Archiv | Februar, 2014

Xu Pei: Retrospektive

22 Feb

– Zur Lesung in Siegburg am 20. Februar 2014

 

1983  begann ich als 17-jährige, Deutsch als Hauptfach an der Fremdsprache Hochschule Sichuan in Chongqing unter der KP-Führung zu studieren.

 

1988 flog ich mit einem DDR-Interflug nach Ostberlin, um in Düsseldorf zu studieren.

Nach dem Tiananmen-Massaker 1989 begann ich zu veröffentlichen.

 

Das Erstlingsgedicht ist am 5. Juni 1989 entstanden.

 

Lebenslied

– Aus Anlaß der Demokratie-Massenbewegung in China

 

Wofür lebst Du

Ich lebe für den Fortschritt

die Freiheit

die Demokratie

die Wahrheit

in der menschlichen Gesellschaft

 

Wogegen kämpfst Du

Ich kämpfe gegen den Egoismus

die Unwissenheit

die Rückständigkeit

die Ungerechtigkeit

den Machtmißbrauch

 

Worüber freust Du Dich

Ich freue mich über die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen

die Bruderschaft der Kommilitonen

die Freundlichkeit der Fremden

die Vielfalt der verschiedenen Rassen

den Austausch der internationalen Kulturen

 

 

1993 erschien mein erster Gedichtband „Täglich reitet der Herzog aus“ mit Illustration von Markus Lüpertz (1941-).

 

Das Kerngedicht:

 

Im Herbst vollendete ich einen Anzug

einen Anzug für meinen Bräutigam

Er ist eigenartig

kostet meinen Traum seit Kindertagen

 

Ich wünsche mir ein Brautkleid

ein Brautkleid für mich

das ich gegen den Anzug tauschen kann

 

Ich verspreche

wenn der Anzug niemandem paßt

dann lasse ich ihn hängen

in meinem Herzen

 

 

1996 schloss ich mein Studium an der Heinrich Heine Universität mit einer Doktorarbeit über Frauenbilder der Romantik ab. Nach meinem ersten Heimkehrversuch 1996 zog ich zur Galerie Michael Werner nach Köln um, die für meine Aufenthaltserlaubnis als Schriftstellerin bürgt. In der Nähe vom Kölner Dom begann ich, eine Pagode aus Buchstaben zu bauen. 2001 erschien mein zweiter Gedichtband „Lotosfüße“ mit Illustration von Georg Baselitz (1938-).

 

Das Kerngedicht:

 

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts

brach der kommunistische Dämon

in den fernen Osten ein

Das Reich der Mitte wurde angezündet

 

In seiner Asche bin ich geboren

In chinesischen Stoffschuhen

trat ich die gleiche Route

in entgegengesetzter Richtung an

 

raubte einen Wortschatz und Satzbau

Meine Pagode aus Buchstaben

entsteht in einem fremden Wörtersee

zum Ende dieses Jahrhunderts

 

 

Nach meinem zweiten Heimkehrversuch erschien 2002  mein dritter Gedichtband „Affenkönig“ mit Illustration von Jörg Immendorff (1945-2007).

 

Das Kerngedicht:

 

Mit einem Drachen

möchte ich Frühlingsstimmung

verbreiten

 

Ich halte mein Werk hoch

laufe am Rhein gegen die Flut

Dem Wind ist der Drachen überlassen

 

 

2003 erschien mein vierter Gedichtband „Schneefrau“ mit Illustration von Per Kirkeby (1938-).

 

Das Kerngedicht:

 

Eine Lebensversicherung lehne ich ab

Das irdische Leben

versichert allen den Tod

den kein Vermögen zurückhält

 

Eine Liebesversicherung möchte ich einführen

Gerne trage ich täglich zur Nächstenliebe bei

Beim Tod wird alles

an unser nächstes Leben ausgezahlt

 

 

2008 erschien mein fünfter Gedichtband „Himmelsauge“ mit Frauenbilder der traditionell-chinesischen Malerin in Australien Zhang Cuiying (1962-).

Film über Zhang auf Englisch

 

 

Zwischen dem Debütgedichtband und dem Debütroman liegen zwanzig Jahre. Während die Gedichtbände fünf Erkenntnisstufen darstellen, zeigt der Roman meinen Erkenntnisweg. Das Titelgedicht des fünften Gedichtbandes ist das Mottogedicht des ersten Romans:

 

Ein Himmelsauge

 

hat jeder

aber nur wenige kennen es

die meisten wissen nicht einmal davon

Viele indische Frauen

malen sich an seiner Stelle

einen Punkt

 

Diejenigen

die dieses Auge erlangen

sehen Dinge

Menschen und Ereignisse

aus anderen Zeiten und Räumen

Hellseher oder Propheten

werden sie genannt

 

 

In der Auseinandersetzung mit den geistigen Erben beider Kulturen habe ich mich davon überzeugt, dass diejenigen, die sich nicht vom roten Drachen distanzieren, mit ihm untergehen werden, wie die Prophezeiungen verkünden.

 

Bis jetzt habe ich in verschiedener Form die Warnung kundgetan: Wer sich in die neue Epoche begeben möchte, der darf sich nicht dem roten Drachen beugen.

 

Dank des Schröer Verlags konnte ich 2013 diese Warnung endlich in Romanform veröffentlichen, um die Menschen zu erreichen, die nicht im Internet surfen.

 

Mit dem Roman habe ich den Unterschied zwischen dem roten und dem chinesischen Drachen detailliert gezeigt, um die Leser vom roten Drachen aus dem christlichen Neuen Testament wegzuführen.

XU Pei: Vortrag im Ulmer Einstein Haus

13 Feb

Dank der Einladung der Tibet-Initiative Ulm habe ich wieder eine Chance, mich mit China- und Tibet-Freunden und -Interessenten auszutauschen.

 

Rückblickend erscheint es so, als sei ich zu Weihnachten 1988 nach Deutschland gekommen, um zu Ostern 2013 dem Rhein und seinen Anwohnern den Roman „Der weite Weg des Mädchens Hong“ widmen zu können.

 

In der VR China wird man systematisch desinformiert wie in der „Farm der Tiere“ à la George Orwell und ich kam in dem Lügensystem nicht dazu, die Ideologie und Praxis der Kommunistischen Partei zu hinterfragen.

 

Erst das Tiananmen-Massaker im Juni 1989, die darauf folgenden Massenverhaftungen und die Propaganda der KP Chinas darüber öffneten mir die Augen für den Terror und die Verlogenheit des KP-Systems. Seitdem unterstütze ich die chinesischen Freiheitskämpfer wie Wei Jingsheng(1950-). Er gehört zur ersten Generation, die in China unter einer KP-Diktatur aufgewachsen ist.

 

„Der weite Weg des Mädchens Hong“ zeigt, wie meine Generation in den Widerstand gegen das KP-Regime hineingewachsen ist. Anhand zweier Liebesgeschichten, die sich jeweils in Rotchina und in Westeuropa abspielen, können sich dem Leser eine Innenansicht und eine Außenansicht vom Leben im Einfluss eines totalitären Regimes eröffnen. Die Binnengeschichte in Rotchina besteht aus fünf Kapiteln, und die Rahmengeschichte in Westeuropa besteht aus sechs Briefen. Als Kostprobe lese ich Ihnen das Mottogedicht, die Kapitelüberschrifen, den Anfang und zwei Stellen in Bezug auf Tibet vor.

 

Um dem Rahmen des Romans gerecht zu werden, konnte ich nicht viel über Tibet einarbeiten.

Nach dem tibetischen Aufstand im Jahr 2008 brachten mich jedoch die Übernahme der KP-Propaganda durch die deutschen Medien, insbesondere der Reimport der KP-Propaganda durch das chinesische Programm der Deutschen Welle, dazu, meine Stimme auch für Tibet zu erheben, zumal mir der vierzehnte Dalai Lama schon lange zu schaffen macht.

 

 

Mein Einsatz für Tibet

 

Nachdem mein offener Brief an den Dalai Lama seine Unterstützung für die Olympischen Spiele in Peking nicht ändern konnte, nutze ich jede Gelegenheit, um seine Illusion vom Kommunismus und der KP-Führung zu kritisieren.

 

In meinem Vortrag zum Internationalen Menschenrechtstag 2008 habe ich am Beispiel zweier Propagandasängerinnen, sowie einer rotchinesischen DW-Journalistin und eines rotdeutschen Sinologen verdeutlicht, wie das KP-Regime weltweit systematisch seine Propaganda betreibt und warum wir die chinesische Bevölkerung als Geisel von den kommunistischen Machthabern unterscheiden müssen. Bei der Vorbereitung auf den heutigen Abend habe ich den Text noch einmal gelesen und er ist immer noch aktuell. Aber ich möchte mich nicht wiederholen. Deshalb habe ich die Links von insgesamt sieben Schriften auf Deutsch unter „Beiträge über Tibet von XU Pei“ zusammengetragen und online gestellt, in der Hoffnung damit zur Wahrheitsfindung beizutragen.

 

 

Meine Suche nach der Wahrheit

 

Durch unterschiedliche Beweisführungen kam ich immer zu der Feststellung, dass die Kommunisten seit 1848 mit Propaganda  die universellen Grundwerte zu verdrehen und die Geschichte zu verfälschen versuchen. Die KP Chinas wurde von der Kommunistischen Internationale gegründet und von Moskau finanziert. Von Anfang an hat Moskau nicht nur unter Chinesen, sondern auch unter Tibetern, unter Deutschen und anderen Völkern Propagandisten bzw. Spione für die KP Chinas ausgebildet.

 

Die KP Chinas zeichnet sich durch Heimtücke aus.  Sie weiß immer ihre unlösbaren Konflikte mit allen ethnischen, religiösen, sozialen und politischen Gruppen  mit der Propaganda zu vertuschen. Beispielsweise hat  die KP Chinas vor der Machtergreifung den Tibetern die Unabhängigkeit versprochen, um sie gegen die Republick China aufzuhetzen. Ein rotes Propagandalied aus den 1930er Jahren lautet:

„Tibetische Brüder, bewaffnet euch schnell und versteht,

Wir suchen eure Befreiung, und ihr kämpft für eure Unabhängigkeit.

Leben für Leben, Blut für Blut.

Um euch und die Rote Armee zu schützen –

vernichtet die Nationale Volkspartei.“

 

Thomas Weyrauch, Chinas unbeachtete Republik – 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte Band1, S.186

 

 

In meinem erwähnten Vortrag habe ich Tseten Dolma (1937-), die vom KP-Regime zur Propagandasängerin ausgebildete Tibeterin,  vorgestellt. Sie zählt zu den Altersgenossen des vierzehnten Dalai Lama (1935-) und des zehnten Panchan Lama (1938-1989).  Dolma hat mit ihren Lobgesängen die Lüge der Kommunisten über Tibet und den Dalai Lama verbreitet. Auch ich hatte ihr geglaubt.

 

Das KP-Regime desinformiert nicht nur die Menschen in der VR China, sondern weltweit. Während die KP-Gegner nicht im KP-Machtgebiet und -Einflussbereich wie z.B. im chinesischen Programm der Deutschen Welle veröffentlichen können, wird die KP-Propaganda weltweit verbreitet, auch über die deutschen Medien. Beispielsweise wurde im November 2013 ein Film in ARTE ausgestrahlt, in dem die Tibeter frei ihren Glauben praktizieren können, und die ARD zeigte im Januar einen geschickt gemachten Film über zwei fröhliche Tibeter von einem deutschen KP-Günstling. Weiß der Sonderkorrespondent der Deutschen Welle wirklich nicht, dass das KP-Regime viele Menschen ins Exil, zum Selbstmord und sogar zur Selbstverbrennung getrieben hat und noch treibt? Ein anderer ARTE-Film „Kampf um Tibet – Die chinesische Lüge“ ist hingegen sehenswert und kritikwürdig.  Der Konflikt in Tibet wird spannend dargestellt. Auch die Selbstverbrennungen werden berücksichtigt, aber die Lüge kommt von den Kommunisten. Selbst der Befehl, Tibet zu besetzen, kam von Mao aus Moskau. Die Gefahr aus Peking wird im Film verdeutlicht, aber der unlösbare Konflikt zwischen dem KP-Regime und der unterdrückten Bevölkerung aller Ethnien wird nicht hervorgehoben. Im Grund genommen geht es um einen Konflikt zwischen einer KP-Diktatur und der freiheitlichen Demokratie.

 

Gleichzeitig ist der Dalai Lama in den westlichen Medien so präsent wie ein Popstar. „Gottkönig im Exil“ nennt sich ein ARD-Film über ihn. Deshalb möchte ich diesmal in Bezug auf den Dalai Lama meinen Standpunkt erläutern:

 

 

Gewaltlosigkeit aber ohne Kooperation

 

„Gottkönig“ ist nur eine der vielen Bezeichnungen für den vierzehnten Dalai Lama im Westen, während das KP-Regime ihn zuerst beschenkt und beehrt, und dann  als „Separatist“, „Sklavenhalter“ und mittlerweile auch als „Wolf in Mönchskutte“ verleumdet.

 

Für mich gehört der Begriff „Gott“ zu den jüdisch-christlichen Begriffen und bezeichnet eine Himmelsmacht, die wir Menschen nur ahnen können und respektieren sollen.  „König“ hingegen  ist ein weltlicher Machthaber. Deshalb ist das Wort Gottkönig hohl und kann in der Realität keinen Bezug finden.

Auf den „Gottkönig“ lässt sich aber leicht einschlagen. Diese Schläge machen viel Lärm, aber können den jetzigen Dalai Lama nicht treffen, weil er sich selbst als einfachen Mönch bezeichnet.

Ich möchte den Dalai Lama aus drei Perspektiven beleuchten, die mir meine Bildung ermöglicht.

 

 

1. Aus buddhistischem Kontext

 

Beschäftigt man sich mit den buddhistischen Lehren, Praktiken und den Biographien der buddhistischen Persönlichkeiten, kann man erfahren, dass sich ein echter Buddhist des weltlichen Lebens entsagt, um sich zur Erleuchtung zu kultivieren. Buddha Shyakamuni (565v. Chr.- 486v. Chr.) war ein Prinz und verließ den Palast, um als Bettelmönch die Erleuchtung zu erlangen. Milarepa (1040-1123) verzichtete auch auf alle weltlichen Dinge einschließlich der Sexualität, um in Entsagung die Erleuchtung zu erlangen und dann Schüler bei der Kultivierung anzuleiten. Er wird als Gründer des Kagyü-Ordens des tibetischen Buddhismus betrachtet.

 

Das buddhistische Wissen kann sehr hilfreich sein. Als ich in Düsseldorf studierte, lernte ich eine deutsche Kommilitonin kennen. Sie hatte unter ihrer Erinnerung an die unzähligen Vorleben gelitten, wie die Schwedin Barbro Karlen (1954-). Das einstige Wunderkind bekannte sich 1995 zur Wiedergeburt von Anne Frank (1929-1945) und stieß bei vielen Menschen auf Unverständnis. Ich wünschte, dass diese Menschen von dem tibetischen Tulku-System wissen könnten, das auf der Reinkarnation, besser gesagt auf der Erinnerung der Kleinkinder an ihr Vorleben beruht.

 

Die so genannte Transsexualität, die heutzutage zur Geschlechtsoperation führt, ist ein gängiges Phänomen für die Reinkarnation. Man wird als Junge wiedergeboren, aber erinnert sich noch an sein Vorleben als Frau,  oder umgekehrt. Bedauerlicherweise haben viele Menschen kaum Zugang zum buddhistischen Wissen und können auch den Dalai Lama nicht verstehen.

 

Die Dalai Lamas gehören zu den vier führenden Reinkarnations-Linienhaltern des Gelug-Ordens des tibetischen Buddhismus, die zur weltlichen Macht gekommen sind.

Der dreizehnte Dalai Lama (1876-1933) führte verschiedene Machtkämpfe und vertrieb sogar den neunten Panchan Lama (1883-1937) aus Tibet, aber beide warnten vor den kommunistischen Banditen. Leider hatte ihre Warnung die Tibeter und die beiden jungen Nachfolger nicht vor der kommunistischen Falle bewahrt.

 

Seit 1959 ist der vierzehnte Dalai Lama durch das Exil  weltberühmt geworden, während der zehnte Panchan Lama und zwei anderen gleichrangigen Lamas des Gelug-Ordens im Westen fast unbekannt sind.

 

Im Vergleich zum Panchan Lama, der nach einer Haft von fast zehn Jahren 1978 eine zwanzig Jahre jüngere Rotchinesin heiratete, lebt der vierzehnte Dalai Lama in der Tradition, wie es sich gehört, aber predigt fast das Gegenteil von dem, was die buddhistischen Meister vorgelebt haben. Beispielsweise sagte er  in einem Interview zu seinem 65sten Geburtstag, „Ich finde, dass gerade buddhistische Nonnen und Mönche viel mehr für die Gesellschaft tun sollten“.

Das Zitat ist für die Nichtbuddhisten nicht verwerflich, aber für Buddhisten schon. Denn ein echter Buddhist  widmet sich der Erleuchtung, und nicht der Gesellschaft, wie ich vorher erklärt habe. Allem Anschein nach ist der Preisträger, Werbeträger und Sympathieträger meilenweit von den buddhistischen Meistern entfernt.  Aber er ist jedenfalls kein Scharlatan, der das religiöse Gefühl der Anhänger missbraucht, um an Sex und Geld zu kommen.

 

 

2. Aus westlichem Kontext

 

Wenn man moralisch ist,  kann man leicht erkennen, dass das „Manifest der Kommunistischen Partei“ der Anstiftung zum Mord und Raub im Namen der Gerechtigkeit gleichkommt.

Aber der Dalai Lama als religiöser Führer schwärmt immer noch in der Öffentlichkeit vom Kommunismus bzw. Marxismus, wie viele Medienberichte belegen.

 

Es ist sehr bedauerlich, dass der aus der kommunistischen Haft in Rumänien freigekaufte Pastor Richard Wurmbrand (1909-2001) schon gestorben ist, sonst könnte der Autor des Werkes „Karl Marx und Satan – War Karl Marx ein Satanist?“ den Dalai Lama mit der Entstehungsgeschichte des Kommunismus in Europa bekannt machen.

 

Wenn man wissbegierig ist, kann man durch Veröffentlichungen wie z.B. „Das Schwarzbuch des Kommunismus -Verbrechen, Terror und Unterdrückung“  des französischen Historikers Stéphane Courtois (1947-) und „Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie“ des deutschen Uniprofessors Konrad Löw (1931-) erfahren, dass der Kommunismus rotlackierter Faschismus bzw. Terrorismus ist.

Sogar der einstige SED-Ideologe Günter Schabowski (1929-)  konnte 1996 schon nach der Lektüre von Löws  Werk „Der Mythos Marx und seine Macher. Wie aus Geschichten Geschichte wird“ zu der Schlussfolgerung kommen: „Allein was Löw über die Persönlichkeitsstruktur der Zwillingsväter des Kommunismus, über die zynische Herabsetzung von Angehörigen und Gefährten, die antisemitischen Tiraden in ihrem Schriftwechsel und ihre Verfälschungspraktiken zusammengetragen hat, läßt die Götzenbilder polternd zusammenfallen, die wir uns von ihnen gemacht haben“. Im Vergleich zum Dalai Lama, der sechs Jahre jünger ist, scheint der einstige Kommunist viel aufnahmefähiger zu sein.

 

 

3. Aus chinesischem Kontext

 

Der Dalai Lama war religiöses und weltliches Oberhaupt der Tibeter. Eigentlich soll er die Freiheit Tibets gegen das KP-Regime verteidigen, aber er findet immer noch gute Worte für seine Verfolger und nimmt die Verfassung der VR China ernst, die das KP-Regime selbst missachtet. Er hat auch dazu beigetragen, dass Liu Xiaobo, der im Sinne des KP-Regimes  seit 1989 die chinesischen Freiheitskämpfer konterkariert, als Friedensnobelpreisträger gilt, wie er.

 

Durch seine Schwärmerei für den Kommunismus und die KP-Führung, seine Unterstützung für den Missbrauch der Olympischen Spiele und den verlogenen Liu Xiaobo fungiert der Dala Lama als Galionsfigur der Appeasement-Politik, die den chinesischen Freiheitskampf durchkreuzt.

 

Gewaltlosigkeit ohne Kooperation ist der chinesische Standpunkt gegenüber einem KP-Regime, das sogar den Organraub begeht.  Seit Ende 2004 wächst täglich die Zahl der Menschen, die sich im Internet registrieren, um sich geistig von der Kommunistischen Partei Chinas zu befreien. http://tuidang.epochtimes.com/

Leider weiß dieses Regime Menschen nicht nur zu terrorisieren, sondern auch zu manipulieren, so dass selbst der Dalai Lama als Opfer zu betrachten ist.

 

Ich möchte nicht mit dem Teufel Suppe essen, deshalb brauche ich keinen langen Löffel und kann klare Worte reden.

 

Mein Wissen und Gewissen erlauben mir weder Illusion von der KP-Führung, noch von dem Dalai Lama. Darum wünsche ich mir, dass ich mit meinem Wissen Menschen, die für die Freiheit Tibets kämpfen, desillusionieren kann!

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Ich bin gespannt auf die Diskussion darüber, was Sie und ich noch machen könnten, für die Menschen in der Unfreiheit unter der KP- Diktatur.

 

 

Ulm, 11. Februar 2014

Beiträge über Tibet von XU Pei

2 Feb

 

1. Offener Brief an den Dalai Lama

http://dr.xu-pei.de/index.php?id=24

 

2.Vortrag zum Internationalen Menschenrechtstag 2008 auf Einladung der Tibet Initiative Hamburg

 

http://www.igfm-muenchen.de/china/Aktuelles/XuPei_Propaganda.html

 

3. Schriftliche Rede zum 50sten Jahrestag des tibetischen Aufstandes auf Einladung der Tibeter Gemeinschaft Schweiz & Liechtenstein

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2009/03/10/das-gespenst-des-kommunismus-ist-am-ende

 

4. Rebiya Kadeer versus Dalai Lama

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2009/07/23/rebiya-kadeer-versus-dalai-lama

 

5. Einblick in das Tibetproblem

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2011/02/05/einblick-das-tibetproblem

 

6. Vortrag über den Konflikt in Tibet und seine Ursache auf Einladung der Tibet Initiative Karlsruhe

 

 

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/09/27/xu-pei-der-konflikt-in-tibet-und-seine-ursache/

 

7. Lesung über mein Leben und Werk in Bezug auf Tibet auf Einladung der Tibet Initiative Tübingen

 

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/11/09/xu-pei-lesung-in-tubingen-am-7-november-2013/

 

8. Vortrag „Wissen über China und Tibet“ in Ulm

 

 

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2014/02/13/xu-pei-vortrag-im-ulmer-einstein-haus/