Archiv | September, 2013

Xu Pei: Der Konflikt in Tibet und seine Ursache

27 Sep

 

Dankbar bin ich, dass ich in Tibet geboren, in der sogenannnten Volksrepublik China aufgewachsen und aus Neugier schon vor dem Tiananmen-Massaker 1989 nach Europa zum Studium gekommen bin.

 

Dank der Freiheit in Deutschland ist es mir vergönnt, mich mit den Geistesgrößen in beiden Kulturen zu befassen; von ihnen zu lernen. Ohne die Freiheit hätte ich keine wahrhaftigen Erkenntnisse gewinnen und veröffentlichen können. Ohne meine Erfahrungen in Rotchina hätte ich die von dort ausgehenden Desinformationen in Bezug auf China und Tibet nicht durchschauen können. Zu der Verwirrung tragen leider auch westliche Prominente bei.

 

Dank Internet kann ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse im chinesischen Widerstand gegen das KP-Regime von Köln aus allen Interessenten kostenlos anbieten.

Freiheit und Menschenrechte möchte ich nicht nur genießen, sondern mich auch dafür einsetzen, Barrieren wie z.B. Nationalismus oder Rassismus abzubauen.

 

Als Autorin halte ich die Wahrhaftigkeit für mein höchstes Gebot und möchte wie eine Nadel alle Lügenblasen in meinem Blickfeld zum Zerplatzen bringen.

 

Auf Einladung der Tibet Initiative Karlsruhe habe ich am 25. September im Internationalen Begegnungszentrum Karlsruhe mein Wissen über Tibet in Bezug auf Chinesen und Deutschen zum Austausch vorgetragen.

 

 

1 Tibet aus chinesischer Sicht

 

Die blutige Niederschlagung des tibetischen Aufstandes 2008 brachte mich dazu, der KP-Propaganda über Tibet und gegen den Dalai Lama entgegenzuwirken. Damals habe ich einen offenen Brief an den Dalai Lama initiiert, in der Hoffnung, dass er aus den Olympischen Spielen 1936 in Berlin lernen könnte und auf keinen Fall das KP-Regime dabei unterstützen würde, die Olympischen Spiele zu seiner Propagandaschau zu degradieren.

 

Die Olympischen Spiele in Peking haben nicht zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Rotchina beigetragen, wie zu befürchten war. Neben dem systematischen Organraub an den Falun Gong-Praktizierenden finden seit 2003 Selbstverbrennungen für die Menschenrechte in China, seit 2009 in Tibet und im Exil statt. Zum fünften Jahrestag der Olympischen Spiele in Peking hätte ich gerne diejenigen Prominenten in der freiheitlichen Welt zur Rede gestellt, die das KP-Regime bei seiner Propagandaschau unterstützt haben. Dazu gehört leider auch der Dalai Lama.

 

Am 14. September veröffentlichte die BBC einen Bericht auf Chinesisch unter der Überschrift „Der Dalai Lama: Chinas Tibetpolitik wurde  ‚realistischer'“. Dabei hatte sich am 6. August ein weiterer Tibeter, mindestens der 125ste, wie eine Freiheitsfackel  angezündet.

 

Im Gegensatz zum Dalai Lama setze ich keine Hoffnung auf das KP-Regime, sondern setze mich gegen die KP-Diktatur in ihrem ganzen Machtbereich ein, wie mindestens 150 Millionen Chinesen weltweit. Tibet ist nur ein Teil davon.

 

Nach der Machtergreifung haben die Kommunisten das besetze Gebiet neuverteilt und umbenannt. Das historische tibetische Siedlungsgebiet wurde auseinandergenommen. Das deutsche Wort Tibet umfasst ein viel größeres Gebiet als das entsprechende Wort auf Rotchinesisch. Mein Geburtsort Dardo gehört z. B. zum tibetischen Siedlungsgebiet, wurde aber von dem KP-Regime in die Provinz Sichuan eingegliedert.

 

Seit 1949 sind 2 Millionen Menschen aus allen Teilen des von den Kommunisten besetzten Gebietes der chinesischen Regierung auf die Insel Taiwan gefolgt, darunter auch viele Tibeter. Sie leben dort mit Menschen anderer Ethnien vom Festland und Inseleinwohnern zusammen. 2009 haben noch 110 neue tibetische Flüchtlinge für das Bleiberecht in der Republik China auf der Insel Taiwan demonstriert.  Es gibt Tibeter und Chinesen in Taiwan, die von dort für die Freiheit in Tibet kämpfen.  Mit anderen Worten, ohne die kommunistische  Machtergreifung hätten die Tibeter auch auf dem Festland mit anderen ethnischen Gruppen wie den Han-Chinesen friedlich leben können, zumal es viele Chinesen gibt, die den gleichen Glauben praktizieren wie die Tibeter.

 

Der tibetische König Songtsen Gampo (617 – 649) bat nach militärischen Konfrontationen den Kaiser Taizhong (599 – 649)  der Tang-Dynastie in China um eine Frau. Eine Tochter der kaiserlichen Familie wurde ausgewählt und als Prinzessin Wencheng (625 – 680) bekannt. Sie wurde mit einem großen Hofstaat nach Tibet verheiratet. Die fromme Buddhistin brachte auch eine Statue Buddha Shakyamunis mit, die bis heute in Tibet als Jowo Shakyamuni verehrt wird. Prinzessin Wencheng trug dazu bei, dass sich unter der Herrschaft von Songtsen Gampo der Buddhismus in Tibet verbreitete. Siebzig Jahre später wurde eine weitere kaiserliche Tochter auf Bitte der tibetischen Seite nach dorthin verheiratet, und ging als Prinzessin Jincheng (698 – 740) in die Geschichte ein.

 

Die beiden kaiserlichen Töchter und ihr Hofstaat sind nur zwei Beispiele für Menschen aus China, die aus verschiedenen Gründen nach Tibet eingewandert sind. Die Tibeter, insbesondere tibetische Mönche, wanderten und wandern auch heute nach China ein. Ein Beleg dafür ist der lamaistische Yonghe-Tempel in Peking, der schon vor 1735 von den Mönchen tibetischer Schule bewohnt wurde.

 

Deshalb weise ich bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass der gegenwärtige Konflikt in Tibet erst entstand, als 1949 die demokratisch gewählte Regierung in der Republik China von der Komintern unter der Direktive von Stalin auf die Insel Taiwan vertrieben wurde. Das Thema „Der Konflikt in Tibet und seine Ursache“, das mir vorgeschlagen wurde, veranlasste mich dazu,  den Wesensgrund dafür auf Deutsch auszuformulieren.

 

 

2 Rotchinesisch und die Kommunistisierung

 

Die Kommunisten haben nach ihrer Machtergreifung die chinesische Sprache und Kultur systematisch zerstört. Nur etwa zweitausend chinesische Schriftzeichen wurden als Grundwortschatz für den kommunistischen Neusprech à la George Orwell übernommen. Die bildhaften und sinnvollen Schriftzeichen wurden zuerst sinnentleert und formentstellt, und dann ideologisiert. In der VR China wird nur dieses Rotchinesisch gelehrt und benutzt.

 

Gott sei Dank wird das traditionelle Chinesisch aber noch außerhalb des KP-Machtbereichs überliefert und gelehrt.  So kann ich in Deutschland die beiden Sprachsysteme vergleichen und darin die gegensätzlichen Geisteshaltungen erkennen. Dank der Freiheit im Westen fühle ich mich berufen, den chinesischen Geist auf Deutsch zu präsentieren und mich gegen das vom „Gespenst des Kommunismus“ verfälschte Chinesisch zu wehren. Festlandschinesen kennen heutzutage leider meistens nur das Rotchinesisch, während die so genannten Kurzzeichen der rotchinesischen Schrift den Chinesen aus der Republik China und Hongkong Schwierigkeit bereiten. Darum werden die Tibeter nicht sinisiert, sondern kommunistisiert, wie alle anderen Ethnien unter einer KP-Diktatur.  Die Kommunistisierung hat auch in der DDR stattgefunden und macht sich auch in dem vereinigten Deutschland bemerkbar.

 

Beispielsweise wurde Marx 2003 bei der ZDF-Sendung „Unsere Besten – Wer ist der größte Deutsche?“ zum drittgrößten Deutschen gewählt. In allen neuen Bundesländern wurde Marx sogar zur Nummer eins gewählt. Das Sendungsteam hatte sich auf  „die Suche nach dem wichtigsten Deutschen, dem größten Vorbild, der bedeutendsten Persönlichkeit“ begeben.  Marx wurde als Philosoph betrachtet. In diesem Sinne wurde auch 2010 ein Film über Marx im ZDF gezeigt. Dazu wurde der Marx Forscher Konrad Löw von einer Exilchinesin interviewt und ich habe das Interview „Karl Marx, der ‚Vernichter'“ ins Chinesische übersetzt.  http://www.epochtimes.de/karl-marx-der-vernichter–675304.html

 

Konrad Löw war Professor für politische Wissenschaft an der Universität Bayreuth. „Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie“ und „Der Mythos Marx und seine Macher. Wie aus Geschichten Geschichte wird“ sind zwei seiner Forschungsergebnisse. Er gehört auch zu denjenigen, die alles, was Marx selbst in seinen jungen Jahren verfasste und was damals über ihn verfasst wurde, wie zum Beispiel, die Briefe seines Vaters, gelesen haben. Dabei kommt der Experte zu der Feststellung, dass Marx jemand ist, „der vor Selbstbewusstsein strotzt, und gleichzeitig – das geht Hand in Hand – alle anderen, die Menschen, aber auch ihre Tradition, gering erachtet, wenn nicht sogar verachtet“.

 

Leider ist der historische Marx bis heute von der Propaganda der Kommunisten für ihren geistigen Patron überdeckt.

Die Gehirnwäsche, der das SED-Regime jeden DDR-Bewohner unterzogen hatte, wirkt nach dem Mauerfall weiter nach. Denn in einer demokratischen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland wird jedem der freie Zugang zur Information ermöglicht. Es gibt weder systematische Information, noch systematische Desinformation, wie sie in jedem totalitären Regime stattfindet, auch in der VR China.  Die Befreiung von der roten Indoktrination hängt von jedem Individuum ab.

 

 

3 Das KP-Regime und die chinesische Regierung

 

Die Kommunistische Partei Chinas hat nicht nur den Konflikt in Tibet, sondern auch Konflikte mit allen anderen ethnischen oder nationalen, religiösen, politischen und sozialen Gruppen in ihrem Herrschaftsgebiet verursacht.

Dank westlicher Tibetfreunde, unter anderem der Tibet Initiative Deutschland ist der Konflikt in Tibet auf der internationalen Ebene vielleicht am bekanntesten. Aber der KP-Konflikt mit der Republik China auf der Insel Taiwan, mit den Uiguren wie Nijat Abdureyimu, mit den romtreuen Christen, mit Demokraten wie Wei Jingsheng und mit Buddhisten der Falun Gong-Schule müssen auch bekannt gemacht werden. Die KP Chinas bezeichnet in ihrem Neusprech die fünf wichtigen Konflikte als „Fünf Gifte“ und verfolgt die betroffenen Menschen mit perfiden Mitteln. Unter der Überschrift  „Fünf Gifte“ ist auch ein Spiegel-Bericht über die Spionagetätigkeit der KP Chinas in Deutschland erschienen. 2011 wurde ein promovierter Mediziner aus China in Celle wegen seiner Spionagetätigkeit für das KP-Regime verurteilt.

 

Die Staatsanwaltschaft in Celle hatte in ihrer Anklageschrift bei der Eröffnung des Verfahrens gegen den Spitzel den deutschen Verfassungsschutz zitiert: „Die chinesische Regierung diffamiert die als größte Gefahren für die eigene Macht bewerteten Personengruppen als so genannte ‚Fünf Gifte‘. Sie bekämpft diese nicht nur in der Heimat, sondern späht auch die in Deutschland lebenden Anhänger aus. Betroffen sind vor allem die von China des Separatismus verdächtigten Uiguren und Tibeter sowie die Angehörigen der Meditationsbewegung Falun Gong. Darüber hinaus betrachtet die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) auch Mitglieder der Demokratiebewegung und Befürworter einer Eigenstaatlichkeit Taiwans als Staatsfeinde.“ Die sogenannten Fünf Gifte hat das KP-Regime auch tabuisiert. Die fünf Tabus werden von vielen westlichen Chinaexperten und -korrespondenten übernommen. Entweder vermeiden sie diese fünf Themen, oder sie verbreiten die KP-Verleumdungen gegen die betroffenen Gruppen. Paradebeipiel hierfür ist das größte und aktuellste Tabu Falun Gong. Bis heute übernehmen manche deutsche Medien die KP-Propaganda gegen die Falun Gong Bewegung. Erst im Rahmen meines letzten Heimkehrversuchs 2002 durfte ich Chinesen, die wegen Falun Gong verfolgt werden,  kennenlernen und seitdem verteidige ich sie gegen Verleumdungen aller Art.

 

Das KP-Regime in Rotchina hat 1971 die chinesische Regierung aus der UNO verdrängt, obwohl die Republik China massgeblich zur Gründung der UNO und zur Menschenrechtscharta beigetragen hatte. Dabei hat das KP-Regime mindestens 80 Millionen Todesopfer gefordert, nachdem die Kommunisten mit Gewalt, Lügen, Spionen und Unterstützung der Sowjetunion die chinesische Regierung nach Taiwan vertrieben hatten. Das Tiananmen-Massaker 1989 hat  in der Weltöffentlichkeit stattgefunden, dennoch gibt das Regime dieses Verbrechen bis heute nicht zu und verfolgt sogar die Angehörigen der Opfer. Mit anderen Worten, die rechtmäßige chinesische Regierung befindet sich nicht auf dem Festland China, sondern auf der Insel Taiwan.

 

 

4 Kommunisten und ihre Gegner

 

1848 veröffentlichten Karl Marx und Friedrich Engels das „Manifest der Kommunistischen Partei“ in London. Sie rufen zum Klassenkampf auf, um einen „gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung“ zu erreichen. Nach der chinesischen traditionellen Ethik ist es Anstiftung zum Raub und Mord. Nach dem christlichen Weltbild ist Marx ein Satanist. Der Autor des  Buches „War Karl Marx ein Satanist ?“ Richard Wurmbrand (1909-2001) war ein christlicher Gegner der KP-Dikatatur in Rumänien.

 

Der erste Weltkrieg und der deutsche Kaiser Wilhelm II verhalfen Lenin 1917 dazu, die erste KP-Diktatur mit Gewalt zu gründen. Der zweite Weltkrieg und Lenins Nachfolger Stalin zwangen ein Drittel der Weltbevölkerung unter die KP-Diktatur. (Kaum kam ich in die Schule, wurde mir eingetrichtert, dass wir noch zwei Drittel der Weltbevölkerung zu befreien hätten.)

 

Die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas wurde 1921 von Moskau finanziert und geleitet. Ihre Mitglieder sind von Anfang an international. Dazu gehören auch deutsche Kommunisten wie z. B. Hans Shippe (1897-1941). Er kämpfte  seit 1925 mit Stift und Gewehr für den Machtkampf der Kommunisten in China und ließ sogar sein Leben dabei.

 

1989 hat das KP-Regime mit dem Tiananmen-Massaker seine Macht in China erhalten können, während die KP-Diktaturen in der  Sowjetunion und ihren Kolonialstaaten in Osteuropa eine nach der anderen zusammenbrachen.

 

Zum  80. Jahrestag der Machtergreifung Lenins in Russland erschien „Das Schwarzbuch des Kommunismus -Verbrechen, Terror, Unterdrückung“. Das war die  erste weltweite Gesamtbilanz von 80 Jahren Kommunismus, der bis zum Jahr 1997 eine Gesamtopferzahl von 100 Millionen Menschen  gefordert hatte.

 

2004 erschien die erste chinesische Abrechnung mit dem KP-Regime „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“. http://www.epochtimes.de/neun-kommentare-ueber-die-kommunistische-partei.html

Während das KP-Regime immer noch die Bevölkerung in seinem Machtbereich ermordet und verfolgt, haben sich  146,424,362 (Stand vom 17. September, sechs Tage später, am 23. erreichte die Zahl 146,802,057) Chinesen von der KP losgesagt, indem sie sich namentlich oder anonym im Internet registrieren liessen.

 

Ohne die chinesischen Kommunisten wäre die Republik China, der erste demokratische Staat in Asien, nicht unterwandert und auf dem Festland gestürzt worden.

Ohne die tibetischen Kommunisten wäre Tibet nicht unter die KP-Diktatur geraten. Die tibetischen Kommunisten, wie  z.B. Phun Tshogs Dbang Rgyal (1921-2008)  haben das totalitäre KP-Regime mitgetragen.

 

 

5 Die Unterwanderung durch die KP Chinas

 

Der ZDF-Bericht über Tibet:

 

 

Auch dem Zeit-Bericht vom Sommer 2013 unter der Überschrift „Gekauftes Glück“ist zu entnehmen, dass die KP-Diktatur in Tibet von ethnischen Tibetern mitgetragen wird, aus welchem Grund auch immer.

http://www.zeit.de/2013/30/tibet-wirtschaft-wachstum-china/komplettansicht

 

Der Konflikt in Tibet ist ein Konflikt zwischen den Kommunisten und Menschen anderer Gesinnungen.

„Wir haben euch eingeladen, weil ihr aus Deutschland kommt! Dem Land von Marx!“ sagte ein tibetischer Kommunist zu der Verfasserin des genannten Berichtes und zwei weiteren zur PR-Reise eingeladenen Deutschen. Es war also die Verehrung der tibetischen Kommunisten für Marx, die den deutschen Journalisten den Zugang zu Tibet ermöglicht hat.

 

Die Chinesen, die in Tibet leben müssen, wie einst meine Eltern, möchten lieber in ihrer Heimat bleiben, wenn es nur möglich wäre. (Mehr dazu in meinem Roman „Der weite Weg des Mädchens Hong“.) Das KP-Regime aber hat den Menschen in seinem Machtbereich ihrer Selbstbestimmungsrechte geraubt.  Das Trugbild, welches das KP-Regime vorgaukelt, wird leider immer noch von manchen Westlern gerne übernommen und verbreitet.

 

Solange die KP an der Macht ist und als chinesische Regierung akzeptiert wird, insbesondere vom Dalai Lama, wird der  Konflikt in Tibet nicht gelöst. Auch der Schlüssel zum Konflikt mit Nordkorea liegt in Peking.

 

Das KP-Regime unterzieht nicht nur die Bewohner einer Gehirnwäsche, sondern betreibt systematisch Auslandspropaganda. Seit 2004 hat die KP Chinas weltweit Auslandspropaganda-Zentren eingerichtet, die sich Konfuzius-Institute nennen. Dort werden nicht die konfuzianischen Prinzipien, die mit demokratischen Grundwerten kompatibel sind, vermittelt, sondern das Rotchinesisch und die Ideologie der KP-Machthaber in Peking. Sie übernehmen beispielsweise die oben genannten Fünf Verbote, die nicht nur gegen die Menschenrechtscharta, sondern auch gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen.

 

Der Konflikt in Tibet ist kein ethnischer, sondern ein ideologischer Konflikt. Es ist ein Konflikt zwischen Demokratie und Diktatur,  zwischen Gewaltlosigkeit und Gewalt, zwischen Gutem und Bösem…Um den Konflikt in Tibet zu lösen, muss man das KP-Regime auflösen. Als Deutscher kann man dazu beitragen, den kommunistischen Einfluss bewusst zu machen, um sich gegen die Desinformation der KP Chinas zu wehren. Deutschland hat zwei totalitäre Regimes überwunden. Die deutsche Regierung und die deutschen Medien sollen ein realistisches Bild von der VR China zeichnen. Das unterstützt die Freiheitsbewegung des Volkes in Tibet und in China.

 

 

Zusammenfassung

 

1 Zwischen Chinesen und Tibetern gibt es keinen unlösbaren Konflikt, aber der Konflikt zwischen der KP Chinas und allen anderen  Gruppen ist unlösbar.

 

2 Die Freiheitskämpfer in Tibet und China können wir unterstützen, indem wir das KP-Regime ablehnen und dazu beitragen, es aufzulösen.

 

3 Die Desinformation der Kommunisten ist weltweit, auch in Deutschland, und die deutsche Regierung sowie die deutschen Medien haben eine historisch bedingte besondere Verantwortung.

 

 

 

Köln, 27. September 2013

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Hintergrundwissen über die „Körperwelten“ von Hagens zur Info und Weitergabe mit Dank und Gruß von Xu Pei

6 Sep

Unter dem Motto „Wandel durch Handel“ hat die freiheitliche Welt dem heimtückischsten KP-Regime in meinem Heimatland China nicht zum Rechtsstaat verholfen, aber viele Westler haben sich zum Komplizen des Terrorregimes gewandelt, die auch ihre Rechnungen zu begleichen haben. Das lässt sich an dem Fall des Spitzenmaoisten Bo Xilai verdeutlichen:

Nachdem ein Brite von Bos Frau eine Vermittlungsgebühr von 14 Millionen Pfund verlangt hatte,  wurde er im November 2011 ermordet.  Die Flucht in das US-Konsulat von Bos Polizeichef am 6.  Februar 2012 brachte den vertuschten Mord ans Tageslicht und Bo auf die Anklagebank in der VR China, nachdem Bo als Verfolger von Falun Gong bei jedem Auslandsbesuch  von seinen Opfern wegen Folter verklagt wurde.

Durch den Umsturz von Bo wurde Hagens mit seiner „Monsterfabrik“ in Dalian  ein  heißes Thema in den chinesischen Medien weltweit, nachdem diese im Februar 2012 auch geschlossen  wurde.

Daraufhin interviewte das chinesische Programm der Deutschen Welle den Sohn von Hagens.  Durch das Interview „Wir haben mit Bo Xilai keinen privaten Kontakt“ vom August 2012 wird aber bestätigt, dass Bo  Hagens die Ehrenbürgerschaft und eine Auszeichnung verliehen hat.  Und ab 2006 hörte Hagens auf, in China Leichen zu präparieren.  Es ist kein Zufall, dass just im März 2006 zwei chinesische Augenzeugen in die Öffentlichkeit traten, um den Organraub an Falun Gong-Schülern anzuprangern.

Mit anderen Worten, es besteht der Verdacht, dass Hagens in den Organraub verwickelt ist, den Bo Xilai selbst in einem Telefongespräch am 13. September 2006 in Hamburg zugab. Die Aufnahme des Telefongesprächs ist mittlerweile im Internet veröffentlicht. Jeder,  der Chinesisch versteht, kann sich das Gespräch unter dem folgenden Link anhören. http://www.epochtimes.com/gb/13/8/28/n3950806.htm

Der Vorwurf von Ethan Gutman gegen Hagens ist also berechtigt.

Vom SED-Opfer zum Komplizen des KPC-Regimes

Hagens war einer der 33 000 politischen Gefangenen, die aus den Zuchthäusern der DDR von der Bundesrepublik insgeheim freigekauft worden sind.  In der Freiheit entwickelte sich Hagens zum Mediziner ohne Ethos.

1996 verliehen die Kommunisten  in Dalian Hagens einen Gastprofessor-Titel, damit er im Namen der Wissenschaft professionelle Leichenschänder ausbildete.  Im gleichen Jahr stellte ich an der Universität Peking fest, dass ich auf keinen Fall unter der KP-Führung als anständige Germanistik-Dozentin freiheitliche Grundwerte vermitteln kann.

Im Juli 1999 begann der Ex-KP-Chef Jiang Zemin Falun Gong zu verfolgen, das wegen seiner Heilwirkung bis dahin auch von Spitzenkadern praktiziert und unterstützt wurde.

Im August 1999  eröffnete Hagens mit Unterstützung von Bo Xilai, dem damaligen Machthaber, in der Hafenstadt Dalian seine Leichenfabrik. 2000 kam die erste Leichenausstellung von Hagens nach Köln. Aus Respekt vor den Toten halte ich mich von derartigen Leichenschauen fern und stimme den Kritikern zu, dass sie nicht nur gegen ethische Werte,   christliche und chinesische Sitten, sondern auch gegen Menschenwürde und Menschenrechte verstößt, zumal die Herkunft der Leichen immer noch ungeklärt ist.

Im Vergleich zu den neuen Berichten ist der Spiegel-Bericht „Händler des Todes“ aus dem Jahr 2004 auch fundiert. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29725567.html Die Leichenfabrik von Hagens befand sich nicht nur in der Nähe von Gefängnissen voller politischer Gefangener, sondern auch mitten im Machtgebiet von Bo. Sie wurde in Dalian als hochtechnisches Unternehmen getarnt.  Bis auf einen Reporter war es niemandem gelungen,  „die größte Leichenfabrik der Welt“ zu besuchen.  In diesem Interview vom November 2003 gab Hagens bekannt, dass er nicht vorhatte, seine Ausstellung in China zu zeigen. Warum nicht?  Hatte er Angst, dass die Besucher in den ausgestellten Objekten ihre vermissten Verwandten wieder erkennen könnten? So erinnert das Foto einer schwangeren Frau mit ihrem achtmonatigen Fötus in Hagens Leichenschau viele Chinesen an eine Fernsehmoderatorin in Dalian, die nach ihrer Affäre mit Bo als vermisst gilt.  http://www.open.com.hk/content.php?id=928

Hagens wurde zwar durch seine Leichenschau Multi-Millionär,  aber der überzeugte Atheist kann seine Gesundheit nicht mit Geld kaufen und gab einem Focus-Reporter gegenüber zu, dass seine Krankheit ihn auffrisst, er sich einsam fühlt und viel weint.

Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht!