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XU Pei: Zum Triumph von Putins Genossen aus Peking

3 Apr

- Zur Zwangsabwesenheit von Ai Weiwei bei seiner Ausstellungseröffnung in Berlin

Als ich vor 25 Jahren zum Studium nach Düsseldorf kam,  konnte ich dank der veröffentlichten und öffentlichen Meinung in Deutschland zum Tiananmen-Massaker erkennen, dass mein Geburtsland Tibet und Herkunftsland China von der Kommunistischen Partei Chinas mit Propaganda und Gewalt regiert wird.

Der chinesische Protest gegen die KP-Diktatur und das Tiananmen-Massaker wurden von der westdeutschen Öffentlichkeit unterstützt.

Mein erster Redebeitrag auf einer Solidaritätskundgebung an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf fand Echo und ich wurde von den Zeitungen wie z.B. der Rheinischen Post interviewt. Durch meinen Einsatz für die Menschenrechte lernte ich Deutsche kennen, die mir dabei halfen, den Unterschied zwischen der freiheitlichen Demokratie und der Einparteien-Diktatur wahrzunehmen.

Nach meiner Promotion konnte ich nicht als Germanistin heimkehren. Als Exilchinesin fühle ich mich dazu berufen, mit Worten die universellen Grundwerte, die chinesische Kultur und die Natur gegenüber dem totalitären KP-Regime zu verteidigen.  In diesem Sinne ist meine letzte Buchveröffentlichung “Der weite Weg des Mädchens Hong” entstanden.

Ich darf zwar mein Herkunftsland nicht betreten, aber um so mehr weiß ich die Freiheit im Westen zu schätzen. Aus diesem Grund möchte ich auch alles tun, um die freiheitlichen Grundwerte zu verteidigen.

Am 29. März 2014 bin ich der Einladung eines deutschen Falun Gong Anhängers gefolgt, um den neuen kommunistischen Führer Xi Jinping (1953-) aus Peking dazu aufzufordern, mit der Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden aufzuhören…

Xi soll in dem Rechtsstaat Deutschland sehen, dass die von den Kommunisten verfolgten Freiheitskämpfer in der VR China von der deutschen Zivilgesellschaft unterstützt werden. Leider haben die deutschen Politiker und Behörden nicht zugelassen, dass Xi  die Gewährung von Rede- und Versammlungsfreiheit mit eigenen Augen bezeugen konnte. Während die Demonstranten abgeschirmt wurden, durften die noch von der KP Chinas gelenkten Studenten und Festlandschinesen mit Einheitsfähnchen schwenken. Die Festlandschinesen meiner Kindergeneration haben kaum Chancen, sich von der systematischen KP-Indoktrination seit Kindesbeinen zu befreien. Selbst in Deutschland bekamen sie nur zu sehen, dass der deutsche Staatsapparat die Kommunisten aus Peking dabei unterstützt,  ihre Macht vor uns zu demonstrieren.

Xi mag mit seinen Auslandsveröffentlichungen  vermeintliche “intime Kenner Chinas” weiter betäuben, aber ich kann ihm kein Vertrauen schenken. Denn im Jahr 2009 nahm ich schon seine nationalistische Rede vor Rotchinesen in Mexiko wahr, die ich auch ins  Deutsche übersetzte: “Es gibt Ausländer, die satt gegessen sind, aber nichts zu tun  haben; sie zeigen ihre Finger auf unsere Angelegenheiten. China  exportiert erstens keine Revolution, zweitens keinen Hunger und Armut, drittens macht es Euch keine Probleme, was gibt es noch zu sagen.” Seine zweite Ehefrau Peng Liyuan (1962-) gehört seit 1980 zu der Propagandatruppe in der roten Armee, und ist auch ein Mitglied der KP Chinas. So sang sie im Auftrag ihrer Partei überall, sogar auf dem Tiananmen-Platz, um die Soldaten zu betäuben, die das Massaker 1989  angerichtet hatten.

Wie schade! Putins Genossen aus Peking durften über den Rechtsstaat triumphieren. Wegen der Sperre des öffentlichen Verkehrs  konnten wir sogar nach unserer Protestveranstaltung auf dem Rathausplatz nicht mit der Straßenbahn fahren und mussten stundenlang warten.

Um dem Hitlergrußverweigerer Gustav Wegert nachzueifern, lieh ich den Stinkefinger von dem Künstler Ai Weiwei nach Düsseldorf und zeigte ihn den Staatsterroristen aus Peking, als die von 15 “weißen Mäusen” eskortierte Wagenkolonne endlich donnernd vorbeiraste.

Dank des WZ-Berichtes “Xi Jinping auf Blitzbesuch an der Kö” erfuhr ich, dass Xi den Namen des Dichters Heinrich Heine missbrauchte, um sich gut darzustellen. Dabei ist Heinrich Heine mein geistiger Wegbegleiter. Gott sei Dank bin ich  kein “Enfant Perdu”, auch wenn ich den  Freiheitskrieg weiter führe, wie Heine im Exil.

 

Köln, 31. März 2014

Xu Pei: Vorsicht! Die KP-Propaganda aus Peking im deutschen Sprachraum

10 Mär

Dieser Beitrag gehört zur Bürgerinitiative, mit der ich als Exilchinesin die universellen Grundwerte verteidigen und  der systematischen Desinformation der KP Chinas entgegenwirken möchte.  Für den Inhalt stehe ich Rede und Antwort.

2004 habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft dankend erhalten, nachdem ich zweimal vergeblich versuchte, als Dozentin in China zu arbeiten. Nachdem ich feststellte, dass die Propaganda der KP Chinas auch in den deutschen Medien verbreitet wird, habe ich 2008 meinen ersten Vortrag “Wie kommt die rote Infiltration in den deutschen Medien zustande?”  darüber gehalten.

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/11/17/xu-pei-bestandsaufnahme-der-deutschen-berichte-in-bezug-auf-die-vr-china-von-2008/

Bei allen möglichen Medien habe ich mich beschwert und die Gegendarstellung angeboten. Leider war der Zeitaufwand viel größer als der Erfolg. Gleichzeitig wird meine Homepage, mit der ich im deutschen Sprachraum den gewaltlosen Widerstand gegen ein Terror-Regime vertreten möchte, immer wieder lahmgelegt. Darum begann ich 2012, jährlich fünf Rundmails an deutschsprachige Bürger zu schicken, um aktiv die Zivilgesellschaft zu sensibilisieren und auf die Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas hinzuweisen. Der neueste Beleg dafür: http://www.epochtimes.de/Chinas-Botschaft-wollte-SHEN-YUN-in-Berlin-verhindern-a1131745.html

2014 wird ein unruhiges Jahr sein. Vor hundert Jahren brach der Erste Weltkrieg aus, der Lenin ermöglichte, mit Gewalt die erste KP-Diktatur auf der Welt zu installieren. Darauf lässt sich zurückführen, dass die Ukrainer beim Protest gegen die korrupte Pro-Putin-Bande auch Lenin-Statuen stürzten. In den hundert Jahren haben die KP-Diktaturen ein beispielloses Unheil in der Welt verursacht, während sie den Menschen schöne Lügen auftischen, wo auch immer die Kommunisten regieren.

Die Lügen von Putin über seinen militärischen Einsatz in der Ukraine werden im Westen entlarvt, aber die Lügen der Machthaber in Peking werden immer noch unkritisch übernommen.

Die jüngste KP-Lüge betrifft die Uiguren, deren Widerstand gegen die KP-Unterdrückung ich seit 2009 öffentlich verteidige. Meine Erkenntnisse lassen sich durch die deutschen Verfassungsschutzberichte bestätigen. In Deutschland agieren mindestens vier Geheimdienste der KP Chinas. Sie betreiben nicht nur Spionage in Politik, Militär und Wirtschaft,  sondern auch verfolgen mit allen Mitteln fünf Gruppen in Deutschland, zu denen die Exil-Uiguren gehören. Mehr dazu ab Seite 391 von  http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf

Die deutschen Berichte über das  Blutbad im Bahnhof von Kunming – insbesondere der Welt-Bericht mit der Überschrift ” ‘Chinas 11. September’  und der Kampf gegen Terror”- liefern den neuesten Beweis für die Übernahme der KP-Propaganda durch westliche Medien. Solch eine Überschrift vertuscht den Wesensunterschied zwischen den USA und der VR China, nämlich zwischen einem Rechtsstaat und einem Terrorregime.

Kun Ming liegt in der Grenzprovinz Yunnan, über die viele Menschen ins Ausland fliehen. Dort werden viele Flüchtlinge festgenommen und misshandelt, darunter auch Uiguren. Angesichts ihrer Lage konnte ich es mir vorstellen, dass die uigurischen Flüchtlinge aus Verzweiflung Gewalttäter werden könnten, zumal das KP-Regime gerade die uigurische Stimme der Gewaltlosigkeit  Ilham Tohti als “Separatist” verhaftet hat.

Der uigurische Uniprofessor Tohti in Peking sorgt für die Völkerverständigung und gehört zu den Followers meines Twitters. Er hat sich nie für eine Unabhängigkeit Xinjiangs ausgesprochen, aber er hat auch erkannt, dass die Wurzel aller Übel an fehlender Demokratie und Freiheit in der VR China liegt. Wenn das KP-Regime selbst Tohti verhaftet, dann treibt es die Uiguren erst recht zur Gewalt.

Nach intensiven Recherchen stimme ich jedoch der These zu, dass das Blutbad in Kunming wieder eine Inszenierung der Machthaber ist, um Hass auf Uiguren zu schüren und im Namen des Anti-Terror-Gesetzes den immer größeren Widerstand aus allen Gruppen zu unterdrücken.  In 2013 haben mindestens 13 gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Uiguren und den KP-Kräften in Xinjiang stattgefunden.

Die KP Chinas ist bekannt dafür, Gewalttaten zu inszenieren, um friedliche Freiheitskämpfer aller Gruppierungen zu verfolgen.  Über eine inszenierte Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz haben die KP- Medien lang und breit berichtet, um Falun Gong zu verleumden, aber diejenigen, die über die ununterbrochenen Selbstverbrennungen in der Realität- insbesondere von Tibetern- berichten, werden vom KP-Regime verfolgt.  Mehr dazu:

http://www.falungong.de/artikel/videos_propaganda/1384880625.en.html

Köln, zum 55sten Jahrestag des tibetischen Aufstandes gegen das KP-Regime

XU Pei über den China-Korrespondenten Johnny Erling (1952-)

5 Mär

Nachdem das China-Programm der Deutschen Welle wegen seiner KP-Propaganda auch in Deutschland kritisiert wurde, initiierte Thomas Heberer einen offenen Brief, um die Tatsache zu verdrehen und chinesische Kritiker zu diskreditieren. Unter seinen 105 Unterstützern habe ich zum ersten Mal den Namen Johnny Erling registriert. Seitdem lerne ich seine China-Berichte kennen.

Bevor Erling zum 13. Jahrestag der Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong unbegründeten Zweifel an dem systematischen Organraub der KP Chinas verbreitete, konnte ich ihn tolerieren. Denn auch als ausländischer Journalist hat man in Peking unter der KP-Diktatur zu leiden. http://www.welt.de/politik/ausland/article108832657/Brief-der-China-Korrespondenten-an-Angela-Merkel.html  In seinem Bericht ist immerhin zu lesen, “Mit Ausnahme ihres wirtschaftlichen Laisser-faire-Kurses hat Chinas Staatspartei allem Wandel in der Gesellschaft zum Trotz ihre leninistischen Strukturen behalten”. Sein Bericht “Deutschlands gefährliche Freundschaft mit China” zeigt auch, dass Erling von der roten Gefahr weiß,  auf die ich seit 2002 wie eine Gebetsmühle  hinweise.

Während Kubin und Heberer   in der VR China und ihren  Medien als “Experten” aus Deutschland gelten, wird Johnny Erling in den Medien der KP Chinas als “deutscher Journalist”  dargestellt. Erling gehört zu den Deutschen, die während der  kommunistischen Zerstörung der chinesischen Kultur in Peking das Rotchinesisch lernten und dann für die Propaganda der KP Chinas arbeiteten, wie Heberer. Seit 1986 arbeitet Erling als China-Korrespondent für deutschsprachige Zeitungen.

Das China-Programm der Deutschen Welle hat seinen Bericht “Weil Peking einfach grossartig wird” vom 21. Juli 2008 am gleichen Tag ins Chinesische übersetzt. Dieser Bericht wurde in den rotchinesischen Medien unter der Überschrift “Deutscher Journalist ist erstaunt über die Großartigkeit der Olympischen Spiele in Peking” verbreitet.http://world.people.com.cn/GB/57506/7597384.html

Erling wird nicht nur vom Propagandasender der KP Chinas “china radio intenational” dargestellt, sondern wurde im Februar 2011 sogar in einem rotchinesischen Medium als Ratgeber für Jugendliche in Peking hingestellt. German jounalist give advice to today’s youth in Beijinghttp://www.beijingtoday.com.cn/specials/german-jounalist-give-advice-to-todays-youth-in-beijing

Dem amtierenden KP-Botschafter Shi Mingde in Berlin dient Erling hingegen als Medienpartner.  Seine Berichte tragen die Überschriften “Peking entsendet einen Deutsch-Profi nach Österreich” und “China schickt seinen besten Mann nach Deutschland”. Dabei stellt Shi ein typisches Beispiel dafür dar, dass Zhou Enlai talentierte Chinesen von Kindheit an zu Werkzeugen der KP  trainieren ließ.  Der erste Premier der VR China wurde 1921 als Student in Berlin Kommunist und importierte später den sowjetischen KGB nach China. Ohne Zhou hätte der Despot Mao Zedong weder den Krieg gegen die chinesische Regierung, noch den bis zu seinem Tod geführten Machtkampf innerhalb der KP  gewonnen. Zhou trug maßgeblich dazu bei, dass mindestens 80 Millionen Chinesen durch den kommunistischen  “Klassenkampf” zu Tode kamen und Diplomaten aus der VR China grundsätzlich als Berufslügner gelten.

Gott sei Dank leben die deutschsprachigen Leser in Freiheit und lassen sich nicht leicht betrügen. Kritische Leser wissen, wie man mit Propaganda-Berichten  umgeht. Zu dem ersten genannten Bericht von Erling in “Der Standard” fragte der erste Kommentator nach “Falun Gong” und ob der “Deutsch-Profi” auch in den Wiener Stadtpark kommt? Denn dort gibt es Österreicher, die Falun Gong üben, während Chinesen wegen des Praktizierens von Falun Gong durch Folter oder Organraub umgebracht werden könnten. Der zweite Kommentator schrieb unter der Überschrift “so ein sympathischer Kerl”: “seit einiger Zeit habe ich eine LobbyingPhobie. Zur Beruhigung sage ich mir 108x vor: Der Standard hat für diesen Artikel kein Geld bekommen”.http://derstandard.at/1280984582056/Peking-entsendet-einen-Deutsch-Profi-nach-Oesterreich

Beiträge über Tibet von XU Pei

2 Feb

 

 

 

1. Offener Brief an den Dalai Lama

http://dr.xu-pei.de/index.php?id=24

 

2.Vortrag  zum Internationalen Menschenrechtstag 2008 auf Einladung der Tibet Initiative Hamburg

 

http://www.igfm-muenchen.de/china/Aktuelles/XuPei_Propaganda.html

 

3. Schriftliche Rede zum 50sten Jahrestag des tibetischen Aufstandes auf Einladung der Tibeter Gemeinschaft Schweiz & Liechtenstein

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2009/03/10/das-gespenst-des-kommunismus-ist-am-ende

 

4. Rebiya Kadeer versus Dalai Lama

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2009/07/23/rebiya-kadeer-versus-dalai-lama

 

5. Einblick in das Tibetproblem

 

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2011/02/05/einblick-das-tibetproblem

 

6. Vortrag über den Konflikt in Tibet und seine Ursache auf Einladung der Tibet Initiative Karlsruhe

 

 

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/09/27/xu-pei-der-konflikt-in-tibet-und-seine-ursache/

 

 

7. Lesung über mein Leben und Werk in Bezug auf Tibet auf Einladung der Tibet Initiative Tübingen

 

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/11/09/xu-pei-lesung-in-tubingen-am-7-november-2013/

XU Pei: Was bedeutet die EU-Resolution gegen den Organraub in der VR China?

30 Jan

 

 

Im englischen Spiegel-Interview vom Mitte-Januar sagte der Künstler Ai Weiwei, dass die Beziehung zwischen dem Regime Chinas und ihm wie ein kalter Krieg ist. Wieder fühle ich mich von ihm bestätigt, zumal ich die EU-Resulution gegen den systematischen Organraub für eine politische Kriegserklärung an das KP-Regime halte. Einen kalten Krieg zwischen dem KP-Regime und den chinesischen KP-Gegnern nahm ich schon nach dem Tiananmen-Massaker 1989 wahr.

 

In meinem ersten Vortrag 2014 http://goo.gl/YjUNH9 habe ich auch meinen Widerstand gegen den Organraub in der VR China seit 2006 bilanziert. Während ich die EU-Resulution für einen moralischen Sieg über das KP-Regime halte, habe ich die deutschen Medien wie z.B. die Deutsche Welle kritisiert, die dieses Ereignis ignoriert haben.  Gott sei Dank hat die deutsche Webseite der exilchinesischen Mediengruppe Epoch Times darüber berichtet: http://www.epochtimes.de/EU-Resolution-Organraub-in-China-muss-sofort-enden-a1115465.html

 

Dennoch kommen mir einige Ex-DW-Journalisten verdächtig vor, die sich seit Jahren bei den KP-Medien über die Demokratie und Pressefreiheit in Deutschland beklagen. Meiner Erfahrung nach gibt es im Westen Pressefreiheit und Journalisten mit Ethos, die auch gute Berichte über China veröffentlichen. Wegen des DW-Skandals 2008 begann ich, mich um den Ruf der deutschen Medien zu kümmern, von denen ich profitiert hatte. Nachdem meine Beschwerden zu keiner Berichtigung  führten, schicke ich auch Rundmails auf Deutsch, um der systematischen Desinformation aus Peking entgegenzuwirken.

 

Alle Leser sind eingeladen, den Wahrheitsgehalt meiner Beiträge zu prüfen. Im Gegensatz zu manchen korrumpierten Deutschen, bin ich immer bereit,  Fehler zu korrigieren.

 

 

Der kalte Krieg in Deutschland und auf Deutsch

 

 

1989, nachdem das KP-Regime in China die Massendemonstration mit Panzern unterdrückt hatte, wurden die KP-Diktaturen eine nach der anderen in Europa überwunden. 2014 können die Deutschen den Fall der Berliner Mauer zum 25sten Mal feiern, während sich die Chinesen noch gegen ein KP-Regime wehren müssen,  das mit westlicher Unterstützung ein Wirtschaftsmonstrum geworden ist.

 

Die Berliner Mauer ist zwar gefallen, aber der kalte Krieg wird heftiger denn je geführt, auch wenn viele Deutsche ihn nicht wahrnehmen. Durch die Wirtschaftsmacht übt die KP Chinas immer größeren Einfluss auf der internationalen Ebene aus. Trotz des systematischen Organraubs durfte die VR China 2008 die Olympischen Spiele in Peking ausrichten, 2009 als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse auftreten, auf der die Rumäniendeutsche Herta Müller als Literaturnobelpreisträgerin extra zum Stand der Epoch Times und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte erschien, um die Exilchinesen zu treffen, was wir ahnungslos für Unterstützung hielten.

 

Nach der Beschimpfung von Herta Müller auf die Exilchinesen wegen des rotchinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo habe ich eine Reihe von Kollegen angesprochen, die mir den Grund erklären könnten. Am meisten hat mich der Autor von “Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur” Carl Gibson beeindruckt, nicht nur weil er in einem Interview zu seinem Buchtitel erklärte:”Als Stalin West-Berlin die Lebensader abschneiden wollte, um den Westberlinern ihren Sinn für Freiheit mit dem Hunger auszutreiben, eilten die für die Lebenserhaltung der einstigen Reichshauptstadt zuständigen Alliierten heran und schafften in unzähligen Flügen so viele Lebensmittel und Energiestoffe herbei, um die Menschen am Leben und die Stadt in politischer Freiheit zu halten. Den fast ein Jahr lang andauernden Motorenlärm über ihren Köpfen nannten die Berliner symbolträchtig ‘Symphonie der Freiheit’– eben weil sie die Wesenheit der großen Geste seitens der einstigen Kriegsgegner intuitiv erfassten”.

 

 

Der kalte Krieg zwischen Carl Gibson und dem deutschen Establishment

 

 

Dieser Gegner der Ceausescu-Diktatur ist nämlich der Lautstärkste unter den Kollegen, die Herta Müller Verfälschung und Plagiat vorwerfen, während die einstige Ceausescu-Vorzeigerautorin Liu Xiaobo unterstützt, der an der sprachlichen Verfälschung der Begriffe und Geschichte im Sinne der KP Chinas aktiv teilnimmt.

 

Laut der Tauber-Zeitung über Gibsons neues Buch “Die Zeit der Chamäleons-  Kritisches zum Leben und Werk Herta Müllers aus ethischer Sicht” mit Tuschezeichnungen von Michael Blümel hinterfragt der Antikommunist Müllers Dissidenz. “Darüber hinaus analysiert Gibson anhand vieler Aussagen, Interviews und Texten die Standpunkte Müllers. ‘Ihre angeblichen Begegnungen und Folterungen durch die Securitate erscheinen geradezu absurd-grotesk’, so Gibson. Bis heute hätten weder Journalisten, Schriftsteller und Intellektuelle Äußerungen Müllers hinterfragt. Gibson und Blümel sind nach Bukarest gereist, um in der dortigen ‘Gauckbehörde’ Müllers Akte einzusehen. Es gebe deutliche Hinweise, dass Müller nicht als staatsfeindlich oder gar Dissidentin eingestuft worden sei”.

 

Herta Müller steht exemplarisch für die skandalösen Preisträger kommunistischer Prägung im Westen. Daran ist der Werteverfall in der freien Welt durch den Handel mit der VR China am leichtesten zu erkennen. Denn vor dem Mauerfall war es unmöglich, dass ein IM-Autor den Friedensnobelpreis und der Vorsitzende des DDR-Schriftstellerverbandes den Literaturnobelpreis bekommen hätten.

 

Die Zerstörung und Perversion der chinesischen Kultur durch das KP-Regime habe ich mit dem Roman “Der weite Weg des Mädchens Hong” wahrheitstreu vorgeführt. Mein Wunsch ist,  das Bewusstsein für die universellen Grundwerte zu verschaffen, wie die Shen-Yun-Künstler, deren Neujahrsgala ich seit 2007 unterstütze. http://de.shenyunperformingarts.org/videos

 

Nach dem chinesischen Kalender  beginnt das neue Jahr – ein Pferdejahr – am 31. Januar. Das Non-Profit-Ensemble aus New York erreicht erst im März Europa. http://de.shenyunperformingarts.org/tickets

Während das KP-Regime die Welt zu korrumpieren versucht, zeigen uns die Shen-Yun-Künstler mit Rückgrat die Zukunft.

 

Köln, zum Pferdejahr 2014

Xu Pei: Der Konflikt in Tibet und seine Ursache

27 Sep

 

Dankbar bin ich, dass ich in Tibet geboren, in der sogenannnten Volksrepublik China aufgewachsen und aus Neugier schon vor dem Tiananmen-Massaker 1989 nach Europa zum Studium gekommen bin.

 

Dank der Freiheit in Deutschland ist es mir vergönnt, mich mit den Geistesgrößen in beiden Kulturen zu befassen; von ihnen zu lernen. Ohne die Freiheit hätte ich keine wahrhaftigen Erkenntnisse gewinnen und veröffentlichen können. Ohne meine Erfahrungen in Rotchina hätte ich die von dort ausgehenden Desinformationen in Bezug auf China und Tibet nicht durchschauen können. Zu der Verwirrung tragen leider auch westliche Prominente bei.

 

Dank Internet kann ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse im chinesischen Widerstand gegen das KP-Regime von Köln aus allen Interessenten kostenlos anbieten.

Freiheit und Menschenrechte möchte ich nicht nur genießen, sondern mich auch dafür einsetzen, Barrieren wie z.B. Nationalismus oder Rassismus abzubauen.

 

Als Autorin halte ich die Wahrhaftigkeit für mein höchstes Gebot und möchte wie eine Nadel alle Lügenblasen in meinem Blickfeld zum Zerplatzen bringen.

 

Auf Einladung der Tibet Initiative Karlsruhe habe ich am 25. September im Internationalen Begegnungszentrum Karlsruhe mein Wissen über Tibet in Bezug auf Chinesen und Deutschen zum Austausch vorgetragen.

 

 

1 Tibet aus chinesischer Sicht

 

Die blutige Niederschlagung des tibetischen Aufstandes 2008 brachte mich dazu, der KP-Propaganda über Tibet und gegen den Dalai Lama entgegenzuwirken. Damals habe ich einen offenen Brief an den Dalai Lama initiiert, in der Hoffnung, dass er aus den Olympischen Spielen 1936 in Berlin lernen könnte und auf keinen Fall das KP-Regime dabei unterstützen würde, die Olympischen Spiele zu seiner Propagandaschau zu degradieren.

 

Die Olympischen Spiele in Peking haben nicht zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Rotchina beigetragen, wie zu befürchten war. Neben dem systematischen Organraub an den Falun Gong-Praktizierenden finden seit 2003 Selbstverbrennungen für die Menschenrechte in China, seit 2009 in Tibet und im Exil statt. Zum fünften Jahrestag der Olympischen Spiele in Peking hätte ich gerne diejenigen Prominenten in der freiheitlichen Welt zur Rede gestellt, die das KP-Regime bei seiner Propagandaschau unterstützt haben. Dazu gehört leider auch der Dalai Lama.

 

Am 14. September veröffentlichte die BBC einen Bericht auf Chinesisch unter der Überschrift “Der Dalai Lama: Chinas Tibetpolitik wurde  ‘realistischer’”. Dabei hatte sich am 6. August ein weiterer Tibeter, mindestens der 125ste, wie eine Freiheitsfackel  angezündet.

 

Im Gegensatz zum Dalai Lama setze ich keine Hoffnung auf das KP-Regime, sondern setze mich gegen die KP-Diktatur in ihrem ganzen Machtbereich ein, wie mindestens 150 Millionen Chinesen weltweit. Tibet ist nur ein Teil davon.

 

Nach der Machtergreifung haben die Kommunisten das besetze Gebiet neuverteilt und umbenannt. Das historische tibetische Siedlungsgebiet wurde auseinandergenommen. Das deutsche Wort Tibet umfasst ein viel größeres Gebiet als das entsprechende Wort auf Rotchinesisch. Mein Geburtsort Dardo gehört z. B. zum tibetischen Siedlungsgebiet, wurde aber von dem KP-Regime in die Provinz Sichuan eingegliedert.

 

Seit 1949 sind 2 Millionen Menschen aus allen Teilen des von den Kommunisten besetzten Gebietes der chinesischen Regierung auf die Insel Taiwan gefolgt, darunter auch viele Tibeter. Sie leben dort mit Menschen anderer Ethnien vom Festland und Inseleinwohnern zusammen. 2009 haben noch 110 neue tibetische Flüchtlinge für das Bleiberecht in der Republik China auf der Insel Taiwan demonstriert.  Es gibt Tibeter und Chinesen in Taiwan, die von dort für die Freiheit in Tibet kämpfen.  Mit anderen Worten, ohne die kommunistische  Machtergreifung hätten die Tibeter auch auf dem Festland mit anderen ethnischen Gruppen wie den Han-Chinesen friedlich leben können, zumal es viele Chinesen gibt, die den gleichen Glauben praktizieren wie die Tibeter.

 

Der tibetische König Songtsen Gampo (617 – 649) bat nach militärischen Konfrontationen den Kaiser Taizhong (599 – 649)  der Tang-Dynastie in China um eine Frau. Eine Tochter der kaiserlichen Familie wurde ausgewählt und als Prinzessin Wencheng (625 – 680) bekannt. Sie wurde mit einem großen Hofstaat nach Tibet verheiratet. Die fromme Buddhistin brachte auch eine Statue Buddha Shakyamunis mit, die bis heute in Tibet als Jowo Shakyamuni verehrt wird. Prinzessin Wencheng trug dazu bei, dass sich unter der Herrschaft von Songtsen Gampo der Buddhismus in Tibet verbreitete. Siebzig Jahre später wurde eine weitere kaiserliche Tochter auf Bitte der tibetischen Seite nach dorthin verheiratet, und ging als Prinzessin Jincheng (698 – 740) in die Geschichte ein.

 

Die beiden kaiserlichen Töchter und ihr Hofstaat sind nur zwei Beispiele für Menschen aus China, die aus verschiedenen Gründen nach Tibet eingewandert sind. Die Tibeter, insbesondere tibetische Mönche, wanderten und wandern auch heute nach China ein. Ein Beleg dafür ist der lamaistische Yonghe-Tempel in Peking, der schon vor 1735 von den Mönchen tibetischer Schule bewohnt wurde.

 

Deshalb weise ich bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass der gegenwärtige Konflikt in Tibet erst entstand, als 1949 die demokratisch gewählte Regierung in der Republik China von der Komintern unter der Direktive von Stalin auf die Insel Taiwan vertrieben wurde. Das Thema “Der Konflikt in Tibet und seine Ursache”, das mir vorgeschlagen wurde, veranlasste mich dazu,  den Wesensgrund dafür auf Deutsch auszuformulieren.

 

 

2 Rotchinesisch und die Kommunistisierung

 

Die Kommunisten haben nach ihrer Machtergreifung die chinesische Sprache und Kultur systematisch zerstört. Nur etwa zweitausend chinesische Schriftzeichen wurden als Grundwortschatz für den kommunistischen Neusprech à la George Orwell übernommen. Die bildhaften und sinnvollen Schriftzeichen wurden zuerst sinnentleert und formentstellt, und dann ideologisiert. In der VR China wird nur dieses Rotchinesisch gelehrt und benutzt.

 

Gott sei Dank wird das traditionelle Chinesisch aber noch außerhalb des KP-Machtbereichs überliefert und gelehrt.  So kann ich in Deutschland die beiden Sprachsysteme vergleichen und darin die gegensätzlichen Geisteshaltungen erkennen. Dank der Freiheit im Westen fühle ich mich berufen, den chinesischen Geist auf Deutsch zu präsentieren und mich gegen das vom “Gespenst des Kommunismus” verfälschte Chinesisch zu wehren. Festlandschinesen kennen heutzutage leider meistens nur das Rotchinesisch, während die so genannten Kurzzeichen der rotchinesischen Schrift den Chinesen aus der Republik China und Hongkong Schwierigkeit bereiten. Darum werden die Tibeter nicht sinisiert, sondern kommunistisiert, wie alle anderen Ethnien unter einer KP-Diktatur.  Die Kommunistisierung hat auch in der DDR stattgefunden und macht sich auch in dem vereinigten Deutschland bemerkbar.

 

Beispielsweise wurde Marx 2003 bei der ZDF-Sendung “Unsere Besten – Wer ist der größte Deutsche?” zum drittgrößten Deutschen gewählt. In allen neuen Bundesländern wurde Marx sogar zur Nummer eins gewählt. Das Sendungsteam hatte sich auf  “die Suche nach dem wichtigsten Deutschen, dem größten Vorbild, der bedeutendsten Persönlichkeit” begeben.  Marx wurde als Philosoph betrachtet. In diesem Sinne wurde auch 2010 ein Film über Marx im ZDF gezeigt. Dazu wurde der Marx Forscher Konrad Löw von einer Exilchinesin interviewt und ich habe das Interview “Karl Marx, der ‘Vernichter’” ins Chinesische übersetzt.  http://www.epochtimes.de/karl-marx-der-vernichter–675304.html

 

Konrad Löw war Professor für politische Wissenschaft an der Universität Bayreuth. “Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie” und “Der Mythos Marx und seine Macher. Wie aus Geschichten Geschichte wird” sind zwei seiner Forschungsergebnisse. Er gehört auch zu denjenigen, die alles, was Marx selbst in seinen jungen Jahren verfasste und was damals über ihn verfasst wurde, wie zum Beispiel, die Briefe seines Vaters, gelesen haben. Dabei kommt der Experte zu der Feststellung, dass Marx jemand ist, “der vor Selbstbewusstsein strotzt, und gleichzeitig – das geht Hand in Hand – alle anderen, die Menschen, aber auch ihre Tradition, gering erachtet, wenn nicht sogar verachtet”.

 

Leider ist der historische Marx bis heute von der Propaganda der Kommunisten für ihren geistigen Patron überdeckt.

Die Gehirnwäsche, der das SED-Regime jeden DDR-Bewohner unterzogen hatte, wirkt nach dem Mauerfall weiter nach. Denn in einer demokratischen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland wird jedem der freie Zugang zur Information ermöglicht. Es gibt weder systematische Information, noch systematische Desinformation, wie sie in jedem totalitären Regime stattfindet, auch in der VR China.  Die Befreiung von der roten Indoktrination hängt von jedem Individuum ab.

 

 

3 Das KP-Regime und die chinesische Regierung

 

Die Kommunistische Partei Chinas hat nicht nur den Konflikt in Tibet, sondern auch Konflikte mit allen anderen ethnischen oder nationalen, religiösen, politischen und sozialen Gruppen in ihrem Herrschaftsgebiet verursacht.

Dank westlicher Tibetfreunde, unter anderem der Tibet Initiative Deutschland ist der Konflikt in Tibet auf der internationalen Ebene vielleicht am bekanntesten. Aber der KP-Konflikt mit der Republik China auf der Insel Taiwan, mit den Uiguren wie Nijat Abdureyimu, mit den romtreuen Christen, mit Demokraten wie Wei Jingsheng und mit Buddhisten der Falun Gong-Schule müssen auch bekannt gemacht werden. Die KP Chinas bezeichnet in ihrem Neusprech die fünf wichtigen Konflikte als “Fünf Gifte” und verfolgt die betroffenen Menschen mit perfiden Mitteln. Unter der Überschrift  “Fünf Gifte” ist auch ein Spiegel-Bericht über die Spionagetätigkeit der KP Chinas in Deutschland erschienen. 2011 wurde ein promovierter Mediziner aus China in Celle wegen seiner Spionagetätigkeit für das KP-Regime verurteilt.

 

Die Staatsanwaltschaft in Celle hatte in ihrer Anklageschrift bei der Eröffnung des Verfahrens gegen den Spitzel den deutschen Verfassungsschutz zitiert: “Die chinesische Regierung diffamiert die als größte Gefahren für die eigene Macht bewerteten Personengruppen als so genannte ‘Fünf Gifte’. Sie bekämpft diese nicht nur in der Heimat, sondern späht auch die in Deutschland lebenden Anhänger aus. Betroffen sind vor allem die von China des Separatismus verdächtigten Uiguren und Tibeter sowie die Angehörigen der Meditationsbewegung Falun Gong. Darüber hinaus betrachtet die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) auch Mitglieder der Demokratiebewegung und Befürworter einer Eigenstaatlichkeit Taiwans als Staatsfeinde.” Die sogenannten Fünf Gifte hat das KP-Regime auch tabuisiert. Die fünf Tabus werden von vielen westlichen Chinaexperten und -korrespondenten übernommen. Entweder vermeiden sie diese fünf Themen, oder sie verbreiten die KP-Verleumdungen gegen die betroffenen Gruppen. Paradebeipiel hierfür ist das größte und aktuellste Tabu Falun Gong. Bis heute übernehmen manche deutsche Medien die KP-Propaganda gegen die Falun Gong Bewegung. Erst im Rahmen meines letzten Heimkehrversuchs 2002 durfte ich Chinesen, die wegen Falun Gong verfolgt werden,  kennenlernen und seitdem verteidige ich sie gegen Verleumdungen aller Art.

 

Das KP-Regime in Rotchina hat 1971 die chinesische Regierung aus der UNO verdrängt, obwohl die Republik China massgeblich zur Gründung der UNO und zur Menschenrechtscharta beigetragen hatte. Dabei hat das KP-Regime mindestens 80 Millionen Todesopfer gefordert, nachdem die Kommunisten mit Gewalt, Lügen, Spionen und Unterstützung der Sowjetunion die chinesische Regierung nach Taiwan vertrieben hatten. Das Tiananmen-Massaker 1989 hat  in der Weltöffentlichkeit stattgefunden, dennoch gibt das Regime dieses Verbrechen bis heute nicht zu und verfolgt sogar die Angehörigen der Opfer. Mit anderen Worten, die rechtmäßige chinesische Regierung befindet sich nicht auf dem Festland China, sondern auf der Insel Taiwan.

 

 

4 Kommunisten und ihre Gegner

 

1848 veröffentlichten Karl Marx und Friedrich Engels das “Manifest der Kommunistischen Partei” in London. Sie rufen zum Klassenkampf auf, um einen “gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung” zu erreichen. Nach der chinesischen traditionellen Ethik ist es Anstiftung zum Raub und Mord. Nach dem christlichen Weltbild ist Marx ein Satanist. Der Autor des  Buches “War Karl Marx ein Satanist ?” Richard Wurmbrand (1909-2001) war ein christlicher Gegner der KP-Dikatatur in Rumänien.

 

Der erste Weltkrieg und der deutsche Kaiser Wilhelm II verhalfen Lenin 1917 dazu, die erste KP-Diktatur mit Gewalt zu gründen. Der zweite Weltkrieg und Lenins Nachfolger Stalin zwangen ein Drittel der Weltbevölkerung unter die KP-Diktatur. (Kaum kam ich in die Schule, wurde mir eingetrichtert, dass wir noch zwei Drittel der Weltbevölkerung zu befreien hätten.)

 

Die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas wurde 1921 von Moskau finanziert und geleitet. Ihre Mitglieder sind von Anfang an international. Dazu gehören auch deutsche Kommunisten wie z. B. Hans Shippe (1897-1941). Er kämpfte  seit 1925 mit Stift und Gewehr für den Machtkampf der Kommunisten in China und ließ sogar sein Leben dabei.

 

1989 hat das KP-Regime mit dem Tiananmen-Massaker seine Macht in China erhalten können, während die KP-Diktaturen in der  Sowjetunion und ihren Kolonialstaaten in Osteuropa eine nach der anderen zusammenbrachen.

 

Zum  80. Jahrestag der Machtergreifung Lenins in Russland erschien “Das Schwarzbuch des Kommunismus -Verbrechen, Terror, Unterdrückung”. Das war die  erste weltweite Gesamtbilanz von 80 Jahren Kommunismus, der bis zum Jahr 1997 eine Gesamtopferzahl von 100 Millionen Menschen  gefordert hatte.

 

2004 erschien die erste chinesische Abrechnung mit dem KP-Regime “Neun Kommentare über die Kommunistische Partei”. http://www.epochtimes.de/neun-kommentare-ueber-die-kommunistische-partei.html

Während das KP-Regime immer noch die Bevölkerung in seinem Machtbereich ermordet und verfolgt, haben sich  146,424,362 (Stand vom 17. September, sechs Tage später, am 23. erreichte die Zahl 146,802,057) Chinesen von der KP losgesagt, indem sie sich namentlich oder anonym im Internet registrieren liessen.

 

Ohne die chinesischen Kommunisten wäre die Republik China, der erste demokratische Staat in Asien, nicht unterwandert und auf dem Festland gestürzt worden.

Ohne die tibetischen Kommunisten wäre Tibet nicht unter die KP-Diktatur geraten. Die tibetischen Kommunisten, wie  z.B. Phun Tshogs Dbang Rgyal (1921-2008)  haben das totalitäre KP-Regime mitgetragen.

 

 

5 Die Unterwanderung durch die KP Chinas

 

Der ZDF-Bericht über Tibet:

 

 

Auch dem Zeit-Bericht vom Sommer 2013 unter der Überschrift “Gekauftes Glück”ist zu entnehmen, dass die KP-Diktatur in Tibet von ethnischen Tibetern mitgetragen wird, aus welchem Grund auch immer.

http://www.zeit.de/2013/30/tibet-wirtschaft-wachstum-china/komplettansicht

 

Der Konflikt in Tibet ist ein Konflikt zwischen den Kommunisten und Menschen anderer Gesinnungen.

“Wir haben euch eingeladen, weil ihr aus Deutschland kommt! Dem Land von Marx!” sagte ein tibetischer Kommunist zu der Verfasserin des genannten Berichtes und zwei weiteren zur PR-Reise eingeladenen Deutschen. Es war also die Verehrung der tibetischen Kommunisten für Marx, die den deutschen Journalisten den Zugang zu Tibet ermöglicht hat.

 

Die Chinesen, die in Tibet leben müssen, wie einst meine Eltern, möchten lieber in ihrer Heimat bleiben, wenn es nur möglich wäre. (Mehr dazu in meinem Roman “Der weite Weg des Mädchens Hong”.) Das KP-Regime aber hat den Menschen in seinem Machtbereich ihrer Selbstbestimmungsrechte geraubt.  Das Trugbild, welches das KP-Regime vorgaukelt, wird leider immer noch von manchen Westlern gerne übernommen und verbreitet.

 

Solange die KP an der Macht ist und als chinesische Regierung akzeptiert wird, insbesondere vom Dalai Lama, wird der  Konflikt in Tibet nicht gelöst. Auch der Schlüssel zum Konflikt mit Nordkorea liegt in Peking.

 

Das KP-Regime unterzieht nicht nur die Bewohner einer Gehirnwäsche, sondern betreibt systematisch Auslandspropaganda. Seit 2004 hat die KP Chinas weltweit Auslandspropaganda-Zentren eingerichtet, die sich Konfuzius-Institute nennen. Dort werden nicht die konfuzianischen Prinzipien, die mit demokratischen Grundwerten kompatibel sind, vermittelt, sondern das Rotchinesisch und die Ideologie der KP-Machthaber in Peking. Sie übernehmen beispielsweise die oben genannten Fünf Verbote, die nicht nur gegen die Menschenrechtscharta, sondern auch gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen.

 

Der Konflikt in Tibet ist kein ethnischer, sondern ein ideologischer Konflikt. Es ist ein Konflikt zwischen Demokratie und Diktatur,  zwischen Gewaltlosigkeit und Gewalt, zwischen Gutem und Bösem…Um den Konflikt in Tibet zu lösen, muss man das KP-Regime auflösen. Als Deutscher kann man dazu beitragen, den kommunistischen Einfluss bewusst zu machen, um sich gegen die Desinformation der KP Chinas zu wehren. Deutschland hat zwei totalitäre Regimes überwunden. Die deutsche Regierung und die deutschen Medien sollen ein realistisches Bild von der VR China zeichnen. Das unterstützt die Freiheitsbewegung des Volkes in Tibet und in China.

 

 

Zusammenfassung

 

1 Zwischen Chinesen und Tibetern gibt es keinen unlösbaren Konflikt, aber der Konflikt zwischen der KP Chinas und allen anderen  Gruppen ist unlösbar.

 

2 Die Freiheitskämpfer in Tibet und China können wir unterstützen, indem wir das KP-Regime ablehnen und dazu beitragen, es aufzulösen.

 

3 Die Desinformation der Kommunisten ist weltweit, auch in Deutschland, und die deutsche Regierung sowie die deutschen Medien haben eine historisch bedingte besondere Verantwortung.

 

 

 

Köln, 27. September 2013

Xu Pei: Zum fünften Jahrestag der Olympischen Spiele 2008

8 Aug

 

Zum Jahrestag der Olympischen Spiele 2008 möchte ich gerne den Dalai Lama und Co. zur Rede stellen, die unsere Bemühung um einen Boykott  konterkariert haben, obwohl damals der systematische Organraub in der Volksrepublik China bereits bekannt war.

Meine Standaufnahme im WDR-Interview vor den Olympischen Spielen

http://www.falungong.de/audio/audio_interviews/20070921_1945_wdr_berichtet_ueber_verfolgung.mp3.html

Nach der Propagandashow haben sich bereits 125 Tibeter aus Protest gegen die KP-Unterdrückung  in Brand gesetzt.

Seit 1999 sind mindestens 3715 Menschen  (Stand 8. August 2013) wegen ihres Glaubens an Falun Gong zu Tode gefoltert worden.

Das sind nur verifizierte Todesopfer von zwei Gruppen, die das KP-Regime  in der Volksrepublik China gefordert hat.

Seit meinem letzten Heimkehrversuch 2002 bin ich darum bemüht,  die Öffentlichkeit über die authentische Lage in Rotchina zu informieren, damit sie nicht von dem KP-Regime mit “Konfuzius-Institute”,  “Chinajahr” usw. in die Irre geführt wird.

In diesem Sinne ist ein Redebeitrag von mir  aus dem Jahr 2008 in Schriftform immer noch aktuell:

 

 

Über die Minderheit in China

 

Angesichts der tibetischen und uigurischen Aufstände und der brutalen Unterdrückung des Regimes neigt man dazu,  eine größere Menschenrechtsverletzung des Regimes gegenüber der ethnischen Minderheit in China anzunehmen.

 

In China einschließlich Taiwan und Tibet gibt es etwa 100 ethnische Gruppen. Das kommunistische Regime spricht von 56 ethnischen Gruppen, unter denen die Han am meisten zählen.

 

Aber egal zu welcher ethnischen Gruppe man zählt, wird man unter dem Regime mit der kommunistischen Ideologie indoktriniert. Wenn man der Kommunistische Partei Chinas folgt, kann man in ihrem System aufsteigen,  auch wenn man zur ethnischen Minderheit gehört.

 

Wenn man nicht zur ethnischen Mehrheit, Han zählt, hat man noch Vorteile, beispielsweise darf man mehr als ein Kind haben, während viele Han-Chinesen wegen der sogenannten Einkindpolitik einer unvorstellbaren Menschenrechtsverletzung ausgesetzt sind. Und wenn man zur Minderheit gehört, kann man mit einer niedrigen Gesamtnote zum Studium bzw. zur Ausbildung zugelassen werden. Also, es läßt sich nicht nur eine Diskriminierung von Minderheiten feststellen, sondern insgesamt.

 

Ich stimme dem Dalai Lama zu, daß das Regime in Tibet einen “kulturellen Völkermord” begangen hat, aber das betrifft nicht nur Tibeter, sondern auch alle anderen ethnischen Gruppen, einschließlich Han.

 

In Peking hat es vor 1949 rund 1200 Tempel, Klöster gegeben. Aber heute ist nicht einmal ein Bruchteil davon als Touristenattraktion zu finden. Genau wie in Tibet hat das Regime auch die fünftausend Jahre alte Kultur in China zu zerstören versucht.

 

Das Regime schlägt nicht nur die Aufstände der Minderheit nieder, sondern auch die Aufstände der Mehrheit. Alle fünf Minuten findet in China ein Aufstand statt.

Gleichzeitig verfolgt das Regime auch alle Andersdenkenden, egal zu welcher ethnischen und religiösen Gruppe sie gehören.

 

Zheng Yichun, der seit 2004 wegen seiner Kolumne für die chinesische Exilzeitung bzw. ihrer Internetseite http://news.epochtimes.com/ verhaftet und zu einer 7 jährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, gehört zu den Mandschuren. Wir schätzen uns gegenseitig und halten beide  “Neun Kommentare über die Kommunistische Partei” für ausgezeichnet, deren Erscheinen eine Austrittswelle aus der KP veranlasste. Die ethnische Zugehörigkeit spielt auch in der Widerstandsbewegung gegen das kommunistische Regime keine Rolle.

 

Deshalb sehe ich keinen Konflikt zwischen Minderheiten und Han, sondern einen Konflikt zwischem der KP und der Bevölkerung aller ethnischen und religiösen Gruppen.

 

Mit anderen Worten, die Minderheit in China ist die KP, die sich mit Gewalt und Propaganda an die Macht in China brachte und zur Mehrheit erklärt. Wir dürfen das kommunistische Regime nicht mit dem Land China, mit der chinesischen Kultur, mit der chinesischen Bevölkerung verwechseln, was das Regime gerne möchte.

 

Falun Gong, die seit 9 Jahren vom Regime verfolgt wird, war vor der Verfolgung die beliebteste Qi Gong Schule in China. Dennoch kann die KP mit der Propaganda aus hundert Millionen traditionellgesinnten Chinesen eine “Sekte”  machen, genau wie sie aus dem weltweit beliebten Dalai Lama und seinen Anhängern eine “Clique” macht.

 

Mit den Olympischen Spielen hat die KP die Sportler und Co. aus der ganzen Welt nach Peking gelockt, auch nur um damit einerseits der Welt ihre alleinige Herrschaft zu demonstrieren, andererseits den Einheimischen mit der Propaganda die Anerkennung der Welt vorzugaukeln.

 

Das heißt, ohne Gewalt und Propaganda kann sich die KP keine Minute an der Macht halten, weswegen aus den Olympischen Spielen in Peking mittlerweile ein Kampf auf Leben und Tod für sie geworden ist.

 

Und ich bin sicher, daß die KP ihren Kampf verlieren wird, wie in der Sowjetunion und in Osteuropa.

 

Es ist nur eine Frage der Zeit.

XU Pei zu der ARD-Sendung “Weltmächte der Zukunft – welche Rolle wird China spielen?”

8 Mai

 

Guan Yu-qian (1931-), Gast bei Beckmann neben Helmut Schmidt  ist kein anständiger Sinologie-Professor, sondern ein durch die Gehirnwäsche und Verfolgung der KP Chinas  um  Anstand und  Rückgrat gebrachtes  “Wolfskind”, das keine  Menschenrechte, sondern nur Machthaber kennt.

Als Exilchinesin habe ich Guan vor etwa 10 Jahren persönlich erlebt und kritisiere ihn seitdem bei jeder Gelegenheit, weil er nicht ehrlich ist.

Guan hat sich weder in Deutschland habilitiert, noch ist er  zum Professor an irgendeiner Hochschule in Deutschland berufen worden. Aber es gab zwei Universitäten unter der KP-Führung in Rotchina, die Guan “den Titel eines Professors ehrenhalber” verliehen hatten. Diese zwei Ehrentitel der KPCh hat Guan selbst nicht erwähnt, weil er wusste, dass er damit keine Chinesen beeindrucken konnte.

Für Chinesen wie mich sind die genannten Ehrentitel nichts anderes als ein Zuckerbrot, das Guan von der KP Chinas erhielt, schliesslich dient er doch dem Terror-Regime als Propagandist, seitdem er selbst mit Hilfe von Helmut Schmidt nicht mehr verfolgt wird.

Ich, die eigentlich zu den “Kaderkasten” gehört,  diene aber gerne den verfolgten Landsleuten in China als Sprachrohr, um Helmut Schmidt und Co. in Deutschland entgegenzuwirken. Hin und wieder komme ich mir auch wie Heinrich Mann vor, der die Welt vom Exil aus vor einem Terror-Regime warnte. 

Ein Kommentar zu Guan Yu-qian aus dem Jahr 2010

Welche Art Chinesen kennen Sie?

Schon wieder ist ein Auslandschinese als KPCh-Spitzel aufgeflogen und wird diesmal ausnahmsweise vernommen. Nach dem ersten Bericht in BILD hat SPIEGEL (26/2010) unter der Überschrift “Krieg der Spione” auch darüber berichtet. Als mir ein deutscher Menschenrechtler davon erzählte, wusste ich sofort, wer es war, aber ich konnte es kaum glauben, dass es wahr ist. Denn dieser KPCh-Spitzel aus Rotchina ist ein in Deutschland promovierter Mediziner und mit einer Deutschen verheiratet.

Die SED-Diktatur hatte vor dem Zusammenbruch über 3000 Spione in der Bundesrepublik Deutschland unterhalten. Wie viele Spione die KPCh in Deutschland unterhält, kann man auch nur erfahren, wenn die KPCh-Diktatur überwunden ist.

In den vergangenen Jahren haben sich eine ganze Reihe von Menschen als KPCh-Handlanger geoutet, die mir persönlich bekannt sind. Aber niemand wird vernommen. Guan Yuqian zum Beispiel. Guan Yuqian (Yu-chien Kuan) ist 1931 in China geboren und floh in den 60er Jahren über Kairo nach Deutschland. Nach seiner Promotion 1977 gab Guan an der Universität Hamburg Unterricht in der Sinologie.

Guan, der selbst der KPCh zum Opfer fiel, dient leider dem KPCh-Regime wieder als Propagandist, nachdem die KPCh Anfang der 80er Jahre aufhörte, ihn als “Landesverräter” zu verfolgen. Der ehemalige Asylant bedankt sich nicht für die deutsche Aufnahme, sondern verleumdet noch das Land und die Leute, die ihm ein neues Leben ermöglicht haben.

Am 10. Oktober 2005 wurde Guan von dem KPCh-Propagandaorgan “Volkszeitung” zum Internetforum “Den Staat Stärken” eingeladen.

Auf die Frage, “Was lehrst Du in Hamburg? Bist Du Schriftsteller oder Wissenschaftler?”
antwortete Guan: “Das ist eine sehr interessante Frage. Ich bin zuerst Wissenschaftler, aber Deutschland ist ein Land, wo die Menschen noch ein bisschen rassistisch sind. Es ist sehr schwierig für einen Ausländer, Professor zu werden. Deshalb schreibe ich hauptsächlich, nebenbei unterrichte ich. Nachdem ich mehr als 10 Bücher veröffentlicht habe, müssen sie mich als Professor anerkennen.”

Das ist ein Beweis dafür, dass Guan sich tatsächlich selbst zum Professor ernannt hat, wie mir eine chinesische Journalistin aus der Republik China in München erzählte. Das heißt, Guan fiel als Hochstapler schon lange auf.

Guan tischt nicht nur den Chinesen sondern auch den Deutschen Lügengeschichten auf und erntet damit Hohn unter den KPCh-Gegnern und Anerkennung der KPCh-Kräfte.

Merkwürdigerweise wurde Guan 2006 mit der Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Hat es mit Helmut Schmidt zu tun?

Jedenfalls lobt Guan Helmut Schmidt bei jeder Gelegenheit und die KPCh-Medien berichten von Guans Lob, “Ich bin der Meinung, dass Herr Schmidt der Politiker im Westen ist, der China am besten kennt. Er ist derjenige, den ich am meisten bewundere.”

Helmut Schmidt ist derjenige Politiker im Westen, der als Erster nach dem Massaker 1989 nach Peking reiste und den Massenmörder Deng Xiaoping als “der Erneuerer Chinas” im Chinaprogramm der Deutschen Welle usw. rühmt.

Eine chinesischsprachige Monatszeitung in Deutschland, die sich EUROPE TIMES nennt und eindeutig als Sprachrohr der KPCh in Deutschland bzw. Europa fungiert, bietet auch eine Kolumne von Guan an.

Die KPCh-Diktatur und ihre Medien brauchen Mietmäuler, um den Chinesen im Land vorzugaukeln, dass die Auslandschinesen ihre Diktatur lieben würden.

Am 30. April 2010 veröffentlichte der Xinhua-Korrespondent, der 2008 die “DW-Chinaexpertin” Zhang Danhong verteidigte, in dem KPCh-Propagandaorgan “Volkszeitung” einen Bericht, dessen Titel lautet, ” EUROPE TIMES in Deutschland veröffentlicht Artikel, um die Shanghaier Expo zu rühmen”. Darin hieß es, “EUROPE TIMES wird Journalisten nach Schanghai schicken, um der chinesischen Gesellschaft in Europa aus vielen Perspektiven und allen Richtungen über die Shanghaier Expo zu berichten”.

Der achtzigjährige Guan könnte der vermeintliche Journalist sein. Denn in der Juni Ausgabe dieser Zeitung gibt es nur einen Artikel von Guan unter der Überschrift “Verrückte Welt und attraktives Shanghai”, der mit der Expo in Schanghai zu tun hat.

Guan benutzt die Expo, um die KPCh-Diktatur zu verherrlichen, genau so wie es das Regime auch beabsichtigt.

Guans Bericht besteht aus fünf Teilen mit Überschriften. Die erste Überschrift lautet, “Die Deutschen haben sich gebeugt”. In diesem Teil wird der zurückgetretene Bundespräsident Köhler wegen seiner “sehr freundlichen Rede” am 19. Mai in Shanghai gelobt. Die Bundeskanzlerin Merkel wird von Guan “einer antichinesischen feindlichen Haltung” bezichtigt, weil sie sich nicht von dem KPCh-Regime vereinnahmen lässt.

“Die Schanghaier Expo übertrifft nicht nur die Vergangenen, sondern auch die Zukünftigen”, behauptet Guan mit der letzten Überschrift und ruft zum Schluss auf, “Chinesische Freunde in Europa! Kommt unbedingt nach Shanghai, wenn Ihr Zeit und Geld habt.”

Diese Propagandazeitung druckt auch in jeder Ausgabe einen Beitrag vom Chinaprogramm der Deutschen Welle ab und gibt an, einen Vertrag mit der Deutschen Welle zu haben. In dieser Ausgabe wird der DW-Beitrag unter der Überschrift “Deutschland, ob es auch verbietet, den Körper mit einer langen Robe einzuhüllen” abgedruckt. Es geht um das Tragen von Burka oder Nikab der Muslimen. Ohne einen chinesischen DW-Kritiker hätte ich diese rote Zeitung ignoriert. Ich hätte auch Guan ignoriert, wenn sich nicht eine chinesische Guan-Verspotterin immer wieder bei mir über “den weißhaarigen Fünf-Mao” beschwert hätte. Fünf-Mao hat einen Wert von etwa 5 Cent und ist mittlerweile eine chinesische Bezeichnung für diejenigen, die im Auftrag oder im Sinne des KPCh-Regimes agieren.

Die beiden Landsleute haben weder in China noch in Deutschland studiert, aber ihnen fallen die “DW-Chinaexpertin” und der “Hamburger Universitätsprofessor” sofort als Fünf-Mao auf. Sie stellen die schweigende Mehrheit der Auslandschinesen dar, die sich mit ihren Füssen gegen die KPCh-Diktatur entschieden haben, da sie nicht mit den Händen wählen dürfen. Nicht nur diesen herzensguten Chinesen, sondern auch den verfolgten Landsleuten in Rotchina diene ich gerne als Sprachrohr, auch wenn ich deswegen nicht mehr mein Heimatland betreten darf, solange die KP an der Macht ist.

Guan gibt selbst zu, dass er kein echter Shanghaier ist, obwohl er als Eigentümer in Shanghai auftritt. Die echten Schanghaier wie der Rechtsanwalt Zheng Enchong und die Autorin Sun Baoqiang werden wegen der Expo stärkeren Repressalien ausgesetzt.

Egal ob Guan ein “Überzeugungstäter” oder “Opportunist” ist, was feststeht, ist dass der einstige Asylant nun zu den Rotchinesen gehört, die die Menschenrechte und die Freiheit in Deutschland missbrauchen, um für die KPCh-Diktatur zu propagieren.

Ich habe Deutschland zu danken, dass ich den Widerstand der Chinesen gegen die KPCh-Diktatur unterstützen kann, auch wenn die KPCh in Deutschland einflussreiche Verbündete unterhält.

 

Mein Aufsatz über Helmut Schmidt aus dem Jahr 2008

http://community.zeit.de/user/xu-pei/beitrag/2010/04/28/ein-chinesisches-urteil-über-helmut-schmidt

 

 

XU Pei: Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas – Offene Antwort auf Wolf Biermann

25 Apr

 

Liebe Empfänger,

 

als Exilchinesin fühle ich mich in Köln wohl und möchte aus Dankbarkeit meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Menschen teilen, die nicht nur Bürgerechte genießen, sondern auch soziale Verantwortung in unserem Erddorf übernehmen. Außerdem hoffe ich, dass meine authentischen Informationen möglichst viele Nichtchinesen vor dem Schicksal eines in Peking ermordeten Kölner Studenten und des dort verhafteten Kunstspediteurs  bewahren mögen.

 

Angesichts des deutschen Chinajahrs unter der KP-Führung 2012 bin ich dazu gekommen, weiße Pflaumenblüten aus Worten als Rundmail zu schicken, an all diejenigen, die ich dank der deutschen Sprache getroffen habe. In dem zweiten Blumenblatt der weißen Pflaumenblüte für 2013 möchte ich meinen Weg skizzieren, um zu zeigen, auf welche Art und Weise die KP Chinas Menschen manipuliert und Demokratien unterwandert.

 

 

Deutsche Medien und mein Weg

 

 

Die Berliner Mauer zu passieren war für mich leicht, während viele Ostdeutsche ihr Leben riskierten, um Westberlin zu erreichen. Vier Monate nach meinen Erfahrungen in Berlin begann mein Studium im Sommersemester 1989 in Düsseldorf,  und in Peking demonstrierten Studenten meiner Generation auf dem Tiananmen-Platz. Während die alten Kommunisten in China ein Massaker anrichteten, konnten sich die Osteuropäer von den KP-Diktaturen  befreien. Im Ausland durften Chinesen wie ich problemlos gegen das Massaker protestieren, während Gegner des Massakers wie Liao Yi-wu in China verhaftet wurden.

 

Mein Werk und Leben sind von den deutschen Medien dokumentiert. Den Anfang machte die “Rheinische Post” im Juni 1989 mit dem Bericht “Ich lebe für die Demokratie”. Die Überschrift  stellt eine Zeile aus meinem Gedicht “Lebenslied” dar, nach dem ich bis heute strebe. http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/09/25/das-lebenslied-von-xu-pei/

Der WDR hat 2008 meinen Weg von einem glücklichen Schwein aus der “Farm der Tiere” à la George Orwell  zur weltliebenden Exilchinesin in Europa dargestellt.

 

An mir ist zu erkennen, dass Chinesen, wenn sie wie ich nicht unter der KP-Diktatur leiden,  gleiche Grundwerte wie westliche Demokraten schätzen. Helmut Schmidts Behauptungen wie etwa, dass Chinesen andere Vorstellung von Menschenrechten hätten, sind leicht zu widerlegen.

 

Ohne die Gegenüberstellung der deutscher Medien und der Sprachrohre der KP Chinas  hätte ich nach dem Massaker die Lügen der Kommunisten nicht so gründlich kennenlernen und durchschauen können. Denn damals kannte ich nur das von den Kommunisten sinnentleerte und formentstellte Chinesisch, das Neuchinesisch à la George Orwell. Erst in Deutschland lernte ich dank der Exilchinesen und Exilmedien das traditionelle Chinesisch, die Geschichte und die Welt ohne kommunistische Verfälschung kennen.

 

Neben den Exilchinesen und Flüchtlingen aus Osteuropa einschließlich der DDR sind es Journalisten, die meinen Weg begleiten. Ohne den Austausch mit ihnen wäre mir die Wirkung der kommunistischen Propaganda im Westen nicht aufgefallen. Beispielsweise können oder wollen die Multiplikatoren der KP-Propaganda nicht erkennen, dass Westdeutsche trotz der fremden Besatzungsmächte Freiheit genossen, während Ostdeutsche wegen des Marxismus  ihre Menschenrechte verloren; und dass mein Einsatz für Menschenrechte keine Lügen braucht, während ein KP-Regime alle Menschen verfolgt, die nach Wahrheit streben. Manche schwärmen von Rotchina wie Helmut Schmidt und gehören zu den deutschen Akademikern, die das KP-Regime benötigt, um seine Auslandspropaganda-Zentren wie  die “Konfuzius-Institute” am Laufen zu halten.

 

 

“Konfuzius-Institute” zum Organraub

 

 

2002, nach meinem zweiten Heimkehrversuch  kam ich zu der Ansicht, dass sich das linkstotalitäre Regime in meinem Heimatland bereits zu einem rechtstotalitären Regime entwickelt hat. Die roten Nazis terrorisieren nicht nur die Volksrepublik China, sondern korrumpieren und bedrohen auch die ganze Welt.  11 Jahre später fühle ich mich auch von Wolf Biermann bestätigt, wenn er schreibt: “Mich nervt und verwirrt es, dass bei Helmut Schmidt nicht alle Alarmglocken schrillen angesichts dieser modernen Diktatur in China. Hypertrophe Armee, hypertrophe Umweltvernichtung, hypertrophe Geldreserven, ein neuer Imperialismus in einer wackligen Welt”.

 

2006, als Chinesen wie der Dichter Zhang Jian-hong (1958-2010) wegen ihren Veröffentlichungen, unter anderem gegen den systematischen Organraub, verhaftet wurden,  begann  in Berlin das erste “Konfuzius-Institut”  Neuchinesisch der KP Chinas zu verbreiten.

 

2008 wurde ich auf die KP-Propaganda im chinesischen Programm der Deutschen Welle aufmerksam und musste feststellen, dass bei der  Deutschen Welle mindestens vier  Mitglieder der KP Chinas arbeiteten, während Exilchinesen ausgeschlossen wurden. Ein weibliches Mitglied fiel  als DW-Journalistin nicht nur  durch ihre propagandistischen Äußerungen auf, sondern sie gehört sogar heute noch zu den Referenten der  “Konfuzius-Institute”. Während sie in einem Hamburger “Konfuzius-Institut”  über das deutsche und chinesische “Glück”  diskutierte, wurden weitere Menschen unter der KP-Dikatur zur Selbstverbrennung getrieben und zu Tode gefoltert.

 

2011 ließen sich schon 11 Universitäten in Deutschland aufzählen, die ein “U-Boot” der KP Chinas verbergen. Mein Brief an ihre Rektoren ist jetzt im Internet nachzulesen.

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2013/04/17/an-die-deutschen-rektoren-wegen-ihrer-kooperation-mit-der-kp-chinas/

Wegen meiner Bürgerinitiative gegen die Unterwanderung Deutschlands durch die KP Chinas  bin ich nicht nur in den kommunistischen Medien, sondern auch in den deutschen Medien wie  der “ZEIT” verleumdet worden. Der “China-Kenner” Frank Sieren  hat in  einem großen ZEIT-Bericht behauptet, dass ich zwei deutsche Journalisten für meinen persönlichen Krieg eingespannt hätte, weil meine Bewerbung bei der Deutschen Welle  erfolglos war. Dabei hat  Sieren seine Rolle für das KP-Regime in China selbst verraten. Mehr dazu: http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/02/02/xu-pei-uber-den-fragwurdigen-chinaexperten-frank-sieren/

 

Die Multiplikatoren der KP-Propaganda wie Sieren erinnern mich immer wieder an das französische Opfer der Appeasement-Politik von Charles de Gaulle, Bernard Boursicot. De Gaulle hatte als erster westlicher Politiker die demokratischen Grundwerte verraten und mit der KP Chinas 1964 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Als Mitarbeiter der französischen Botschaft in Peking wurde Boursicot von einem Spion des KP-Regimes so verblendet, dass der junge Franzose den Spion, also einen Mann, sogar für seine Traumfrau und Mutter seines angeblichen Kindes hielt. Seine unglaubliche Tragödie war die Vorlage für das Theaterstück und den Film “M. Butterfly”.

 

De Gaulles Verrat hatte nicht nur Boursicot, sondern auch die ganze Nation dem Geheimdienst der KP Chinas ausgeliefert, das war auch ein Grund für die gewalttätigen Unruhen in Paris im Mai 1968, deren Zielscheibe De Gaulle selbst wurde. Das Gleiche galt für Helmut Schmidt als großen Befürworter Rotchinas. Er musste die terroristischen Aktionen der Rote Armee Fraktion bewältigen, die ebenfalls von Mao-Zitaten angestiftet wurden.

 

 

Wolf Biermann versus Helmut Schmidt

 

 

Helmut Schmidt hat in der Wanderausstellung zu 150 Jahren deutscher Sozialdemokratie http://www.geschichte-der-sozialdemokratie.de/wanderausstellung  einen Platz bekommen, während er überall, insbesondere in den Medien der KP Chinas, die sozialdemokratischen Grundwerte missachtet und sogar das Tiananmen-Massaker verteidigt.

Gott sei Dank ist Biermann endlich dazu gekommen, die von Schmidt übernommene KP-Propaganda zu entkräften.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article114822505/Helmut-Schmidt-ueber-beide-Ohren-in-China-verliebt.html

Wegen des KP-Kollaborateurs Liu Xiao-bo hat seinesgleiche  Herta Müller in Berlin und in der “FAZ” Exilchinesen wie mich beschimpft, nun hat Biermann wegen des KP-Opfers Liao die begründeten und berechtigten Kritiken auch von mir an Liao als “Rufmord-Theater des chinesischen Geheimdiensts” abgetan.

 

Dabei lerne ich seit Biermanns Gastvorlesung 1993 nicht nur Deutsch von ihm, sondern gewinne auch aus seinen Erfahrungen in beiden politischen Systemen auf deutschem Boden auf China übertragbare Erkenntnisse. Ich bin auch diejenige, die  2010 Liao darüber informierte, dass er von Biermann unterstützt wurde. Liao ist bestimmt nicht der einzige Chinese, der durch mich zum ersten Mal von Biermann erfährt. Wie ein Fährmann fahre ich ein Mini-Boot zwischen dem deutschen und chinesischen Ufer, um die Verfolgten zu unterstützen und der riesigen Propaganda-Maschinerie der KP Chinas entgegenzuwirken.

 

Biermann hat “DIE ZEIT” wegen Liao  in Bezug auf Helmut Schmidt zurecht kritisiert, aber genau wie bei  der “WELT” gibt es auch bei der “ZEIT” gute Berichte über China. Während “DIE ZEIT” einen fundierten Bericht über den systematischen Organraub in  Rotchina veröffentlicht hat, http://www.zeit.de/2013/11/China-Transplantationen-Organhandel

hat “DIE WELT” die Kritiken an einem unzutreffenden Bericht über das Verbrechen durch einen “Schwiegersohn” der KP Chinas  ignoriert.

 

Deutsche Medien, die KP-Verbündete und fragwürdige Preisträger zu Wort kommen lassen, aber ihre Kritiker ablehnen, verstoßen gegen die freiheitlichen demokratischen Grundwerte.

 

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/12/11/brief-an-die-faz-herausgeber-von-xu-pei-am-10-august-2012/

 

 

Wolfgang Kubin gegen Liao Yi-wu

 

 

Es ist kein Wunder, dass Kubin den Gefängnisbericht von Liao anzweifelt, denn er gehört zu den in den  Medien der KP Chinas gelobten “Schwiegersöhnen”. Mehr dazu:

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/12/05/was-fur-schwiegersohne-gibt-es-in-deutschland/

Es gibt viele Zeugenberichte über die grausamen KP-Gefängnisse  in Rotchina. Kubins Zweifel daran nimmt ihm seine eigene Glaubwürdigkeit als Chinaexperte. Liaos  Glaubwürdigkeit wäre nicht dahin, wenn Liao sich nicht selbst verraten würde, indem er Liu Xiao-bo lobt. Denn Liu behauptet in seiner Selbstverteidigung “Ich habe keine Feinde”, die als Dankesrede bei der Preisverleihung des Friedensnobelpreises weltweit übertragen worden ist, genau das Gegenteil von Liaos Gefängnisbericht.

 

2004 beantragte  ein großer Wortführer des chinesischen Widerstands gegen das KP-Regime Yuan Hong-bing in Australien Asyl. Yuan wird von  dem KP-Regime gefürchtet und von vielen Menschen wie z.B. dem Exilchinesen Ha Jin in den USA bewundert. http://www.tagesspiegel.de/kultur/china-das-system-der-tausend-augen/1226334.html

Aber Yuan wurde von Liao  in einem Internet-Beitrag mit der Überschrift “Rattengift in den Suppentopf der Gewinner einzuwerfen” beschimpft. Liao beendete seinen Beitrag mit den Worten, “Ich lasse mich von niemandem daran hindern, ja bestehe darauf,  Rattengift in den Suppentopf der Gewinner einzuwerfen. Ich will ihnen  unbedingt die Suppe verderben. Denn ich kann nicht ausreisen. Als über Vierzigjähriger habe ich noch nie den Geschmack der Freiheit genossen. Das hat mich krank gemacht. Genosse Liu Xiao-bo sagte mal über mich, ‘Der von den Hunden gefickte alte Liao interviewt tagtäglich leidvolle Menschen, schreibt leidvolle Texte, verdient auf so elende Weise sein Geld, wie könnte es sein, dass all dies seine Psyche nicht pervertiert?’ Meine Antwort darauf war, ‘Dein Vater (Mit dieser Selbstbezeichnung nimmt Liao die Position von Lius Vaters ein.) betreibt keine Politik. Selbst wenn seine Psyche pervertiert worden wäre, würde er Land und  Volk kein Unheil bringen können”.

 

Diese unbereinigte Übersetzung ist eine Kostprobe für  deutschsprachige Leser, die  Liao Yi-wu als deutschen Preisträger kennenlernen. Mit solchen geistigen Ergüssen kann niemand unter normalen Chinesen Respekt gewinnen. In ihm, seinem “Genossen” Liu  und dem von ihm zurecht kritisierten Literaturnobelpreisträger Mo Yan kann ich beim besten Willen nur Opfer der KP Chinas erkennen, aber nicht die aufrichtigen, gütigen Intellektuellen, die Sacharow,  Lew Kopelew und Heinrich Böll darstellen, auch wenn sie die gleichen Preise bekommen haben!

 

Wolf Biermann kann Liao gegen Kubin und Co. verteidigen, aber nicht gegen Liaos eigene Worte und Taten. Liaos Dankesrede in der Paulskirche enthält in der Tat “Fälschungen” und “Fantasiegeschichten”, die jeder gebildete Chinese aufzeigen kann. Seine Rede in Neuchinesisch kann nur Nichtchinesen beeindrucken. Was wäre passiert, wenn ein deutscher Autor als Friedenspreisträger behauptet hätte,  Goethe sei kein Deutscher, weil er Geheimrat des Weimarer Fürstentums war? Das Gleiche aber hat Liao in seiner grotesken Preisrede von Konfuzius behauptet!

 

Als ich Biermann kennenlernte, hatte ich  10 Jahre Deutsch gelernt und gerade meinen ersten Gedichtband “Täglich reitet der Herzog aus” veröffentlicht. Es war eine weibliche Antwort auf Heinrich Heine. 20 Jahre später, während ich meinen ersten Roman “Der weite Weg des Mädchens Hong” veröffentliche, bin ich so weit,  dem einstigen verehrten Gastprofessor demokratisch zu widersprechen und zu sagen:

 

Es ist kommunistisch und diktatorisch, Kritiker zu unterdrücken und zu verleumden.

Die KP Chinas unterhält tatsächlich in Deutschland ihren Geheimdienst, auch  ich habe direkte und indirekte Erfahrungen mit ihm gesammelt.  Mit einem Kollegen, der einst von dem SED-Regime mit Haft verfolgt wurde, kam ich zu der gemeinsamen Erkenntnis, dass Wahrhaftigkeit und Offenheit das beste Mittel gegen das Böse sind.  In diesem Sinne stehe ich hinter allem, was ich sage und tue. Meine Kritik an Liao Yi-wu lässt sich nur mit Sachargumenten widerlegen.

 

http://konfuziusinstituteundliuxiaobo.wordpress.com/2012/10/05/stellungnahme-von-xu-pei-zum-friedenspreis-des-deutschen-buchhandels-fur-liao-yiwu/

An die deutschen Rektoren wegen ihrer Kooperation mit der KP Chinas

17 Apr

 

                                                                                               Köln, den 18. November 2011

 

 

Kooperation Ihrer Hochschule, „Konfuzius-Institut“

 

Sehr geehrter Herr Professor Radtke,

 

am 8. November des Jahres publizierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Rubrik „Die Gegenwart“ unter der Überschrift „Eine harmonische Welt“ eine ganzseitige Analyse zu Organisation, Finanzierung und Ausrichtung der sog. Konfuzius-Institute. Ich erlaube mir, mich dem Verfasser Professor Dr. Rudolph anzuschließen.

 

Aus seiner detaillierten, auf chinesischen Quellen beruhenden und meiner Überprüfung nach präzisen und korrekten Untersuchung ergibt sich, daß die oberste Parteileitung der Kommunistischen Partei Chinas (Politbüro) die „Konfuzius-Institute“ führt und finanziert, daß in den Aufsichtsgremien die staatlichen (de facto: KPCh-) Einheitsfront- und Zensurabteilungen das Sagen haben und die Botschafter (alle KPCh-Zellenleiter) der VRCh eine regelmäßige Anleitungsfunktion gegenüber diesen „Instituten“ ausüben.

 

Weiterhin ist dort aufgezeigt, daß leitende Mitarbeiter auch hiesiger Konfuzius-Institute auf der letztjährigen Jahresversammlung in Peking u.a. den obersten Zensor der KPCh, die No. 5 der Parteihierarchie, den Verantwortlichen für „Ideologie“ und die zahlreichen Verschleppungen von freiheitlichen Geistern (auch aus dem universitären Bereich!) in der VRCh, Li Changchun, mit stehender Ovation begrüßten, als er sich ihnen auf der Bühne zeigte.

 

Aus meiner Sicht ist damit die Unabhängigkeit von China-bezogener Lehre und Forschung an Ihrer Hochschule nicht mehr bloß gefährdet, sondern wahrscheinlich sogar schon nicht mehr vorhanden – sowohl thematisch als auch personell.

 

Als eingebürgerte Exilchinesin der Bundesrepublik Deutschland, zumal als eine, die einst die Despotie der chinesischen KP-Funktionäre à la Li Changchun am eigenen Leib erfahren hat und gerade davor ins Exil nach Deutschland geflüchtet ist, halte ich es für selbstverständlich, daß Sie und der Senat Ihrer Hochschule sich nun, nach der Veröffentlichung in der F.A.Z., mit diesem Thema befassen und der deutschen Öffentlichkeit über die Haltung und Sicht Ihrer Universität Rechenschaft ablegen.

 

In der Gewißheit, daß Sie und der Senat das auch so sehen, verbleibe ich, auf Ihre Antwort wartend,

 

PS.:

Bei Bedarf könnte ich Ihnen die PDF-Datei per E-Mail zukommen lassen.

 

Ein inhaltlich gleiches Schreiben habe ich auch an die Präsidenten/Rektoren aller anderen Hochschulen in Deutschland geschickt, die „Konfuzius-Institut“-Kooperationen mit der Kommunistischen Partei Chinas pflegen.

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