Archive | April, 2013

XU Pei: Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas – Offene Antwort auf Wolf Biermann

25 Apr

 

Liebe Empfänger,

 

als Exilchinesin fühle ich mich in Köln wohl und möchte aus Dankbarkeit meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Menschen teilen, die nicht nur Bürgerechte genießen, sondern auch soziale Verantwortung in unserem Erddorf übernehmen. Außerdem hoffe ich, dass meine authentischen Informationen möglichst viele Nichtchinesen vor dem Schicksal eines in Peking ermordeten Kölner Studenten und des dort verhafteten Kunstspediteurs  bewahren mögen.

 

Angesichts des deutschen Chinajahrs unter der KP-Führung 2012 bin ich dazu gekommen, weiße Pflaumenblüten aus Worten als Rundmail zu schicken, an all diejenigen, die ich dank der deutschen Sprache getroffen habe. In dem zweiten Blumenblatt der weißen Pflaumenblüte für 2013 möchte ich meinen Weg skizzieren, um zu zeigen, auf welche Art und Weise die KP Chinas Menschen manipuliert und Demokratien unterwandert.

 

 

Deutsche Medien und mein Weg

 

 

Die Berliner Mauer zu passieren war für mich leicht, während viele Ostdeutsche ihr Leben riskierten, um Westberlin zu erreichen. Vier Monate nach meinen Erfahrungen in Berlin begann mein Studium im Sommersemester 1989 in Düsseldorf,  und in Peking demonstrierten Studenten meiner Generation auf dem Tiananmen-Platz. Während die alten Kommunisten in China ein Massaker anrichteten, konnten sich die Osteuropäer von den KP-Diktaturen  befreien. Im Ausland durften Chinesen wie ich problemlos gegen das Massaker protestieren, während Gegner des Massakers wie Liao Yi-wu in China verhaftet wurden.

 

Mein Werk und Leben sind von den deutschen Medien dokumentiert. Den Anfang machte die „Rheinische Post“ im Juni 1989 mit dem Bericht „Ich lebe für die Demokratie“. Die Überschrift  stellt eine Zeile aus meinem Gedicht „Lebenslied“ dar, nach dem ich bis heute strebe. https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/09/25/das-lebenslied-von-xu-pei/

Der WDR hat 2008 meinen Weg von einem glücklichen Schwein aus der „Farm der Tiere“ à la George Orwell  zur weltliebenden Exilchinesin in Europa dargestellt.

 

An mir ist zu erkennen, dass Chinesen, wenn sie wie ich nicht unter der KP-Diktatur leiden,  gleiche Grundwerte wie westliche Demokraten schätzen. Helmut Schmidts Behauptungen wie etwa, dass Chinesen andere Vorstellung von Menschenrechten hätten, sind leicht zu widerlegen.

 

Ohne die Gegenüberstellung der deutscher Medien und der Sprachrohre der KP Chinas  hätte ich nach dem Massaker die Lügen der Kommunisten nicht so gründlich kennenlernen und durchschauen können. Denn damals kannte ich nur das von den Kommunisten sinnentleerte und formentstellte Chinesisch, das Neuchinesisch à la George Orwell. Erst in Deutschland lernte ich dank der Exilchinesen und Exilmedien das traditionelle Chinesisch, die Geschichte und die Welt ohne kommunistische Verfälschung kennen.

 

Neben den Exilchinesen und Flüchtlingen aus Osteuropa einschließlich der DDR sind es Journalisten, die meinen Weg begleiten. Ohne den Austausch mit ihnen wäre mir die Wirkung der kommunistischen Propaganda im Westen nicht aufgefallen. Beispielsweise können oder wollen die Multiplikatoren der KP-Propaganda nicht erkennen, dass Westdeutsche trotz der fremden Besatzungsmächte Freiheit genossen, während Ostdeutsche wegen des Marxismus  ihre Menschenrechte verloren; und dass mein Einsatz für Menschenrechte keine Lügen braucht, während ein KP-Regime alle Menschen verfolgt, die nach Wahrheit streben. Manche schwärmen von Rotchina wie Helmut Schmidt und gehören zu den deutschen Akademikern, die das KP-Regime benötigt, um seine Auslandspropaganda-Zentren wie  die „Konfuzius-Institute“ am Laufen zu halten.

 

 

„Konfuzius-Institute“ zum Organraub

 

 

2002, nach meinem zweiten Heimkehrversuch  kam ich zu der Ansicht, dass sich das linkstotalitäre Regime in meinem Heimatland bereits zu einem rechtstotalitären Regime entwickelt hat. Die roten Nazis terrorisieren nicht nur die Volksrepublik China, sondern korrumpieren und bedrohen auch die ganze Welt.  11 Jahre später fühle ich mich auch von Wolf Biermann bestätigt, wenn er schreibt: „Mich nervt und verwirrt es, dass bei Helmut Schmidt nicht alle Alarmglocken schrillen angesichts dieser modernen Diktatur in China. Hypertrophe Armee, hypertrophe Umweltvernichtung, hypertrophe Geldreserven, ein neuer Imperialismus in einer wackligen Welt“.

 

2006, als Chinesen wie der Dichter Zhang Jian-hong (1958-2010) wegen ihren Veröffentlichungen, unter anderem gegen den systematischen Organraub, verhaftet wurden,  begann  in Berlin das erste „Konfuzius-Institut“  Neuchinesisch der KP Chinas zu verbreiten.

 

2008 wurde ich auf die KP-Propaganda im chinesischen Programm der Deutschen Welle aufmerksam und musste feststellen, dass bei der  Deutschen Welle mindestens vier  Mitglieder der KP Chinas arbeiteten, während Exilchinesen ausgeschlossen wurden. Ein weibliches Mitglied fiel  als DW-Journalistin nicht nur  durch ihre propagandistischen Äußerungen auf, sondern sie gehört sogar heute noch zu den Referenten der  „Konfuzius-Institute“. Während sie in einem Hamburger „Konfuzius-Institut“  über das deutsche und chinesische „Glück“  diskutierte, wurden weitere Menschen unter der KP-Dikatur zur Selbstverbrennung getrieben und zu Tode gefoltert.

 

2011 ließen sich schon 11 Universitäten in Deutschland aufzählen, die ein „U-Boot“ der KP Chinas verbergen. Mein Brief an ihre Rektoren ist jetzt im Internet nachzulesen.

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/04/17/an-die-deutschen-rektoren-wegen-ihrer-kooperation-mit-der-kp-chinas/

Wegen meiner Bürgerinitiative gegen die Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas  bin ich nicht nur in den kommunistischen Medien, sondern auch in den deutschen Medien wie  der „ZEIT“ verleumdet worden. Der „China-Kenner“ Frank Sieren  hat in  einem großen ZEIT-Bericht behauptet, dass ich zwei deutsche Journalisten für meinen persönlichen Krieg eingespannt hätte, weil meine Bewerbung bei der Deutschen Welle  erfolglos war. Dabei hat  Sieren seine Rolle für das KP-Regime in China selbst verraten. Mehr dazu: https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/02/02/xu-pei-uber-den-fragwurdigen-chinaexperten-frank-sieren/

 

Die Multiplikatoren der KP-Propaganda wie Sieren erinnern mich immer wieder an das französische Opfer der Appeasement-Politik von Charles de Gaulle, Bernard Boursicot. De Gaulle hatte als erster westlicher Politiker die demokratischen Grundwerte verraten und mit der KP Chinas 1964 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Als Mitarbeiter der französischen Botschaft in Peking wurde Boursicot von einem Spion des KP-Regimes so verblendet, dass der junge Franzose den Spion, also einen Mann, sogar für seine Traumfrau und Mutter seines angeblichen Kindes hielt. Seine unglaubliche Tragödie war die Vorlage für das Theaterstück und den Film „M. Butterfly“.

 

De Gaulles Verrat hatte nicht nur Boursicot, sondern auch die ganze Nation dem Geheimdienst der KP Chinas ausgeliefert, das war auch ein Grund für die gewalttätigen Unruhen in Paris im Mai 1968, deren Zielscheibe De Gaulle selbst wurde. Das Gleiche galt für Helmut Schmidt als großen Befürworter Rotchinas. Er musste die terroristischen Aktionen der Rote Armee Fraktion bewältigen, die ebenfalls von Mao-Zitaten angestiftet wurden.

 

 

Wolf Biermann versus Helmut Schmidt

 

 

Helmut Schmidt hat in der Wanderausstellung zu 150 Jahren deutscher Sozialdemokratie http://www.geschichte-der-sozialdemokratie.de/wanderausstellung  einen Platz bekommen, während er überall, insbesondere in den Medien der KP Chinas, die sozialdemokratischen Grundwerte missachtet und sogar das Tiananmen-Massaker verteidigt.

Gott sei Dank ist Biermann endlich dazu gekommen, die von Schmidt übernommene KP-Propaganda zu entkräften.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article114822505/Helmut-Schmidt-ueber-beide-Ohren-in-China-verliebt.html

Wegen des KP-Kollaborateurs Liu Xiao-bo hat seinesgleiche  Herta Müller in Berlin und in der „FAZ“ Exilchinesen wie mich beschimpft, nun hat Biermann wegen des KP-Opfers Liao die begründeten und berechtigten Kritiken auch von mir an Liao als „Rufmord-Theater des chinesischen Geheimdiensts“ abgetan.

 

Dabei lerne ich seit Biermanns Gastvorlesung 1993 nicht nur Deutsch von ihm, sondern gewinne auch aus seinen Erfahrungen in beiden politischen Systemen auf deutschem Boden auf China übertragbare Erkenntnisse. Ich bin auch diejenige, die  2010 Liao darüber informierte, dass er von Biermann unterstützt wurde. Liao ist bestimmt nicht der einzige Chinese, der durch mich zum ersten Mal von Biermann erfährt. Wie ein Fährmann fahre ich ein Mini-Boot zwischen dem deutschen und chinesischen Ufer, um die Verfolgten zu unterstützen und der riesigen Propaganda-Maschinerie der KP Chinas entgegenzuwirken.

 

Biermann hat „DIE ZEIT“ wegen Liao  in Bezug auf Helmut Schmidt zurecht kritisiert, aber genau wie bei  der „WELT“ gibt es auch bei der „ZEIT“ gute Berichte über China. Während „DIE ZEIT“ einen fundierten Bericht über den systematischen Organraub in  Rotchina veröffentlicht hat, http://www.zeit.de/2013/11/China-Transplantationen-Organhandel

hat „DIE WELT“ die Kritiken an einem unzutreffenden Bericht über das Verbrechen durch einen „Schwiegersohn“ der KP Chinas  ignoriert.

 

Deutsche Medien, die KP-Verbündete und fragwürdige Preisträger zu Wort kommen lassen, aber ihre Kritiker ablehnen, verstoßen gegen die freiheitlichen demokratischen Grundwerte.

 

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/12/11/brief-an-die-faz-herausgeber-von-xu-pei-am-10-august-2012/

 

 

Wolfgang Kubin gegen Liao Yi-wu

 

 

Es ist kein Wunder, dass Kubin den Gefängnisbericht von Liao anzweifelt, denn er gehört zu den in den  Medien der KP Chinas gelobten „Schwiegersöhnen“. Mehr dazu:

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/12/05/was-fur-schwiegersohne-gibt-es-in-deutschland/

Es gibt viele Zeugenberichte über die grausamen KP-Gefängnisse  in Rotchina. Kubins Zweifel daran nimmt ihm seine eigene Glaubwürdigkeit als Chinaexperte. Liaos  Glaubwürdigkeit wäre nicht dahin, wenn Liao sich nicht selbst verraten würde, indem er Liu Xiao-bo lobt. Denn Liu behauptet in seiner Selbstverteidigung „Ich habe keine Feinde“, die als Dankesrede bei der Preisverleihung des Friedensnobelpreises weltweit übertragen worden ist, genau das Gegenteil von Liaos Gefängnisbericht.

 

2004 beantragte  ein großer Wortführer des chinesischen Widerstands gegen das KP-Regime Yuan Hong-bing in Australien Asyl. Yuan wird von  dem KP-Regime gefürchtet und von vielen Menschen wie z.B. dem Exilchinesen Ha Jin in den USA bewundert. http://www.tagesspiegel.de/kultur/china-das-system-der-tausend-augen/1226334.html

Aber Yuan wurde von Liao  in einem Internet-Beitrag mit der Überschrift „Rattengift in den Suppentopf der Gewinner einzuwerfen“ beschimpft. Liao beendete seinen Beitrag mit den Worten, „Ich lasse mich von niemandem daran hindern, ja bestehe darauf,  Rattengift in den Suppentopf der Gewinner einzuwerfen. Ich will ihnen  unbedingt die Suppe verderben. Denn ich kann nicht ausreisen. Als über Vierzigjähriger habe ich noch nie den Geschmack der Freiheit genossen. Das hat mich krank gemacht. Genosse Liu Xiao-bo sagte mal über mich, ‚Der von den Hunden gefickte alte Liao interviewt tagtäglich leidvolle Menschen, schreibt leidvolle Texte, verdient auf so elende Weise sein Geld, wie könnte es sein, dass all dies seine Psyche nicht pervertiert?‘ Meine Antwort darauf war, ‚Dein Vater (Mit dieser Selbstbezeichnung nimmt Liao die Position von Lius Vaters ein.) betreibt keine Politik. Selbst wenn seine Psyche pervertiert worden wäre, würde er Land und  Volk kein Unheil bringen können“.

 

Diese unbereinigte Übersetzung ist eine Kostprobe für  deutschsprachige Leser, die  Liao Yi-wu als deutschen Preisträger kennenlernen. Mit solchen geistigen Ergüssen kann niemand unter normalen Chinesen Respekt gewinnen. In ihm, seinem „Genossen“ Liu  und dem von ihm zurecht kritisierten Literaturnobelpreisträger Mo Yan kann ich beim besten Willen nur Opfer der KP Chinas erkennen, aber nicht die aufrichtigen, gütigen Intellektuellen, die Sacharow,  Lew Kopelew und Heinrich Böll darstellen, auch wenn sie die gleichen Preise bekommen haben!

 

Wolf Biermann kann Liao gegen Kubin und Co. verteidigen, aber nicht gegen Liaos eigene Worte und Taten. Liaos Dankesrede in der Paulskirche enthält in der Tat „Fälschungen“ und „Fantasiegeschichten“, die jeder gebildete Chinese aufzeigen kann. Seine Rede in Neuchinesisch kann nur Nichtchinesen beeindrucken. Was wäre passiert, wenn ein deutscher Autor als Friedenspreisträger behauptet hätte,  Goethe sei kein Deutscher, weil er Geheimrat des Weimarer Fürstentums war? Das Gleiche aber hat Liao in seiner grotesken Preisrede von Konfuzius behauptet!

 

Als ich Biermann kennenlernte, hatte ich  10 Jahre Deutsch gelernt und gerade meinen ersten Gedichtband „Täglich reitet der Herzog aus“ veröffentlicht. Es war eine weibliche Antwort auf Heinrich Heine. 20 Jahre später, während ich meinen ersten Roman „Der weite Weg des Mädchens Hong“ veröffentliche, bin ich so weit,  dem einstigen verehrten Gastprofessor demokratisch zu widersprechen und zu sagen:

 

Es ist kommunistisch und diktatorisch, Kritiker zu unterdrücken und zu verleumden.

Die KP Chinas unterhält tatsächlich in Deutschland ihren Geheimdienst, auch  ich habe direkte und indirekte Erfahrungen mit ihm gesammelt.  Mit einem Kollegen, der einst von dem SED-Regime mit Haft verfolgt wurde, kam ich zu der gemeinsamen Erkenntnis, dass Wahrhaftigkeit und Offenheit das beste Mittel gegen das Böse sind.  In diesem Sinne stehe ich hinter allem, was ich sage und tue. Meine Kritik an Liao Yi-wu lässt sich nur mit Sachargumenten widerlegen.

 

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/10/05/stellungnahme-von-xu-pei-zum-friedenspreis-des-deutschen-buchhandels-fur-liao-yiwu/

An die deutschen Rektoren wegen ihrer Kooperation mit der KP Chinas

17 Apr

 

                                                                                               Köln, den 18. November 2011

 

 

Kooperation Ihrer Hochschule, „Konfuzius-Institut“

 

Sehr geehrter Herr Professor Radtke,

 

am 8. November des Jahres publizierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Rubrik „Die Gegenwart“ unter der Überschrift „Eine harmonische Welt“ eine ganzseitige Analyse zu Organisation, Finanzierung und Ausrichtung der sog. Konfuzius-Institute. Ich erlaube mir, mich dem Verfasser Professor Dr. Rudolph anzuschließen.

 

Aus seiner detaillierten, auf chinesischen Quellen beruhenden und meiner Überprüfung nach präzisen und korrekten Untersuchung ergibt sich, daß die oberste Parteileitung der Kommunistischen Partei Chinas (Politbüro) die „Konfuzius-Institute“ führt und finanziert, daß in den Aufsichtsgremien die staatlichen (de facto: KPCh-) Einheitsfront- und Zensurabteilungen das Sagen haben und die Botschafter (alle KPCh-Zellenleiter) der VRCh eine regelmäßige Anleitungsfunktion gegenüber diesen „Instituten“ ausüben.

 

Weiterhin ist dort aufgezeigt, daß leitende Mitarbeiter auch hiesiger Konfuzius-Institute auf der letztjährigen Jahresversammlung in Peking u.a. den obersten Zensor der KPCh, die No. 5 der Parteihierarchie, den Verantwortlichen für „Ideologie“ und die zahlreichen Verschleppungen von freiheitlichen Geistern (auch aus dem universitären Bereich!) in der VRCh, Li Changchun, mit stehender Ovation begrüßten, als er sich ihnen auf der Bühne zeigte.

 

Aus meiner Sicht ist damit die Unabhängigkeit von China-bezogener Lehre und Forschung an Ihrer Hochschule nicht mehr bloß gefährdet, sondern wahrscheinlich sogar schon nicht mehr vorhanden – sowohl thematisch als auch personell.

 

Als eingebürgerte Exilchinesin der Bundesrepublik Deutschland, zumal als eine, die einst die Despotie der chinesischen KP-Funktionäre à la Li Changchun am eigenen Leib erfahren hat und gerade davor ins Exil nach Deutschland geflüchtet ist, halte ich es für selbstverständlich, daß Sie und der Senat Ihrer Hochschule sich nun, nach der Veröffentlichung in der F.A.Z., mit diesem Thema befassen und der deutschen Öffentlichkeit über die Haltung und Sicht Ihrer Universität Rechenschaft ablegen.

 

In der Gewißheit, daß Sie und der Senat das auch so sehen, verbleibe ich, auf Ihre Antwort wartend,

 

PS.:

Bei Bedarf könnte ich Ihnen die PDF-Datei per E-Mail zukommen lassen.

 

Ein inhaltlich gleiches Schreiben habe ich auch an die Präsidenten/Rektoren aller anderen Hochschulen in Deutschland geschickt, die „Konfuzius-Institut“-Kooperationen mit der Kommunistischen Partei Chinas pflegen.

Immer noch aktuelle Kritik an der DW-Journalistin Zhang Danhong

14 Apr

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Ein Hanchinese versus eine Rotchinesin

 

 

Die Olympischen Spiele haben wenigsten eine positive Seite, denn sie haben auch die wahre Farbe eines Menschen ans Tageslicht gebracht. Auch unter Auslandschinesen zeigten einige plötzlich die blutige Farbe des kommunistischen Regimes.

Danhong Zhang, die wegen der Olympischen Spiele Peking in der deutschen Öffentlichkeit auffiel, erinnert mich an den chinesischen Dichter Zhang Jian-Hong (1958 – 2012).

Denn beide haben einen Namen der roten kommunistischen Prägung-”Hong”. Zhang Jian-Hong aber hat sich von der kommunistischen Prägung rot getrennt und veröffentlicht unter einem anderen Namen, der kraftvoller Regenbogen (Lihong) bedeutet.

Das Motto von Zhang Jian-Hong ist: “Unter den Lügen die Wahrheit sagen, im Innern des Bösen die Gerechtigkeit bewahren, in der Tiefe der Dunkelheit das Licht schaffen”.

Nachdem die KP die chinesische Internet-Seite “Das Ägäische Meer” unter seiner Leitung im März 2006 geschlossen hatte, fing Lihong an, für die chinesischen Exilmedien zu schreiben, die auch meine Essays veröffentlichen, so lernten wir uns kennen und hatten Kontakt per Email.

Zum 17. Jahrestag des Pekinger Massakers schrieb der Dichter, der nach dem Massaker verhaftet wurde, einen Artikel unter der Überschrift “Die Olympischen Spiele Peking sind eine Herausforderung für das internationale Gewissen”. Darin heißt es: “…der Vizepräsident des Europa-Parlaments sagte mit Entschlossenheit, ‘wenn der Vorwurf des Organraubs an den Falun Gong Praktizierenden stimmt, dann dürfen die Olympischen Spiele nicht in China stattfinden!’ Worte des Mitgefühls, der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit.

Das sind die besten Worte, die ich in den vergangenen Jahren von westlichen Politikern vernahm. Sie drücken Vernunft, Moral, Gewissen und Humanität aus. Wenn 2008 die Olympischen Spiele wirklich in Peking stattfinden, dann wäre es nicht nur ein großer Spott für die griechische Antike und den modernen olympischen Geist, sondern auch eine Katastrophe für die Menschenwürde, die menschliche Zivilisation und die weltliche Gerechtigkeit!”

Im September 2006 wurde der Dichter zum dritten Mal verhaftet. Diesmal wurde er wegen über sechzig Artikeln zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Lihong ist ein Held in der chinesischen Widerstandsbewegung gegen das kommunistische Regime und leistet mit seinem Werk einen großen Beitrag zur Chinesischen Liberalen Kulturbewegung aus Intellektuellen im Inland und Ausland.

Und was macht Zhang Dan-Hong? Sie hat mehr oder weniger wegen des Pekinger Massakers ihre Arbeitserlaubnis in Deutschland bekommen und ist zur stellvertretenden Leiterin des China-Programms der DW aufgestiegen. Sie ist bestens informiert über die Lage in China und den Untersuchungsbericht “Blutige Ernte” über den Organraub, dessen Wahrheitsgehalt der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak am 20. März 2007 vor dem UN-Menschenrechtsrat bestätigte.

Dennoch erlaubte sich Zhang als “DW-Expertin” in der deutschen Öffentlichkeit zu behaupten:

„Die Mehrheit in China will mehr Reichtum haben und sich nicht über Falun Gong informieren“.

Was für eine Beleidigung für alle Chinesen, die ihr Gewissen bewahrt haben! Zhang Danhong kann ruhig wie ein korrumpierter Westler sich nur für das Geld und die Freiheit unter der Gürtellinie interessieren, aber es gibt genug Chinesen, die wie ich im Jahr 2002 unbedingt wissen wollen, warum die KP Falun Gongs Bücher verbrennen ließen, Falun Gong Praktizierenden verfolgen und Falun Gongs Internetseiten sperren!

Als leitende Redakteurin der DW argumentierte sie auch wie eine Sprecherin des Regimes: „Darüber zu meckern, dass Seiten gesperrt sind, geht in die inneren Angelegenheiten Chinas. Hier in Deutschland kann man auch nicht jede Seite aufmachen, zum Beispiel Kinderpornografie oder Rechtsextremismus“, behauptete Zhang genau wie Michael Vesper, der ehemalige Grünenpolitiker und heutige Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Vesper wurde deswegen zurecht scharf kritisiert und man fordert auch die Konsequenz.

Darf jemand mit dieser Haltung das China-Programm der DW leiten?!

Erste Veröffentlichung am 21.08.2008 – 19.00 unter der Überschrift:

Ein Hanchinese versus eine Rotchinesin

Lihong ist bereits zu Tode verfolgt worden. Zhang Danhong agiert noch weiter als DW-Journalistin für die Konfuzius-Institute in Deutschland, die dem Politbüro der KP Chinas unterliegen.