Archiv | November, 2012

XU Pei: Wie rot ist das China-Programm der DW im Jahr 2008?

30 Nov

Leitsatz: Es gibt einen kalten Krieg zwischen traditionell bzw. demokratisch gesinnten Chinesen und den von der Kommunistischen Partei gesteuerten Chinesen weltweit.

Von Rot zu Weiß

 

Als ich einen zugeschickten Link öffnete, musste ich lachen, denn auf dem Bildschirm erschien ein unvollständiger Satz „FOCUS: SPD-Abgeordneter Wiefelspütz nennt Äußerungen von Deutsche-Welle-Redakteurin zu Chi“, der für mich aber einen Sinn macht.  Denn „Chi“  und „Hong“  sind die westlichen Umschreibungen der beiden chinesischen Worte für rot. Unter  „zu Chi“ kann man  also „zu rot“ verstehen.

http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-spd-abgeordneter-wiefelspuetz-nennt-aeusserungen-von-deutsche-welle-redakteurin-zu-chi_aid_323464.html

Wiefelspützs Kritik bestätigt die Empörung unter Exilchinesen, die ich in meinem Aufsatz  „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“ zum Ausdruck gebracht habe, dass  Zhang Danhong, stellvertretende Leiterin des China-Programms der DW nicht den Wertkanon der DW, sondern die rote Propaganda des Regimes verbreitet.

Die KP wurde von den traditionell gesinnten Chinesen seit ihrer Gründung als „rote Räuber“ bezeichnet. Aber davon erfuhr ich erst in Deutschland.

In den 22 Jahren, die ich in der VR China verbrachte, musste ich auch von Kindheit an die rote Propaganda lernen. Z. B. die KP hätte uns Chinesen von einer dunklen alten Gesellschaft befreit.

Ohne das Pekinger Massaker 1989 und die rote Propaganda bzw. die Lügen danach, wäre ich nicht dazu gekommen,  Philosophie zu studieren und das gewalttätige und verlogene Wesen der KP zu erkennen.

Mein erster öffentlicher Auftritt in Deutschland und meine erste Veröffentlichung auf Deutsch hängen direkt mit dem welterschütternden Massaker zusammen.

In meiner Mappe gibt es einen Artikel aus der „Rheinische Post“ mit der Überschrift „Ich lebe für die Demokratie“, der damit beginnt: “ ‚Worüber freust du dich? – Ich freue mich über die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen, die Bruderschaft der Kommilitonen, die Freundlichkeit der Fremden…‘ Etwa 150 Studenten der Heinrich-Heine-Universität hören ergriffen zu, als Xu Pei im Saal des Studentenparlaments ihr kleines Gedicht vorliest – bescheidener Dank für Hilfe und den ungebremsten Tatendrang, der überall auf dem Campus zu spüren ist. Der ASTA hat eingeladen, um das weitere Vorgehen der Studenten zu besprechen.“

Das Pekinger Massaker hat das Leben vieler Chinesen verändert, dazu zähle ich. Und Zhang Danhong musste genau wie ich die große Widerstandsbewegung gegen das Pekinger Massaker  weltweit erlebt haben, zumal sie danach bei der DW arbeitet.

In dieser Widerstandsbewegung ist in Deutschland auch eine unabhängige Vereinigung der Studenten und Wissenschaftler aus der VR China entstanden, die eine Zeitung „Das wahre Wort“ herausgab, um den Lügen der KP entgegenzuwirken.  Zum zehnten Jahrestag des Pekinger Massakers 1999 hatte noch der jetzige Chefredakteur dieser Zeitung ein Konzert organisiert, das sich „Die weiße Rose“ nannte. „Das wahre Wort“ verbindet mich mit einer Reihe von Chinesen in Deutschland. Einige von ihnen arbeiten jetzt für die DW.

Dank einer von ihnen betrat ich die DW zum ersten Mal. Das Team des China-Programms stellt seitdem die einzigen Landsleute dar, die ich bei Gelegenheit besuche. Um das chinesische Neujahrsfest 2008 herum (Anfang Febuar) habe ich sie zuletzt besucht und habe wie früher nette Gespräche geführt, in denen meine antikommunistische Haltung  deutlich gezeigt wird.

Bevor Zhang Danhong mich mit ihrem Lob für die KP überraschte, hatte niemand von ihnen mir gegenüber die KP verteidigt. Ich ging auch davon aus, dass Chinesen, die freiwillig nach dem Studium in Deutschland geblieben sind, die deutschen Werte schätzen und Deutschland lieben wie ich. Denn ich habe zweimal versucht, nach China zurückzukehren, und bin jedes Mal fluchtartig wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Als Exilchinesin fühle ich mich in Deutschland nicht nur wohl, sondern auch dazu verpflichtet, dem roten Terrorregime in meinem Heimatland Widerstand zu leisten und jetzt der deutschen Öffentlichkeit den roten Einfluss aus der VR China in Deutschland zu zeigen.

 

Weiß versus Rot

 

Auf meinen Aufsatz „Wie die deutschen Medien rot infiltriert werden“ habe ich einige Rückmeldungen bekommen, zu denen die folgende Email zählt.

„Vor kurzem habe ich im Internet irgendetwas auf der DW  gelesen, was China betraf und das hat mich sehr gewundert, ich habe mich extra nochmal vergewissert, ob das auf einer Seite eines  deutschen Rundfunksenders steht, denn es kam mir sonderbar vor, weil  das chinesische Regime dort so verteidigt wurde. Ich weiß aber leider  nicht  mehr, welcher Artikel es war und worum es ging, aber es war  merkwürdig – so wie Sie es in Ihrem Artikel sagen.“

Ich wurde auch gefragt: „Stimmt es, dass im China-Programm der Deutschen Welle Albert Speer (Vater) als Großmeister bezeichnet wurde?“

Als ich die Internetseite der DW-Chinaredaktion öffnete, tönte mir eine männliche Stimme entgegen, die „Lied des Sturmvogels“ des sowjetischen Vorzeigeschriftstellers Maxim Gorki auf Chinesisch rezitiert.

Das erinnert mich an den kommunistischen Propagandasender, Zentralvolkssender, was sich auf Englisch aber CHINA NATIONAL RADIO nennt.

In der VR China hatten wir bis zu den Achzigern nur die kommunistische Literatur zum Lesen. Gorki war der bekannteste ausländische Schriftsteller in China, weil wir ihn bzw.  das „Lied des Sturmvogels“ in der Schule lernen mussten. Wie merkwürdig, dass kein deutscher  Dichter, sondern Gorki hier präsentiert wird!

Mit dem „Lied vom Sturmvogel“ (1901, dt. Nachdichtung von B. Brecht) rief Gorki zum Kampf gegen die vorhandene Ordnung auf und wurde deshalb zum Verkünder des proletarischen Revolutionsgedankens.  Gorki zählt also zu den Wegbereitern des Kommunismus. Weiß die DW-Chinaredaktion nicht, dass „Lied vom Sturmvogel“  das älteste und bekannteste Propagandalied der Kommunisten ist?

Zhong Weiguang, ein Wortführer der chinesischen Widerstandsbewegung gegen das rote Regime hat am 29. August 2008 eine Kritik am Chinaprogramm der DW unter der Überschrift „Woher kommt die Welle des Chinaprogramms der DW“ veröffentlicht, in der er bestätigt,  dass sowohl die Art des Vorlesens als auch der vorgelesene Text typisch kommunistisch ist. Selbst in der heutigen VR China ist es out. Wie kann man in einem von Steuerzahlern finanzierten Sender  in Deutschland einen Feind der Demokratie vorlesen? Schliesslich wurde Gorki von Lenin als „der große proletarische Schriftsteller“ gerühmt. Und Gorki selbst hielt sich ein Leben lang  für „die Waffe der proletarischen Revolution“!

Auf der Internetseite der DW-Chinaredaktion sind  42 chinesische Blogs zu lesen. Leider benutzen viele Pseudonyme, als ob sie genau wie die Chinesen im Land auch Angst vor dem Regime hätten.

Albert Speer wird wirklich als Großmeister bezeichnet, und zwar in Überschriften. Die beiden Überschriften lauten „Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters – der berühmte Architekt Speer spricht über China“ und „Exklusives Interview über den Sohn des nationalsozialistischen Großmeisters und den Architektstar in China“.  Innerhalb von zwei Jahren (2005-2006) wurde der Architekt Speer Junior zweimal interviewt, weil er seit 1995 mit dem Regime zusammenarbeitet. Über 80 Projekte hatte er bis zu den beiden Interviews für das Regime durchgeführt. Vater und Sohn arbeiten gerne für größenwahnsinnige Naziregimes!

Alle meine Kostproben vom China-Programm der DW bestätigen den allgemeinen Vorwurf unter der chinesischen Opposition: Zhang Danhong dient dem Regime als Sprachrohr und  das China-Programm dient dem Regime als Basis der roten Propaganda.

Es gibt ausgezeichnete deutschen Persönlichkeiten wie z. B. Hans Meier, zu dessen Werken »Totalitarismus« und »Politische Religionen« zählen.  Zhong Weiguang hat ihn auch in einem Aufsatz „Was für ein Ding ist die Kommunistische Partei“ vorgestellt. Zhong ist genau wie ich der Meinung: dass  die KP Chinas  ein totalitäres Regime ist; Die KP ist nicht chinesisch, sondern ein Produkt der neuzeitlichen Welt; Und Hans Meier hat unsere Feststellung wissenschaftlich  begründet.

Aber wer wird wie der Sohn von Speer immer wieder interviewt? Thomas Heberer!

Ich lernte Heberer und seine chinesische Frau durch die obengenannte Veranstaltung vom ASTA der Heinrich-Heine-Universität im Jahr 1989 kennen. Während der Veranstaltung richtete eine Chinesin im Publikum, die so fließend Deutsch sprach wie Zhang Danhong,  eine Frage an den Vorsitzenden der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft neben mir. Danach erfuhr ich, dass die beiden ein Ehepaar sind.

Nachdem ich durch meinen zweiten Heimkehrversuch 2002 auf  Falun Gong aufmerksam wurde, hatte ich mich intensiv mit Falun Gong auseinandergesetzt, bevor ich die beliebteste Qigong-Schule in China und im Ausland zu verteidigen begann. Dabei konnte ich feststellen, dass Heberer dazu beitrug,  Falun Gong in Deutschland als „Sekte“ abzustempeln. Sogar im Feburar dieses Jahres hat er Falun Gong weiter diffamiert, obwohl Falun Gong schon längst weltweit als eine spirituelle Bewegung anerkennt wird.

Seine Diffamierung wird ausführlich widerlegt. http://www.falunhr.org/index.php?option=content&task=view&id=1714&Itemid=0

Auch die deutschen Falun Gong-Praktizierenden sind der Meinung,  „Aus unserer Sicht ist es jedoch nicht schwer zu erkennen, dass er tatsächlich versucht, die Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu rechtfertigen. “

Ob Heberer im Auftrag der KP arbeitet, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass Jiang Zemin die Falun Gong- Verfolgung mit der Anweisung begann: „Zerstört ihr Ansehen und ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, rottet sie physisch aus“.

Das neueste Interview mit Heberer von der DW wurde am 22. Juli unter der Überschrift „Es ist ein Fehler, nicht an der Eröffnungsfeier teilzunehmen“ veröffentlicht.  Darin hat Zhang Danhong ihre Kritik an Merkel mit Heberers Worten zum Ausdruck gebracht.  Es wurde lange geredet und ganz zum Schluß kam die Kernaussage, „Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie  für die Stablität und den Wohlstand in China“.  Eine größere Propaganda wie diese kann sich die KP jedenfalls nicht wünschen!

Am 09. August veröffentlichte Zhang Danhong auf der Internetseite der DW ihren Bericht über den Empfang des roten Generalkonsulats in Frankfurt zur Eröffnung der Olympischen Spiele, an der rund 300 Leute teilnahmen,  unter dem Schlagwort „Grandiose Eröffnungsfeier: Das endlose Lob der chinesischen und ausländischen Gäste“

Zhang Danhong schwärmt nicht nur für Zhang Yimou, den auch der Künstler Ai Weiwei in Peking als „Opportunist“ und „seelenloser Mensch“ bezeichnet,  sondern auch für die Eröffnungsfeier, die sich als eine rote nationalistische Show erwiesen hat.

In diesem Bericht hat Zhang Danhong auch die gleiche Propaganda, die sie selbst in der deutschen Öffentlichkeit auf Deutsch verbreitet hat, noch einmal auf Chinesisch dargeboten, mit Zitaten von sieben weiteren  Leuten, einschließlich des roten Vizegeneralkonsuls. Ihm gab sie sogar das letzte Wort bzw. den letzten Absatz. Ich glaube aber, dass die fünf Deutschen (Gerhard Wiesheu, Michael Ruhland, Eduard Hechler, Karlheinz Bührmann und Adrian Zielcke) nicht von dem Organraub, „Eine groteske Form des Bösen, die auf diesem Planeten neu ist“  wußten.

Als sie unter 300 Leuten auf dem Empfang des roten Konsulates war, zeichnete ich allein zu Hause einen Portrait von 9 Landsleuten, die teilweise wegen der Olympischen Spiele vom Regime verhaftet worden sind.

Als ihr Bericht erschien, nahm ich an der Veranstaltung von Amnesty International auf  dem Neumarkt „Köln sagt: Gold für Menschenrecht“ teil, die durch Unterstützung von Musikern wie die Band Brings zahlreiche Menschen angezogen hat.

Die DW hat aber davon nicht berichtet, obwohl diese Veranstaltung größer und bedeutungsvoller ist als zwei weitere ähnlichen Eröffnungsfeiern wie der obengenannte Empfang,  von denen ich erst durch die DW erfuhr.  Amnesty International Köln hat sich 8 Monate lang auf ihre Veranstaltung vorbereitet. Die Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig, Ai-Generalsekretärin Barbara Lochbihler unterstützten diese Veranstaltung  mit Redebeiträgen, wie der jetzige Vorsitzende der obengenannten chinesischen Vereinigung in Deutschland Peng Xiaoming und ich. Eine der besten Pipa-Solistinnen Pan Jing, die wie Peng und ich nach dem Pekinger Massaker an der Widerstandsbewegung teilnahm, reiste extra aus Berlin an, um für die Menschenrechte aufzutreten. Nach 19 Jahren sind wir immer noch dabei, uns für die Menschenrechte in China einzusetzen.

Aber laut Moderation im „Hörergarten“ der DW vom 16. August 2008 haben viele Mitarbeiter der DW am Freitag (8. August) frühzeitig ihre Arbeit beendet, um sich die Eröffnungsfeier in Peking anzuschauen. Dabei waren einige Kollegen noch zu Tränen gerührt, als ein kommunistisches Lied „Das Vaterland besingen“ auf eine kommunistische Art präsentiert wurde. Die rote Fahne der KP wurde beim Singen von 56 Kindern, welche die offiziellen 56 ethnischen Gruppen darstellten, ins Olympia-Stadion getragen, um sie roten Offizieren mit militärischem Stechschritt  weiterzureichen. Ai Weiwei  bezeichnete die Eröffnungsfeier als eine „Sammelstelle von Müll der gefälschten chinesischen traditionellen Kultur, eine Beleidigung des Geist der Freiheit“. Aber im Hörergarten der DW wurde dafür geschwärmt!

Von so einer roten nationalistischen Show hielt ich mich fern und war aber auch zu Tränen gerührt, als Andreas Kunz auf der Ai-Veranstaltung „den offenen Brief der Pekinger Studenten an die Schwestern und Brüder überall in der Welt“ rezitierte.

„Wir chinesischen Studenten wollen mit all unser Kraft und Jugend den Völkern der Welt zeigen, dass wir uns vor den Opfern des 4. Juni verbeugen. In einer Zeit der nationalen Krise richten wir den Appell an die Völkergemeinschaft, sich solidarisch zu zeigen, um dieser menschenverachtenden Diktatur ein Ende zu setzen.

Wir rufen alle Friede und Freiheit liebenden Völker dieser Erde zu:

Unterstützt die chinesisch-demokratische Bewegung.

Verurteilt die Gewalttaten dieser faschistischen Regierung.

Bereitet den Menschenrechten in China einen Weg.

 

Lang leben die Worte, die frei gesprochen werden dürfen.

Lang lebe die Freiheit, sich für andere Menschen einzusetzen.

Lang lebe der Wert eines Menschenlebens.“

 

Aber der Moderator für den Hörergarten der DW rühmt nicht nur Zhang Danhongs Lob für diese „faschistische Regierung“ beim ZDF, sondern rechtfertigt noch die roten Manipulationen bei der Eröffnungsfeier. Selbst einige Verfasser der Leserbriefe, die in China leben und nur die rote Propaganda kennen, sind weniger rot als dieser DW-Moderator.

Dabei sagte der jetztige DW-Intendant  in einem Interview vom 07. Mai 2004, das ich auf Chinesisch fand, „Unsere Aufgabe ist, Deutschland vollständig im Ausland vorzustellen.“ „China ist der absolute Schwerpunkt. Wir müssen unseren Einfluß durch die drei medialen Wege in China verstärken.“

Vier Jahre später konnte ich nur feststellen, dass die rote Propaganda der KP die DW und Deutschland stark beeinflusst hat und nicht umgekehrt.

Dennoch stört das Regime die Radiosendung der DW und sperrt die Internetseite immer wieder, trotz der Olympischen Spiele! Das TV-Programm der DW war nur im Olympiadorf zu sehen. Denn die KP kann  nicht alle Beiträge, wie z. B. den ARD-Film über das Doping in der VR beeinflussen, dessen chinesische Übersetzung die DW übernahm.

Aber die rote Propaganda der KP wird weltweit auf drei medialen Wegen verbreitet, mit schillernden Figuren wie Zhang Danhong als „DW-Expertin“ in Deutschland, genau wie Mao verlangt hatte: „Lass die ganze Welt von unserer Stimme hören können.“

Gott sei Dank, kann die kommunistische Xinhua-Agentur noch nicht  den Globus kontrollieren, worum sich die KP aber gerade sehr bemüht.

 

Köln, Sommer 2008

 

Xu Pei: Rufmord an der Deutschen Welle?

26 Nov

Diesen Artikel habe ich im Sommer 2009 geschrieben und auf einer Webseite veröffentlicht, die heute nicht mehr wieder zu erkennen ist. Dort ist der Artikel auch nicht mehr auffindbar. Aber die Problematik, die der Artikel ansprach, ist immer noch aktuell, leider.

 

Die Deutsche Welle  stellt für Menschen, die in Rot-China oder Iran keine freie Information bekommen dürfen, ein Fenster zur Freiheit dar, die man in Deutschland genießen darf.

 

Jedoch wurde dieses Fenster teilweise verschlossen. Dank den öffentlichen Diskussionen wegen der Olympischen Spiele 2008 ,   hat man erst gemerkt,  dass das chinesische Programm der DW die Propaganda der KP Chinas übernahm und damit das Fenster zur Freiheit zugemacht wurde.  Die Chinesen in Rot-China wurden dadurch zu Opfern, weil sie von der DW keine unzensierte Information bekommen konnten. Ein Reimport der KP-Propaganda fand durch die DW statt.

 

Schon deswegen ist es gut, wenn die Mitarbeiter der DW zur öffentlichen Diskussion oder zum Interview eingeladen werden, damit man erfährt, wer Deutschland seine Stimme verleiht.

 

Der DW-Intendant Erik Bettermann hat leider in seinen Interviews letztes Jahres keine gute Figur abgegeben. Die Bemühungen der DW-Kritiker um die Einhaltung der universellen Grundwerten bei der Berichterstattung  wurde von ihm mit Diffamierung erwidert. Darf ein SPD-Mitglied in dieser Position so handeln? Schließlich hat die Deutsche Welle nicht nur die Aufgabe, mit ihren Programmen in Deutsch und Fremdsprachen dem Ausland ein umfassendes Bild des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in Deutschland zu vermitteln, sondern auch den Auftrag, sich für die freiheitliche Demokratie einzusetzen.

 

Die Deutsche Welle hat diesen Auftrag in Bezug auf China nicht erfüllt. In diesem Urteil über das Chinaprogramm der DW stimmen die Regimekritiker weltweit überein. Dies kommt  in der Widerstandsbewegung gegen das kommunistische Regime selten vor. Dennoch hat die DW unsere Kritik ignoriert.

 

Wir mussten Ende 2008 mit ansehen, wie ein Selbstinterview auf der chinesischen Internetseite der DW veröffentlicht wurde, um die renommierte  Chinaexpertin He Qinglian zu verleumden, weil sie auch zu den DW-Kritikern gehört. Diese Menschenrechtsverletzung  geschah kurz vor dem 60sten Internationalen Tag der Menschenrechte,  als ich gerade mit einer Rede unter der Überschrift „China wird auch unterdrückt“ beschäftigt war. http://kommentare.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2008/12/13/china-wird-auch-unterdrueckt

 

Der Ruf von He Qinglian konnte aber nicht geschädigt werden. Denn He gehört zu den weltweit anerkannten chinesischen Intellektuellen, deren Glaubwürdigkeit durch die Verfolgung von der KP Chinas hart geprüft worden ist. Vor 10 Jahren, als He noch in China war, hatte Focus schon über  ihr Werk „China in der Modernisierungsfalle“ berichtet. http://www.focus.de/politik/ausland/china-am-ursprung-allen-uebels_aid_174154.html

 

He hat damit bewiesen, dass der „Wandel durch Handel“ unter der kommunistischen Führung gescheitert ist.  Deswegen ist He für die kommunistischen Machthaber wie ein Dorn im Auge. 2001 musste He in die USA fliehen. Drei Jahre später hat He ein Buch über die kommunistische Medienkontrolle  in China veröffentlicht. Nun könnte He aus ihrer eigenen Erfahrung darüber schreiben, wie die KP  Medien wie z.B. die DW sogar im Ausland  kontrolliert.

 

Das Selbstinterview auf der chinesischen Internetseite der DW half aufmerksamen Chinesen dabei, den Zusammenhang zwischen dem Chinabesuch von Bettermann im November 2006 und dem Ende der Zusammenarbeit zwischen der DW und He kurz danach zu erkennen. Dies ist also ein Beispiel dafür, dass die DW indirekt unter der Führung der KP Chinas stand.

 

Deshalb schien mir das Selbstinterview wie ein Selbstmordattentat zu sein, mit dem  der Ruf der Deutschen Welle unter Chinesen ein für allemal ruiniert werden sollte. Wenn die KP das Chinaprogramm nicht kontrollieren kann, dann muss es zerstört werden.  Eine kommunistische Devise lautet: Kontrollieren oder Zerstören!

 

Danach haben weitere Rufmordversuche bei der Deutschen Welle stattgefunden. Ende April war es Thomas Heberer, der bei der DW zum zehnten Jahrestag der Falun Gong Verfolgung die  seit zehn Jahren anhaltende KP-Diffamierung wiederholte.

 

Ich verteidige Falun Gong seit meinem zweiten Heimkehrversuch (2001/2002). In China konnte ich mich davon überzeugen, dass sich das Regime nach dem Pekinger Massaker zu einem roten Nazi-Regiem entwickelt hat. Aber Thomas Heberer und Co.  verteidigen dieses Regime, auch wenn sie wissen, dass die KP Chinas Menschen weiterhin der Glaubens- und Meinungsfreiheit beraubt. Und das schon seit 60  Jahren.

 

Thomas Heberer  ist  unter Chinesen als  „braver Schwiegersohn der KP Chinas“ bekannt. Ein Artikel in der Propagandazeitschrift der KP Chinas bestätigt, dass Thomas Heberer seit 1977 freiwillig für die Propaganda der KP Chinas arbeitet. http://german.beijingreview.com.cn/50Jahre/txt/2008-04/09/content_109310.htm

Eigentlich wollte ich die verbotenen Bücher und gefangenen Autoren in China vorstellen. Aber nachdem ich durch die chinesischen Medien im Exil erfuhr, dass die Deutsche Welle  auch den 20sten Jahrestag des Pekinger Massakers missbrauchte, um für die KP Chinas zu werben,  lasse ich mich wieder herausfordern, um die deutsche Öffentlichkeit weiter über die chinesische Kritik an der DW zu informieren.

 

Der Rufmord an der Deutschen Welle bedeutet auch einen Rufmord an der Demokratie, in der ich mich wohl fühle und die ich auch mit den Menschen in China teilen möchte.

 

Wer nicht in einer „Farm der Tiere“ leben will, der muss die Deutsche Welle und  die Demokratie verteidigen, gegenüber den Kommunisten oder den Rechtsextremisten!

 

Köln, 1. Juli  2009, zum verfälschten Gründungstag der KP Chinas

XU Pei: Hauptakteur der Konfuzius-Institute Wolfgang Kubin im Vergleich zu Bei Ling

25 Nov

Wolfgang Kubin fiel im Jahr 2009 auf und wurde in den chinesischen Exilmedien kritisiert.

Immer wieder gab der Sinologieprofessor aus Bonn unverantwortliche Äußerungen von sich. Er schrieb beispielsweise am 9. Oktober 2009 einen Leserbrief an die Neue Züricher Zeitung, um zunächst seine Verachtung gegenüber dem Exilchinesen Bei Ling kundzutun und dann zu behaupten, „Die sogenannten Dissidenten arbeiten mit ihren sogenannten Unterdrückern Hand in Hand, um sich in Ost wie West Vorteile zu verschaffen.“

Es gibt in der Tat sogenannte Dissidenten, die unter der Führung der KP arbeiten. Aber wir nennen sie Spitzel. Bei Ling versteht sich genau wie ich nicht als Dissident, aber die kommunistischen Machthaber erlauben nicht, dass wir Glaubens- und Gedankenfreiheit haben und unsere Menschenrechte genießen. So müssen wir gezwungenermaßen im Exil leben. Ich bin dankbar dafür, dass ich in Deutschland reden und schreiben kann, was mir in den Sinn kommt, ohne von der KP verhaftet, wie Huang Jinqiu, gefoltert wie Zhang Lin, überwacht wie Ai Weiwei, oder ermordet wie Yu Zhou ( 1966-2008), zu werden.

In einem Interview beim WDR am 15. Oktober 2009 ließ Kubin weiter kein gutes Haar an Bei Ling, als er von dem Moderator auf die zwei ausgeladenen Dissidenten des Auftaktsymposiums zur Frankfurter Buchmesse angesprochen wurde. Wortwörtlich sagte Kubin im WDR: „Den Namen möchte ich hier nicht erwähnen, gehe ich davon aus, daß es sich nicht wirklich um einen Literaten handelt, oder gar um einen Dissidenten, ich kenne sein Verhältnis ziemlich genau, ich denke, dass er selbst nur ein Spiel treibt. “

Kubin verleugnete sogar die Existenz der chinesischen Schriftsteller im Gefängnis und behauptete in dem WDR-Interview, „Man kommt also heute nicht mehr ins Gefängnis dafür, dass man schreibt, das war zur Zeit der Kulturrevolution so, man kommt auch nicht mehr ins Gefängnis für das, worüber man schreibt. Man kann schreiben, was man will, man kann auch sagen was man will …“

Ich aber habe mit der Hilfe der Gesellschaft für bedrohte Völker eine Gefängnis-Attrappe auf der Frankfurter Buchmesse 2009 eingerichtet, um auf etwa 130 von der GFBV registrierte chinesische Kollegen hinzuweisen, die wegen ihrer Veröffentlichungen von der KP ins Gefängnis geworfen worden sind.

Am 3. Dezember 2009 veröffentlichte die Westdeutsche Zeitung ein Interview mit Kubin, in dem stand, „Der chinesische Autor wünsche sich nichts sehnlicher, als dass der Zensor ihn verbiete, haben Sie kürzlich geschrieben . . .
Kubin: Das ist richtig. Dann macht er Kasse im Westen. Aber nur, wenn er Erzählungen schreibt. Der Westen interessiert sich ja gar nicht für die Wahrheit. Wenn jemand sagt, ich bin Dissident, dann wird ihm das abgenommen, es wird nicht überprüft, das war der Fall bei dem Skandal auf der Buchmesse mit Bei Ling, der ist überhaupt kein Dissident, der ist 1988 bereitwillig ausgewandert nach Amerika, und er hat genau gewusst, was er sagen muss, um die Presse hier zu bedienen und entsprechend finanziell abzukassieren.“

Bei Ling habe ich persönlich 2006 in Melbourne (Australien) auf der ersten Konferenz der chinesischen kulturellen Freiheitsbewegung getroffen, die sich gegen die kommunistische Unkultur richtet. Aber vorher hatten wir Kontakt per Internet. Denn wir haben gemeinsame Kollegen und veröffentlichen in denselben Exilmedien.

Ich kenne genügend chinesische Kollegen, deren Bücher verboten sind. Alle leiden darunter. Warum hat Kubin bis jetzt noch keinen chinesischen Autor genannt, der sich über das Verbot seiner Bücher freut? Möchte Kubin mit solch einer unbegründeten Behauptung die Zensur der KP schön reden? Die chinesischen Kollegen, die im Exil leben müssen, leiden meistens auch. Ich bin eine der Wenigen, die sich im Exil wie Heinrich Heine in Paris wohl fühlen.

Nach dem Pekinger Massaker 1989 haben sich allein in Deutschland über 5000 chinesische Studenten und Wissenschaftler gegen die KP entschieden und kollektiv Asyl beantragt. Sie waren alle von der KP Chinas ausgewählt und nach Deutschland geschickt worden. Und in der Bundesrepublik Deutschland hat es seit der Machtübernahme der KP bis jetzt immer chinesische Asylanten gegeben. Kubin als Sinologe kann nicht behaupten, dass er davon nichts weiß.

Bei Ling war vor dem Pekinger Massaker als Autor zu Besuch in den USA. Danach hat er sich genau wie viele andere Chinesen dafür entschieden, im Ausland zu bleiben. Aber anders als Gao Xingjian in Paris, der viel unter der KP gelitten hat, hatten Bei Ling und ich keine persönlichen schlechten Erfahrungen mit der KP. Der Nobelpreisträger 2000 hat nach dem Pekinger Massaker den Entschluss gefasst, China nicht zu betreten, solange die KP an der Macht ist. Aber wir konnten dies nicht.

Deshalb habe ich nach meiner Promotion zweimal versucht, nach China zurückzukehren. Bei Ling hat es auch getan. Ich bin jedes Mal unverrichteter Dinge abgereist. Bei Ling war im Jahr 2000 mutig genug, um die Exil-Literaturzeitschrift „Tendenz“ in Peking drucken zu lassen, ohne die Genehmigung der KP einzuholen, die er sowieso nicht bekommen konnte. Darauf hin wurde er verhaftet und gefoltert. Er hatte Glück, weil die KP ihn unter dem internationalen Druck nach ein paar Tagen in die USA verbannte.

Bei Ling ist ein Chinese, der seiner eigenen Idee und nicht der KP folgt. Vor seiner Verhaftung hat er in den USA die „Tendenz“ und nach seiner Verhaftung hat er in den USA den chinesischen Pen initiiert, zu dessen Vorsitzendem Liu Xiaobo einst geworden war.

Es war Kubin, der Bei Ling half, ein Literaturstipendium vom DAAD (1997/1998) zu bekommen.
Nun ist es auch Kubin, der ihn bei jeder Gelegenheit beschimpft. Bei Ling weiß nicht warum. Mir fallen dazu nur die folgenden Tatsachen auf.

Bei Ling wird nicht von der KP geduldet und darf nicht einreisen, während Kubin ein willkommener Gast im heutigen China ist und 2007 einen „Staatspreis“ in der „großen Halle des Volkes“ entgegennehmen durfte. „Dies sei ein Zeichen dafür, dass das Schwarz-Weiß-Denken der Vergangenheit aufgegeben werde, sagte Kubin“ steht als Kernaussage auf der Webseite des Deutschlandfunks über ein Interview mit Kubin, das er vor der Preisverleihung am 29. August 2007 im Deutschlandfunk gab.

Als Kubin in der großen Halle des Ehrengastes der Frankfurter Buchmesse 2009 auftrat, nahmen wir an einer Veranstaltung in einem primitiven Raum teil, um für die verfolgten Autoren in China Freiheit zu fordern.

Außerdem hat noch kein Konfuzius Institut unter der KP-Führung in Deutschland einen Kollegen von uns eingeladen, aber Kubin ist ein Hauptakteur der Konfuzius Institute, obwohl Lu Xun (1881-1936), den Kubin wie Mao und die KP verehrt, Konfuzius diffamiert hatte.

Jedenfalls gehört Kubin nicht umsonst als einziger Deutscher und Sinologe zu den zehn „Chinaexperten“ im Ausland, die der Sender „International Channel Shanghai“ unter der KP-Führung zum 60sten Gründungstag der Volksrepublik China mit einer Sendung gewürdigt hat. Zu diesen „Chinaexperten“ gehören auch Henry Kissinger, Juan Antonio Samaranch und Robert Kuhn. Daran ist zu erkennen, auf welches Niveau Kubin schon gesunken ist.

Das gab auch den Ausschlag dafür, Kubin in das geplante Buch eines Exil-Verlags „Unverschämte Westler“ aufzunehmen, das die erfolgreichsten Propagandisten der KP im Ausland portraitiert.

XU Pei über Einflussnahme der KP Chinas in Deutschland am Beispiel der Deutschen Welle

23 Nov

Der Widerstand gegen ein totalitäres Regime ist im Grunde genommen ein Tauziehen zwischen der systematischen Desinformation durch die Machthaber und dem Streben nach Wahrheit in der Bevölkerung.

 

Nach einem 13 jährigen Aufenthalt im Westen erlebte ich beim zweiten Heimkehrversuch nach China zum ersten Mal bewusst, wie die kommunistischen Machthaber den Staatsapparat missbrauchten, um die Volksbewegung Falun Gong zu verleumden. Das war der letzte Anstoß für mich,  aktiv der systematischen Desinformation entgegenzuwirken.

 

Es ist leider festzustellen, dass die  KP Chinas auch Westler für ihre Propaganda-Maschinerie engagiert und vereinnahmt.  Am Beispiel der Deutschen Welle  lässt sich verdeutlichen, wie die Propaganda der KP Chinas betrieben wird.

 

 

Die Deutsche Welle wird infiltriert und angegriffen

 

Am 09. November, dem 23sten Jahrestag des Mauerfalls wurde in den Medien der KP Chinas ein Propaganda-Bericht veröffentlicht, dessen Überschrift lautete, „Chinesischer Journalist veröffentlicht ein Buch, um die Deutsche Welle anzuprangern und wird vielleicht verklagt“. (Am 18. November ergab die Suche bei Google  488.000 chinesischsprachige Medien, die diesen Bericht veröffentlicht hatten. )  Der genannte Journalist war ein Mitarbeiter der Botschaft der KP Chinas und damit natürlich ein KP-Mitglied. Er durfte seit 2001 für das China-Programm der Deutschen Welle arbeiten und bekam einen deutschen Pass.  Nachdem sein Vertrag bei der Deutschen Welle  nicht mehr verlängert wurde, tritt er offen unter seinem Namen in den roten Medien wie z.B. Anti-cnn auf und stellt die Sachlage weiterhin verdreht dar. Allein in Deutschland gibt es zwei scheinbar unabhängige chinesischsprachige Zeitungen, in denen die Deutsche Welle und Deutschland verunglimpft  wurden.  Seine Gesinnungsgenossen haben  die Deutsche Welle sogar verklagt.

 

Link zum genannten Bericht

http://world.huanqiu.com/exclusive/2012-11/3258833.html  华人记者出书控诉“德国之声” 或遭老东家起诉2012-11-09 02:13环球时报

 

Gleichzeitig wird das China-Programm der Deutschen Welle dazu benutzt, die Wirklichkeit zu vertuschen und die KP-Propaganda zu verbreiten. Das neueste Beispiel betrifft den systematischen Organraub in der VR China.

 

Am 17. November 2012 war in den Medien der KP Chinas  unter der Überschrift „Deutscher Amtsträger hält Hinrichtung von politischen Gefangenen zum Zweck der Organentnahme für Gerücht“ Folgendes zu lesen:  „Laut eines Berichtes der Deutschen Welle vom  9. November hat der Vorsitzende der deutsch-chinesischen Parlamentariergruppe im Bundestag Johannes Pflug neulich in einem Interview mit einem SWR-Journalisten gesagt, dass der neueste Vorwurf ‚politische Gefangene in China würden wegen der Organentnahme gezielt hingerichtet‘ auf unbewiesenen Gerüchten beruhe.“  Als Gerüchte-Quelle nannte Johannes Pflug  die „Falun Gong“. Das Wort „Falun Gong“ wird seit Juli 1999 von den Propagandisten der KP Chinas missbraucht, um Andersdenkende zu diskreditieren. Dabei ignorierte Pflug die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und 62 Indizien, die von unabhängigen Menschenrechtlern und Ärzten zusammengetragen worden sind. Um Glaubwürdigkeit zu gewinnen, hat sich Pflug auf ungenannte „Geheimdienste“ berufen.  Aber das Bundesamt für Verfassungsschutz ist über Falun Gong gut informiert und schützt deren Glaubensfreiheit. Deshalb hat das BfV 2011 auch einen Spitzel der KP Chinas vors Gericht gebracht, der in Deutschland die Falun Gong-Bewegung ausspionierte. Er ist nicht der einzige Spitzel, den ich in Deutschland kennengelernt habe, aber der Erste, der verurteilt worden ist.

Mehr dazu http://www.youtube.com/watch?v=PNWtL71cQW8

 

 

Die Wirkung des „Konfuzius-Institutes“

 

Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass Johannes Pflug im Mai 2012 „in Würdigung seiner kontinuierlichen Unterstützung des Konfuzius-Instituts“ die Ehrenmitgliedschaft im Trägerverein des Instituts an der Universität Duisburg-Essen verliehen wurde.

 

In dem genannten SWR2 Tagesgespräch am 8. November  ging es eigentlich um den 18. Parteitag der KP Chinas.  Dazu äußerte Pflug: „Ich denke schon, dass die neue Generation (…) versuchen wird, die (…) Probleme in China anzupacken und sich weiter zu orientieren in Richtung Öffnung, vielleicht sogar in Richtung Westen.“  Mehr dazu http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=10387950/la47ku/index.html

 

Meinen Recherchen zufolge gehört Pflug zu denjenigen deutschen „Chinaexperten“, die vielleicht ungewollt der KP Chinas dabei helfen, die Welt zu desinformieren. Wegen der Infiltration der Deutschen Welle kam ich erst 2008 dazu,  auch auf Deutsch gezielt  die Desinformation durch Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen und Co. aufzudecken.  In dem Beitrag „Die rote Welle in Deutschland“ habe ich beleuchtet, wie das China-Programm der Deutschen Welle zum Re-Import der KP-Propaganda missbraucht wird. Vier Jahre später ist meine Kritik leider immer noch aktuell.   https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/11/17/xu-pei-die-rote-welle-aus-deutschland/

 

 

Daten und Fakten über das wirkliche China

 

Als Exilchinesin kann ich nichts anderes tun, als mein in der Freiheit erworbenes Wissen über die KP Chinas publik zu machen. Um den fragwürdigen „Chinaexperten“ zu widersprechen, fallen mir folgende Daten und Fakten ein.

 

Der 1. Parteitag der KP Chinas wurde 1921 insgeheim von einem russischen und einem holländischen Kommunisten  organisiert und von der Sowjetunion finanziert. Unter den 13 Delegierten aus der Republik China war auch der skrupellose Mao Zedong. Der 6. Parteitag fand sogar in Moskau statt. Die Chinesen hatten sich heftig gegen „das Gespenst des Kommunismus“ aus Europa gewehrt, aber der intrigante Mao konnte die Republik China mit Unterstützung der internationalen Kommunisten  unterwandern und auf dem Festland stürzen.  Die Spione aus dem Westen, wie z.B. Richard Sorge,  Otto Braun und Ruth Werner aus Deutschland hatten die Freiheit in der Republik China missbraucht und die erste Demokratie in Asien zerstört.

 

Die KP Chinas ist eine  Terrororganisation aus dem Westen und beruht von ihrer Gründung an auf dem  Marxismus-Leninismus. Erst 1945 konnte Mao seine Gedanken als so genannter Maoismus daneben etablieren. Als ich in der VR China zur Schule bzw. zur Hochschule ging, musste ich im Unterricht  auch den Marxismus-Leninismus lernen. Ich konnte beim besten Willen kein Verständnis für den Atheismus und Staatsterrorismus aufbringen, daher gab ich 1984 den Wunsch auf,  eine KP-Mitgliedschaft zu erwerben, obwohl dies eine Karriere in der VR China erst ermöglicht. In den 22 Jahren meines Lebens in der VR China hatte ich die fünf Partei-Tage der KP Chinas nie wahrgenommen.

 

Mittlerweile aber hat der Parteitag der KP Chinas Auswirkungen auf mich, obwohl ich in Deutschland wohne.  Beispielsweise konnte ich fast einen Monat die Webseite http://www.64tianwang.com nicht besuchen. Ihr Gründer Huang Qi, der  sich seit 14 Jahren heldenhaft für machtlose, besitzlose und namenlose Chinesen einsetzt, führt die Störung auf den Parteitag zurück.

 

Wegen des Parteitags wurden mindestens 1. 4 Millionen Sicherheitskräfte mobilisiert, um jede Bewegung in der Bevölkerung zu überwachen und zu unterdrücken. Im Vergleich zum 13. Parteitag (1987) vor dem Tiananmen-Massaker hat der 18. Parteitag  in jeder Hinsicht Rückschritte gebracht.  Nicht nur die Menschen wurden verhaftet oder in ihrer Freiheit eingeschränkt, sondern auch die Brieftauben. In Peking wurden sogar die Kurbeln an den Taxifenstern  abmontiert, damit man keine Flyer während der Fahrt herauswerfen konnte.  Während des Parteitages durfte man bei der Post nur nach Vorlage seines Ausweises ein Paket nach Peking schicken. Seit dem 19. November werden sogar sechsjährige Schüler dazu gezwungen, sich vom „Geist des 18. Parteitags“ anleiten zu lassen.

 

Das sind Zeichen dafür, dass die Kommunisten den Konflikt mit der Bevölkerung bereits auf die Spitze getrieben haben. Eine Eskalation ist jederzeit möglich. Nach Huang Qi hat in den vergangenen 10 Jahren die Zahl der Chinesen, die unter Zwangsumsiedlung, Landraub und anderen systemimmanenten Unrechten leiden, fünfzigfach zugenommen. Mutige Opfer, die als Petitioner bezeichnet werden, kämpfen für ihre Rechte. Per Internet bekomme ich tagtäglich Nachrichten aus der VR China, die sich gegen die kommunistischen Machthaber richten. Jeden Tag gibt es landesweit mehr als 500 Proteste oder Demonstrationen.  Dabei tun sich die Tibeter im Widerstand gegen die Einparteien-Diktatur besonders hervor.

 

Nach meiner Rede im September haben sich wieder 27 Tibeter  selbst angezündet. Allein am 15. November, am Schlusstag des Parteitags waren es drei Tibeter, die ihre Körper als Fackel für die Freiheit einsetzten. Mindestens 80 Tibeter haben lieber einen qualvollen Feuertod gewählt, als weiter unter der KP-Diktatur ein „glückliches Leben“ zu führen.   (Stand: 20. 11. 2012, außerdem haben sich auch 3 Tibeter im Exil angezündet. )

 

Beim Schreiben meines chinesischen Beitrags „Ohne Freiheit lieber den Tod“ vor einem Jahr fand ich heraus, dass es die Machthaber in Peking waren, die im Januar 2001 die erste Selbstverbrennung inszenierten, um die Bevölkerung gegen die Falun Gong aufzuhetzen.  Damals wurde nur wenige Stunden nach der Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz ausführlich und jahrelang darüber berichtet, weil angeblich der Glaube Falun Gong zur Selbstverbrennung geführt hätte. http://www.epochtimes.de/10-jaehrige-enthuellung-der-vermeintlichen-selbstverbrennung–674743.html

 

Seitdem fingen Chinesen an,  sich selbst anzuzünden, um gegen den Zwangsabriss ihrer Häuser zu protestieren. Über Selbstverbrennungen der Tibeter sind in den roten Medien nur vereinzelte Kurzmeldungen zu finden, denn diese richten sich gegen die kommunistischen Machthaber und könnten ein großes Feuer anzünden, das die KP-Diktatur beendet.

 

 

Die erste Rundmail ist nachzulesen unter https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/10/23/xu-pei-uber-die-rote-gefahr-fur-deutschland/

Die zweite Rundmail ist nachzulesen unter

https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/10/28/insider-wissen-uber-china-fur-deutschsprachige-mitburger-von-xu-pei/

Xu Pei: Die rote Welle aus Deutschland

17 Nov

Das Chinaprogramm der Deutschen Welle weicht eklatant von ihrem eigenen Wertekanon ab, der auf dem deutschen Grundgesetz basiert. Ein Import und Export der roten Propaganda finden statt.

1. Die rote Propaganda

Rot ist die Farbe der Kommunisten. Dies wurde auch durch die Olympischen Spiele 2008 deutlich gezeigt. Die rote Fahne, das rote Kleid, das rote Lied, selbst die von den kommunistischen Soldaten dargestellten Schüler des Konfuzius mussten einen roten Strich an der Stirn tragen.

Auf diese Weise wurde der rote Nationalismus im Namen der Olympischen Spiele weltweit präsentiert.

Die Kommunistische Partei Chinas unterhält seit ihrer Gründung eine Armee, deren Soldaten mit einer roten Feder gewappnet sind. Der größte Propagandist der KP Chinas hieß Lu Xun. Lu Xun und andere rote Propagandisten haben die brutale kommunistische Irrlehre, die sich mit der chinesischen Kultur  nicht vereinbaren lässt, nach China importiert und dazu beigetragen, dass die KP Chinas mit Hilfe von Stalin und der Komintern die erste demokratische Regierung in der chinesischen Geschichte auf dem Festland umstürzen und auf die Insel Taiwan vertreiben konnte.

Literatur, Kunst und Presse dienen seit 1949 dem Regime dazu, seine Ideologie zu propagieren und seine Diktatur aufrecht zu erhalten.Mittlerweile versucht die Kommunistische Partei Chinas die Menschen weltweit mit ihrer Propaganda systematisch zu desinformieren. Während man sich in Deutschland auf vielfältige Weise und aus verschiedenen Quellen informieren kann, ist man in der VR China der Propaganda ausgeliefert.

Die rote Propaganda kann man erkennen, wenn man das kommunistische System durchschaut hat, die unverfälschte chinesische Geschichte, die Lage in der VR China einschließlich Tibet , die Republik China und Hongkong kennt.

Nach dem tibetischen Aufstand 2008 und der darauf folgenden Niederschlagung durch das Regime fühle ich mich gezwungen, auf die rote Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas in Deutschland hinzuweisen. Als chinesische Exildichterin in Deutschland kann ich nicht zusehen, dass die rote Propaganda vor meinen Augen verbreitet wird, zumal ich seit 2004 einen deutschen Pass bekommen habe und mich in Deutschland wie Zuhause fühle.

Den Anfang habe ich mit meiner Gastrede am Gewerkschaftstag des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW im April gemacht.Die rote Infiltration findet in Deutschland auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen statt.Unter den deutschen Politikern gibt es nicht nur Helmut Schmidt, der die rote Propaganda übernimmt und verbreitet, wie zum Beispiel: “Aber die von uns so gepriesene Demokratie ist in ihren Augen (angeblich der chinesischen ‘Oppositionellen’) nicht so wichtig wie das materielle Wohlergehen von dreizehnhundert Millionen Chinesen. Das ist die allgemeine Meinung.” An den deutschen Universitäten gibt es auch nicht nur Thomas Heberer, der im Chinaprogramm der DW behauptet: “Deshalb ist die KP Chinas zur Zeit die Garantie für die Stabilität und den Wohlstand in China”. Unter den deutschen Journalisten fällt auch nicht nur Zhang Danhong von der Deutschen Welle als Sprachrohr der KP auf.

Alle rot infiltrierten Deutschen werden im China-Programm der Deutschen Welle immer wieder vorgestellt und zitiert. Ein Re-Import der roten Propaganda findet auf diese Weise statt. Die KP Chinas weiß, dass ihre Medien für die eigenen Bürger nicht glaubwürdig sind und sorgt immer dafür, dass ihre Propaganda via Ausland zu ihnen gelangt, wie der offene Brief des Autorenkreises aus dem ehemaligen Ostblock an den Bundestag auch bestätigt.

2. Import und Export der roten Propaganda

Zhang Danhong hat mit ihren öffentlichen Äußerungen deutlich gezeigt, dass sie sich als DW-Journalistin mit dem Terrorregime in China identifiziert. Leider findet sie Rückendeckung in der DW. Wie konnte sie sonst mit dieser distanzlosen Haltung zu einem Terrorregime bei der DW in eine leitende Position aufsteigen?

Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass Zhang Danhong keineswegs erst seit dem tibetischen Aufstand die kommunistische Politik  rechtfertigt. Das tut sie bei jeder Gelegenheit, könnte man behaupten. So hat sie im Januar als DW-Journalistin auf der Fair 2008 Tagung und Landeskonferenz unter dem Motto “Gerechtigkeit im Treibhaus Erde” die rote Infiltration in Afrika gerechtfertigt.

Jeder gewissenhafte Intellektuelle muss Anstoß daran finden, was das kommunistische Regime in Afrika treibt. Aber Zhang Danhong verteidigt “die neuen Kolonialherren ohne Moral”, indem sie die EU scharf angreift, “Die EU verramscht in Afrika ihre Agrarüberschüsse zu Dumping-Preisen das zerstört dort ganze Wirtschaftszweige. Wer spricht hier von Moral?” Selbst wenn es wahr ist, was Zhang Danhong behauptet, kann man kein Verbrechen des Regimes gutheißen, weil es noch andere Missstände gibt. Aber Zhang argumentiert als DW-Journalistin wie eine Sprecherin der KP Chinas mit falschen, großen, und hohlen Worten, “Wir hatten gar keine andere Wahl, als die Lücken zu schließen, die der Westen in Afrika gelassen hat. Europa und China sind Konkurrenten in Afrika. Wettbewerb belebt das Geschäft.” Ich verstehe nicht, warum die DW zugelassen hat, dass ihre Mitarbeiterin sich mit einem Terrorregime identifiziert und als DW-Expertin dieses Regime überall verteidigt.

In der Tibetfrage hat das Chinaprogramm der DW auch in Eberhard Sandschneider einen weiteren Deutschen gefunden, der die regimekonforme Haltung der China-Redaktion bzw. Zhang Danhongs teilt.

So veröffentlichte die Onlineausgabe des Chinaprogramms am 18. März den Bericht “Sandschneider führte in der Tibetfrage ein Wortgefecht: Was würde Deutschland machen, wenn es in Bayern passieren würde“.

Am 17. April führte Zhang noch einmal ein Interview mit Eberhard Sandschneider, unter dem Titel ” ‘China-Fieber’ wandelte sich zum ‘Chinaangst-Fieber’ ”

In diesem Interview kam der gleiche Vorwurf an der werteorientierten Außenpolitik von Bundeskanzlerin Merkel mit Sandschneiders Worten zum Ausdruck, den Zhang drei Monate später selbst im ZDF zum Ausdruck brachte. Das Gespräch liest sich für mich wie ein Kabarett:

Deutsche Welle: Sie haben eben den Altkanzler Schmidt erwähnt. Er hat jetzt auch an der westlichen Diskussion über China teilgenommen. In seinem Zeit-Interview sagte er, er hat sich besonders darüber geärgert, dass einige amerikanische Politiker sich dreist einbildeten, sie und ihre Verbündeten die Verantwortung zu haben, ihre politische Meinung in der ganzen Welt zu verbreiten. Finden Sie, dass Frau Merkel sich von dieser dreisten Einbildung anstecken lässt?

Sandschneider: Sie hat in der Tat diesen Eindruck erweckt. Ich möchte betonen, jedes Mal wenn Helmut Schmidt in solchen Momenten aufsteht und sich zu Wort meldet, hat er gezeigt, dass er ein weiser Analytiker ist. Er hat völlig Recht. Ich zitiere gerne einen Satz von ihm: “Die westliche Einbildung verursacht wirklich grenzenlosen Schaden.” Die enge Zusammenarbeit zwischen Merkel und Busch hat der deutschen Außenpolitik sehr fragwürdige Faktoren gebracht. Eines Tages wird sie erkennen müssen, dass die Zeit vorbei ist, in der sich die ganze Welt an die westlichen Spielregeln zu halten hat. Aber sie ist jetzt noch von dieser Erkenntnis entfernt. Dies hat in gewissem Grad Fehler in ihrer Außenpolitik verursacht.

So weit eine Kostprobe von dem roten Kabarett über die Bundeskanzlerin, das Zhang Danhong im Namen der DW mit einem Gleichgesinnten aufgeführt hat.

Laut dem Bericht eines chinesischen Hörers hat sogar eine Nachrichtensprecherin der DW am 31. August angesagt: “dass die reaktionäre Kraft in Tibet  so häufig angreift und stört, dass die Befreiungsarmee und die Polizisten alle Hände voll zu tun haben.”

Bundeskanzlerin Merkel wird Zielscheibe der roten Propaganda und Propagandisten, nur weil sie Grundwerte und Menschenrechte als Grundpfeiler der außenpolitischen Interessen Deutschlands betrachtet, ganz anders als ihre Vorgänger.

Die neueste Rede von Merkel am 17. September in Berlin beim Tag der Konrad Adenauer Stiftung hätte die oben genannte Propaganda berichtigen können.

Aber über die amtierende Bundeskanzlerin wurde nur kurz berichtet. Stattdessen rühmte die Onlineausgabe des Chinaprogramms zweimal hintereinander den ehemaligen Kultusminister der VR China, Wang Meng, der sich als elfjähriges Kind schon von der KP Chinas vereinnahmen ließ und seit dem 14. Lebensjahr ein Mitglied der KP ist, als er neulich in Deutschland zu Besuch war.

Selbst in der VR China brauchte Wang Meng schon vor fünf Jahren die Lüge, dass er zum Nobelpreis nominiert wäre, um im Literaturbetrieb gefragt zu werden. Ein Schriftsteller, der unter der kommunistischen Führung schreibt und sich stets bemüht, in seinem Werk die aktuelle Politik  der KP zu zeigen, kann man nur als Propagandist bezeichnen, auch wenn er einst als Rechtes Element von der KP verfolgt wurde. So lautet seine Rede diesmal im so genannten Konfuzius Institut an der Hamburger Universität “Eloquente Literatur und harmonisierende Literatur”. Ja, Wang Meng braucht Eloquenz, um Harmonie in einem Land vorzugaukeln, in dem alle fünf Minuten ein Volksaufstand stattfindet, wie das Regime von seinen Propagandisten verlangt. Aber das China-Programm behauptet mit Worten einer deutschen Sinologin Eva Müller, dass Wang Meng einer der wichtigsten Schriftsteller in der chinesischen Gegenwart sei.

Was der Autorenkreis der Bundesrepublik Deutschland mit seinem offenen Brief verhindern möchte, ist also bereits eine Tatsache: Das China-Programm der DW hat den chinesischen Widerstand verraten und die Kritik an dem Terrorregime überdeckt.

Ein Wortführer der chinesischen Opposition, Zhong Weiguang, hat zwei Artikel über die rote Infiltration der DW veröffentlicht. In dem langen Artikel “Die Reue von Raymond Aron – die zweite Analyse des Chinaprogramms der DW” hat Zhong das Verhaltensmuster beziehungsweise die Gedankenmuster der roten Propagandisten seit der Gründung der Sowjetunion ausführlich analysiert. Dort erfuhr ich, dass “die China-Redaktion der DW von Unzufriedenheit mit Merkel , sogar von Hass gegen sie erfüllt sei,” wegen ihrer Identifizierung mit dem Regime.

Nicht nur die chinesische Opposition, sondern auch die deutschen Steuerzahler dürften nicht damit einverstanden sein, dass das China-Programm der DW zur Plattform der roten Propaganda verkommt.

Zum Schluss möchte ich den weißrussischen Menschenrechtler Alexander Milinikiewitsch zitieren, dessen Erkenntnis mit meiner übereinstimmt:“Mittels der Propaganda bemühen sich die autoritären Regierungen, ihren Bürgern einzureden, dass ein solcher Begriff, wie Menschenrechte, haltlos ist. Jede Verletzung der Menschenrechte durch die Musterländer der Demokratie wird unausbleiblich für die Legitimierung der Diktatur verwendet. Die Tyrannen reden den Menschen ein, dass es in der Politik  keine Werte gibt und die Politiker aller Länder Lügner und Egoisten sind. ”In Deutschland gibt es zwar Helmut Schmidt, aber Politiker, die Gewissen und Moral zeigen, sind Gott sei Dank auch noch vorhanden.

Erstveröffentlichung  01.10.2008 – 04.53