Archive | Juni, 2013

Xu Pei: Vorsicht! Ein Geisterfahrer – Für Unterstützer des 29-jährigen Amerikaners Snowden

25 Jun

 

Als Snowden im Mai nach Hongkong flog, wurde von den Hackerangriffen aus Rotchina berichtet. Das war auch ein Thema beim USA-Besuch des neuesten KP-Chefs Xi vom 7. – 8. Juni. Xi gab die KP-Hackerangriffe auf die USA auch nicht zu und sagte bei der  Abschlusspressekonferenz, auch Peking sei Opfer von Cyberattacken,  und die amerikanischen Medien hätten das Thema übertrieben.

 

Durch die Enthüllungen von Snowden wurde ab 9. Juni die öffentliche Aufmerksamkeit auf die US-Überwachung gelenkt. Angesichts der Tatsache, dass Snowden nicht nur in den Medien der KP Chinas gefeiert wird, möchte ich seine Unterstützer auf drei Unterschiede zwischen den USA und Rotchina hinweisen:

 

Rechtsstaat Kontra Einparteien-Herrschaft

 

In den USA gibt es für die Überwachung Rechtsgrundlagen. Ohne Genehmigung der unabhängigen Justiz (FISC) kann und darf die NSA niemanden überwachen. PRISM ist von ihrem Kongress genehmigt.

 

In Rotchina erlaubt sich das KP-Regime, mit allen Mitteln die Bewohner zu unterdrücken und kann willkürlich Menschen verhaften, ohne jegliche Rechtsgrundlage.

 

Freie Presse Kontra Sprachrohre

 

In den USA werden Menschenrechte und Freiheit gelebt. Der Bürger hat Möglichkeiten, sich gegen den Machtmissbrauch zu wehren.

 

In Rotchina hat niemand die Möglichkeit, Glaubens- und Gedankenfreiheit zu genießen. Alle Medien und Menschen müssen sich nach den KP-Machthabern richten, wenn sie nicht verfolgt werden möchten.

 

Sicherheit des Staates Kontra  Machterhalt der KP Chinas

 

Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 sind die USA gezwungen, Massnahmen zu ergreifen, um das Volk und den Staat vor weiteren Anschlägen zu schützen.

 

Die KP Chinas aber terrorisiert das Land und die Bewohner seit ihrer Machtergreifung im Jahr 1949. Bis heute werden Menschen willkürlich enteignet, unterdrückt, ermordet und zum Selbstmord getrieben.

 

Wegen der Freiheit sind viele Menschen  in die USA  geflohen, um dort Asyl zu beantragen, und Snowden müsste der erste Mensch sein, der wie ein Geisterfahrer die Gegenrichtung eingeschlagen hat.

 

Hong Kong war als britische Kolonie eine freie Stadt wie Westberlin vor dem Mauerfall und hatte bis zu ihrer Rückgabe 1997 an Rotchina viele Flüchtlinge wegen der KP-Diktaturen aufgenommen. Mittlerweile haben die Bewohner gegen die immer massivere Einflussnahme des KP-Regimes zu kämpfen.

Dort wurde am 13. Juni in einer Zeitung unter der KP-Führung ein Interview veröffentlicht, in dem Snowden US-Hackerangriffe auf China und Hong Kong vorwarf. Am 14. Juni verkündete die KP Chinas durch ihr Sprachrohr   „Whistleblower welcome in China“ .

 

Deshalb vermuten viele Menschen, die wie Ai Wei-wei die KP-Blockaden umgehen müssen und können, um Twitter zu benutzen, dass Snowden im Dienst der KP Chinas steht.

 

Fest steht, dass zwei Aussagen von Snowden nicht wahr sind. Er hat sein Gehalt viel höher angegeben und „The Chinese university of Hong Kong“ hat den von ihm angegebenen Angriff aus den USA dementiert.

 

Hinter der Verführung aus Peking: Schwarze Liste und rote Spione

4 Jun

 

 

Nachdem Rotchinas Ministerpräsident Li Ke-qiang bei seinem Antrittsbesuch vom Mai 2013 Deutschland als „Traumpartner“ umwarb, sehe ich noch einen Grund mehr, darauf hinzuweisen, dass die Einparteienherrschaft in meinem Heimatland die freiheitliche Welt bedroht.  Ich fühle mich dazu verpflichtet, nach bestem Wissen und Gewissen der systematischen KP-Propaganda weltweit entgegenzuwirken, egal von wem sie verbreitet wird. 

 

Zur „Schwarze Liste“

 

Anlässlich der Veröffentlichung meines Romans „Der weite Weg des Mädchens Hong“ wurde ich von einem Journalisten gefragt, seit wann ich auf der Schwarzen Liste der KP Chinas stehe. Auf solch eine unbekümmerte Frage kommt nur jemand, der glücklicherweise die beiden totalitären Regime auf dem deutschen Boden nicht am eigenen Leib erlebt hat. 

Für mich ist die Schwarze  Liste des KP-Regimes nur eine Metaphe und ich kann auch nicht beantworten, ob und seit wann ich gelistet bin.  Ich weiß nur, dass ich wegen des Tiananmen-Massakers zu den KP-Gegnern gehöre und nach meinem zweiten Heimkehrversuch 2002 anfing, aktiv den Widerstand gegen das totalitäre KP-Regime zu unterstützen, auch wenn ich dafür viele Nachteile in Kauf nehmen muss. Beispielsweise war es mir nicht möglich, meine Eltern vor ihrem Tod wieder zu sehen. 

Nachdem das KP-Regime 1989 auf die Forderung meiner Generation nach einem Dialog mit dem Massaker antwortete und so mich aus meinem Traum von Rotchina weckte, konnte ich dank des freien Informationszugangs im Westen das System der KP Chinas durchschauen und mich von ihrer Gehirnwäsche befreien. Dabei lernte ich auch die  Verbrechen der Kommunisten weltweit und ihren Geheimdienst kennen, der jetzt aktiver denn je agiert. 

 

Aktuelle Beispiele

 

Im Mai 2013 wurde auch in den deutschen Medien über die roten Spionage-Angriffe auf die USA berichtet. Und wie immer wurden die mit Daten und Fakten belegten Veröffentlichungen der USA-Experten seitens der Kommunisten in Peking zurückgewiesen.  

In dem Spiegelbericht „Vorwurf des Pentagon: Chinas Hacker spähen US-Militär aus“ steht nur  „Der Cyber-Konflikt zwischen den USA und China schwelt seit Jahren“;  zu ergänzen ist, dass auch Deutschland seit Jahren von den KP-Hackern angegriffen wird.

Die chinesische Webseite in den USA, auf der ich seit 2003 meinen ersten Blog veröffentliche, gehört wie meine Homepage http://dr.xu-pei.de/  zu den Hacker-Angriffszielen. Sie werden immer wieder lahmgelegt. Dennoch hat mein Blog http://blog.boxun.com/hero/xupei/  bis zum 4. Juni 1 762 498  Besuche registriert. 

Nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben werden Menschen, die sich im Heimatland wie auch im Exil für die universellen Grundwerte engagieren,  mit allerlei Attacken konfrontiert.  Beispielsweise versuchte das KP-Regime u.a. mit Anschlägen auf Bussen die Welttournee der Shen Yun Performing Arts zu sabotieren. http://www.zhuichaguoji.org/en/node/196

In den chinesischen Exilmedien wird immer wieder über die Verhaftung und Verurteilung von Spionen aus Rotchina in den USA berichtet. Im Bericht vom 21. Mai ging es um einen Radiologen und zwei weitere Mitarbeiter der „New York  University“. 2010 gab es in den USA insgesamt sieben Fälle, die Täter in sechs Fällen kamen aus Rotchina.

Am 23. Mai gab die tibetische Exilregierung in Indien einen KP-Spion bekannt. Der ethnische Tibeter war seit 2009  unter Exiltibetern aktiv. Er wurde erwischt, als er zwei Exiltibeter zu vergiften versuchte. 

Ende Mai wurden in den australischen Medien  zwei Berichte über die roten Spione veröffentlicht. („Chinese spies woo business leaders“ und „China gets into the business of making friends“ ) 

In Deutschland treiben die Spione der KP Chinas ebenfalls ihr Unwesen, auch wenn der Spitzenkader Li Ke-qiang Deutschland als „Traumpartner“ umschmeichelt. 

 

Aus der Geschichte

 

Nachdem der  Hunnenredner Wilhelm II. den russischen Marxist Lenin (1870-1924) zur Macht in Russland verholfen hatte, bemühte sich der mit Marxismus gewappnete Terrorist darum, die rote Flagge auf der ganzen Welt zu hissen.  

In der Weimarer Republik gab es eine Reihe von Sowjetspionen, die alles taten, um die deutschen Kommunisten an die Macht zu bringen. Gleichzeitig warben sie auch unter den internationalen Kommunisten und  Studenten Spione an.  Zhou En-lai (1898-1976), Richard Sorge (1895-1944) und Agnes Smedley (1892-1950) gehören unbestritten zu den  Sowjetspionen, die in Deutschland in das Räuberschiff  von Lenin und Stalin stiegen.  Moskau setzte sie  anschließend hintereinander in der Republik China ein, und sie bauten dort den roten Geheimdienst auf. Der Sowjetspion Zhou En-lai wurde später der erste KP-Ministerpräsident und Li Ke-qiang ist schon der Siebte, voraussichtlich auch der Letzte.

Richard Sorge und Agnes Smedley tarnten sich als Journalisten und Schriftsteller. Die Sowjetspione hatten die Freiheit in der Republik China ausgenutzt, um Medien, Bildungsstätten, Verlagswesen, Finanzwesen, Justiz und Militär in der jungen Demokratie zu unterwandern.  In roten Medien werden Richard Sorge, Agnes Smedley und Co. bis heute als antifaschistische Helden dargestellt. In Wirklichkeit waren sie skrupellose Handlanger des Sowjetgeheimdienstes, die das Vertrauen der Mitmenschen missbrauchten, um sie für den Stalinismus  zu vereinnahmen.  Ihren Sonderstatus als Westler setzten sie nicht nur dafür ein,  Informationen aller Art für die Sowjetunion zu sammeln, sondern auch, um verhaftete Genossen mit Unterstützung einflussreicher Prominenten wie z. B. Albert Einstein zu befreien.  

Die Sowjetspione arbeiteten international und konnten die konkurrierenden Nationen  fast immer  manipulieren, nicht zuletzt, weil die Kommunisten wie die Nazis für ihr politisches Ziel alle menschlichen und moralischen Werte missachten. Beispielsweise war die Ehefrau des damaligen NS-Botschafters in Japan eine Geliebte von Sorge, während ihr Liebhaber als NS-Mitglied das Vertrauen ihres Ehemannes genoss. So hatte der Spion-Ring von Sorge Stalin vor Hitlers Angriff gewarnt, aber Stalin wollte lieber seinem „Traumpartner“  vertrauen, mit dem er zuvor den „deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt“ geschlossen hatte. Die Sowjetunion hatte auch 20 Jahre lang abgestritten, dass Sorge ein Sowjetspion war, nachdem er in Japan erwischt und hingerichtet wurde.

 

Zum Glück gab es auch Sowjetspione, die um Asyl im Westen baten, wie Igor Gusenko im Jahr 1945 in Kanada.  Ohne ihn hätten die freiheitlichen Demokratien im Westen die  Unterwanderung durch die Sowjetunion nicht bemerkt. 

Aus der Empörung heraus  beauftragten die USA 1945 den NS-Chef der Ostspionage  Reinhard Gehlen, seinen Dienst weiter zu führen, und Gehlen wurde  erster Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes. Das Versagen des FBI führte  1947 zur Gründung der Central Intelligence Agency (CIA), welche die Tätigkeiten vom FBI übernahm und die Spionageabwehr intensivierte.

Als Antwort auf die sowjetische Gefahr wurden die NATO und dann die Bundesrepublik Deutschland gegründet, deren Grundgesetz  sich nach freiheitlichen demokratischen Grundwerten richtet. 

 

Aus meiner Erfahrung

 

Am 1. Mai wurde in den Medien der KP Chinas ein Bericht der Deutschen Welle über Helmut Schmidt vom 25. April  2013  mit einer neuen Überschrift  „Schmidt: Der Westen muss China respektieren und verstehen“ verbreitet.

http://news.xinhuanet.com/world/2013-05/01/c_124649767.htm  

Es ging um Schmidts Buch nach seinem Besuch mit seiner neuen Frau in Rotchina, in dem sogar behauptet wird, „Dieses System der Einparteienherrschaft ist vielen Amerikanern und Europäern zutiefst suspekt, es widerspricht den politischen Traditionen des Westens. Im Lichte der chinesischen Geschichte aber erscheint mir die politische Stabilität, die dieses System gewährleistet, als zweckmäßig, ja wohltuend – sowohl für das chinesische Volk als auch für seine Nachbarn“. Tatsache ist, dass das System der Einparteienherrschaft  in der fünftausendjährigen chinesischen Geschichte vor 1949 nicht existierte.  Der Ex-Wehrmachtsoffizier brachte es mit einem SPD-Parteibuch zum Kanzler der BRD und missbraucht bis heute seine Prominenz, um ein totalitäres KP-Regime  gegen die demokratischen Grundwerte zu verteidigen. 

Die Deutsche Welle soll „Stimme der Freiheit und Menschenrechte“ sein und den Bewohnern jener Staaten unabhängige Informationen liefern, denen das Grundrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit verwehrt wird. Aber die Chinaredaktion der Deutschen Welle liefert immer noch der größten Propagandamaschinerie der Welt  kostenlose Beiträge, die den tibetischen, uigurischen und chinesischen Kampf für die Menschenrechte und Freiheit konterkarieren, wie das oben genannte Beispiel erneut belegt.

 

2008, nachdem ich auf Bitte und Hinweise anderer Menschenrechtler feststellen musste, dass die chinesische Berichterstattung der Deutschen Welle nicht die freiheitlich-demokratischen Grundsätze widerspiegelt, hatte ich die Mitarbeiter der China-Redaktion kontaktiert, von denen ich bis dahin einen positiven Eindruck hatte, aber mein Vorschlag zum Gedankenaustausch wurde abgelehnt.  Also musste ich meine Sympathie für sie überwinden, um ihre Kritiker zu unterstützen. 

Frank Sieren, der wie Helmut Schmidt im chinesischen Programm der Deutschen Welle zum Re-Import der KP-Propaganda beigetragen hatte, trat als Verteidiger eines KP-Mitgliedes auf. Trotz seiner Diffamierung gegen meine Person gab Sieren in seinem Beitrag „Die Phantom-Agentin“ zu, dass ich vor der roten Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas warne.  Wegen der blutigen Niederschlagung des tibetischen Aufstandes 2008 konnte ich Helmut Schmidt und Co. nicht mehr ausweichen, wie ich es bis dahin versucht hatte.

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2010/04/28/ein-chinesisches-urteil-über-helmut-schmidt

Ohne die deutschen KP-Verbündeten hätte ich nicht angefangen, auch auf Deutsch der Desinformation der KP Chinas entgegenzuwirken.

 

Anlässlich des erwähnten Buches von Schmidt durfte ein ehemaliger Asylant aus Rotchina,  der mittlerweile als „Professor“ zu den Referenten der 13 „Konfuzius-Institute“ in Deutschland gehört, als Schmidts Bewunderer  in der ARD-Sendung „Weltmächte der Zukunft – welche Rolle wird China spielen?“  die Zuschauer desinformieren. Deshalb möchte ich aus Wahrheitsliebe die Interessierten aufklären, was der „Professor“  macht.  https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/05/08/xu-pei-zu-der-ard-sendung-weltmachte-der-zukunft-welche-rolle-wird-china-spielen/

Immerhin brachte die unrechtmäßige Verhaftung des deutschen Kunstspediteurs  Schmidts Co-Autor Frank Sieren bereits zu der neuen Einsicht: „Da die chinesische Rechtspraxis undurchschaubar ist, kann jeder deutsche Manager jederzeit in eine solch aussichtslose Lage kommen. Darüber sollten sich Mittelständler, die in China investieren im Klaren sein“. 

 

Köln, zum vierundzwanzigsten Jahrestag des Tiananmen-Massakers