) zwangen die britischen Kriegsschiffe die Qing-Herrscher in die Knie und verteilten deren Machtbereich wie einen Kuchen unter den Kolonialmächten.

Dabei spielte Deutschland eine große Rolle. Aus Zeitgründen nenne ich nur einige Beispiele. 1898 wurde das deutsche Kaiserreich die erste Kolonialmacht, an die die Qing-Herrschaft einen Hafen zwangsverpachtete. Der Begriff „Seidenstraße“ wurde von Ferdinand von Richthofen (1833-1905) geschaffen, der schon bevor aus dem preußischen König ein deutscher Kaiser wurde, damit begonnen hatte, die meisten Gebiete der Qing-Dynastie für die westliche Wissenschaft und die deutsche Wirtschaft zu erschließen. Auch Kohlevorkommen wurden von ihm erfasst. Er setzte sich für eine Ausweitung der deutschen Kolonialmacht in der Fremde ein. Sein schwedischer Student Sven Hedin (1865-1952) leitete im Auftrag der Lufthansa von 1927 bis 1935 eine Expedition in Xinjiang und der Mongolei.

Durch die Kanonenbootpolitik verlor die mandschurische Monarchie schließlich ihre Autorität. 1911 wurde nach gewaltigen Aufständen die Republik China  ausgerufen.  Im Abdankungsschreiben des letzten Kaiserhauses werden die Siedlungsgebiete der fünf großen Volksgruppen „Mandschuren, Han, Mongolen, Hui und Tibeter“ als Territorium der großen Republik China bezeichnet. Die Uiguren wurden zu den muslimisch geprägten Bewohnern des Nordwestens, den „Hui“ gezählt. Dort befinden sich die Tausend-Buddha-Höhlen, die belegen, dass die Turkvölker bis zur Zwangsislamisierung Buddhisten waren. Die Ausbeute deutscher Kolonialisten aus diesen Höhlen liegt heute noch im Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Erst durch die Kolonialmächte entstand der Begriff „Chinesen“ als Ausdruck des Nationalbewusstseins bei der Gründung der Republik China.

Die westlich orientierten Demokraten unter der Führung von Sun Yatsen (1866-1925 ) wählten 1913 die seit der Han-Dynastie ( 202 v. Chr. – 220 n. Chr) bestehende Amtssprache zur Staatssprache auf dem genannten Territorium. Sie strebten nach der Realisierung eines Grundgesetzes an, das die „Drei Prinzipien des Volkes“ von Sun Yatsen garantieren soll, nämlich Nationale Unabhängigkeit, Demokratie und Volkswohl. Diese Prinzipien  wollten sie in dem ganzen Territorium durchsetzen. Deshalb wurde die Republik China von Monarchisten, Separatisten, Imperialisten und Kommunisten bekämpft.

Mit Unterstützung des Balten-Deutschen Baron Roman von Ungern-Sternberg (1886-1921) wurde in der Äußeren Mongolei eine Monarchie ausgerufen. Ungern-Sternberg machte alle Juden für die kommunistischen Verbrechen im Zarenreich verantwortlich, so dass unschuldige Juden sogar aus den Zügen gezerrt und erschossen wurden, bis die Rote Armee in die Äußere Mongolei einmarschierte. Die Ablehnung des Marxismus-Leninismus machte auch Sven Hedin zum Hitler-Verehrer. Laut Wikipedia behauptete er, Juden seien für die Annahme des Versailler Vertrages, der Unglück über Deutschland gebracht habe, wie auch durch ihren Einfluss in Presse oder Kunst für den Verfall von Kultur und Sitten in Deutschland verantwortlich. Beide begingen den Fehler, die Menschen nur nach ihrer Herkunft bzw. Zugehörigkeit zu beurteilen. Dieser Vortrag soll hingegen dazu beitragen, dass Menschen nach ihren eigenen Worten und Taten beurteilt werden.

 

3. Ein Uigure, der in Berlin Kommunist wurde

Der Erste Weltkrieg und der deutsche Kaiser Wilhelm II (1859-1941)  verhalfen Lenin (1870-1924) dazu, mit dem Kommunismus als geistige Waffe die erste KP-Diktatur auf der Welt zu installieren. Nach seiner Machtergreifung gründete Lenin 1919 die Kommunistische Internationale (Komintern), um das kommunistische Feuer in alle Länder zu tragen. Mit Unterstützung aus Moskau wurden sowohl in Europa, als auch in Asien Sowjetrepubliken gewaltsam gegründet.  Ohne Unterstützung der Komintern hätte auch Mao nicht während der japanischen Invasion im Zweiten Weltkrieg seine Sowjetrepublik als Basis gebrauchen können, um die Republik China insgeheim zu unterwandern, so dass er nach der Kapitulation von Japan die Republikaner auf die Insel Taiwan vertreiben konnte.

Seit 1919 existieren Handlanger der Kommunistischen Parteien, die falsche Identitäten annehmen, um andere Menschen zu vereinnahmen und andere Länder zu unterwandern. Die roten Agenten wie z.B. Richard Sorge (1895-1944) und Agnes Smedley (1892-1950) schlichen sich im Auftrag von Moskau aus Deutschland in den Osten, während unter den Studenten für die Komintern geworben wurde. Sowohl Chinesen z.B. Zhou Enlai (1898-1976), der später den Geheimdienst der KP Chinas gründete, als auch Uiguren wie Burhan Shahidi wurden durch einen Europaaufenthalt in den 1920er Jahren kommunistisch infiziert und fungierten dann als Handlanger von Moskau.

Burhan wurde 1894 als Nachkomme einer Flüchtlingsfamilie aus Xinjiang im Zarenreich geboren, und kehrte zurück, nachdem die Republik China ausgerufen worden war. 1914 beantragte er die chinesische Staatsbürgerschaft. 1929 wurde er vom zweiten Regenten der Republikzeit in Xinjiang nach Berlin geschickt, um von Deutschland zu lernen.

 

4. Die Unterwanderung aus Moskau

Das Wort „Uigure“ bedeutet „Koalition“ und „Einigkeit“. 1921 einigte man sich auf einer Konferenz in Taschkent (Westturkestan) auf diese alte Bezeichnung. Es ist die heutige Hauptstadt Usbekistans. Mir ist es nicht gelungen, herauszufinden, wer diese Konferenz organisierte. Durch die Bedeutung des Wortes, den Zeitpunkt der Konferenz und andere Begebenheiten lässt sich vermuten, dass sie auch auf die Initiative der Komintern zurückzuführen ist. Denn die KP Chinas, die ein holländischer und ein russischer Kommunist unter Lenins Direktive initiierten, gab 1921 als ihr Gründungsjahr an. Im Oktober 1924 wurde die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. Das Gleiche passierte im Rest von Westturkestan.

Zuerst ließen sich auch die chinesichen Republikaner mit Moskau ein, weil Lenin vorgab, er würde die Kanonenbootpolitik beenden. Aber mit der Zeit erkannten immer mehr Chinesen den Schwindel der Sowjetunion bzw. der Komintern. Auch Chiang Kaishek (1887-1975) tat es und schrieb nach einem offiziellen Besuch an Sun, dass die Sowjetunion das Werk von Tyrannei und Terror sowie grundlegend unvereinbar mit den Drei Prinzipien des Volkes sei. 1927 kam es unter Chiangs Führung  zu einem blutigen Bruch und der chinesische Abwehrdienst gegen die Kommunisten wurde gegründet.

Durch die Ausrufung der ersten Ostturkistan Republik verlor der zweite prowestliche Regent seine Macht an den Kriegsherrn Sheng Shicai (1897-1970), der mit Unterstützung von Stalin seine Macht über Xinjiang zehn Jahre lang (1933-1943) aufrechterhalten konnte.  Unter seiner Regentschaft fiel Burhan dem roten Machtkampf zum Opfer und wurde nach der Rückkehr aus Moskau in Xinjiang verhaftet. Im Gefängnis übersetzte er die „Drei Prinzipien des Volkes“ ins Uigurische. Burhan gehörte zu den Uiguren, die Maos Werk und die rote Propagandaliteratur ins Arabische, Türkische und Persische übersetzten und verbreiteten.

1942 wandte sich Sheng schließlich der Republik China zu, weil die Erschießung seines Bruders durch dessen eigene Frau vor ihren drei kleinen Kindern von Moskau gelenkt worden war. Diese Schwägerin trat insgeheim in den Jugendverband der KP der Sowjetunion ein und wurde zum Schießen ausgebildet, als Schengs Bruder in Moskau die Militärakademie besuchte. Wenn Hitler Moskau nicht angegriffen hätte, wäre die Rote Armee sicher auch in Xinjiang einmarschiert und hätte seine ganze Familie umgebracht, meinte ein weiterer Bruder von Sheng in seinen Erinnerungen. Auf Druck der USA, die Moskau gegen Hitler unterstützte, zog Stalin seine Kräfte im April 1943 aus Xinjiang ab.

Nachdem der uigurische Republikaner Mesut Sabri (1886-1952) von den Kommunisten aus seinem Amt verdrängt worden war, trat Burhan an seine Stelle und trug als Gouverneur in Xinjiang maßgeblich dazu bei, dass die Republik China die Macht über Xinjiang an die Kommunisten verlor. 1956 besuchte er als Moslem die arabischen Staaten wie z.B. Ägypten und brachte die muslimisch geprägten Staaten dazu, das kommunistische China anzuerkennen und die Republik China fallen zu lassen, obwohl diese durch Wahlen legitimiert war. Die Republik China kann zwar nur noch auf der Insel Taiwan existieren, aber sie ist Gründungsmitglied der UNO und hat zur Menschenrechtscharta einen großen Beitrag geleistet.

Gleichzeitig fungierte Burhan als Drahtzieher der kommunistischen Umsturzversuche im Irak. Diese Putschversuche scheiterten ebenso wie bis zum Jahr 1971 alle Versuche des roten Lagers, mit ihren nahöstlichen Verbündeten die Republik China aus der UNO auszuschließen. Dabei begannen Vertreter aller Ethnien nach der roten Machtergreifung 1949, aus ihrer Heimat zu fliehen. Enver Can (1948-), der seit 1974 in München lebt und die Menschenrechtsaktion vor dem KP-Konsulat durchführt, floh als Kind mit seiner Familie nach Afghanistan. Burhan konnte jedoch nicht fliehen und landete 1966 nach öffentlicher Demütigung als „Konterrevolutionär“ im roten Gefängnis. Erst 1975 wurde er entlassen. Das Tiananmen-Massaker im Juni 1989 musste er in Peking mitbekommen haben. Zwei Monate danach starb der altgediente Kommunist. Nach der Eskalation in Xinjiang 2009 wurde ein Propagandafernsehfilm über ihn unter der Überschrift „Mein chinesisches Herz – Die Seele von Tienschan – Burhan Shahidi “ ausgestrahlt, um ihn als großen Patrioten zu verklären und den roten Nationalismus zu beschwören.

 

5. Die Kommunisierung in Ostturkistan

Als ich in Rotchina lebte, erfuhr ich durch die KP-Propaganda von einem Kommunisten uigurischer Abstammung Seyfudin Ezizi (1915-2003). Später in Deutschland wurde mir klar, dass sich in seinem Lebenslauf die Rolle der Komintern in Xinjiang widerspiegelt. Mit 17 Jahren schloss sich Seyfudin der von der Komintern bewaffneten Ostturkestan-Bewegung an. Nach einer zweijährigen Ausbildung (1935-1937) in der Sowjetunion begann der 22-Jährige Kommunist, in seiner Heimat für eine Zeitung schreibend, gegen die Republik China zu kämpfen.

1944 rief eine Rote Armee aus verschiedenen Ethnien eine zweite Republik Ostturkistan aus. 20 bis 70 000 Bewohner, die der Ethnie Han angehörten, wurden umgebracht. Unter diesem Druck musste Sheng, wie sein Vorgänger, Xinjiang verlassen. Ein Repräsentant der Republik China, der seit den 1920er Jahren insgeheim für Moskau agierte, konnte die Republik Ostturkistan pro forma auflösen, um eine Koalitionsregierung zu bilden, deren Erziehungsminister Seyfudin wurde. Die Rote Armee stand danach neben der chinesische Armee oder sogar gegen sie, bis 1949 die KP Chinas sie alle mit falschem Versprechen unter die rote Diktatur brachte. 1955 zum sechsten Gründungstag der VR China wurde die Provinz Xinjiang in das „Xinjiang autonome Gebiet der Uiguren“ umbenannt. Seyfudin wurde der erste Vorsitzende, während im kommunistischen Machtgebiet der Bevölkerung aller Ethnien immer mehr Menschenrechte geraubt wurden. Die Kommunisten steuern immer das Gegenteil dessen an, was sie zu tun behaupten. Beispielsweise bezeichnet die Kommunistische Partei Chinas ihren Staat selbst als „Volksrepublik“, obwohl sie das Volk in der Realität um Menschenwürde und Menschenrechte gebracht hat.

Nachdem Hitler (1889-1945) unfreiwillig der Sowjetunion dazu verhalf, vom Westen anerkannt zu werden, konnte Stalin (1878-1953) nach dem Zweiten Weltkrieg viele KP-Diktaturen installieren. Während der Westen die Republik China, die auf seiner Seite gekämpft hatte, fallen ließ, wurden die uigurischen Freiheitskämpfer von Moskau an Peking verraten. Die Führungskräfte wurden teilweise ermordet, teilweise ins Exil gezwungen, übrig geblieben sind die uigurischen Kommunisten. Daraus ist die Erkenntnis  zu gewinnen, dass die Komintern die Konflikte zwischen den sozialen Klassen und den verschiedenen Ethnien absichtlich schürte, um schließlich die Macht über sie alle zu gewinnen und alle zu versklaven.  Darum plädiere ich dafür, alle derartigen Konflikte  durch die Respektierung der universellen Grundwerte zu überwinden.

Burhan vertrat die Auffassung, dass Xinjiang allen Ethnien gehört, so, wie China nicht nur der Ethnie Han, sondern allen gehört. In der Tat wird sowohl Xinjiang als auch China nicht nur von vielen Ethnien bewohnt, sondern auch von Herrschern unterschiedlicher Ethnien regiert. Die größte Volksgruppe Han, zu der ich gehöre, definiert sich deshalb nicht durch die körperlichen Merkmale, sondern durch die kulturelle Identität, das bedeutet, gemeinsame Sprache und konfuzianische Grundwerte „Güte, Aufrichtigkeit, Anstand, Gelehrsamkeit und Verlässlichkeit.“ Beispielsweise gehörte das Kaisergeschlecht der Tang-Dynastie (618-907) zum Turkvolk, das sinisiert wurde, das heißt, sie hatten freiwillig die chinesische Amtssprache und die konfuzianischen Werte angenommen. Heutzutage in der freiheitlichen Welt kann jeder seine eigene Identität bestimmen. Es gibt Menschen uigurischer und chinesischer Abstammung, aber sie können weder Uigurisch noch Chinesisch, weil sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.

In ihrem Herkunftsland aber wird bis heute, wie in der ehemaligen DDR, der Marxismus-Leninismus zwangsgelehrt. Angebetet werden  immer noch Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895), also Atheisten und Materialisten, was in der Geschichte der Uiguren und Chinesen nie vorgekommen war. Die Kommunisten haben die Staatssprache der Republik China formentstellt und sinnentleert, um die Chinesen zu entwurzeln. Auch die Uiguren müssen Rotchinesisch lernen, um Karriere im System machen zu können. Viele Menschen der Han-Ethnie werden vom KP-Regime nach Xinjiang geschickt oder verbannt. Der Anteil der Uiguren in Xinjiang wird prozentual kleiner, dennoch werden Xinjiang und die Uiguren nicht sinisiert, sondern rot infiziert. Das Rotchinesisch und die Rotchinesen werden vom KP-Regime nur als Werkzeuge missbraucht. Menschen anderer Ethnien, insbesondere der Ethnie Han, werden genauso unterdrückt und entfremdet wie die Uiguren, während das Verbrechersystem auch von Uiguren wie Burhan aufgebaut und mitgetragen wird.

 

6. „Terroristen“ , die ich in Deutschland kennenlernte

Das Wort „Uigure“ existiert in meinem Wörterbuch aus dem Jahr 2000, das 250 000 deutsche Wörter enthält, noch nicht. In meinem Herkunftsland lernte ich das Wort auf Rotchinesisch als Bezeichnung für eine der von den Kommunisten willkürlich bestimmten 56 Ethnien kennen, die auf der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Gestalt von verkleideten Kindern propagandistisch gezeigt wurden. Die Uiguren waren bis in die 1990er Jahre in der KP-Propaganda positiv besetzt. Aber spätestens nach der Eskalation 2009 gerieten sie zur Zielscheibe von Angriffen des KP-Regimes. Inzwischen taucht das Wort auch in den deutschen Medien häufig auf. Leider werden dort die Uiguren immer noch mit negativen Wörtern in Verbindung gebracht, wie bei den Medien unter kommunistischer Führung.

Dabei zog München wie ein Freiheitsmagnet viele Uiguren an, nicht nur weil Radio Free Europe ein uigurisches Programm hatte, sondern auch weil sich seine Mitarbeiter wie Enver Can um ihr Heimatland kümmern. 2004 ist aus zwei uigurischen Organisationen der Weltkongress der Uiguren erwachsen und sein Hauptsitz ist München. Erkin Alptekin (1939–), der auch als Kind aus Xinjiang floh und ebenfalls für Radio Free Europe arbeitete, wurde der erste Vorsitzende. Seine Nachfolgerin Rebiya Kadeer (1948– ) gehört zur ersten Generation, die unter der KP-Diktatur aufwuchs.

Am Beispiel von Kadeer ist zu erkennen, dass man als Uigurin auch reich und mächtig werden darf, ohne Rotchinesisch sprechen zu können, solange man sich nicht um die Menschenrechte und die Umwelt kümmert.  Sobald man seinem Gewissen folgt, wird man vom KP-Regime verleumdet und verfolgt. Da sich Kadeer als reichste und bekannteste Uigurin nicht von der KP Chinas vereinnahmen ließ, wurde sie 1999 verhaftet und wegen „Geheimnisverrats“ zu acht Jahren Haft verurteilt. 2005 wurde sie auf internationalen Druck ins US-Exil verbannt, wie die meisten Exilanten aus Rotchina. 2009 sah ich die Filmpremiere „Rebiya Kadeer – Kinder als Geiseln“ in Köln und war drauf und dran, die deutsche Biographie über sie „Die Himmelsstürmerin“ ins Chinesische zu übersetzen.

Nach dem Terroranschlag vom 11. September wurden auch unschuldige Uiguren in Guantanamo inhaftiert. Die Häftlinge konnten erst freikommen, als ihnen einige Staaten trotz des Protestes aus Peking Asyl gewährten. Einer der Uiguren äußerte sogar, Guantanamo sei ihm lieber als seine Heimat unter der KP-Diktatur. Deutschland gehört leider nicht zu den Ländern, die diese Exil-Uiguren aufgenommen haben. Stattdessen wurde Volkswagen von seinem Geschäftspartner unter der KP-Führung dazu veranlasst, ein weiteres Werk in Xinjiang zu bauen.

In der Republik China, die das KP-Regime mit Hilfe der westlichen Länder endlich aus der UNO ausschließen konnte, durften im April 2014 Enver Can und drei weitere Vertreter des Weltkongresses der Uiguren, den das KP-Regime als Terrororganisation verleumdet, an der neunten interkulturellen und interreligiösen Konferenz teilnehmen.

Die Verbindung zwischen den Uiguren und Deutschland ist vielfältig. Ich habe nur ansatzweise aus historischer, ideologischer, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, medialer und sprachlicher Perspektive diese Verbindung aufgezeigt.

Die wichtigste und die fatalste Verbindung stellt der von Marx und Engels proklamierte Kommunismus her. Denn die Uiguren leiden unter einer KP-Dikatur, welche diese beiden Kommunisten vergöttert, während Marx in religiösen Kreisen als satanistisch gilt.

 

Karlsruhe, 22. Mai 2014

Xu Pei: Kein Übersetzungsproblem, aber ein Problem

6 Apr

Das traditionelle Chinesisch besteht aus über 80 000 Schriftzeichen. Daraus haben die Kommunisten nach ihrer Machtergreifung in China 2235 Schriftzeichen als Grundwortschatz für ihren Orwellschen Neusprech übernommen. Die bildhaften und sinnvollen Schriftzeichen werden entleert bzw. entstellt. Beispielsweise wird das traditionelle Schriftzeichen für Drachen 龍 durch 龙 ersetzt. Das traditionelle Schriftzeichen enthält einen Mond 月, während das entstellte Zeichen ein Messer匕 zeigt. Auf diese Art und Weise haben die kommunistischen Machthaber die chinesische Kultur und Sprache von Grund auf zerstört. Der Neusprech wird in Rotchina offiziell gelernt und gelehrt. Gott sei Dank haben die Chinesen außerhalb Rotchinas, insbesondere in der Republik China auf der Insel Taiwan ihre Sprache und Kultur überliefert.

Das heißt, die Kommunisten haben nicht nur die Republik China im Festland unterwandert und den Bewohnern eine Einparteien-Diktatur aufgezwungen, sondern auch ein Lügensystem in die chinesische Sprache eingeführt. Es ist schwierig, für einen erwachsenen Chinesen das traditionelle Chinesisch zu lernen, aber noch schwieriger ist es, sich von dem kommunistischen Gedankenkäfig zu befreien.

Festlandschinesen, die sich von dem Neusprech und der KP-Ideologie befreit haben, landen entweder im Gefängnis oder im Exil, nur diejenigen, die im Gedankenkäfig der KP geblieben sind, können in Rotchina aufsteigen, wie die Mongolin Fu Ying (1953-). Als Vertreterin der KP Chinas darf Fu Ying in den deutschen Leitmedien zu Wort kommen, auch wenn sie sich des Neusprechs bedient. Ihr Interview „Der Westen ist hochnäsig“ ist zuerst im deutschen Internet erschienen. Drei Tage später hat die Botschaft der KP Chinas in Berlin eine manipulierte Übersetzung davon veröffentlicht.

Deutsche Rezeption der verfolgten Chinesen

2001 ist die chinesische Version des Buchs „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten“ in Rotchina erschienen, aber kurz darauf wurde der Verlag bestraft und die Bücher wurden vernichtet. 2002 ist das Werk in der Republik China erschienen.

Erst 7 Jahre später erschien die deutsche Übersetzung auf der Frankfurter Buchmesse 2009, auf der Rotchina als Ehrengast auftreten durfte. Aber der Autor Liao Yiwu durfte nicht nach Deutschland kommen. Das genannte Werk ist dadurch viel bekannter geworden als die unter Zensur und Selbstzensur entstandenen Werke, für deren Übersetzung das Regime mindestens 500 000 Euro zur Verfügung stellte. Dadurch haben die verfolgten Autoren wenig Chancen, ins Deutsche übersetzt zu werden. Liao Yiwu, der nach eigener Aussage sich durch Schreiben „entgiftet“, hat also Glück. Der Künstler Ai Weiwei und der Friedensnobelpreisträger 2010 Liu Xiaobo fallen auch aus.

Ai (1957-), Liao (1958-) und Liu (1955-) gehören zur gleichen Generation wie Fu Ying.
Während Ai ein Studium unter der KP-Führung ablehnte und 1981 in die USA auswanderte, hatte Liao zwar die Prüfung zum Studium nicht bestehen können, aber konnte bis zu seinem Gedicht „Das Massaker“ (1989) in Rotchina veröffentlichen. Liu hat sogar freiwillig bei einem in der Sowjetunion ausgebildeten Kommunisten in der „Marxistischen Ästhetik“ promoviert.

Ai gehört zu den Chinesen, die in den siebziger Jahren schon begannen, sich mit Kunst und Literatur gegen das totalitäre System zu wehren. Liao gehört zu den Chinesen, die erst durch das Tiananmen-Massaker aufgerüttelt wurden. Liao wurde deswegen 4 Jahre lang gefoltert, während Liu nach dem Massaker als Augenzeuge im KP-Fernsehen auftrat und das Massaker verleugnete, um einer harten Strafe zu entkommen.

Ai wurde im April 2011 am Flughafen verhaftet, während es Liao gelungen war, nach Deutschland zu fliehen. „Der verbotene Blog“ von Ai wurde in Windeseile von Englisch ins Deutsche übersetzt und erschien im Juli, als Liao in Berlin auftauchte. Auf der ersten Seite steht „Für das Gras-Schlamm-Pferd“. Ai bezeichnet sich selbst als „ein normales Gras-Schlamm-Pferd“.

Was das Gras-Schlamm-Pferd bedeutet, erfährt ein uninformierter Leser erst auf Seite 440 durch eine fehlerhafte Erklärung. Dennoch kann man verstehen, dass dieses erfundene Tier die Haltung von mutigen Chinesen gegenüber den kommunistischen Machthabern symbolisiert. Die Gras-Schlamm-Pferde leben in einer durch Marxismus-Leninismus erzeugten Wüste und müssen für die Freiheit kämpfen.

Das Phantasietier ist auf ein sexistisches Schimpfwort (F… Deine Mutter ) zurückzuführen. Der oberflächliche Grund liegt darin, dass es unter der westlichen Lautschrift Cao Ni Ma verschiedene chinesische Schriftzeichen gibt. Eine Variante heißt auf Deutsch „Gras-Schlamm-Pferd“.
Der tiefere Grund liegt darin, dass sich die Chinesen von der KP-Diktatur vergewaltigt fühlen. Um sich einen Ausgleich zu verschaffen, werden gerne solche Schimpfwörter kreativ verwendet. Das kann aber die amerikanische Herausgeberin nicht begreifen, die nicht einmal weiß, dass Dongbei kein Name einer Provinz ist, sondern Nordosten bedeutet. Ihr fehlt es leider nicht nur die Kenntnisse in der Landeskunde. Dennoch ist es eine Leistung, das facettenreiche Werk eines Künstlers zu übersetzen.

Ai ist auch ein Sprachkünstler, der dazu beigetragen hat, dass das Phantasietier seit 2009 als Symbol gegen die KP Chinas geworden ist. Er gehört zu den Benutzern einer Sprache, die kreativ den Neusprech und die Zensur durchbricht, auch mit den Schimpfwörtern.

Zum sechzigsten Gründungstag der Volksrepublik China hat Ai aus München ein Video-Grußwort „Gras-Schlamm-Pferd Vaterland“ ins Internet gestellt.

Am 19. Februar 2010 hat Ai getwittert, „Gras-Schlamm-Pferd Charta 08“, nachdem eine Hongkonger Zeitung in einem Bericht über seine Kunstaktion aus 18 nackten Männern und 12 bronzenen Köpfen der chinesischen Tierkreiszeichen bei einer Neujahrsfeier Charta 08 erwähnte.

Im Vergleich zu Ai haben sich die beiden Verfasser der Charta 08 noch nicht von dem Gedankenkäfig der KP befreit. Ihr Chinesisch klingt noch nach dem Neusprech. Das Verbrechen der KP Chinas wird in der Charta 08 vertuscht, indem z. B. behauptet wird, „Die Bürger und der Staat haben einen sehr verheerenden Preis bezahlt“. Während Ai das totalitäre Regime direkt anprangert, bezeichnet die Charta 08 das totalitäre System als autoritär.

Nachdem der Nebenverfasser der Charta 08 Liu Xiaobo durch eine Verhaftung der KP Chinas zum Friedensnobelpreisträger erkoren wurde, liess sich Liu auch in Deutschland vermarkten. Die deutsche Übersetzung „Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass“ liegt seit September vor. Die gleichnamige Rede, in der Liu eine Liebeserklärung an seine Peiniger und zweite Frau abgab, hat nicht die Peiniger, sondern das Nobelkomitee berührt. Aber für das Gras-Schlamm-Pferd ist Liu so verlogen wie Fu Ying, zumal Liu im Sinne der KP Chinas viele Regime-Gegner angefeindet hat.

Liu übernahm auch die KP-Ideologie und den Neusprech, um Konfuzius als „Gestern herrenloser Hund, heute Wachhund“ zu beschimpfen, obwohl Konfuzius die Grundwerte „Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Ehrlichkeit“ vorlebte und als Lehrer aller Lehrer im chinesischen Kulturkreis verehrt wird. Denn Liu bewundert Friedrich Nietzsche und Lu Xun (1881-1936), der mit Agenten der Komintern wie Agnes Smedley für die Sowjetunion propagiert hatte.

Die kommunistischen Machthaber in Peking aber wissen mittlerweile den Namen von Konfuzius zu missbrauchen und haben seit 2004 weltweit 691 Konfuzius-Institute oder -Klassen (Stand 10.2010) eröffnet, die direkt dem Politbüro der KP Chinas unterliegen, um ihren Neusprech weltweit zu verbreiten, während die Gras-Schlamm-Pferde wie Ai mundtot gemacht werden.

Mit anderen Worten ist Liu nicht geradlinig wie seine deutsche Übersetzung klingt. In dem zweiten übersetzten Werk „Für ein Lied und hundert Lieder“ von Liao Yiwu wird ein Brief von Liu als Vorwort abgedruckt, in dem der desolate Zustand von Liu deutlich zu erkennen ist. Liu leidet nicht nur unter dem Tiananmen-Massaker und der Verfolgung danach, sondern auch unter seinem eigenen schlechten Gewissen. Er betrachtet sich als „Elite“ und aus Angst vor seinen Peinigern wagt er nur, Chinesen zu beschimpfen. Liao, den Liu in diesem Brief direkt als „Glatzkopf“ angeredet hat, ist durch die KP-Verfolgung schon so pervertiert, dass er mit diesem Brief seine Freundschaft mit dem Friedensnobelpreisträger demonstriert. Und er gab offen zu, die Charta 08 unterschrieben zu haben, ohne sie gelesen zu haben.

Wie dem auch sei, es ist begrüßenswert, dass endlich drei verfolgte Chinesen in Deutschland so präsent sind, dass über die kein „Chinaexperte“ hinwegsehen kann. Bis jetzt konnten sie Gao Zhisheng, dessen Werk „Mein Leben und Kampf als Anwalt im größten kommunistischen Staat“ bereits 2008 in deutscher Übersetzung erschien, ignorieren.

Mögen die deutschen Leser auch heldenhafte Dichter wie Li Hong (1958-2010) kennenlernen, die wegen ihrer Wahrhaftigkeit und Unbeugsamkeit zu Tode verfolgt worden sind!

Köln, den 62sten Nationaltrauertag der Chinesen (01.10.2011)