XU Pei über die Selbstentlarvung von Herta Müller

27 Jul

Herta Müller  demonstrierte als Literaturnobelpreisträgerin 2009 auf der Frankfurter Buchmesse ihre Unterstützung für chinesische KP-Gegner, die auch ich unterstütze. Damit gewann Herta Müller den  Respekt der chinesischen KP-Gegner.  2010 wurde ich von den Kollegen, die wie ich mit Herta Müller eine halbe Stunde gesprochen hatten,  darum gebeten,  sie über die Verlogenheit von  Liu Xiaobo  zu informieren.

Folgende zwei Emails hatte ich an unsere vermeintliche Unterstützerin  gerichtet:

Liebe Frau Müller,

ich wurde eben telefonisch gebeten, Sie darüber zu informieren, dass Liu Xiaobo zum Opfer des Machtkampfes innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas geworden ist.

Wir bedauern, dass er verhaftet und zu 11 Jahren verurteilt wurde.

Dennoch hat er eine Nominierung zum Friedensnobelpreis nicht verdient.

Seit dem Pekinger Massaker hat Liu als “prominenter Dissident” der KP Chinas gedient, dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur entgegenzuwirken.

Liu hat beispielsweise nach dem Pekinger Massaker behauptet, dass es keine Toten gegeben hätte.

Liu hat zuletzt gegen den Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng agiert, für dessen Freilassung Sie auf der Frankfurter Buchmesse eine Unterschrift geleistet haben. Ich war bei Ihrem Besuch am Stand der Epoch Times und der IGFM.

Es würde uns daher freuen, wenn Sie nicht Liu, sondern Gao zum Friedensnobelpreis vorschlagen würden.

Denn Sie haben uns in unserem Widerstand gegen die KP-Diktatur sehr ermutigt und bestärkt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Xu Pei

Meine zweite Email lautet:

Liebe Frau Müller,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn es nach mir ginge, hätte ich Ihnen gegenüber kein Wort über Liu Xiaobo verloren.

Sie, Havel und Gao Zhisheng sind Menschen, die ich bewundere. Aber Liu ist in meinen Augen noch schlimmer als Milan Kundera und Günter Grass.

http://www.welt.de/kultur/article2570692/Der-schaendliche-Verrat-des-Milan-Kundera.html

Ich bedauere, dass ich weder Havel noch Sie rechtzeitig über Liu informiert habe.

Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass Ihre Unterstützung für Lius Nominierung dem chinesischen Widerstand gegen die KP-Diktatur gilt!

In diesem Sinne habe ich mich darüber gefreut, dass Gao auch nominiert worden ist, wie letztes Jahr.

Die beiden Kanadier, die den systematischen Organraub an den Falun Gong Praktizierenden in Rotchina untersucht haben, sind auch nominiert worden.

Nicht zuletzt möchte ich mit Ihnen meine Freude an einem Wunderstein in China teilen, der den Tod der KP Chinas prophezeit hat.

Mit freundlichen Grüßen

XU Pei

Mehr über Liu Xiaobo im Brief der zwanzig Kollegen im Exil finden Sie unter

http://www.aboluowang.com/comment/data/2010/0214/article_15718.html

Damals wusste ich nicht, dass Herta Müller von den rumäniendeutschen Kollegen wie der Verfasser von „Symphonie der Freiheit – Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur“ Carl Gibson genau so kritisiert worden war wie Liu Xiaobo von den chinesischen Kollegen.

Meine beiden Emails hatten bei ihr die folgende öffentliche Auslassung bewirkt, die leider auch in der FAZ unter „Solidarität mit dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo – Wenn der zweite Schuh herunterfällt“ abgedruckt wurde. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/solidaritaet-mit-dem-friedensnobelpreistraeger-liu-xiaobo-wenn-der-zweite-schuh-herunterfaellt-1608782.html

Dieser Beitrag voller Lügen wurde auch sofort ins Chinesisch übersetzt und unter der Überschrift „Die Literaturnobelpreisträgerin Müller unterstützt Liu Xiaobo“ verbreitet, um Kritiker von Liu Xiaobo zu schlagen.  Somit hat sich Herta Müller selbst vor den chinesischen KP-Gegenern weltweit  entlarvt. Denn bis dahin hatten alle geglaubt, dass Herta Müller eine KP-Gegnerin sei, wie wir. Dieser Beitrag hat aber uns gezeigt, dass Herta Müller sich in den Konflikt zwischen KP-Gegnern und Liu Xiaobo einmischte, ohne sich auszukennen.  Das macht keine anständige Persönlichkeit mit Bildung, die einer KP-Diktatur Widerstand leistet.

Herta Müller kann mit ihrer Unterstützung für Liu Xiaobo nur uninformierte Leser in die Irre führen. Ihre Lügen über Liu Xiaobo sind so unbegründet wie ihre Verunglimpfung der Exilchinesen in der FAZ vom 26. März:

“Ich habe den Vorschlag Václav Havels, Xiaobo für den Friedensnobelpreis zu benennen, unterstützt und daraufhin schlimme E-Mails bekommen von Exilchinesen. Verleumdungen, Denunziation, hemmungsloser Rufmord an Xiaobo waren die Inhalte. Vielleicht ist die Emigration infiltriert vom chinesischen Geheimdienst, vielleicht ist es aber auch der eigene Irrsinn von verstörten Emigranten, die im fernen Exil Revolution auf dem Papier betreiben, mit Worten infam randalieren…”

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