Archiv | Januar, 2013

Nach wie vor gültige Kritik an Britta Heidemann von XU Pei

12 Jan

Die KP Chinas hat mit Geld und Propaganda die Olympischen Spiele Peking gewonnen.

 

„Die olympische Idee verkommt zum Erfüllungsgehilfen autoritärer Propaganda.“(General-Anzeiger)

 

Der Missbrauch der Olympischen Spiele von einem totalitären Regime fand zum zweiten Mal im Zeichen der Ringe statt.

 

Eine reine Niederlage

 

Als chinesische Exildichterin in Deutschland habe ich in den vergangenen Jahren mein Bestes getan, um  der roten Propaganda entgegenzuwirken und den Missbrauch der Olympischen Spiele aufzuhalten. Leider vergeblich! Politiker von Helmut Schmidt bis Schäuble setzen den Bemühungen der chinesischen Opposition, die rote Propaganda zu enttarnen, entgegen und dienen freiwillig dem roten Regime als Sprachrohr.

 

Aber ich kann damit leben, denn mein Gewissen ist rein. Es gibt einen englischen Spruch: Cheat me once – shame on you! Cheat me twice – shame on me! (Mich einmal betrogen – Deine Schande! Mich zweimal betrogen – Meine Schande!)

 

Ich wurde von dem roten Regime bis zum Pekinger Massaker 1989 betrogen und danach lasse ich mich nicht mehr betrügen. Durch die Olympischen Spiele Peking haben noch mehr Menschen das gewalttätige und verlogene Regime persönlich erlebt und durchschaut.  Dazu gehört Holger Kühner, ARD-Teamreporter für Sportpolitik.

 

Kühner hat Zhang Danhong  in dem politischen Streitgespräch „Machtspiele im Zeichen der Ringe? – Olympia in Peking 2008“ am 4. August im Deutschlandfunk widersprochen wie die Moderatorin Bettina Klein auch.

 

Ich bin Kühner  dankbar, denn ich fühle mich nicht nur von ihm bestätigt, sondern auch in dem Gespräch vertreten.

 

Gleichzeitig bedauere ich, daß die DW ihren Mitarbeitern aus der VR China nicht zum geistigen Niveau der deutschen Journalisten verholfen hat. Im Gegenteil, die DW ließ zu, daß Zhang Danhong als ihre Chinaexpertin die rote Propaganda in der deutschen Öffentlichkeit verbreitet und ihr Chinaprogramm zu einer Plattform der roten Propaganda verkommen ist.

 

Der Spiegel hat im letzten Sommer mit der Titelgeschichte „Die gelben Spione“ gezeigt, wie das Regime durch die Rotchinesen die deutsche Technologie ausspäht.

 

Anhand der öffentlichen Äußerungen von Zhang Danhong und des China-Programms der DW lässt sich die rote Infiltration  in den deutschen Medien verdeutlichen.

 

Sowohl an Zhang Danhongs Äußerungen in den deutschen Medien als auch am  Chinaprogramm der DW ist eine grundsätzliche Tendenz erkennbar: mit allen Mitteln wird ein rotes Terrorregime gerechtfertigt.

 

Das Urteil vom innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz über Zhang Danhong „Die Dame hat die Zensurversuche der chinesischen Regierung bereits im Kopf“ kann ich bestätigen.

 

Unter chinesischen Intellektuellen werden alle Chinesen, die nach 1949 in der VR China geboren und aufgewachsen sind, als die von der Kommunistischen Partei gezüchteten „Wolfskinder“ bezeichnet. Das Promotionsstudium in Deutschland hat mir erst ermöglicht, mich zu „entnazifizieren“. Alle Chinesen aus der VR China müssen diesen Prozess durchmachen, um sich nicht von der KP  steuern zu lassen und nicht für das Regime zu werben. Mit dieser Erkenntnis hätte ich gerne Zhang Danhong und Britta Heidemann bedient.

 

Eine blutige Goldmedaille

 

Als  Britta Heidemann eine Goldmedaille gewann, fiel mir Bernhard Wilden http://www.bernhard-wilden.de/ ein. Beide sind im Jahr 1982 geboren und haben nach einer Chinareise begonnen,  Chinesisch zu lernen.

 

Während Britta in Köln studierte und für das Peking schwärmte, studierte Bernhard aus Köln in Peking und wurde von der Stasi der KP Chinas Ende 2006 ermordet, kurz bevor er sein Studium abschloss.

 

Die DW hat im Jahr 2002 über Bernhard  berichtet, weil er  Autogramme von Bischöfen sammelte. Bernhard war ein praktizierender Katholik, was ihm in Peking das Leben  kostete. Denn das rote Regime duldet keine echten Gläubigen, wovon  Bernhards Eltern sich erst durch den Tod ihres einzigen Sohnes überzeugen konnten.

 

Denn Ausländer, insbesondere Prominente, werden in der VR China hofiert, damit sie freiwillig als Sprachrohr des Regimes dienen. Als Britta Heidemann diesmal eine Goldmedaille gewann, berichtete die rote Propagandaagentur Xinhua,  dass Britta Heidemann eine vorbildliche „China-Expertin“ sei.

 

Bernhard wäre ein echter China-Experte, der dem Regime wie ich Widerstand leisten würde, wenn er lebend aus Peking zurückkehren könnte. Denn er hat bereits im Jahr 2004 erkannt, dass die Chinesen so denken, wie es das Regime gerne hat und die KP ihre Herzen und Seele vergiftet hat.

 

Über Bernhard Wilden bzw. seinen Tod in Peking hat nicht nur die deutsche Regierung, sondern auch die DW geschwiegen, die in ihrer Eigenwerbung angibt, dass sie die Werte freiheitlicher Demokratie vermittelt und sich für die Menschenrechte einsetzt.

 

Dafür berichtet die DW gerne über Britta Heidemann als „Glamour-Girl“, die das rote China als ihre „zweite Heimat“ betrachtet und deshalb „Liebling“ der KP geworden ist, während unzählige Chinesen entweder in einem Konzentrationslager landen, oder die Flucht ergreifen und im Exil leben müssen wie ich.

 

Köln, August 2008

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