Xu Pei über die „Seelenverwandtschaft“ von Herta Müller und Liao Yiwu

12 Jul

Am 26. Juni 2012 habe ich „neue Infos zu Pastior und Muellers“ mit dem Kommentar „die PR-Maschine funktioniert wieder, anbei die Infos aus der FAZ im Dateianhang“ von einem rumäniendeutschen Kollegen per Email zugeschickt bekommen. Am 12. Juli habe ich erst widerwillig die drei FAZ-Beiträge in Bezug auf Herta Müller gelesen.

Der rumäniendeutsche Autor Carl Gibson hält das Eintreten von Herta Müller für Verfolgte in der VR China für eine Show, was ich aus eigener Erfahrung mit ihr nun bestätigen möchte und kann.

Carl Gibson  wurde von Kommunisten ins Gefängnis geworfen, während Herta Müller,  ihr zweiter, bereits geschiedener Mann Richard Wagner und ihresgleichen mit diesen paktierten.

Gibson und andere rumäniendeutsche Kollegen waren gegen  die Nobelpreiskandidatur von Müller, während Diane Liu und andere Exilchinesen gegen die Nobelpreiskandidatur von Liu Xiaobo waren.  15 Monate habe ich gebraucht, um herauszufinden, warum ich mit zwei Emails über Liu Xiaobo  Herta Müller dazu brachte, in der deutschen Öffentlichkeit insbesondere in der FAZ  mit Lügen  ihren „Spießgesellen“  zu verherrlichen und meinesgleichen „Exilchinesen“ zu verunglimpfen.

Gibson hat viele  Artikel  aufklärend geschrieben, während ich auch versucht habe, die  Deutschen über Liu Xiaobo aufzuklären.  https://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/01/11/beitrage-uber-liu-xiaobo-von-xu-pei/

Zum Thema „Plagiat“ von Herta Müller hat Gibson auch als einer der wenigen einiges geschrieben, wie Frau Dr. Wang Rongfen.

Wie dem auch sei, die Kritiker von Herta Müller sind wie Gibson der Meinung, dass „Müller ihre Spielchen macht – und dabei lügt sie frech, da sie bisher mit ihren Lügen ungestraft durchkam“.

Herta Müller und ihr KP-Ex-Mann Richard Wagner hatten als Vorzeigepaar der rumäniendeutschen Ceaușescu-Literatur  8 Preise in Rumänien bekommen, bestätigte mir der Kenner der rumäniendeutschen Literatur Ingmar Brantsch. Liao Yiwu war nach eigener Angabe mit über 20 KP-Literaturpreisen  in Rotchina ausgezeichnet worden,  bevor er wegen eines einzigen Gedichtes über das Tiananmen-Massaker 1989 im roten Gefängnis landete.

Während Herta Müller als Nobelpreisträgerin in Rotchina vermarket worden ist, darf ein wahrhaftiger Dissident wie Wolf Biermann nicht in Rotchina übersetzt werden. Ich bin stolz darauf, dass sogar meine Veröffentlichungen im Internet von der KP Chinas blockiert werden.

Nachdem der Geschwister-Scholl Preis an Liao verliehen worden war, habe ich mit dem folgenden Brief  das Sekretariat des Geschwister-Scholl-Preises informiert. Aus Wahrheitsliebe gebe ich gerne mein Wissen weiter und stehe hinter allem, was ich zusammengetragen habe.

An das Sekretariat des Geschwister-Scholl-Preises:

vielen Dank für Ihr Verständnis für die Unzufriedenheit, die durch eine abfällige Bemerkung über den Geschwister-Scholl-Preis auf mich  übertragen worden ist.

Ich übe keine Kritik an der Jury, die sicher ihr Bestes getan hat, aber sie konnte sich nicht so über den chinesischen Widerstand gegen das KPC-Regime informieren wie ich. Deswegen  möchte ich mein Wissen weitergeben, wie ich 2007 in dem folgenden Gedicht beschreibe:

Selbstbildnis

Als Autor stehe ich

nicht auf der Bestsellerliste

sondern auf einer schwarzen Liste

Von Gewissen

werde ich getrieben

Das Geld

ist meine Bremse

Wie ein Auto

möchte ich Informationen

transportieren

Weil ich denke

dass Gewissen

auch

auf Wissen basiert

Seit dem Tiananmen-Massaker 1989 unterstütze ich die chinesischen Freiheitskämpfer wie Frau Dr. Wang Rongfen:

Autorinnen, die auf der schwarzen Liste der Kommunistischen Partei Chinas stehen

http://www.tibet-hamburg.de/-%20Autorinnen%20-%20Xu%20Pei.pdf

und  lasse mich von der Weißen Rose ermutigen.

Wenn man „Xu Pei weiße Rose“ bei Google eingibt, kann man sehen, wie sehr die Weiße Rose mir am Herzen liegt. (Das Gleiche gilt auch auf Chinesisch.)

2009 habe ich drei chinesische Autoren  im Geist der weißen Rose den deutschen Lesern vorgestellt.

Drei Chinesen im Geist der weißen Rose – Huang Jinqiu, Yang Tongyan und Guo Quan

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2010/01/16/drei-chinesen-im-geist-der-weißen-rose-huang-jinqiu-yang-tongyan-und-

Deshalb bedauere ich, dass der Geschwister-Scholl-Preis nicht an einen vorbildlichen Chinesen wie zum Beispiel den Rechtsanwalt Gao Zhisheng  verliehen worden ist, dessen Werk auch auf Deutsch vorliegt.

http://www.gao-zhisheng.de/blog/

Liao Yiwu mag ein großes Talent sein, aber er hat nicht den hohen moralischen, politischen und intellektuellen Anspruch, wie Gao Zhisheng und viele andere Chinesen, deren Werk leider nicht ins Deutsche übersetzt worden sind.

Ist Geisel Liao Yiwu frei?

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2010/09/23/ist-geisel-liao-yiwu-frei

Die Anwesenheit von Tienchi Martin-Liao bei der Preisverleihung erweckt die Vermutung, dass sie auch zu der erfolgreichen Vermarktung von Liao Yiwu beigetragen hätte.

Martin-Liao gilt als „Menschenrechtshändlerin“, die das Leiden der verfolgten Autoren missbraucht, um sich selbst zu bereichern.  Daran wollte ich lange nicht glauben, bis ich unter dem folgenden Link sah, dass sie im Jahre 2007 von  „zwei Menschenrechtsorganisationen“ mindestens 94 132 Dollar und zusätzlich als „Präsidentin des unabhängigen chinesischen PEN-Centers“  6000 Dollar kassierte. 2007 war angeblich der Präsident Liu Xiaobo. Dafür wurde Liu Xiaobo seit 2006 von den genannten  „Menschenrechtsorganisationen“ finanziell unterstützt. Ohne ihre Werbung wäre Liu Xiaobo kein Friedensnobelpreisträger geworden.

http://www.duping.net/XHC/show.php?bbs=10&post=1167417

Es ist eine Schande, dass Martin-Liao allein in einem Jahr über 100 000 Dollar, die für die Menschenrechte in Rotchina gedacht sind, einkassiert hat, zumal sie die Witwe eines deutschen Professors ist.  Frau Dr. Wang Rongfen und andere chinesische Mitstreiter sind  ärmer, aber wir würden keinen Pfennig für die Menschenrechte in unsere eigene Tasche stecken.

Martin-Liao tritt seit 2009 auch als „Präsidentin des unabhängigen chinesischen PEN-Centers“  auf, obwohl die Wahl ungültig war. Denn als eine Wahl stattfand, haben viele Mitglieder aus Protest nicht daran teilgenommen, weil Liu Xiaobo und Co. im Sinne der KP Chinas aufrichtige entschlossene  Freiheitskämpfer wie Yuan Hongbing ausgeschlossen hatten.

Martin-Liao vertritt Liu Xiaobos  Copyright und hat auch Herta Müller gegen die Kritiker von Liu Xiaobo aufgehetzt. Darüber habe ich auf Deutsch bereits berichtet.

Herta Müller und »Schlimme E-Mails von Exilchinesen«

http://www.china-observer.de/?x=entry:entry110406-112419

In Erinnerung an unser Gespräch habe ich noch einen Aufsatz vom Exilautor Ha Jin in Bezug auf  Yuan Hongbing, den Liao Yiwu mit Unterstützung von Liu Xiaobo  beschimpfte, herausgesucht.

China: Das System der tausend Augen

http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-system-der-tausend-augen/1226334.html

Sollte ich diese Angelegenheit nicht  klar dargestellt habe, so stünde ich  Ihnen gerne Rede und Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre XU Pei

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Eine Antwort to “Xu Pei über die „Seelenverwandtschaft“ von Herta Müller und Liao Yiwu”

  1. detlefalsbach September 28, 2013 um 4:13 pm #

    Wie alle Opportunisten ist auch Herta Müller in der Lage, ohne Schamgefühl Preise einzusacken und mit dem Bösen zu paktieren. Das machen alle Promis so. Ruhm und Geld stehen über Moral und Ehre. Leider vergisst diese Gesellschaft, warum diese Frau den Friedensnobelpreis für Literatur bekommen hat.

    Detlef Alsbach

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