Archiv | September, 2014

Hintergrundwissen über die Deutsche Welle von Xu Pei

18 Sep

– Deutsche Welle ein Instrument der KP Chinas?

Die Kommunistische Partei Chinas hat meinen Recherchen zufolge die Deutsche Welle bereits seit den 1980er Jahren unterwandert. Damals begann die DW mit Radio Peking (CRI) zu kooperieren. Nachdem der erste Austauschredakteur aus Peking in Deutschland Asyl beantragt hatte, durften nur noch KP-Mitglieder als Austauschredakteure bei der Deutschen Welle arbeiten. Außerdem stellte die Deutsche Welle spätestens seit 1987 KP-Regime konforme  Chinesen  ein. Unter ihnen befindet sich Zhang Danhong, die 2008 durch ihre Propaganda für die KP Chinas in der deutschen Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte. Überrascht durch  Zhangs Verhalten, kam ich erst dazu, mich mit dem chinesischen Programm der Deutschen Welle zu beschäftigen, und musste feststellen, dass die Deutsche Welle zu Propagandazwecken der KP Chinas missbraucht wurde. Seitdem habe ich bei jeder Gelegenheit auf die Gefahr aus Peking hingewiesen. Denn ich wurde an die Publikation „Die uneingeschränkte Kriegsführung“ erinnert, die zwei Offiziere der KP Chinas 1999 veröffentlicht hatten und auf die sich der Terroranschlag vom 11. September 2001 zurückführen lässt.  (siehe die englische Übersetzung des Leitfadens für die KP-Kräfte, um ihre Feinde, also die freiheitliche Welt, zu besiegen: http://www.cryptome.org/cuw.htm )

Die KP Chinas hat mit Unterstützung von Stalin die Republik China zuerst unterwandert und dann militärisch auf die Insel Taiwan vertrieben. Danach hat Mao auf Befehl von Stalin Tibet besetzt. 1989 konnte das KP-Regime in Peking mit Panzern seine menschenverachtende Diktatur aufrechterhalten, während die Sowjetunion und andere sozialistischen Staaten dem Volkswillen nachgaben und ihre totalitäre Regime zusammenbrachen.

Nach meinem zweiten Versuch  im Jahre 2002, nach China zurückzukehren, sah ich mich dazu gezwungen, der systematischen Desinformation durch die KP Chinas  entgegenzuwirken. Bei jeder Gelegenheit warne ich vor der Unterwanderung des Westens durch Peking.

Immer noch lassen sich viele Führungskräfte im Westen leicht von der Propaganda des KP-Regimes in Peking dazu verleiten, das totalitäre Regime durch eine rosarote Brille zu betrachten. Peter Limbourg, der 2010 als „Schönredner der Diktatur“ über das sogenannte „Medienforum China-Deutschland“ zum ersten Mal in der Propagandamaschinerie der KP Chinas auftauchte, gehört auch zu diesen Multiplikatoren. Laut Berichten der KP Chinas war Limbourg in seinem Redebeitrag der Meinung, dass das heutige China einem „Harmonie-Ideal“ entspräche. Diejenigen, die Limbourg widerlegen könnten, dürfen aber in solch einem Medienforum nicht auftreten.  Zwei Jahre später wurde  Limbourg, der  „Senior Vice President der Nachrichten und politischen Information der ProSiebenSat.1 Media AG.“ war,  Intendant der Deutschen Welle. Dieser aus Steuergeldern finanzierte Auslandssender sollte eigentlich die deutsche Stimme für die Freiheit und Menschenrechte weltweit präsentieren.

Nach seinem Amtsantritt hat Limbourg  den fachkundigen „Monitor“ seit 2009 – Dr. Jörg-Meinhard Rudolph – entlassen, um danach Frank Sieren als Kolumnist für die Deutsche Welle  zu beauftragen.  Rudolph war einer der ersten, der die unter der KP-Führung zunehmenden „Konfuzius-Institute“ offen kritisierte und deswegen nicht mehr in die VR China einreisen darf. Hingegen wurde Sieren 2008 dafür bekannt, nach der Pfeife der KP Chinas zu tanzen. Damals verteidigte Sieren Zhang Danhong in der „Zeit“, indem er die von verschiedenen Gruppen, sogar von Festlandchinesen geäußerte Kritik an Zhang in einen persönlichen Krieg zwischen Zhang und mir als Neider umdeutete. Von den KP-Medien wurde Zhang als „Nationalheldin“ gerühmt und ich als „Anti-Chinafigur“ verleumdet.

Dank Limbourg darf Sieren seit Februar wöchentlich fünf Beiträge bei der Deutschen Welle veröffentlichen, in denen er die VR China weiter verklärt, obwohl dort sogar systematischer Organraub betrieben wird.  In einem dieser Beiträge machte Sieren aus dem Tiananmen-Massaker 1989 einen „Ausrutscher“  und brachte  der Deutschen Welle wieder heftige Kritiken ein, wie schon im Jahr 2008.

Sieren, der kein Chinesisch spricht, aber mit Helmut Schmidt über China publiziert, gilt als „Chinaexperte“ und darf in Peking eine Medienfirma betreiben. Seit 2010 darf er das sogenannte  „Medienforum China-Deutschland“ ausrichten und moderieren, mit dem das KP-Regime die deutschen Medienmacher für seine Propaganda vereinnahmt. Die bundesdeutsche Öffentlichkeit erfährt kaum von diesem Zusammenhang. Bei meinen Recherchen fand ich im deutschsprachigen Internet nur die  Darstellung der Bosch-Stiftung, die sich als alleiniger Veranstalter bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird das nationalistische Sprachrohr der KP Chinas „Global Times“ in den Medien der KP Chinas als Hauptveranstalter angegeben. Seit 2010 berichten die KP-Medien den Festlandchinesen, deren der freie Zugang zur Information versperrt wird, jedes Jahr von Neuem  wie erfolgreich das „Medienforum China-Deutschland“  wieder stattgefunden hat. Dabei machen sich die deutschen Medienmacher zu Komplizen eines KP-Regimes, das nur Berufspropagandisten zulässt, denn das KP-Regime verfolgt jeden, der nicht lügen will, wie z.B. die Journalistin Gao Yu.  Gao gehörte zu den Kritikern der Deutsche Welle im Jahr 2008 und durfte seit 2011 bis zu ihrer dritten Verhaftung im April  aus Peking für die Deutsche Welle schreiben. Das Regime wirft Gao Geheimnis-Verrat vor und sie wurde sogar im Staatsfernsehen CCTV als Verbrecher gedemütigt. Dabei hat sie nur von ihrem Menschenrecht Gebrauch gemacht, um nach der historischen Wahrheit zu suchen, wie auch ich es in Deutschland tue. Während meine chinesischen Veröffentlichungen vom KP-Regime verboten und  blockiert werden, darf Zhang Danhong als leitende DW-Redakteurin für die KP-Medien schreiben.

Der große SED-Gegner Dr. Wolfgang Welsch und andere SED-Gegner – nämlich Ines Geipel, Reinhard Iben und Vera Lengsfeld – haben sich bereits zu Wort gemeldet. Jeder von ihnen kann Limbourg erklären, warum die Deutsche Welle nicht mit den Medien der KP Chinas kooperieren kann und darf, ohne gegen demokratische Grundwerte zu verstoßen, auch wenn Limbourg das nicht einsehen oder jedenfalls nicht zugeben will.

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Xu Pei: Chronik zum Skandal der Deutschen Welle (2008)

5 Sep

Verfälschung der Kommunistischen Partei Chinas (KPC)

 

Die Propagandisten der KPC sind bekannt dafür, alles zu verfälschen, um die KPC zu verschönern. Die Olympischen Spiele 2008 haben der Weltöffentlichkeit auch gezeigt, wozu die Propagandisten in der Lage sind. Das falsche Singen, die falschen Fußabdrücke, die falschen Kinder der anderen 55 ethnischen Gruppen, das falsche Alter, das falsche Publikum und die falschen Demonstrationszonen… Unter der Führung der KPC ist mein Heimatland China bereits zu einem Reich der Verfälschung geworden. Und die Verfälschung kommt auch aus China ins Ausland wie chinesische Flüchtlinge.

Gleichzeitig versucht die KPC auch, mit allen Mitteln ihre Gegner zu verfolgen und zu diffamieren. In den vergangenen Monaten habe ich versucht, den deutschen Lesern zu verdeutlichen, warum die chinesischen Oppositionellen sowohl die DW-Chinaexpertin Zhang Danhong als auch das DW-Chinaprogramm als Sprachrohr der KPC kritisieren.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Propagandisten der KPC mich deshalb diffamieren. Wer sich gerade hält, braucht sich nicht darum zu kümmern, dass sein Schatten schief auf den Boden fällt. Ich habe es nicht nötig, den Propagandisten der KPC zu widersprechen, aber ich möchte gerne versuchen, den Lesern dabei zu helfen, die Propagandisten der KPC zu erkennen und ihre Propaganda zu durchschauen.

Am 18. Mai veröffentlichte die große Systemkritikerin Wang Rongfen die erste Kritik an der Berichterstattung des DW-Chinaprogramms auf Chinesisch, nachdem sie mindestens dreimal vergeblich eine Email an die DW-Chinaredaktion geschrieben hatte.

Seitdem sind zahlreiche Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang in drei Arten von Medien, also in den unabhängigen deutschen, den unabhängigen chinesischen (Exil) Medien und den von der KPC kontrollierten (roten) Medien in beiden Sprachen erschienen. Es ist nicht möglich, sie alle den Lesern vorzustellen.

Da die Propagandisten der KPC mit allen Mitteln versuchen, die Kritik am DW-Chinaprogramm zu verdrehen und ihre Kritiker zu diffamieren, möchte ich wenigstens meine eigenen und die wichtigsten Daten und Fakten zusammentragen, um den Lesern einen Überblick über den DW-Skandal zu verschaffen.

 

Interesse am DW-Chinaprogramm

 

Nachdem ich mich im Jahr 1996 in Peking vergewissert hatte, dass ich auf keinen Fall unter der Führung der KPC an der Peking Universität als Germanistin arbeiten konnte, folgte ich einem Angebot nach Köln und lernte die Deutsche Welle kennen.

Die Arbeit bei der DW-Chinaredaktion hatte mich seit 1998 interessiert, weil ich gerne meine Kenntnisse über die deutsche Kultur anhand des DW-Chinaprogramms vermitteln möchte. Ich weiß, was die KPC verfälscht und ich möchte auch gern die unverfälschten Informationen im DW-Chinaprogramm verbreiten.

Ich bedauere es zutiefst, dass ich meine Bewerbung um die Chinaprogrammleiterin bei der Deutschen Welle im Jahr 1998 in den Papierkorb geworfen hatte, nachdem ich sie wie neu zurückgeschickt bekam. Sonst hätte ich mein Bewerbungsschreiben jetzt gerne veröffentlicht.

Im Jahr 2001, nachdem ich erfuhr, dass „Hits in Germany“ im DW-Chinaprogramm vorgestellt wurde, habe ich versucht, die damalige Programmleiterin dazu zu bewegen, die deutschen Dichter und Künstler wie Heinrich Heine und Markus Lüpertz vorzustellen. In meinem Brief an sie habe ich geschrieben: “ ‚Einmischung erwünscht‘ (1973), ein Text von Böll eignet sich beispielsweise hervorragend für das DW-Chinaprogramm, dessen Publikum keine Pressefreiheit genießen darf.“ Heinrich Böll habe ich an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf studiert und stimme ihm zu, dass wir Autoren die geborenen Einmischer sind. Leider hatte die deutsche Sinologin kein Verständnis für meinen Vorschlag. Nachdem auch diese Bemühung fehlschlug, hatte ich mich nicht mehr um eine Arbeit bei der DW-Chinaredaktion bemüht.

Weder auf die damalige Programmleiterin noch auf den jetzigen Programmleiter war und bin ich neidisch, geschweige denn auf Zhang Danhong. Ich habe seit 1998 gerne die DW-Chinaredaktion bei Gelegenheit besucht und kam mit allen Mitarbeitern einschließlich Zhang Danhong persönlich gut aus. Im Jahr 2005 habe ich noch einen Artikel auf Chinesisch veröffentlicht, in dem ich das DW-Chinaprogramm und die Chinaredaktion lobend vorgestellt habe.

 

Kritik an Zhang Danhong als DW-Chinaexpertin

 

Als ich Zhangs Äußerungen im Kölner Stadt- Anzeiger vom 17/18. Mai las, war ich sehr überrascht. Sie behauptete, z. B. „Wenn man aber hier in die Zeitungen guckt, denkt man, dass China ein ganz schlimmes, böses Land ist, das Menschenrechte mit Füßen tritt.“ Mir ist seit dem Pekinger Massaker 1989 bekannt, dass die KPC die Menschenrechte verletzt. Warum verleugnet Zhang als DW-Chinaexpertin in der deutschen Öffentlichkeit eine Tatsache?

Nach meiner vergeblichen Bemühung um ein Gespräch mit Zhang habe ich meine Kritik am 26. Mai vor dem Arbeitskreis der Kölner Journalistinnen als Ergänzung zu meiner Rede über drei Journalistinnen aus der VR China, deren Menschenrechte das Regime mit Füssen tritt, vorgetragen. Diese Rede ist jetzt im Internet unter „Drei Journalistinnen aus der VR China “ zu finden.

Zhangs Auftritt im ZDF hatte mich davon überzeugt, dass sie beabsichtigte, das Terrorregime für die Olympischen Spiele 2008 in der deutschen Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Am 1. August habe ich den Artikel „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“
veröffentlicht, in dem ich verdeutlichen möchte, dass China kein Reich des Bösen, aber von der KPC böse regiert wird, um Georg Blume zu widersprechen, der wie die rote Propaganda China und der KPC nicht unterscheidet. Zhang wirbt als DW-Chinaexpertin für Georg Blumes Buch, während Blume in seinem Buch mit kleiner Kritik für das große Terrorregime wirbt!

Am 3. August erschien mein Artikel „Die roten Olympischen Spiele 2008“, in dem ich auch meine Kritik an der SPD-Politikerin, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses Herta Däubler-Gmelin zum Ausdruck brachte, denn sie akzeptiert die Diktatur der KPC und hielt unseren Hinweis angesichts der Lage in China auf die Olympischen Spiele 1936 für “töricht”.

Däubler-Gmelin wird auch im DW-Chinaprogramm immer wieder vorgestellt und zitiert. Das Interview mit ihr am 6. August heißt: „China hat riesige Fortschritte in der Menschenrechtslage gemacht“. Das Interview mit ihr am 26. August lautet: „Ich bin gegen erhobene Zeigefinger“.
http://www.dw-world.com/d…

Am Ende des Interviews sagt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses: „Hier kann man mutig ein Lob für die Organisation der Olympischen Spiele und die Leistungen der chinesischen Sportler ausprechen. Das wird die Beziehung mit China und die Menschenrechtslage in China verbessern.“

Ist es kein Hohn, dass die abgesetzte Justizministerin in Schröders Kabinett jetzt die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses ist?

Während eine Reihe von Deutschen wie Däubler-Gmelin im DW-Chinaprogramm die KPC loben und bis jetzt keine Konsequenz tragen, hat Zhangs Lob für die KPC in den deutschen Medien Konsequenz.

Nach Zhangs Propaganda im Deutschlandfunk am 4. August erschienen im Focus am 11. August und in der Berliner Zeitung am 20. August eine Kritik an ihrem Lob für die KPC.

Am 21. August habe ich Zhang mit einem weiteren Artikel „Ein Hanchinese versus eine Rotchinesin“ widersprochen.

„Nach dieser massiven Kritik befragt, sagt Zhang, die kritisierten Zitate seien aus dem Kontext gerissen. Die Kritik sei nicht repräsentativ. Auf den Veranstaltungen, an denen sie teilnehme, stoße sie auf breite Zustimmung. Ihr Antrieb sei die Wut der hierzulande lebenden Chinesen über die verunglimpfende Berichterstattung. Sie wolle aufklären und vermitteln. Natürlich sei sie nicht auf der Linie der Kommunistischen Partei.“ berichteten Sabine Pamperrien und Jan-Philipp Hein in der Berliner Zeitung.

Erst um diese Zeit musste ich erkennen, dass Zhang Danhong und das DW-Chinaprogramm dem chinesischen Widerstand gegen das Terrorregime in den Rücken gefallen sind. Ich musste mit Entsetzen die Kritik der chinesischen Oppositionellen am DW-Chinaprogramm bestätigen, was ich bis dahin nie angehört und angeschaut hatte.

 

Kritik am DW-Chinaprogramm

 

Bevor ich meine Meinung zum DW-Chinaprogramm veröffentlichte, hatte ich sowohl die Chinaredaktion als auch die DW-Führung angeschrieben. Aber meine beiden Emails auf Chinesisch an die Redaktion wurden von einem Redaktionsmitglied an die roten Medien verraten und ich wurde nicht nur seitdem beschimpft und bedroht, sondern auch in dem ersten Xinhua-Bericht der Propagandaserie über Zhang am 28. August unter dem Titel „Journalistin der DW wegen ‚Pro-China‘ vom Dienst entbunden“ diffamiert.

Dieser Xinhua-Bericht besteht aus dem ersten Teil „Die deutschen Medien verfälschen China beliebig“ und dem zweiten Teil „Falun Gong richtet im Verborgenen Unheil an“. In dem zweiten Teil versucht der Xinhua-Korrespondent Shi Xiang aus Berlin mit Lügen die Kritik an Zhang der von der KPC verfolgten buddhistischen Schule Falun Gong anzuhängen. Sogar dem Verfasser im Focus wird ein Falun Gong Hintergrund angedichtet. Da ich seit 2002 Falun Gong verteidige, liegt es nah, dass er meine Kritik an Zhang mit Falun Gong verbindet, um die Leser gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Das heißt, ab 28. August haben die Propagandisten der KPC versucht, den Fall Zhang Danhong zu missbrauchen, um Propaganda gegen deutsche Medien und Falun Gong zu betreiben.

Am 27. August erschien mein Artikel „Die Olympischen Spiele Peking fanden im Kampf zwischen Macht und Moral statt“, in dem ich den Unterschied zwischen Propagandisten der KPC und Regimekritikern verdeutliche.

Am 2. September erschien mein erster Artikel über das DW-Chinaprogramm „Schlägt die Deutsche Welle eine rote Welle?“ In diesem Artikel habe ich mit einem aktuellen Beispiel versucht zu verdeutlichen, warum Kommentare im DW-Chinaprogramm von den roten Medien gerne übernommen werden.

Am 7. September erschien mein zweiter Artikel über das DW-Chinaprogramm „Wie rot ist das China-Programm der DW?“ In diesem Artikel habe ich die Chinaredaktion im Vergleich zu mir bzw. dem chinesischen Widerstand charakterisiert.

Gleichzeitig habe ich auch das neueste Interview mit Thomas Heberer im DW-Chinaprogramm am 22. Juli unter der Überschrift „Es ist ein Fehler, nicht an der Eröffnungsfeier teilzunehmen“ besprochen, in dem Zhang ihre Kritik an Merkel mit Heberers Worten zum Ausdruck bringt. Dieses Interview zeigt deutlich, dass Heberer für die KPC propagiert. Denn die Kernaussage dieses Interview lautet: „Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie für die Stablität und den Wohlstand in China“.

Als Chinaexperte müsste Heberer wissen, dass in China täglich Proteste stattfinden, z.B. Am 1. Juli, an dem offiziellen Gründungstag der KPC überfiel ein 28jähriger Pekinger Yang Jia ein Polizeipräsidium in Schanghai und hat angeblich sechs Polizisten umgebracht und fünf verletzt, nachdem ihm immer wieder Unrecht getan wurde. Yang Jia wird seitdem in der Bevölkerung als Held gefeiert. Das Todesurteil über Yang sorgt gerade für Proteste aus allen Kreisen in China.

Am 13. September veröffentlichte ich einen Artikel „Der rote Angriff aus der VR China“
um den deutschen Leser zu zeigen, dass die KPC den Fall Zhang missbraucht, um einerseits den Nationalismus zu schüren, anderseits die Leser gegen Deutschland, gegen die Demokratie und gegen Falun Gong aufzuhetzen.

Am 26. September veröffentlichte ich „Xinhua-Propaganda gegen Deutschland aus einem anderen Grund widerlegt“, um die deutsche Realität darzustellen.

An diesem Tag tauchte in den roten Medien der erste Bericht auf, in dem Sabine Pamperrien, Jan-Phillip Hein und ich als antichinesische Agitatoren-Bande diffamiert werden. Gleichzeitig steht in diesem Bericht: „Es gibt reichlich Leute, die Zhang Danhong unterstützen. Unter ihnen sind sehr einflussreiche Persönlichkeiten, einschließlich Mitglieder der deutsch-chinesischen Freundschaftsverbände und Chinaexperten“.

Am 1. Oktober veröffentlichte ich „Die rote Welle aus Deutschland“, um die Leser mit weiteren Beispielen z. B. mit Eberhard Sandschneider zu zeigen, wie das DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

An diesem Nationaltrauertag, an dem Mao Zedong vor 59 Jahren die VR China ausrief, veröffentlichte Wei Jingsheng, der erste chinesische Sacharow-Preisträger vor 12 Jahren seinen offenen Brief an den Bundestag, US Congress and National Assembly of France , in dem er genau wie wir auf die rote Infiltration der KPC im Ausland hinweist.

Am 7. Oktober erschien mein Artikel „Warum ist die Deutsche Welle rot infiltriert?“, in dem ich die Reaktion der DW-Führung auf die Kritik, den ersten offenen Brief der 9 chinesischen Dissidenten (Mitte September) und den vom Autorenkreis der Bundesrepublik (23. September) vorstelle, um die gemeinsame moralische Basis von uns für Menschenrechte und gegen den Machtmissbrauch hervorzuheben.

Am 9. Oktober veröffentlichte der deutsche Chinaexperte Frank Sieren in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen langen Beitrag unter der Überschrift „Die Phantom-Agentin – Droht Deutschland und China ein neuer Streit? Der seltsame Konflikt um die Journalistin Zhang Danhong“

Am 19. April, in meiner ersten Rede über die Infiltration der KPC habe ich das Zeit-Chinabild kritisiert. „Wie kommt die rote Infiltration in den deutschen Medien zustande?“ heißt mein Vortrag am Gewerkschaftstag des DJV-Landesverbandes NRW in Iserlohn.

Am 16. Juli habe ich einen der Zeit-Herausgeber Helmut Schmidt unter der Überschrift „Die rote Infiltration in Deutschland“ kritisiert, weil ich die Geschichte der roten Infiltration vorstelle und er ein gutes Beispiel dafür seit den Sechziger Jahren abgibt.

Dennoch wundert es mich, dass „Die Zeit“ Frank Sierens Artikel im Stil der Xinhua-Berichte abdruckt.

Am 9. Oktober erschien auch der offene Brief von Thomas Heberer, den Georg Blume, Herta Däubler-Gmelin, Eberhard Sandschneider, Frank Sieren und Ihresgleichen unterschrieben, im Internet.

In meinen Augen sind sowohl Sierens Beitrag als auch Heberers Brief nichts anderes als weitere Beweise für den großen Einfluss der KPC in Deutschland.

Am 12. Oktober haben Sabine Pamperrien und Jan-Phillip Hein auf der Internetseite „Die Achse des Guten“ ihre Gegendarstellung unter der Überschrift „Was die ‚Zeit‘ nicht berichtet“ veröffentlicht, in der sie Frank Sieren widersprechen und eine Chronik von ihrer Berichterstattung über den DW-Skandal darstellen.
http://www.achgut.com/dad…

Am 15. Oktober erschien mein Artikel „Die rote Propaganda ist gefährlicher als Melamin“, in dem ich die Wirkung der Propagandisten der KPC wie Zhang Danhong zu verdeutlichen versuche.

Am 16. Oktober erschien in der Internetseite „Die Perlentaucher“ eine Chronik über den Streit um die China-Berichterstattung der DW in den deutschen Medien, die den offenen Brief Heberers mit 65 Unterzeichnern und dem Datum 13. Oktober angibt. http://www.perlentaucher….

Am 17. Oktober erschien „Sagt den Mächtigen die Wahrheit“, ein offener Brief der chinesischen Oppositionellen als Antwort auf Heberer und Co..

„Ein echter Intellektueller wird sich nie mit den Mächtigen arrangieren; einem hemmungslos totalitären Regime sollte er mit um so größerer kritischer Wachheit und Reserviertheit gegenüberstehen und den Mächtigen das Leben so unbequem wie möglich machen.“ ist ein Zitat aus dem fünften offenen Brief an den Bundestag. Aus verschiedenen Gründen wollte ich den Brief eigentlich nicht unterschreiben, aber die Initiatorin Tienchi Martin-Liao möchte meine Unterschrift haben.

Am 18. Oktober veröffentlichte ich „Wie gerufen erschien Frank Sieren“, in dem ich die Bindungen zwischen dem Zeit-Autor Frank Sieren und Zhang Danhong, Thomas Heberer und den roten Medien zeige. Frank Sieren hat nicht nur in seinen Büchern, in der Zeit und mit Helmut Schmidt, sondern auch im DW-Chinaprogramm für die KPC propagiert.

Am 22. Oktober erschien im DW-Chinaprogramm unter der Überschrift „Sandschneider spricht über China und die Beziehung zwischen China und Deutschland“ , in dem Zhang Danhong und Sandschneider wie früher einen Lobgesang auf die VR China gemeinsam anstimmen. In Zhangs Frage heißt es: „Wird die deutsche Wirtschaft noch abhängiger von China als Lokomotive des globalen Wirtschaftswachstums sein?“ Sandschneider antwortet dann mit Behauptungen wie „Das kommunistische China hat die Funktion gehabt, den kapitalistischen Westen zu stützen.“ Ja, so behauptet auch das Propagandaministerium der KPC. http://www.dw-world.de/dw…

Am 23. Oktober wurde deshalb in den roten Medien dieses DW-Interview von Zhang und Sandschneider unter der Überschrift „Vor Merkels Chinabesuch kehrte Zhang Danhong zu ihrer Arbeit bei der Deutschen Welle zurück“ weit verbreitet.

In den Exilmedien jedoch wurde am 23. Oktober die Nachricht weit verbreitet, dass Hu Jia, ein Gefangener der KPC den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit vom EU-Parlament entgegen dem Druck der KPC verliehen bekam! Hu Jia hatte sich damals bei Merkel für ihren Dala-Lama Empfang bedankt, während Merkel damit die Propagandisten der KPC ärgerte.

Ich verstehe nicht, warum Thomas Heberer und Co. gegen die menschlichen Grundwerte für die KPC propagieren? Wie dem auch sei, ich stimme gerne den folgenden Forderungen in Heberers offenen Brief zu: „Wir nehmen die o. g. Vorgänge zum Anlass, um alle Verantwortlichen in Publizistik, Politik und Wissenschaft auf diese beunruhigende Entwicklung und ihre Hintergründe aufmerksam zu machen und für die Wahrung der Grundsätze journalistischer und wissenschaftlicher Professionalität, Eigenverantwortung und Objektivität ohne jede Einschränkungen einzutreten. Insbesondere fordern wir sie auf, sich offensiv und entschieden vor die in der laufenden Kampagne zu Unrecht angegriffenen Personen zu stellen.“

Die Kampagne, von der hier die Rede ist, kann weder ich noch jemand anders im Exil organisieren. Diejenige, die für Kampagnen dieser Art bekannt ist, heißt die Kommunistische Partei Chinas. Die KPC hat mit ihren ununterbrochenen Kampagnen bereits mindestens 80 Millionen Todesopfer gefordert.

Die neuste Kampagne der KPC, die gegen Falun Gong gerichtet ist, begann im Juli 1999 und hat mindestens 3194 Todesopfer (Stand vom 26. Oktober) gefordert.

Mit Hilfe von Thomas Heberer wurde diese Kampagne nach Deutschland importiert und dauert noch an.

Heberer hat diese Kampagne erneut mit dem oben genannten offenen Brief unterstützt, in dem er die chinesischen Kritiker am DW-Chinaprogramm unverantwortlich als „die Aktivisten der religiös-politischen Sekte Falun Gong“ oder „mit dieser in Verbindung stehend“ und mich als „Falun Gong-Propagandisten“ diskreditieren will.

Die Chinesen im Land, deren freier Zugang zum Internet von der KPC gesperrt wird, dürfen aber schon ab 10. Oktober erfahren:
„49 berühmte Europäer unterstützen Zhang Danhong vehement und sind gegen die Säuberung der Chinaredaktion der Deutschen Welle“
http://world.huanqiu.com/…
In diesem Propagandabericht heißt es: „Der offene Brief hat noch das wahre Gesicht der sogenannten ‚Dissidenten‘ enttarnt und darauf hingewiesen, dass sie entweder ‚Falun Gong‘ Elemente sind oder mit ‚Falun Gong‘ in Verbindung stehen. “

Gott sei Dank können sich die chinesischen Dissidenten und ich in Deutschland noch gegen die Propaganda der KPC wehren, um Hu Jia und andere verfolgten Chinesen zu unterstützen.

Köln, 26. Oktober 2008

Mehr dazu auf meiner Homepage unter der Rubrik „Rote Infiltration“ http://dr.xu-pei.de/index.php?id=72